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Sonntag, 27. Oktober 2019

Eine köstliche Pilzmahlzeit...

Wie sehr ich es liebe, in den Wald zu gehen, summender- und singenderweise umherzustromern und mit Pilzen beschenkt zu werden! Das Abendessen aus dem Wald zu holen, gehört mit zu meinen schönsten Urlaubserfahrungen im Schwarzwald. 


Wir sammelten Parasolpilze, Maronen, Steinpilze, Rotfüßchen und Hallimasch.


Den Hut der Riesenschirmpilze zog ich durch gut gewürztes verschlagenes Ei und drückte ihn in Paniermehl. In der Pfanne gebraten, ergab das köstliche Pilzschnitzel. 


Die Mischpilze bereitete ich folgendermaßen zu: Ich putze sie trocken gleich im Wald. Die Röhren lasse ich nur bei sehr jungen Pilzen dran, ansonsten werden sie entfernt. Im Ferienhäuschen wusch ich den Hallimasch und schnitt ihn klein. Dann ließ ich ihn ein Viertelstündchen kochen. Nach dem Abseihen (Kochwasser wegschütten) kann er wie andere Pilze auch geschmort werden. 

Ich würfelte eine Zwiebel fein, zerdrückte eine Knoblauchzehe in Salz und ließ die Zwiebelwürfel in Butter glasig werden. Die klein geschnittenen Röhrlinge gab ich dazu und schmorte sie an. Dann folgte der abgekochte Hallimasch und schmorte mit.


Ein Teelöffelchen Tomatenmark, ein Teelöffelchen Senf sowie frisch gemahlener Pfeffer komplettierten die Würze. Mit Sahne löschte ich ab und ließ die Pilzmahlzeit zu einem sämigen Ragout einkochen. Dazu gab es handgemachte Bandnudeln vom Bauern nebenan. Köstlich!!!

Freitag, 10. Mai 2019

Eine weitere vegane Köstlichkeit für ein Buffet


So gern esse ich Antipasti! Für mein Geburtstagsbuffet habe ich u. a. Paprika, Zucchini und Aubergine gegrillt und im Anschluss mariniert. Damit ich das feine Rezept für die Marinade nicht vergesse, notiere ich mir folgende Zutaten: 

10 EL Rapsöl
5 EL Balsamico Bianco
2 EL Zitronensaft
2 EL Ahorn- oder Agavensirup
3 EL Soja-Sauce
gut 3 cm Ingwerwurzel fein gerieben
5 Knoblauchzehen in 
4 TL Himalaya-Salz zu Mus zerdrückt
Abrieb einer Bio-Zitrone und einer Bio-Orange
(Die verwende ich auch so gern für mein geliebtes Kimchi.) 
sowie frisch gemahlener Pfeffer nach Geschmack 

Die Menge der Marinade reichte für je 1 grüne, gelbe,  orangefarbene und rote Paprikaschote sowie 2 Zucchini und 1 große Aubergine. Die Paprika viertelte und entkernte ich, röstete sie im Backofen, bis die Haut teilweise verbrannt war und Blasen warf. Anschließend legte ich ein feuchtes Küchentuch auf die Röstpaprika, ließ sie ein wenig auskühlen, häutete sie und ließ sie über Nacht in der Marinade gut durchziehen. Zucchini und Aubergine schnitt ich in fingerdicke Scheiben und grillte sie im Kontaktgrill. Dann marinierte dieses Gemüse ebenfalls über Nacht.

 
Die Antipasti sind köstlich als Belag auf Ciabatta oder als Füllung von Arepas - einer kolumbianischen Spezialität. Hier wird es sie in unterschiedlichsten Varianten wieder und wieder geben. 

Viel Freude beim Zubereiten und Genießen!

Herzlich grüßt dich

JANA

Sonntag, 7. April 2019

Vegane Köstlichkeit - Geräucherte Karotten




Ich bin eine Allesesserin mit einem hohen vegetarischen und veganen Anteil in der Ernährung. Immer wieder freue ich mich darüber, neue Rezepte zu finden, die ohne tierische Zutaten auskommen und meine Speisekarte mit ihrem herzhaften Geschmack bereichern. Hier kommt ein Rezept, das ich mir abspeichern muss, um es nicht wieder zu verlieren. Es ist erstaunlich und oberköstlich!

Geräucherte Karotten (vegane "Räucherlachs"-Variante)

Zutaten:

4 dicke Karotten
3 TL Liquid Smoke (Flüssigrauch)
1 TL Reisessig
1 TL Zitronensaft
3 EL Sonnenblumen- oder Rapsöl
1 EL Leinöl
1 TL Agavendicksaft
1 TL Wikinger Rauchsalz

Zubereitung:

Karotten schälen und mit dem Sparschäler in feine Scheiben schneiden
Karottenstreifen 5 – 6 Minuten dämpfen
Liquid Smoke, Reisessig, Zitronensaft, Öle, Agavendicksaft und Räuchersalz sämig verrühren
warme Karottenstreifen unter die Marinade heben
1 – 2 Tage im Kühlschrank durchziehen lassen,
dabei immer mal wieder umschichten

Die geräucherten Karotten schmecken mir mit Meerrettich und/oder Kapern auf einem dunklen Brot besonders köstlich.

Lass' es dir schmecken!

Herzlich grüßt dich

JANA

Montag, 10. April 2017

Grüne Spargelsuppe


Diese Suppe aus dem ersten grünen Spargel in diesem Jahr kochte ich für meine Kursteilnehmerinnen am vergangenen Wochenende. Um nicht zu vergessen, wie ich sie zubereitet hatte und weil sie so köstlich war, notiere ich hier das Rezept...

Zutaten (für 4 Personen)

2 kg frischen grünen Spargel
2 Zwiebeln
3 Knoblauchzehen
Salz
Pfeffer – frisch gemahlen
Sonnenblumen- oder Rapsöl
Saft einer halben Zitrone
etwas Rohrohrzucker

Zubereitung  

Die verholzten Enden abschneiden, das untere Drittel der Spargelstangen mit dem Sparschäler schälen. Endabschnitte und Schalen mit Wasser bedecken, kurz auskochen, abseihen und den Sud aufbewahren.
Spargelspitzen abschneiden, halbieren und für die Einlage zur Seite stellen.
Geschälte Spargelstangen in Stücke schneiden. Die Knoblauchzehen in Salz zu Mus zerdrücken, zwei Drittel des Knoblauchmuses und die gewürfelten Zwiebeln in Öl glasig schmurgeln, die Spargelstücke dazugeben und leicht anbräunen. Dann mit dem Spargelwasser ablöschen und kochen, bis der Spargel gar ist. Im Standmixer sämig pürieren, mit Salz, frisch gemahlenem Pfeffer, Zitronensaft und Rohrohrzucker abschmecken.

In einer Pfanne etwas Öl mit dem letzten Drittel Knoblauchmus aromatisieren und die Spargelkopfhälften darin anbraten. Die Suppe mit den gerösteten Spargelköpfen garnieren.

Guten Appetit!

Montag, 6. März 2017

Mega!

Das ist das wohl das Wort, das die vergangene Woche am treffendsten beschreibt. 


Von Sonntag zu Sonntag war Lorena aus Basel hier im Häuschen zu Gast. Wir lernten uns durch die gemeinsame Ausbildung zum Seelenzentrierten Coach bei Sabina Wyss (KLICK) kennen. Wieder einmal durfte ich die Erfahrung machen, dass eine tiefe Begegnung vom Alter völlig unabhängig ist. Vermutlich braucht es nur die Entscheidung, sich zu öffnen und sich einander zu zeigen.

Wir tauschten uns aus und sprachen viel miteinander, tanzten bei René (KLICK) in Wismar zu den 5 Rhythmen, coachten uns gegenseitig zu Themen, die uns aktuell beschäftigten, waren draußen unterwegs... 


...entdeckten wundersame Tore im Wald...

 
...ernteten Birkenrinde von gefallenen Bäumen für die nächsten Feuer...


...wurden von einer Eiche mit großen Baumperlen beschenkt...



...fanden Stenze als kraftvolle Begleiter...



 Wir spielten an der Ostsee...



...mit den natürlichen Dingen und dieses Bild entstand...
 
 

Wir kochten viele köstliche Kleinigkeiten und veranstalteten ein spontanes Mezze-Essen mit meinen drei Schwestern... 


...und erlebten noch viel, viel mehr, was nicht mehr in diesen Blogpost passt. Diese Woche hat mir wieder einmal gezeigt, wieviel FÜLLE in mir, in uns und um uns herum existiert und lässt mich so dankbar sein!

Wenn auch Du wieder in Kontakt mit der natürlichen Fülle kommen und Dich reich beschenken möchtest, melde Dich zur nächsten Draußenzeit an und gönne Dir ein Abenteuer im Spiegel der Natur. Der Termin ist Sonntag, der 2. April 2017. Hier findest Du den Flyer (KLICK).

Freitag, 23. September 2016

Die Zeit um die Herbst-Tag-und-Nachtgleiche...


...bildet das Tor, durch das wir in die dunkle Jahreshälfte schreiten. Tag und Nacht sind gleich lang. Wir haben unsere Zellen und Herzen an der Sommersonne gewärmt und Farben und Düfte gespeichert. Es ist eine Zeit des Dankens, des Innehaltens am Punkt des Gleichgewichtes, um Bilanz zu ziehen und uns zu fragen, welche Samen aufgegangen und zu kräftigen Pflanzen herangewachsen sind, welche Früchte wir in diesem Jahreslauf haben ernten dürfen und welche Samen auch nicht aufgingen. Denn nicht alle Samen reifen und auch das ist ganz NATUR-lich. 

Das abnehmende Licht beschenkt uns mit einer besonderen Intensität und gibt einen Vorgeschmack auf den goldenen Oktober. Die tief stehende Sonne durchleuchtet das sich bunt färbende Laub und sorgt für Licht- und Farbspiele, an denen ich mich einfach nicht satt sehen kann. 

  
Ich nutzte einen freien Tag zum Umherstreifen, um Hagebutten zu ernten...


...und zu besonders köstlicher Marmelade zu verarbeiten. 

Bereits beim Pflücken schnitt ich die Früchte in Hälften.


Später zu Hause entfernte ich die Kerne und trocknete sie, um sie als Kernles-Tee weiterzuverarbeiten. Die Jahreskreisfrauen werden heute zur Begrüßung diesen wunderfeinen Tee genießen können. 


Die gewaschenen Hagebuttenhälften...


...köchelten mit ein wenig Wasser weich, wurden durchpüriert und durch ein feines Sieb gestrichen. Das so gewonnene Mark kann so genossen oder auf verschiedene Weise weiterverarbeitet werden. Ich erhielt ein einziges 400-Gramm-Glas Hagebuttenmarmelade. Einige Stunden Lebenszeit und Sonnenkraft sind darin und machen die Marmelade besonders wertvoll. 

Vor drei Wochen schickte ich die Einladung zum Jahreskreisfest an die Frauen. Wie immer war sie mit auf das Fest einstimmenden Alltagsaufgaben angereichert. Die erste lautete:

Schreibe Dir selbst einen Brief des Dankes und der Würdigung! Beachte dabei auch die vielen kleinen Dinge des Alltages, die Du häufig als selbstverständlich ansiehst. Was hast Du gelernt, getan, bewältigt? Was hast Du begonnen, beendet, erreicht? Wofür sagst Du Dir selbst aus tiefstem Herzen DANKE?

Und die zweite:

Sammle Beeren, Blätter, Früchte, natürliche Schätze und fädle sie als Zeichen der Fülle auf ein stabiles Band. Dieses Schätze-Sammelsurium bringe bitte mit zum Fest.  

Wir werden uns hier im Häuschen treffen und dann gemeinsam loswandern zu dieser Linde. 


Unter ihrer Krone werden wir im Kreis zusammensitzen, den Redestab die Runde gehen lassen, singen und tönen, ein kleines Feuerchen in einer Mini-Feuerschale entzünden, die ich mir von meiner Tochter geborgt habe. Wir werden speisen und uns austauschen, mit Dankbarkeit unsere Schätze in die Linde hängen und uns und das reiche Leben feiern. 

Als ich die Linde besuchte und das Fest im Geiste vorbereitete, fand ich eine kleine Feder und schenkte sie dem Baum. Wem sie wohl einmal gehörte? 

Edit: @Anita sprach - einem Fasan...

 Und auf dem Rückweg begegnete mir dieses Geschöpf...


Es ist irgendwie unwirklich, den hier in NWM frei und wild lebenden Nandus gegenüberzustehen und soooo schön, wenn unsere Blicke sich begegnen.

Habt eine gute Zeit!

Freitag, 2. Oktober 2015

Wintervorsorge für Vögel und Menschen…

Nachdem ich diesen Post (KLICK) gelesen hatte, pflückte ich die Beeren der Eberesche…

Vogelbeeren

nicht nur für ein leckeres Ebereschen-Apfel-Karamel…

Eberesche-Apfel-Karamel

…sondern auch zum Trocknen als Winter-Vogelfutter.

Eberesche-Apfel-Karamel, getrocknete Vogelbeeren

Rainer mag die Ebereschenmarmelade so gar nicht. Ihm ist sie zu bitter. Ich hingegen könnte mich hineinlegen in diese Köstlichkeit.  In meinem Mund vermischen sich die Aromen auf’s Feinste – fruchtig, säuerlich, mit karamelliger Süße und Bitternis… Hmmm…. Aber vermutlich ist das eine Speise, bei der stark polarisiert wird – ähnlich wie bei Lakritz/Salmiakpastillen etc. – entweder das Mus wird geliebt oder rigoros abgelehnt. Dazwischen gibt es wohl nichts. Kennengelernt habe ich die Ebereschenmarmelade übrigens durch Christine (KLICK) = Dornröschenwolle.

Mal schauen, wie die Vögel später im Jahr im Futterhäuschen auf die getrockneten Vogelbeeren reagieren.

Nun verabschiede mich für zwei Wochen in den Urlaub und werde u. a. hier bei Anu (KLICK) vorbeischauen. Darauf freue ich mich sehr!  Unser Häuschen bleibt in fürsorglichen Händen und wartet auf unsere Rückkehr. Am 17.10. bin ich wieder hier. Habt einen goldenen Oktober und genießt den Herbst!

Freitag, 4. September 2015

SULTANS FREUDE

Den köstlichsten Brotaufstrich aller Zeiten lernte ich im Abschlussseminar der Wildnispädagogischen Weiterbildung (KLICK) kennen. Jede und jeder brachte einen kleinen Beitrag zum gemeinsamen Büffet mit und Marten stellte vor Ort in der Draußenküche den Brotaufstrich in Anlehnung an SULTANS FREUDE her. Hmmmm…  

Brotaufstrich

Zum Frauencamp (KLICK) hatte Martina den Brotaufstrich nach Martens Rezept gezaubert und die Frauen wollten es auch gern haben. Heute habe ich es erstmals selbst hergestellt und teile es mit Dir. Du benötigst folgende
Zutaten:
150 g (Medjool-)Datteln entsteint
100 ml Milch
1 gehäufter TL Schwarzkümmel
1/2 TL Chili gemahlen
1 TL Curry
1 gehäufter TL Kurkuma
400 g Feta
150 g Ziegenfrischkäse
ca. 80 ml Olivenöl
Zutaten für Sultans Freude

Und so geht die Zubereitung:
 
Die klein geschnittenen Datteln mit der Milch übergießen und bei kleiner Hitze erwärmen, bis die Datteln karamellisiert sind. Dann die Gewürze (Schwarzkümmel anmörsern) hinzugeben und leicht einkochen. Anschließend muss die Dattel-Würz-Masse erkalten, damit die “FREUDE” keinen Stich bekommt. 

Dattel-Gewürz-Masse

Danach können der zerkleinerte Feta und der Ziegenfrischkäse untergerührt werden. Zum Schluss gibst Du das Olivenöl hinzu und füllst Deinen Aufstrich oder Dip in ein Gefäß. Es ergibt ca. 850 g. Eine gute Menge für ein Fest und wundere Dich nicht – er ist schneller aufgegessen, als Du gucken kannst… 

Guten Appetit!

Ich nehme den Aufstrich jetzt mit nach Usedom zum Wochenend-Team-Ausflug für unser gemeinsames Frühstück am Samstag und am Sonntag. Sonntag Abend bin ich wieder zurück.

Samstag, 22. August 2015

Rezepte aus der Lagerfeuerküche 1

Gestern kam meine Tochter vorbei und zu unser aller Freude beschlossen wir, das Abendessen…

Abendessen

…am Feuerplatz (KLICK) zuzubereiten. Es gab einen Paprika-Tomaten-Dinkeltopf mit Grillkäse und Knoblauchquark.

Feuerkochstelle

Für den Paprika-Tomaten-Dinkeltopf (vegan) brauchst Du Zwiebeln, Knoblauch, genügend Öl, Salz, Kräuter nach Belieben (ich verwendete Salbei und Thymian frisch aus dem Kräutergarten), Paprikaschoten, Tomaten und passierte Tomaten sowie Dinkel.  Die Mengenangaben sind variabel. Zuerst gibt Du Dinkel mit der doppelten Menge Wasser in einen Topf, fügst Salz nach Geschmack hinzu und lässt es ein Viertelstündchen vor sich hin köcheln. Dann kommt dieser Topf vom Feuer, der Dinkel in ein Extragefäß, wo er noch ein wenig nachquellen darf. Der Topf geht zurück auf die Feuerstelle, damit die gewürfelten Zwiebeln und die in Salz fein zerdrückten Knoblauchzehen in reichlich Öl glasig werden. Achtung! Es geht über dem Feuer ruckzuck. Die mundgerecht geschnittene Paprika gibst Du hinzu und lässt sie anrösten, mit gewürfelten und passierten Tomaten wird aufgefüllt. Mit den fein gewiegten Kräutern und frisch gemahlenem Pfeffer wird abgeschmeckt und dann darf das Mahl auf dem Feuer schmurgeln, bis sich die Aromen miteinander verbunden haben. Ab und an umrühren…

Eigentlich war das bereits ein köstliches und vollwertiges Essen und hätte völlig ausgereicht. Wegen der Augen, die größer waren als der Magen, gab es dann jedoch noch Grillkäse, gegrillte Auberginenscheiben und Knoblauchquark dazu. Hmmm….

Tagsüber stromerte ich durch den Buchenwald…

Im Buchenwald

…sammelte trockenes Kochfeuerholz…

Kochfeuerholz

…naschte Brombeeren…

Brombeeren

…beobachtete den Reifestand vom Hopfen, freute mich am blauen Himmel…

Hopfen Himmel

und genoss das Sommerleben.

Ein Tag, der am Feuer ausklingen darf, ist ein besonders guter Tag.

Feuer

Montag, 22. Juni 2015

Nun blüht der Holunder auch hier…

…und lädt mich ein, diverse Leckereien daraus herzustellen. Am Sonntag gab es ausgebackene Hollerblütenküchlein und heute wurden die Reste verspeist, denn es war noch etwas Teig übrig. 

Holunderblütenküchlein mit Holunderblütengelee

Zutaten für Holunderblüten-Ausbackteig:
  • ca. 12 Holunderblütendolden
  • 150 g Mehl
  • 250 ml Buttermilch
  • 2 Eier
  • 3 EL Zucker oder 2 EL Holunderblütensirup
  • eine Prise Salz
  • Öl zum Frittieren
  • Puderzucker zum Bestäuben
Holunder an der Robinie

Nach der Ernte die Holunderblüten lasse ich sie auf einem weißen Tuch ruhen, damit Tierchen sich einen anderen Platz suchen können. 

Holunderblütenernte

Zubereitung der Küchlein:

Aus Mehl, Buttermilch, Eiern, Zucker oder Holunderblütensirup und einer Prise Salz rührst Du einen Teig und lässt ihn mindestens 10 Minuten quellen. Dann erhitzt Du das Öl, gibst die in den Teig getauchten Hollerblüten zum Ausbacken in die Ölpfanne und lässt sie dort, bis sie leicht gebräunt sind. Ich schneide die grünen Stielansätze direkt in der Pfanne ab, damit ich die Küchlein gut wenden kann. Wer mag, kann die Küchlein mit Puderzucker bestäuben. Ich mochte. Dazu gab es das gerade gezauberte Holunderblütengelee. Hm…

Holle(r)blütengelee

Dafür legte ich 20 Blüten zusammen mit zwei in Scheiben geschnittenen Zitronen in zwei Liter Apfelsaft, gab den Saft von zwei weiteren Zitronen hinzu und ließ es einen Tag lang ziehen.

Holunderblüten

Dann wurde der Sud durch ein Sieb gegossen und 1 kg Gelierzucker 2:1 darin aufgelöst. Da ich es immer noch zu süß fand, gab ich noch 2 Päckchen Zitronensäure hinzu, erhitzte den Sud und ließ ihn 5 Minuten sprudelnd kochen. Nach erfolgreicher Gelierprobe goss ich das Gelee in die vorbereiteten Gläser. 

Rainer heißt Holle und ist der Sohn von Frau Holle. Die Schwägerinnen tragen den gleichen Namen und nun werde ich alle Frau Holles der Familie mit dem Holle®Blütengelee beschenken.

Dann ging ich ein weiteres Mal sammeln und trocknete die von den Stielansätzen geschnittenen Holunderblüten. Nun haben wir ein großes Gurkenglas voller Holunderblütentee. Er wird im dunklen Vorratsschrank verschwinden und bei Bedarf seine Wirkung entfalten, wirkt er doch schweißtreibend, hilft bei grippalen Infekten, Bronchialkatarrh, Husten, Schnupfen und auch bei Heuschnupfen! Das lernte ich gerade und will es nun ausprobieren, denn nach Jahren der Symptomruhe reagiere ich gerade heftig auf die blühenden Gräser. 

Getrocknete Holunderblüten = Tee

Mittwoch, 22. April 2015

Für eine Wildkräutersuppe…

…aus kraftvollen jungen Kräutern ist jetzt eine besonders gute Zeit. Dafür war ich bei strahlendem Sonnenschein unterwegs in Wald und Flur und sammelte Giersch…

Giersch

…Brennnessel-Spitzen…

Junge Brennnessel

…Knoblauchrauke…

Knoblauchsrauke2

…Klettenlabkraut…

Klettenlabkraut

…Vogelmiere (ohne Foto)…

…Sauerampfer…

Sauerampfer

…einige Blättchen ganz jungen Löwenzahn…

Junger Löwenzahn

…noch weniger Schafgarbe und ein paar Blättchen vom Gundermann…

Gundermann

Und hier mein Korb…

Gesammelte Wildkräuter

Meine Ausbeute ergab ca. 300 g Wildkräuter. Die Gewichtsanteile nahmen (den Fotos folgend von oben nach unten) immer mehr ab. 120 Gramm Giersch, 100 g Brennnessel-Spitzen usw. Die Kräutlein mit den stärksten Bitterstoffen verwende ich entsprechend  sparsam.

Blüten von Veilchen, Sauerklee- und Gänseblümchen schmückten die Suppe später im Teller.

Veilchen-, Sauerklee-, Gänseblümchenblüten

Für ein köstliches Süppchen brauchst Du außerdem zwei bis drei Knoblauchzehen (ich zerdrücke sie mit einer Gabel in etwas Salz), zwei Zwiebeln, die gewürfelt werden, damit beides zusammen in etwas (Kokos-)Öl glasig geschmurgelt werden kann. Anschließend kommen die gewaschenen und grob geschnittenen Kräuter hinzu und dürfen zusammenfallen. Mit Gemüsefond oder –brühe gieße ich auf und lasse die Suppe kurz aufwallen und wenige Minuten sieden. Anschließend püriert mein Freund (der Standmixer) sie sehr fein und cremig. (Wenn Du keinen kräftigen Standmixer hast, streiche die Suppe durch ein Sieb.) Zum Binden nutze ich Cashew-Sahne (100 g Cashew-Kerne mit 100 ml Wasser, ebenfalls im Standmixer aufgemixt). Noch einmal aufwallen, mit Salz, frisch gemahlenem Pfeffer (optional Zitronengras und Bockshornklee), etwas geriebener Zitronenschale und –saft abschmecken. Mit Blüten garnieren…

Guten Appetit!