Posts mit dem Label Pflanzenfärberei werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Pflanzenfärberei werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 7. April 2025

Monatsrückblick März 2025 - Die ganze Bandbreite...

Von Krankheit, Rebellion und Hingabe

Der Monat März begann mit einer verschleppten Bronchitis. Ein Anfall starker Atemnot und Erstickungsangst ließ mich den kassenärztlichen Notdienst anrufen. Dort hieß es, das sei ein Fall für die 112. Die Notärztin diagnostizierte eine Lungenentzündung (die sich später jedoch nicht bestätigte) und ließ mich ins Krankenhaus einweisen. Über die Erfahrung könnte ich bereits eine ganze Geschichte schreiben. Mich entsetzte diese eine Nacht im Dreibettzimmer derart, dass ich mich am nächsten Tag selbst entließ. Obwohl ich hier als Patientin mit unserem Gesundheitswesen und dem vielen konfrontiert wurde, was ich als nicht stimmig und nicht artgerecht erlebe, bin ich dankbar für die Medikamente, die mich wieder atmen ließen, dankbar für zugewandtes medizinisches Personal (die Minderheit) und DASS es überhaupt ein Gesundheitssystem gibt. Danke an meine fürsorgliche und tatkräftige Tochter, die ein stärkendes Essen kochte, das Häuschen putzte, mich abholte und wieder nach Hause fuhr. Puh...

Die Folge der Krankheit war, dass ich diverse Coachings sowie den 2. Nordlichter-Geburtstag, meine Teilnahme beim Special-Call mit Team und Gästen beim Onlinekurs DAS INNERE NAVI absagen musste und eine Woche in der Klinik fehlte. Das mag ich ja gar nicht gern. Gleichzeitig brachte die Erkrankung mich wieder und auf spezielle Art mit meinem Namen in Kontakt, den mir mein Clan im Jahrestraining 2023 gegeben hatte: Hingabe... Nochmals ging es für mich darum, tiefer zu akzeptieren, dass Krankheit, Versehrtheit, Sterben und Tod genauso zum Leben gehören wie Geburt, Gesundheit, Wachsen und Werden, in der eigenen Kraft sein und mich zutiefst lebendig fühlen. Mein Kopf hat das längst verstanden, doch bis eine solche Wahrheit im ganzen System landet und tatsächlich gefühlt und verkörpert werden kann, das dauert...

Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht - ein Treffen mit meinem fast 85jährigen Vater 

Passend zu dem Thema, das mich beschäftigt hatte, traf ich mich zum 2. Mal mit meinem Vater zum Thema Krankheit, Sterben und Tod. Wir hatten kürzlich bereits ein sehr berührendes Gespräch erlebt und viele Fragen miteinander bewegt. Es tat ihm und mir so gut, die Ängste und auch die Wünsche zu benennen. Mein Vater fuhr damals sehr erleichtert und dankbar wieder nach Hause. Durch dieses Gespräch sind wir uns auf einer ganz neuen Ebene näher gekommen. Bei dem Treffen im März erstellten wir eine Patientenverfügung und eine Vorsorgevollmacht. 

Und damit ich auch wirklich tief begreife, dass beides gleichzeitig da ist, fand ich eine kleine Blaumeise tot im Ofen der Jurte, während die Krokusse in voller Pracht blühten. Sterben und Leben, Werden und Vergehen...




Jahreskreisfest Ostara = Frühjahrstagundnachtgleiche

Zum Vollmond am 14. März trafen wir uns in meiner Jahreskreisgruppe, um - etwas vorfristig - die Frühjahrstagund-nachtgleiche miteinander zu feiern. Ich war sehr mit der Gleichzeitigkeit von Hell und Dunkel, Winter und Frühling beschäftigt und tatsächlich ging das nicht nur mir so, sondern in einigen Leben gab es Turbulenzen oder Wellen. Ja, so ist es in dieser Zeit, wenn Winter und Frühling miteinander ringen und wenn die Situation in der Welt ist, wie sie derzeit ist. Wir hörten in einer Redestabrunde voneinander, fühlten mit und bezeugten uns. Im Schummerlicht der Jurte bemalten wir Gänseeier. Nach nur 3 Minuten zwitscherte ein kleiner Zaunkönig (mein Timer) und das war das Signal, das Ei an die nächste Frau weiterzugeben. Zum Schluss bekam jede Frau ihr Ei mit Spuren jeder anderen Frau wieder zurück. 


In einem kleinen Ritual legte jede Frau drei Samen in einen mit Muttererde gefüllten Blumentopf. Sie stehen für das, was in diesem Jahr wachsen, blühen und reifen will. Ich war gleich danach für 12 Tage unterwegs und konnte mich nicht um meine Samen kümmern. Doch als ich zurückkam, sah es in meinem Topf so aus. Danke, Rainer! 


9. Online Summit der Pioneers of Change 

Ebenfalls im März fand der Summit zum Thema REGENERATION - KRAFT FÜR EINE LEBENDIGE WELT statt, bei dem Vivian Dittmar in einem Pre-Opening mit Martin Kirchner und Hemma Rüggen über den Wandel in der Krise sprach. HIER (KLICK) kannst Du Dir das Interview auch jetzt noch anschauen. Es ist ein schonungsloses und sehr klares Hinschauen. 


Gestrickt

Es tat mir gut, die pflanzengefärbte, am Spinnrad gesponnene Wolle in den Farben des Regenbogens zu verarbeiten. Im März beendete ich das nur 100 g leichte Dreieckstuch mit 2 Metern "Flügelspannweite" und 80 cm Länge in der Spitze. 

Es fühlt sich wunderbar kuschelig an und passt zu vielen meiner Sachen, weil ich gern einfarbig trage und jede Farbe im Tuch vorkommt. Gleich danach schlug ich ein Paar Socken in Größe 42 für meinen Sohn an, die ich ihm beim Besuch in Leipzig schenkte, ohne ein Foto gemacht zu haben. Und dann kamen pflanzengefärbte Minis zum Einsatz. Sie werden sich in Ringelsocken für mich selbst verwandeln.



Ritueller Abschluss der Gestaltungstherapiegruppe

Zwei Tage vor der Reise in Deutschlands Süden fand der gemeinsame Abschluss meiner 81. Gestaltungstherapiegruppe statt. Wir verbrachten den Tag am wilden Ostseestrand. Jeder Mensch gestaltete mit all dem, was der Strand uns so großzügig zur Verfügung stellte, eine Abschiedsgestaltung, die im Anschluss von der gesamten Gruppe bezeugt und gewürdigt wurde. Es war berührend, verbindend, schön und tief. 




Sohn- und Schwiegertochterbesuch in Leipzig

Auf dem Weg zum Life Intensive im Schloss Tempelhof fuhr ich - wie immer, wenn es weit in den Süden geht - über Leipzig. Ich traf mich mit P. und W. im Koreanischen Restaurant...

...und übernachtete in ihrer ersten gemeinsamen Wohnung, in die sie kurz zuvor aus verschiedenen WGs gezogen waren. Es ist nicht nur eine toll geschnittene, lichtdurchflutete Wohnung; ich freue mich auch mit den beiden, dass sie ihr Leben nun noch einmal anders miteinander teilen. Schön! 


Gefühle als Kraft - Life Intensive mit Vivian Dittmar

Nach dem Onlinekurs GEFÜHLE ALS KRAFT (KLICK) gab es beim Live Intensive über ein Wochenende für alle Teilnehmenden aus den stattgefundenen GaK-Kursen die Möglichkeit, Vivian bei der exemplarischen Arbeit mit einzelnen Menschen zu erleben - dieses Mal in einem Kreis von über 70 Frauen und Männern. Es war so berührend, die tiefen Heilungsprozesse bezeugen, im eigenen System erleben und mit Raum halten zu dürfen. So eine Diversität an Erfahrungen, dass alle Menschen sich in den verschiedensten Themen wiederfanden, die dort bewegt wurden. Das Live Intensive fand in der Gemeinschaft Schloss Tempelhof (KLICK) statt. Danke, dass ich kurzfristig in die Assistenz berufen wurde. Ich mag es sehr, mich in Präsenzveranstaltungen, die meinen tiefsten Werten entsprechen, dienend zur Verfügung zu stellen.

Zu Beginn des Live Intensives wurden lebendige Kunstwerke zu den fünf Grundgefühlen WUT, TRAUER, ANGST, FREUDE und SCHAM aufgebaut, so dass die Gefühle auch als symbolische Gestaltungen mit uns im Raum waren. Einen Abend tanzten wir nach Livemusik von dem begnadeten Musiker Arvin Yunus Can (KLICK) und dem lebendigen Christian durch die Gefühle. Die Clan-Struktur und tägliches Einchecken in der kleinen Runde ermöglichte den Teilnehmenden, mit all dem, was durch die kraftvollen Prozesse in ihnen berührt wurde, gehört und gehalten zu sein. Ich bin voller Demut, wieviel Heilung hier stattfinden konnte. 



4. Ausbildungswoche Lebensweise Coaching Ausbildung

Weiter ging es dann ins Chiemgau ins Seminarhaus AUF HEFT in Riedering (KLICK). Dieser Ort ist uns inzwischen so vertraut. Das Lebensweise Jahrestraining mit vier Wochenmodulen hat hier stattgefunden. Das erste Ausbildungsjahr mit drei Präsenzwochen ebenfalls. Wir kennen den Platz also inzwischen in allen Jahreszeiten, so dass es sich anfühlt wie ein nach Hause kommen. 

Im zweiten Ausbildungsjahr geht es um Beziehungen. Diese erste Woche stand unter der Überschrift DIE EVOLUTION DER BEDÜRFNISSE. Ich bin noch immer am Verstoffwechseln und Integrieren. 


Auch in der Ausbildung gibt es Clans und sowohl energetische, als auch praktische Aufgaben, die wir in den Pausen verrichten. Mein Clan hatte vier Tage den morgendlichen Frühstücks- und Schnippeldienst in der Küche, bei dem z. B. dieses schöne Bild entstand...


...und war die letzten Tage für die Reinigung der Bäder und Toiletten zuständig.  

Auf dem Rückweg fuhren wir wieder über Leipzig und besuchten unsere Freundin Jeannette, die uns köstlich bekocht hatte und deren Familie uns auf unseren Zwischenstopps auf ihrem Landeplatz willkommen heißt. Danke, liebe Jeannette! 

Freitag, 28. Februar 2025

Monatsrückblick Februar 2025 - Was alles in einen Monat passt!

Wenn ich so zurückschaue, staune ich immer wieder, wie viel gelebtes Leben in einen Monat passt, selbst in einen so kurzen wie den Februar... 

Ich genieße das zunehmende Licht, den Duft nach Vorfrühling, den Gesang der Amseln und der anderen Vögelchen, die zunehmend aktiver werden, das Gelb der Winterlinge, das Weiß der Schneeglöckchen und Märzbecher, das Violett und Orange der Krokusse, die farbenprächtigen Sonnenaufgänge, die zunehmende Lebendigkeit.

Wollwerkstatt ist NUN ENDLICH! umgezogen

Seit 2018 gebe ich bereits keine wolligen Kreativkurse mehr. Und trotzdem hatte ich hier noch immer meine Wollwerkstatt. Es hätte ja sein können, dass ich Lust bekomme zu filzen, zu färben etc. Die Lust kam nicht. Sie ist längst in andere Bereiche geflossen. Aber du weißt, Materie will gehütet und gepflegt werden, besetzt Raum und Energie. Jetzt war es so weit und ich folgte dem unüberhörbaren Impuls, all meine Materialien inklusive der Regale und Arbeitstische meiner Tochter zu schenken. Mich macht glücklich, dass die Dinge verwendet werden und hier Raum entsteht und Nina macht glücklich, so viel kostbares Material zur Verfügung zu haben. Win-win... :)




Kreativität

Kaum war das Material ausgezogen, bekam ich nach gefühlten Ewigkeiten Lust zum Stricken, nahm mir ein pflanzengefärbtes, vor langer Zeit handgesponnenes Garn und begann ein einfaches Dreieckstuch mit sanften Farbverläufen in allen Farben des Regenbogens. Schön! 

Epoxidharz 

Anfang Februar war meine kreative Tochter zu Besuch und  weihte mich in die Arbeit mit Epoxidharz ein. Wir sammelten schöne Kleinigkeiten in der Natur und zauberten Anhänger für  Ketten. So eine wunderbare Möglichkeit, sich zu verbinden - miteinander, mit den Pflanzen- und Tierfreunden. Hier zwei Fotos während des Prozesses...



Holzlieferung für eine warme Jurte 

Der kleine rote Ofen in der Jurte wird mit Holz beheizt und mein Holzlager war schon beinahe leer. Da kam Nina mit einem Anhänger voller Holz von einem Jagdkollegen, gemeinsam stapelten wir es und füllten das Lager wieder auf. Ein Dank an die Bäume und ein Dank an meine Tochter!



Counciltreffen Mitte im Eschwege-Institut (KLICK)

Es tat so gut, ein Wochenende lang in den Geist des Councils einzutauchen, sich mit Menschen auszutauschen, die in unterschiedlichen Kontexten mit Council arbeiten, Holgers Weisheit und seinen Humor zu erleben, nochmals klar zu haben, dass die Weisheit des Kreises größer ist als die Summe der Teilnehmenden, mit meiner Freundin Anja und meiner Schwester Nadja eine verbindende Zeit zu erleben, zu singen, zu lauschen, zu teilen, Themen zu bewegen. 

Ich komme wieder.






Bundestagswahl 2025

Es erschreckt mich, wie sehr die Polarisierung zunimmt, auch wenn ich weiß, dass einer tiefgreifenden Transformation häufig eine Polarisierung vorausgeht. Gleichzeitig mag ich keine Feindbilder generieren, sondern eher fragen, was Menschen dazu bewegt, eine bestimmte Position zu beziehen UND mich klar links zu positionieren. 


Zwischenprüfung 

Zum Ende des 1. Ausbildungsjahres der Lebensweise Coachingausbildung (KLICK) stand eine Zwischenprüfung an, die aus drei Teilen bestand. Es wurde Wissen abgefragt und eine schriftliche Selbstreflexion gefordert. Gestern habe ich auch den letzten Part erledigt und ein Feedback für meinen Buddy aus den gesammelten Feedbacks der Coachees, die von meinem Buddy gecoacht wurden, geschrieben und verschickt.

Und sonst so?

Ich habe 37 Coachings gegeben, davon ein Paar-Coaching, habe meinen Seminarkalender aktualisiert und meine Website (KLICK) aktualisieren lassen, habe mich selbst coachen lassen und bin einem früh verwundeten Teil begegnet, habe immer wieder Bewusste Entladung (KLICK) praktiziert, eine Petition für gesunde Bäume in der Klinik geschrieben, mich mit Konflikten und der Unverbundenheit von Menschen beschäftigt, 15 Therapiegruppen geleitet, 16 Einzeltherapiesitzungen gegeben, zum Nordlichtertreffen eingeladen, 2 Mal den internen Online Entladungsraum der Lebensweise Community (KLICK) moderiert, dabei Fehler gemacht und mich trotz meiner Begrenztheit lieb gehabt, zum Pfingsttreffen der Ganzheitlichen Medizin mit dem Vorstand in Bad Herrenalb einen Vortrag und einen Workshop vereinbart, hatte täglich Austausch mit Anja, traf mich mit meinem Buddy, bekam täglich Besuch vom Nachbarskater Rudi...

Wie gesagt, ich staune, was in so einen kurzen Monat passt!

Herzlich

Jana

Mittwoch, 26. April 2017

Versteigerung für einen guten Zweck...



Liebe Blogleserinnen und -leser,

weil ich es soooo kostbar finde, wenn wir alle mitfühlend und tatkräftig unterstützend in der Welt unterwegs sind, möchte ich den Brief von Charlotte mit Euch teilen.

Hallo alle zusammen,
mein Name ist Charlotte Geib. Ich bin 18 Jahre alt und mache zurzeit mein Abitur in Hannover.

Nächstes Jahr habe ich das Glück ein Jahr lang „weltwärts“ zu gehen, d.h. einen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst zu leisten. Mit meiner Entsendeorganisation VIA e.V. werde ich so nach Kirgistan fliegen und dort in der Hauptstadt Bischkek in einem staatlichen Rehabilitationszentrum für Straßenkinder und Jugendliche arbeiten.

Da es sich um ein staatliches Heim handelt, reichen die Ressourcen lediglich zur Deckung der Grundbedürfnisse wie essen und einen Platz zum Schlafen. Aufmerksamkeit durch Bezugspersonen, Spiel und Spaß und Fürsorge erleben die Kinder im Zentrum leider nur wenig. Meine Aufgabe als Freiwillige wird sein genau an dieser Stelle da zu sein: als Ansprechpartnern, als jemand, der mit den Hausaufgaben hilft, zuhört, als jemand, der mit einem rausgeht, um zu spielen, als eine Art „große Schwester“.

Bei einem solchem Freiwilligendienst fällt aber leider so einiges an Kosten an, pro Freiwilligem rund 10.000 Euro. Beim Förderprogramm weltwaerts wird dabei ein großer Anteil davon, etwa drei Viertel vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung übernommen. Für die restlichen Kosten ist mein Trägerverein VIA e.V. verantwortlich und diese Kosten sind ohne Unterstützung leider unmöglich zu decken. Da jeder die Chance haben soll einen solchen Freiwilligendienst zu machen (unabhängig von der finanziellen Situation des Einzelnen oder der Organisation) werden die Restkosten als Spenden gesammelt. Das bedeutet deshalb leider: ohne Spenden, kein Freiwilligendienst.

Ich bin dementsprechend als Freiwillige gebeten, einen Förderkreis aufzubauen und somit auf Unterstützung angewiesen. Jeder, der etwas dazu beiträgt und mich unterstützt ermöglicht also, dass mein Projekt in diesem und in den kommenden Jahren aufrechterhalten werden kann!

Ich werde über meine Erfahrungen auch in einem eigenen Blog berichten. Die Adresse teile ich allen Spendern selbstverständlich mit. 

Fragen beantworte ich gerne persönlich per Email an charlottegeib@gmail.com. Auf dem gleichen Weg sende ich auch gerne weitere Informationen zu.

Hiermit möchte ich Sie ganz herzlich dazu einladen, ein Teil meines Förderkreises zu werden. Um zu Spenden schreiben Sie mir bitte eine Email an charlottegeib@gmail.com.  Alle nötigen Daten teile ich dann per Mail mit.

Vielen, vielen Dank schon mal im Voraus. Ich freue mich wie verrückt über jede Spende, egal wie groß oder klein, jeder Euro zählt!

Mit freundlichen Grüßen


Charlotte Geib

Charlottes Mama - Christine von Dornröschenwolle - verlost unter allen SpenderInnen ein Strickset für einen Kastenpulli - HIER könnt Ihr schauen. 


Und ich versteigere einen 300 Gramm schweren Pflanzengefärbten Regenbogen (ähnlich wie oben im Bild) - bestehend aus 39 Ministrängen Sockenwolle 75% Schurwolle/25% Poly, Lauflänge 420m/100g. Bis Sonntag,  30. April 2017 um 20.00 Uhr kannst Du Dein Gebot an jana.muchalski@web.de mailen.  Der Erlös kommt Charlottes Anliegen zugute.

Höchstgebot: 210,- €

Dienstag, 18. Oktober 2016

Das Färben mit Rosskastanien-Schalen...

...lohnt sich - mit den braunen Schalen wohlgemerkt...


Das ist zumindest mein Fazit, nachdem ich 500 Gramm Sockenwolle mit den Schalen gefärbt hatte, die bei der natürlichen Waschmittelgewinnung (KLICK) übrig blieben. 


Ich weichte sie über Nacht ein und kochte sie dann zwei Stunden lang. 


Die Färbeflotte sah schon recht vielversprechend aus. 



Weil ich mir lebendige Stränge in harmonischem Farbspiel wünschte, band ich einen Teil der Wolle mit Hilfe einer Tüte ab. 

So färbte ich den ersten Zug auf allen fünf Strängen, öffnete die Tüte, band versetzt ein zweites Mal ab...




 und erzielte so auf allen Strängen verschiedene Farbtiefen.


Anfangs ließ ich einen Teil der Stränge ungefärbt. Auch das sah schön aus und wirkte harmonisch. 


Aber mir gefallen kräftige Farben einfach besser. Also überlegte ich, welche Pflanze aus meinem gesammelten Vorrat gut dazu passen könnte und entschied mich für Blüten vom Mädchenauge. Und das ist das Ergebnis...


Ich bin SEHR angetan von diesem Ergebnis. Warm und herbstlich kommt die Wolle daher, erinnert an indische Gewürze und hat etwas Erdig-Heimeliges...


Morgen nach der Arbeit starte ich dann Richtung Schweiz und fahre zum zweiten Ausbildungswochenende (KLICK) nach Oberhofen am Thunersee. Am Montag darauf bin ich wieder zurück.

Dienstag, 4. Oktober 2016

Natürliches Waschmittel aus Rosskastanien

Nachdem mir auf meinem Weg zum See der Wind die glänzenden Früchte vor die Füße geworfen hatte, musste ich diese Herbstschätze sammeln. Ich erinnerte mich an natürliches Waschmittel aus Rosskastanien, von dem ich irgendwann und irgendwo bereits gelesen hatte.


Für den ersten Test schnitt ich die Kastanien samt Schale in Viertel und kochte sie aus, um die Saponine zu lösen.


Allerdings nahm der Sud nach dem Auskochen und Auskühlen über Nacht diese schöne Farbe an. Und damit scheint mir das Waschmittel für weiße Wäsche nicht besonders geeignet zu sein. Die Pflanzenfärberin in mir vermutet, dass sich in der braunen Schale Farbstoffe verbergen. Bald werde ich es wissen, denn...


...ich achtelte die Kastanien und schälte sie. Mühsam, mühsam... Für die Herstellung von natürlichem Waschmittel werde ich jetzt nur das Kastanieninnenleben verwenden.


So vielversprechend sieht das Kastanien-Flüssigwaschmittel ohne Schalen aus. 


Und jetzt werde ich Wäsche waschen, dafür den Sud abfiltern und die Kastanien ein weiteres Mal mit Wasser übergießen. Bis zu drei Mal sollen sich Saponine lösen.

Die Schalen durften über Nacht in Wasser weichen. Jetzt werde ich sie auskochen und mir eine Färbeflotte herstellen. Mal schauen, welche Farbstoffe sich in ihnen verbergen und wie intensiv sie auf die Wolle aufziehen. Ich bin gespannt!

Donnerstag, 4. August 2016

Das besondere Leuchten...

...der pflanzengefärbten Wolle überwältigt mich immer wieder neu! Was für eine Fülle!


Gerade verstaue ich die pflanzengefärbte Wolle, weil ich die Werkstatt für den am Wochenende stattfindenden Blütenmandala-Filzkurs vorbereite. Wieder reisen die Kursteilnehmerinnen von weit her an. Zwei Frauen kommen sogar aus Österreich. Eine gute Reise wünsche ich Euch! 


Falls Ihr Euch in der Dunkelzeit (schwer vorstellbar mitten im Sommer) mit Farbe, Zentrierung, Genuss und Kreativität beschenken wollt - im Dezember-Blütenmandala-Filzkurs gibt es noch zwei freie Plätze. Hier könnt Ihr Euch den Flyer anschauen: KLICK

Montag, 25. Juli 2016

14000 Gramm Fasern und Garne in 40 verschiedenen Farben...


...färbten wir im Rahmen des letzten Kurses "MEIN PFLANZENGEFÄRBTER REGENBOGEN". Die Farbgeber waren Blüten, Blätter, Rinde, Holz und Wurzeln (und Cochenille - von Anu auf La Palma (KLICK) eigenhändig gesammelt)... 

Was für ein Spektakel und was für eine Freude! Und immer wieder solch ein Wunder, daß mir Tränen der Dankbarkeit in die Augen steigen. Dass diese Farbenvielfalt und -intensität aus ausschließlich natürlichen Quellen stammt... Die Fülle erinnert mich daran, dass wir von Fülle nicht nur umgeben, sondern auch erfüllt sind (oder sein können). Dass es nur darauf ankommt, dass wir uns erlauben, sie wahrzunehmen. Und dass sie TROTZ und NEBEN Kummer und Leid existiert. Wie die Natur es uns zeigt - Werden und Vergehen geschehen gleichzeitig...

Hier seht Ihr all unsere Ergebnisse zum Farbkreis ausgelegt...
 


Und so sah es am Abend des zweiten Färbetages auf meiner Wäscheleine im Garten aus...




Jede Frau und der einzige Mann konnten gestern ihre Regenbögen mit nach Hause nehmen - einen ganzen Arm voller Farben. 



Werners handgesponnene Garnproben diverser Qualitäten geben eindrucksvoll wieder, wie unterschiedlich die Pflanzenfärbungen aufziehen können. Am liebsten hätte  jede Frau dem Mann die Garne geklaut, oder!?


 
Auch immer wieder schön sind die Abbindegarne. Sie warten jetzt noch ein wenig auf ihre Bestimmung.



Zwei Wäschetrockner voller Garne, Fasern und Baumwollquadrate blieben bei mir. Ganz genussvoll werde ich sie verarbeiten. Und ich bin sicher, dass mir beizeiten ein Projekt in die Hände fallen wird, dass diese Pracht so richtig zur Geltung bringen und mir Erinnerung sein kann. Ja, Wehmut ist auch dabei...





Ich freue mich, Ghislana (KLICK),  Dagmar, Ines kennengelernt zu haben und Werner, der ganz besondere Stickvorlagen (KLICK) entwirft. Und ich freue mich darüber, Frauke, Sandra, Romy und Ute zum wiederholten Male hier im Häuschen mit der (Woll-)Werkstatt in Mecklenburg empfangen haben zu können. Ich freue mich auch auf das Wiedersehen zum Spinn- und/oder SitzFELLchen-Filzkurs nächstes Jahr im Mai. Ganz vielen Dank, Lara, für Deine Assistentinnenarbeit und die Unterstützung! Wie hab' ich das nur immer OHNE Dich hinbekommen?
 
DANKE!