Dienstag, 26. Juli 2022

Morgens im See...

Zur Zeit liebe ich es, gleich morgens früh - noch vor dem ersten Coaching - zum See zu fahren und eine Runde schwimmen zu gehen. Nach diesem Tagesstart genieße ich ein frisches Grundgefühl, das sich auch auf den weiteren Tagesverlauf auswirkt. Ich fühle mich mit mir, mit all den lebendigen Wesen, ja mit dem Leben selbst verbunden. 

Um am See anzukommen, laufe ich ein Stück durch den Wald. 


Ein Reh naschte die jüngsten Brombeertriebe, erschrak, als ein Zweig unter meinem Fuß zerbrach und stob davon. Sorry... Die Mönchsgrasmücke sang ihr Lied. Zilpzalp, Zaunkönig, einige Meisen und die Amsel waren ebenfalls zu hören. Sogar der Pirol machte sich bemerkbar. Darüber freue ich mich besonders, da er hier in den letzten Jahren fehlte. Aktuell hüpfen überall kleine Fröschlein und Krötenkinder umher. Allerliebst!

An meiner liebsten Einstiegsstelle war schon ein Mensch. Ich wollte mit mir und den Naturwesen allein sein, nicht sprechen, sondern nur wahrnehmen und lauschen, so dass ich mich entschied, ein wenig weiter zu gehen und eine andere Einstiegsstelle zu wählen. Dort wurde ich nicht nur mit süßen Waldhimbeeren beschenkt, sondern durfte drei Eisvögel an mir vorbeiflitzen sehen. Der erste war weit weg am gegenüberliegenden Ufer und machte mich durch seinen Flugruf auf sich aufmerksam, der zweite schon ein wenig näher und der dritte flog als leuchtend blauer Edelstein direkt an mir vorbei. Ein magischer Moment...

Mehrfach war ein riesiger Fisch direkt unter der Wasseroberfläche und sprang mit einem Satz hinaus und wieder hinein. Da kriegte ich schon Gänsehaut, als ich mir bewusst machte, mit was für Wesen ich das Wasser gerade teite. Über mir kreiste der Mäusebussard und rief sein Hiäää... in die Welt. 

Bevor ich wieder nach Hause fuhr, um mich meinem Tagwerk zu widmen, räucherte ich voller Dankbarkeit mit dem letzten Beifuß des Vorjahres...


Hab einen guten Tag! 

Deine Jana

Sonntag, 24. Juli 2022

Diesen zitronigen Pistazienkuchen als vegane Variante...

...habe ich uns heute zum sonntäglichen (Lupinen-)Kaffee serviert. Er sieht nicht nur schön aus, sondern war auch sehr lecker. Deshalb kommt hier das Rezept für Dich:

Zutaten für den Teig: 

80 g Alsan bio – geschmolzen
100 g Rohrzucker
60 g Agavendicksaft
70 g Blattspinat
80 g Pistazien
250 g Dinkelmehl
250 ml Hafermilch
Zitronenschalenabrieb von 2 Bio-Zitronen
Saft einer halben Zitrone
1 Prise Salz
2 TL Backpulver

Zutaten für die Garnitur: 

70 g Puderzucker
Saft einer halben Zitrone
mind. 20 g Pistazien - gehackt

Zubereitung:

Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen
Spinat mit Hafermilch, Pistazien, Zitronenschalenabrieb im Standmixer pürieren
mit Rohrzucker, Agavendicksaft, Dinkelmehl, Salz, Backpuler, Alsan bio verrühren
Backform (21 x 24 cm) mit Backpapier auslegen
Teig hineingeben und gut verstreichen
ca. 30 min backen

Puderzucker sieben und mit dem Zitronensaft verrühren
Glasur auf den Kuchen streichen
mit gehackten Pistazien bestreuen

Guten Appetit!

Dienstag, 5. Juli 2022

Wieder wurde ich mit einem Feedback zum Seelenzentrierten Coaching beschenkt... DANKE!



Martina schrieb:

"Jana hat mich in all meinen Fragen begleitet, beim Suchen und Finden, durch das Nichtwissen hindurch zum NEU finden. Die Coachings, die alle am Telefon stattfanden, waren immer überraschend, ganz in Verbindung mit dem, was im JETZT da war. Schnell konnte ich mit Janas Begleitung das Gedankenkarussell verlassen und im Körper ankommen, wo sich meine Frage auf den Weg machte und sich unverhofft eine Antwort zeigte. Die seelenzentrierten Coachings waren tief angebunden an das Geheimnis des Seins und haben den lichtvollen Funken in mir nach und nach in ein leuchtendes Feuer gewandelt, das nun in mir brennt. So annehmend, unterstützend, wertschätzend wie diese telefonische Begleitung war, habe ich es mir vorher nicht vorstellen können. Reich beschenkt, gestärkt, zentriert und mit viel mehr Bewusstsein für mein Fühlen, Denken und die Eingebundenheit in das Große Ganze fühle ich mich durch das Jahr der Begleitung verwandelt und setze meinen Weg nun voller Vertrauen fort. DANKE."

Dienstag, 10. Mai 2022

Meine diesjährige Draußenzeit...

 ..beginnt heute. Juhu! Später werde ich dir davon erzählen, wie ich sie in diesem Jahr gestalte. So viel schon vorweg - es wird eine Mischung aus der Begegnung mit Menschen und anderen Tieren und Wesen werden. Den gesamten Mai habe ich mir als selbstfürsorgliche Urlaubszeit eingerichtet. Dafür pausieren die Coachings und die zwei Tage Arbeit in der Klinik.

Der wundervolle Start in den Urlaub war Beltane im Frauenkreis. Hach, war das schön! Wir feierten und tanzten am Feuer auf einer wilden Wiese mit dem über die Steine springenden Flüsschen um die Wette. 

Die erste Maiwoche nutzte ich dann für ausgiebigen Frühjahrsputz im Häuschen (Danke für Deine Unterstützung, Nina!) und so Sachen, für die es mehr Zeit am Stück braucht. Eigentlich wollte ich der Jurte noch eine neue Außenhaut überziehen, aber das hat zeitlich nicht mehr gepasst. 

Ich feierte meinen Geburtstag in kleiner familiärer Runde und genoss die gemeinsame Zeit am Feuer. Es gab Kumpir (die türkische Variante unserer Backkartoffel aus dem Ofen) mit diverse Möglichkeiten zur Füllung. 

JedeR konnte sich die Kartoffeln so füllen, dass sie den eigenen Geschmacksvorlieben entsprechen. Was für eine Freude! 

Am nächsten Tag - wir hatten die üppigen Reste in Schraubgläsern verstaut - besuchten wir meine Tochter und dort gab es ein Kumpir-Schraubgläserpicknick. So einfach und so köstlich! 


Hab einen schönen wonnigen Mai! 

Herzlich grüßt dich

Jana

Dienstag, 12. April 2022

Körpergebet für den Frieden mit Edgar Spieker...

Diese Einladung kam gestern über seinen Newsletter und ich teile sie hier gern weiter, weil ich es so kostbar finde, wenn wir uns gemeinsam auf den Frieden ausrichten. 

(Das ist unbezahlte Werbung ohne Auftrag und aus tiefster Überzeugung...)


Ort: an jedem Ort per Live-Audio-Übertragung. 

Im Wissen darum, dass die Veränderung der Welt bei uns selbst beginnt und jede/r von uns etwas dazu beitragen kann, treffen wir uns an diesem Karfreitag, um gemeinsam mit dem Körper für den Frieden zu beten. Zu Anfang und am Ende sitzen wir einige Zeit in Stille. Wir lassen los, was war und bereiten durch Achtsamkeit einen fruchtbaren inneren Boden, auf dem Frieden und Mitgefühl gedeihen können. Dies sind die Quellen für unser Körpergebet, das als Körpergesten oder Schritte im Raum sichtbar werden können. 

Es gibt kein Ziel zu erreichen, keine Notwendigkeit, etwas in bestimmter Weise zu tun. Gerade im aufmerksamen Lauschen auf unsere innere Stimme, unsere Intuition, unsere Seele, wird unser Gebet authentisch und kraftvoll. 

Du kannst von jedem Ort aus teilnehmen, da die Stunde per Live-Audio Stream übertragen wird. ein Smartphone mit Kopfhörern oder ein Computer mit Internetzugang reicht aus. 

Es sind keine Vorkenntnisse nötig. 

Du brauchst dich für eine Teilnahme von Zuhause aus NICHT anzumelden, klicke einfach auf diesen Link: 

Körpergebet für den Frieden - Audio-Übertragung (Klick)

Suche Dir für deine Teilnahme einen Ort aus, an dem du ungestört sein kannst und dich wohlfühlst. Du kannst an dieser Session von überall aus teilnehmen und mit jedem Gerät, das eine Verbindung zum Internet hat, z. B. ein Smartphone oder ein Computer. Drahtlose Kopfhörer oder ein externer Lautsprecher sind ideal.

Die Session beginnt pünktlich. 15 Min vor Beginn ist der Link freigeschaltet, so dass du dich schon einstimmen und deine Verbindung testen kannst. 

Die Online-Teilnahme ist kostenlos. Wir freuen uns aber, wenn du in Form einer Spende einen kleinen Teil zur Linderung der Not der Menschen in und aus der Ukraine beitragen möchtest. Hierüber hast Du die Möglichkeit, Geflüchteten und Betroffenen in der Ukraine helfen. 

Gemeinnütziger Verein der Deutsch-Ukrainischen Zusammenarbeit (VOUZ)

www.feineukraine.de

Konto

Gemeinnütziger Verein der Deutsch-Ukrainischen Zusammenarbeit (VDUZ)
IBAN: DE02100100100994108120
BIC: PBNKDEFF
Verwendungszweck: Humanitäre Hilfe für die Ukraine
Paypal: info@feine-ukraine.de

Samstag, 9. April 2022

Selbst gemachte Barbecuesauce...

...kommt hier oft zum Einsatz. Zum Beispiel in Wraps, auf veganen Burgern und als Dip für knusprig gebackene Blumenkohl-Wings. 



Hier kommt das erprobte Rezept für Dich: 

Barbecue-Sauce 

Zutaten für ca. 350 ml: 

100 g Tomatenmark
100 g Bio-Ketchup
70 g Kokosblütenzucker
50 g Agavendicksaft
1 Knoblauchzehe – schälen und in etwas Salz zu Mus zerdrücken
60 ml Balsamicoessig
Saft einer halben Limette
1 ½ TL Currypulver
3 TL Räuchersalz (Bioladen; Reformhaus)
10 g fein geriebener Ingwer
5 Spritzer vegane Bio-Worcestersauce (alternativ Tamari)
Pfeffer aus der Mühle 

Zubereitung:

alle Zutaten in einen kleinen Topf geben
ca. 8 - 10 Min. unter ständigem Rühren leicht köcheln lassen
abkühlen lassen
im Kühlschrank aufbewahren 

Guten Appetit!

Dienstag, 5. April 2022

Zurück vom Outdoor-Erste-Hilfe-Kurs...

 ...fühlt es sich bei jeder Erinnerung an die Erfahrungen des Wochenendes immer noch so an, als ob eine Menge Adrenalin durch meinen Körper flitzt. Puh... Was für ein Erlebnis! 


Aber der Reihe nach... 

Von Freitag 11.00 bis Sonntag 16.00 hatten Stefan Prescher, Christian Dost und Mathias Sblewski von EARTHTRAIL KLICK zum Erste-Hilfe-Outdoor-Kurs eingeladen. Bei Chorin auf dem Platz der Wildnisschule Berlin...


...trafen wir uns als bunt zusammengewürfelte Gruppe von Menschen, ebenso viele Männer wie Frauen. Aus den unterschiedlichsten Gründen wollten wir befähigt sein, auch dort Erste Hilfe leisten zu können, wo so schnell kein Rettungswagen landen kann. 

Ich leite nun schon seit Jahren Wildniscamps und Waldtage und habe dieses Thema immer vor mir hergeschoben. Klopf auf Holz! Bis jetzt ist auch noch nie ein Unfall o. ä. passiert. Nachdem aber im letzten Jahr ein Wildniscamp-Teilnehmer auf einen riesigen brüchigen Baum geklettert und beinahe herabgestürzt war und ein anderer hoch aufgestapelte Baumstämme als Schwelle für eine Medizinwanderung genutzt hatte, war mir mulmig geworden. Gut, dass ich es erst im Nachhinein erfahren hatte! Ich wollte mir nicht einmal vorstellen, was da hätte passieren können...

Auf die Frage in der Eingangsrunde, wie lange unser letzter Erste-Hilfe-Kurs zurückläge, konnte ich nicht antworten. Ich hatte keine Erinnerung daran. Und das lag nicht daran, dass ich keinen absolviert hatte, denn als Mitarbeiterin einer Klinik bin ich dazu verpflichtet, alle zwei Jahre einen Erste-Hilfe-Kurs zu besuchen. Es lag einfach daran, dass es keine Erfahrungen waren, die mit Gefühlen, Sinnes- und Körpereindrücken verbunden waren. Und das, was nur meinem Kopf vermittelt wird, vergesse ich bald wieder.

Jetzt habe ich das erste Mal überhaupt die Zuversicht, bei einem Unfall Erste Hilfe leisten zu können. Wie es dahin gekommen ist? Das hat mit dem ebenso genialen wie krassen Konzept dieses Kurses zu tun. 

Am ersten Tag wurde ein Rettungsteam aus 3 Teilnehmer*innen gebildet. Was es damit auf sich hatte, sollten wir bald erfahren. Irgendwann gellte ein markerschütternder Schrei über das Gelände. Das erste Rettungsteam war gefordert und kam bei folgendem Unfall zum Einsatz: Eine Frau war von einer Leiter gestürzt und hatte sich am Kopf eine blutende Wunde zugezogen. Nachdem Erste Hilfe geleistet worden war, wurde das Vorgehen des Rettungsteams an diesem konkreten Fall reflektiert.

Danach kamen wir erneut zum Kreis zusammen und der Unterricht von Stefan oder Christian ging weiter, jedoch nicht ohne zuvor ein nächstes Rettungsteam gewählt zu haben. Es wurde Abend und dunkel. Irgendwann knallte es, als ob ein Auto an einen Baum gekracht war. Das zweite Rettungsteam, dem auch in angehörte, lief in den nahe gelegenen Wald. Wir kamen an einen Wildzaun, fanden den Ausgang nicht und mussten klettern. Und wirklich - ein Kleinbus war gegen einen Baum gefahren. Der Fahrer, ein Mann mit Schmerzen in der Brust und im Arm kam uns entgegen und wurde von einem ersten Rettungsteammitglied versorgt. Er hatte einen Herzinfarkt erlitten und dadurch die Kontrolle über das Auto verloren. Ein Mann aus unserem Rettungsteam lief zur Fahrerseite und stellte den Motor ab. Ich rannte zur Beifahrertür und kümmerte mich um die verletzte Beifahrerin, die einige Zähne verloren hatte, aus dem Mund und am Kopf blutete und ein Schädel-Hirn-Trauma davongetragen hatte. Auch ihr Bein war gequetscht und eingeklemmt. Irgendwann fing das Auto an zu qualmen und zu brennen. So mussten wir die verletzte Frau aus dem Auto heben und wegtragen, um sie und uns in Sicherheit zu bringen. Und dann kam doch tatsächlich die Feuerwehr mit Tatütata und Blaulicht in den Wald und die Situation wurde vom Team beendet. Puh...

Und so verlief das Wochenende. Es gab gut strukturierten, fachlich fundierten und gleichzeitig humorvollen Unterricht zu diverse Erste-Hilfe-Themen. Ja, es war viel Stoff und Pausen gab es wenige und nur kurze. Und trotzdem waren die Inhalte eingängig, da es immer wieder Unterbrechungen durch eindrückliche Szenarien gab, an denen wir Erste Hilfe praktisch trainieren konnten. So lag eine Frau unter einem umgestürzten Baum, ein Mann hatte halluzinogene Pilze konsumiert, es gab Unterkühlungsopfer und eine vom Baum gestürzte Schatzsucherin. großflächige Verbrennungen mussten ebenso versorgt werden wie Menschen, die ohnmächtig geworden waren oder unter Schock standen. Ein eindrücklich und bis in die Details inszeniertes Szenario folgte auf das nächste und immer dann, wenn wir es am wenigsten erwarteten. Die Statist*innen gaben alles. Die Maske war so überzeugend, dass ich (als ehemalige Maskenbildnerin) nur staunen konnte. Der Betrunkene, der beim Pinkeln in den Teich gestürzt war, stank derart nach Fusel und erbrach sich dann auch noch. Ziemlich realistisch und so waren alle Sinne in die Erfahrungen einbezogen. Die Gruppe wurde oft in das jeweilige Szenario mit integriert. Und es war eindrucksvoll, wie die Souveränität der Teilnehmer*innen beim Erste-Hilfe leisten wuchs.

Zwischendurch haben wir in Partnerübungen das Anlegen von Schienenmaterial ebenso geübt, wie den Bodycheck, die Anamnese sowie diverse Tragetechniken für Verletzte. 

Und abends gab es ein gut gehütetes Feuer in der Jurte. 

Ich lerne am besten über direktes Erfahren und Erleben. Wenn mehrere Zugangskanäle aktiviert sind, ist das Gelernte nicht nur für den Moment präsent, sondern wird verinnerlicht. 

Also ein ganz herzliches Dankeschön an das Team von Earthtrail...


...und an all die involvierten Statist*innen für das Engagement, die Begeisterung, die Organisation, die Lebendigkeit des Kurses. Ich werde wohl keinen anderen Erste-Hilfe-Kurs mehr besuchen können, ohne leise zu entschlummern...

Montag, 28. März 2022

Zum Umgang mit Konflikten...

Im Februar besuchte ich im ZEGG das viertägige Präsenz-Seminar KONFLIKTE ALS TOR IN EIN NEUES BEWUSSTSEIN mit Vivian Dittmar (KLICK) und kam verwandelt zurück. Als ich mich im Anschluss an das Seminar bei Vivian bedankte, sagte ich ihr, dass ich nicht mehr hinter dieses Wissen zurückkehren kann und dass sich das in all meinen Beziehungen auswirken wird. Kennst du das auch, wenn du etwas erlebt und erkannt hast, was dich in der Tiefe wandelt? Ich habe ein noch größeres Mitgefühl und bin gleichzeitig mit meiner Herzenskriegerin verbunden, die für sich und lebensdienliche Werte einsteht. Ich fühle mein NEIN ebenso klar wie mein JA. 

Einige meiner AHA-Erlebnisse: 

Zum FRIEDEN gehören immer zwei...

Die Person, der die Beziehung weniger wichtig ist, hat die meiste Macht und kann deshalb auch dafür sorgen, dass eine Beziehung zum Erliegen kommt...

Vom IM-KONFLIKT-STECKEN zum DEN-KONFLIKT-VON-AUßEN-BETRACHTEN und mir die darunter liegenden Bedürfnisse BEIDER Konfliktparteien bewusst zu machen, löst ca. 80% aller bestehenden Konflikte auf, denn wir unterscheiden uns weniger in den Bedürfnissen, als in den Strategien zu deren Erfüllung. 

Absolutheitsansprüche weisen auf aktivierte emotionale Ladungen hin. Emotionale Ladungen sind ungefühlte Gefühle aus der Vergangenheit, die damals unsere emotionale Kapazität überschritten haben. Aus diesem Grund konnten sie nicht gefühlt werden, sondern wurden in unseren "emotionalen  Rucksack" gesteckt, wo sie auf die noch ausstehende Verarbeitung warten. 

All den "Knöpfchendrücker*innen" können wir dankbar sein, da sie uns ermöglichen, an die alten emotionalen Ladungen heranzukommen, unseren emotionalen Rucksack aufzuräumen und die darin verborgenen Schätze zu heben. 

Empörung ist ein gutes Anzeichen dafür, dass ich in einem Absolutheitsanspruch stecke und emotional aktiviert bin. Ebenso, wenn es mir um RICHTIG oder FALSCH geht und darum, Recht zu haben... Absolutheitsansprüche bedeuten, dass ich gegen das Leben selbst kämpfe, hier jedoch nur verlieren kann, weil ich etwas, das realerweise so ist, wie es ist, nicht akzeptiere. (Wobei mit akzeptieren nicht gemeint ist, dass ich das gut finden muss...)

Ein simples Beispiel: 

Wenn es gerade regnet, ich jedoch will, dass es nicht regnet - was bedeutet das? Es regnet weiter. Ich kann mich jetzt zwar empören, das jedoch verändert nichts. Was ich verändern kann, ist meine Art, dem Regen zu begegnen. Ich kann betrauern, dass ich mein Vorhaben nicht so umsetzen kann, wie ich es geplant habe. Ich kann den Regen akzeptieren und einen Regenschirm oder eine Regenjacke nutzen und im Regen draußen spazieren gehen. Ich kann aus dieser Situation das möglichst Beste mache und durch Pfützen hüpfen, im Regen tanzen, in der mit Regen gefüllten Feuerschale gefaltete Schiffchen schwimmen lassen usw. Bei Regen regen sich viele Menschen ja auch schon auf, aber wie ist es erst bei Krieg, Gewalt, Missbrauch, Hunger, der Klimakrise etc.?

Wir bewegen uns gesellschaftlich gerade aus dem alten Paradigma in ein neues Paradigma und haben (neben vielem Anderen) nicht  gelernt, wie natürliches und gesundes Konfliktmanagement funktioniert, da wir alle in patriarchalen Machtstrukturen aufgewachsen sind und konditioniert wurden. Danach stand/steht ein Part der Beziehung über bzw. unter dem anderen Part der Beziehung. Das können Mann - Frau, Lehrer*in - Schüler*in, Ärztin - Patient, Eltern - Kind sein. Doch inzwischen sind viele Menschen im Ringen um Beziehungen auf Augenhöhe und Gleichwürdigkeit. Da wir hierin jedoch keine Vorbilder haben, lernen wir über Versuch und Irrtum und vor allem über das Scheitern von Beziehungen. 

Puh... Das musste erstmal landen...

Und weil mich das sooo bewegt und berührt, habe ich mich gleich beim begleiteten Onlinekurs BeziehungsWEISE (KLICK) angemeldet, um in diesem Feld noch weiter zu lernen und zu forschen. 

Dienstag, 1. März 2022

Vegane Steckrüben-Tarte

 
Zutaten (für eine Springform ø 28 cm):

1 Packung Blätterteig aus dem Kühlregal
450 g Steckrüben - geschält und grob gerieben
2 Zwiebeln - klein gewürfelt
2 Knoblauchzehen - gepresst 
2 TL getrockneter Thymian
100 ml Wasser
100 ml Hafer- oder Sojasahne
2 EL Erdnussöl
2 EL Tamari (oder eine andere Sojasauce)
1 EL weißes Mandelmus
1 EL Kartoffel- oder Maisstärke - mit 3 EL Wasser angerührt

Für einen veganen Dip

200 g Sauerrahmersatz (z. B. von Soyananda)
1 Knoblauchzehe
1/2 TL Paprikapulver edelsüß
1 TL milde Chiliflocken
1/2 TL Salz
etwas Pflanzenmilch für eine cremige Konsistenz

Zubereitung:

Backofen auf 190°C Umluft vorheizen
Erdnussöl erhitzen
Zwiebelwürfel und gepressten Knoblauch darin glasig schmurgeln
geriebene Steckrübe dazugeben und 5 min mit anbraten
mit Wasser ablöschen
Tamari einrühren sowie salzen und pfeffern
solange köcheln, bis die gesamte Flüssigkeit verdampft ist
Hafersahne, Mandelmus, Thymian und 1 - 2 EL Zitronensaft dazugeben
verrühren und aufkochen lassen
Stärke unterrühren und weiter köcheln lassen, bis die Masse schön gebunden ist
mit Salz und Pfeffer abschmecken
vom Herd nehmen und abkühlen lassen
Tarteform fetten oder mit Backpapier auskleiden
Blätterteig in Form schneiden und einen 3 cm hohen Rand stehen lassen
Boden mit einer Gabel mehrfach einstechen
Füllung auf dem Blätterteig verteilen und glatt streichen
ca. 30 min backen
Zutaten für den Dip verrühren und kräftig abschmecken
Tarte zusammen mit einem Klecks Dip anrichten und genießen

Guten Appetit!

Montag, 7. Februar 2022

Köstlich gewürzter und gebratener Rosenkohl...

 ...gehört zu meinen absoluten Lieblingsgemüsen - besonders in dieser Zubereitungsart, die ich heute mit Dir teilen will. Totgekocht mag ich ihn nämlich nicht so gern. Und Menschen, die Rosenkohl ansonsten nicht mögen, essen DIESEN Rosenkohl sehr gern. 

Ich freue mich ganz besonders darüber, dass unsere SoLawi Lebendiger Landbau (KLICK) in dieser Saison sogar Rosenkohl angebaut hat. Das hatte ich mir so gewünscht! 


Lass' dich nicht von der ungewöhnlichen Gewürzkombination irritieren, denn die Aromen verbinden sich auf wundervolle Weise zu einem Ganzen.

Zutaten:

500 g Rosenkohl
1/2 Bio-Zitrone
3 - 4 Zweige frischer Rosmarin (alternativ 2 TL getrockneter Rosmarin)
2 - 3 Knoblauchzehen
1/2 TL Zimt
125 g Alsan bio (alternativ Bratöl)
Salz und Pfeffer

Zubereitung:

Rosenkohl putzen
größere Röschen halbieren, kleinere ganz lassen
5 min dämpfen
Rosmarinnadeln fein wiegen
Knoblauch pressen oder in etwas Salz zu Mus zerdrücken
in einer Pfanne Alsan bio zerlassen
Rosmarin, Knoblauch, Zimt, kräftig Salz und etwas Pfeffer hinzufügen
2 min rösten lassen
Rosenkohl in die Pfanne geben und rundum anbraten
mit dem Saft einer halben Zitrone ablöschen

Guten Appetit!

Sonntag, 30. Januar 2022

Wildniscamps und Seminare 2022


Wenn Dich eines der u. a. Wildniscamps und Seminare interessiert, klicke auf den Titel und es öffnet sich der Flyer für mehr Infos. 

Ich freue mich auf Dich!

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Wir feiern die JAHRESKREISFESTE (KLICK) und verbinden uns tiefer mit den  natürlichen Zyklen – Geschlossene Jahresgruppe für Frauen  

Natur in NWM und Jurte im Garten 

Ollndorfer Hufe 8
23923 Siemz-Niendorf
OT Ollndorf

2022 AUSGEBUCHT

Wenn Du Dich für 2023 vormerken lassen möchtest, schicke mir gern eine Mail an jana.muchalski"at"web.de

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NATÜRLICH mit HERZ und KÖRPER - 
Ein WILDNISCAMP für THERAPEUT*INNEN (KLICK)

Die Therapie bereichern und beleben

Mo., 27.06.2022, 16.00 Uhr - Do., 30.06.2022, 14.00 Uhr

Auf dem Platz der Wildnisschule Waldschrat, Brandenburg
15374 Müncheberg OT Hoppegarten

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Im schwesterlichen Kreis auftanken,
hier verbinden wir uns mit unserer Natur 

Mo., 22.08.2022, 16.00 Uhr - So., 28.08.2022, 14.00 Uhr

Auf dem Platz der Wildnisschule Waldschrat, Brandenburg
15374 Müncheberg OT Hoppegarten

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3. Wildniscamp für ehemalige (jetzt clean lebende) Drogenkonsument*Innen, die mehr vom Leben wollen...

Do., 06.10.22, 16.00 Uhr - So., 09.10.22, 14.00 Uhr

Auf dem Platz der Wildnisschule Waldschrat, Brandenburg
15374 Müncheberg OT Hoppegarten

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Dienstag, 25. Januar 2022

Über die Geduld...


Man muss den Dingen die eigene,
stille, ungestörte Entwicklung lassen,
die tief von innen kommt,
und durch nichts gedrängt
oder beschleunigt werden kann;
alles ist austragen –
und dann gebären … 

Reifen wie der Baum,
der seine Säfte nicht drängt
und getrost in den Stürmen des Frühlings steht,
ohne Angst,
dass dahinter kein Sommer
kommen könnte.

Er kommt doch!

Aber er kommt nur zu den Geduldigen,
die da sind, als ob die Ewigkeit vor ihnen läge,
so sorglos still und weit … 

Man muss Geduld haben!

Mit dem Ungelösten im Herzen,
und versuchen, die Fragen selber lieb zu haben,
wie verschlossene Stuben,
und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache
geschrieben sind.

Es handelt sich darum, alles zu leben.
Wenn man die Fragen lebt, lebt man vielleicht allmählich,
ohne es zu merken,
eines fernen Tages
in die Antwort hinein.

Rainer Maria Rilke

Freitag, 21. Januar 2022

Täglich in den kalten See zu steigen...


 ...ist für mich inzwischen weit mehr, als eine Challenge mit mir selbst. Es ist mir ein Bedürfnis geworden. Mein Körper sehnt sich geradezu danach, einmal am Tag in das kalte Wasser zu tauchen. Und meine Seele liebt es, in Kontakt mit dem Wasser und der Luft, den Pflanzenwesen, den Bäumen, dem gefiederten Volk, den Vierbeinigen und den Krabbeltierchen, den Wasservögeln, den Fischen zu gehen. Es ist ein mir lieb gewordenes tägliches Ritual, über das ich mich mit der Zeitqualität, dem Wetter, der Jahreszeit und der mich umgebenden und mich durchfließenden natürlichen Welt verbinde.

Seitdem ich ihn fast täglich besuche, war der See kürzlich erstmals zugefroren. Am ersten Tag konnte ich die Eisschicht in Ufernähe mit einem dicken Ast zertrümmern, um einmal eintauchen zu können. Doch es hat mich wirklich überrascht, wie schnell die Eisschicht auf 6 bis 8 cm anwuchs. Da musste ich eine Spaltaxt mitbringen, um eine badewannengroße Öffnung in die Eishaut zu hacken. Hier legte ich mich dann bis zum Hals hinein und schob die Beine unter die Eisdecke. Das war das erste Mal Eisbaden in meinem 55jährigen Leben - soooo energetisierend und belebend, soooo beglückend und JUHU!


Der See zeigt sich immer wieder neu. Das Licht und die Farben, die Stimmung und die Geräusche verändern sich stetig. Ein Spiegel des lebendigen Lebens...








Mittwoch, 19. Januar 2022

Eine Grünkohl-Bohnen-Minestrone...


...ist ein köstliches und herzhaftes Rezept, um Grünkohl vegan zu verarbeiten. 

Bei der letzten Lieferung unserer SoLawi Lebendiger Landbau (KLICK) beinhaltete ein ganzer Anteil 800 g Grünkohl, 800 g Möhren, 1 kg Kartoffeln, 1 Wirsingkohl, 1 große Steckrübe, 800 g Rote Bete, 1 Kürbis und 500 g Topinambur. Aktuell holen wir uns das Gemüse im 14tägigen Rhythmus, weil es sich um Lagergemüse handelt. 

Ich habe den gesamten Grünkohl für die Minestrone verarbeitet. Da wir in unserem Haushalt jedoch nur zu zweit leben, sind vier Portionen zum sofortigen Verbrauch bestimmt und vier Portionen für irgendwann später vorgesehen. Ich habe die Minestrone eingeweckt. So schön, an einem Tag mit wenig Zeit ein Glas Grünkohl-Bohnen-Minestrone aus dem Vorratsregal nehmen, einfach erwärmen zu können und in Blitzesschnelle ein gesundes und leckeres Essen zu haben!  

Und hier kommt das Rezept für dich:

Vegane Grünkohl-Bohnen-Minestrone

Zutaten für 4 Portionen: 

1 große Zwiebel
2 Möhren (oder Pastinaken oder Petersilienwurzel) 
2 Stangen Staudensellerie (oder etwas Knollensellerie)
200 g Grünkohl
3 Knoblauchzehen
2 EL Tomatenmark
400 g gehackte Tomaten
1 l Gemüsebrühe
250 g weiße Bohnen (oder schwarze Bohnen oder Edamame etc.)
2 TL Italienische Kräuter
1/2 TL getrocknete Minze
1 - 2 TL Salz
1/2 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1 EL Ahornsirup (oder Agavendicksaft oder Reissirup)
2 EL Weißweinessig (oder Apfelessig)
etwas Olivenöl

Zubereitung: 

Zwiebel würfeln
Möhren und Staudensellerie in feine Scheiben schneiden
Grünkohl - von der Mittelrippe befreien und in mundgerechte Stücke schneiden
Knoblauch fein zerdrücken
Olivenöl erhitzen
Zwiebel, Möhren, Sellerie, Knoblauch darin anbraten
Ahornsirup hinzufügen
Gemüse leicht karamellisieren lassen
Tomatenmark, Kräuter, Gewürze, Weißweinessig hinzufügen
mit gehackten Tomaten und Gemüsebrühe ablöschen
10 Minuten köcheln lassen
Grünkohl unterheben
weitere 15 Minuten köcheln lassen
Bohnen unterheben
abschmecken und servieren

Guten Appetit!

Montag, 17. Januar 2022

Zwei Jahre vegane Ernährung...


...haben mir und meinen Lieben gezeigt, wie vielfältig, bunt, köstlich und gesund die pflanzenbasierte Küche sein kann. Es hat mir ohnehin schon immer viel Freude bereitet zu kochen und zu backen, aber durch die Umstellung meiner Ernährung habe ich die letzten zwei Jahre begeistert experimentiert und geforscht, in Kochbüchern oder im Netz gefundene Rezepte an meine Geschmacksvorlieben angepasst, traditionelle Rezepte "veganisiert", die ich nicht missen möchte. Ich bin sehr glücklich mit dieser Ernährungsform, weil sie meinen Werten entspricht. Vor anderthalb Jahren hatte ich hier schon ein wenig darüber erzählt.

Ebenfalls im zweiten Jahr sind wir SoLawistas der Solidarischen Landwirtschaft = SoLawi Lebendiger Landbau (KLICK) und bekommen wöchentlich regionales, biologisch angebautes, köstliches Gemüse, wie es frischer nicht sein kann. Das motiviert natürlich noch einmal mehr, das Gemüse auf die leckerste nur mögliche Weise zuzubereiten. 

Du möchtest wissen, warum ich meine Ernährung auf die rein pflanzliche Kost umgestellt habe? 

Nur zum Verständnis - ich mochte den Geschmack von Fleisch und Käse und liebe herzhafte Speisen. Gleichzeitig steckte ich jedoch schon länger in einem ethischen Konflikt, der für mich immer unaushaltbarer wurde. Je verbundener ich mich mit der Erde und all den hier lebenden Geschwistergeschöpfen fühlte, umso unvorstellbarer wurde es für mich, diese Wesen aufzuessen. Und das hat nicht nur etwas mit der (sowieso nicht zu vertretenden) Massentierhaltung und den damit verbundenen ethischen und ökologischen Folgethemen zu tun; es geht mir grundsätzlich um das Essen von Tieren und Tierprodukten, das ich vor mir selbst nicht mehr vertreten konnte. Nein, auch nicht der Tiere, die auf Demeter- und Biohöfen leben oder privat und liebevoll gehalten werden... Irgendwann las ich "nicht deine Mama - nicht deine Milch"... Puh... Das erwischte mich kalt, weil ich es als Wahrheit fühlte. Also kam für mich auch das Essen/Trinken von Milchprodukten nicht mehr in Frage. Und gleichzeitig bin ich mir sehr bewusst, dass jede und jeder für sich selbst entscheiden muss, wie Mensch sich ernährt. Ich bin weit davon entfernt, irgendwen missionieren zu wollen und trotzdem freut es mich, dass auch die Allesesser*innen meine Speisen lieben. 

Gerade hatte Rainer Geburtstag und seine Familie zum Brunch eingeladen. Hach... Zweieinhalb Tage konnte ich nach Herzenslust kochen und backen und in Geschmacksrichtungen, Düften, Gewürzen, Farben, Texturen schwelgen. Und Rainers Familie mochte die Speisen sehr und war ganz überrascht, dass veganes Essen so lecker schmecken kann. Das wiederum freute mich so richtig! 


Und jetzt werde ich immer mal wieder ein erprobtes und für köstlich befundenes Rezept mit Dir teilen. 

(Es ist tatsächlich schon anderthalb Jahre her, dass ich genau das hier angekündigt hatte. Sorry, dass es sooo lange gedauert hat. Mein Leben war so reich gefüllt, dass ich kaum Raum und Zeit zum Bloggen hatte. Aber jetzt sind Zeit und vor allem auch Lust dafür zurückgekehrt.)

Herzlich

Deine Jana

Freitag, 14. Januar 2022

Ein Feedback zum Seelenzentrierten Coaching...

 ...erreichte mich gestern. Annette hatte ihren ersten Coachingzyklus (ein halbes Jahr mit 14tägig einer Coachingsession) im Dezember 2021 beendet und sendete mir nun folgende Worte für meine Website (KLICK) und diesen Blog: 

"Voller Dankbarkeit blicke ich auf die Zeit zurück, in der mich Jana begleitet hat. Liebevoll führte sie mich mit ihren Impulsen und Fragen hin zu mir. Seite an Seite - so fühlte es sich trotz des telefonischen Kontakts an - schauten wir uns Wunden und Wunder an. Ich durfte entdecken, welche Kräfte und Ressourcen in mir schlummern. Manche Reise ging sehr in die Tiefe und manches Thema brachte mich in meine Leichtigkeit. Die Coaching-Sessions waren für mich wertvolle Auszeiten im trubeligen Familienalltag, ein Geschenk an mich selbst. Vielen Dank, liebe Jana, dass ich mit dir gemeinsam zurück in meine innere Kraft finden durfte!"


Es berührt mich zutiefst, Annettes Worte zu lesen und es ist mir eine große Freude, Menschen auf dem Weg in ihre Mitte, in mehr Zufriedenheit und Erfüllung, in eine stärkere Authentizität und Lebensfreude hinein zu begleiten. Ich bin so dankbar dafür, diese wundervolle Arbeit machen zu dürfen! 

2018 eröffnete ich meine (inzwischen ausgebuchte) Coachingpraxis für Seelenzentriertes Coaching, nachdem ich in der Schweiz bei Sabina Wyss und Team die Ausbildung zur Zertifizierten Seelenzentrierten Coachin (KLICK) absolviert hatte. Momentan begleite ich den aktuellen Ausbildungsgang als Assistentin. Nächste Woche reise ich dafür wieder in die schöne Schweiz und darf das Lernen und Wachsen der Student*innen bezeugen. 

Im Februar beenden drei meiner Klientinnen ihr Coaching regulär, nachdem sie sich ein halbes bzw. ein Jahr auf ihrem Entwicklungsweg haben begleiten lassen - alle per Telefon. 

Wenn Du gerade am Überlegen bist, ob Du dieses Jahr dazu nutzen möchtest, Dich liebevoll und achtsam Deinen "Baustellen" zuzuwenden, Dir Heilung zu gönnen, Deine Ressourcen tiefer kennenzulernen und Dein Potenzial zu entfalten, ist gerade ein guter Zeitpunkt dafür. Melde Dich gern für ein kostenloses Probecoaching am Telefon. So kannst Du unverbindlich ausprobieren, ob diese Art der Begleitung das Richtige für Dich ist. Du erreichst mich per Email unter jana.muchalski@web.de oder per Telefon unter 0162-6770619. 

Ich freue mich auf Dich!

Herzlich

Deine Jana

Montag, 1. November 2021

Samhain - Das Ahninnenfest im Jahreskreis und die Arbeit mit den eigenen Schatten


Jetzt ist bereits der 1. November. Das diesjährige Samhain gehört der Vergangenheit an. Und doch will ich noch ein paar Gedanken und Erfahrungen zu unserem Fest mit Dir teilen. In diesem Jahr - als ich mit der Vorbereitung des Jahreskreisfestes für meine Frauengruppe und der Einstimmung darauf begann - spürte ich, dass wir einmal mehr eingeladen sind, uns unseren Schatten zuzuwenden. Letztlich wundert es mich nicht, denn wenn ich mich in der Welt umsehe, stecken wir alle in stark polarisierenden Situationen. Da geht es um richtig und falsch, gut und schlecht, Recht haben wollen und daneben liegen, ein Dafür und ein Dagegen... Wir haben also gerade sehr gute Bedingungen dafür, den eigenen Schatten zu erforschen.

Doch was ist mit SCHATTEN eigentlich gemeint?

Hierbei geht es um Gedanken, Gefühle und Handlungen, die NICHT unserem Selbstbild und unseren Werten entsprechen, sondern diesen entgegenstehen. Der eigene Schatten ist häufig ein blinder Fleck oder eher noch eine blinde Zone. Du kannst Deinen eigenen Schatten aufspüren, indem Du Dich z. B. fragst, welche Themen so mit Scham behaftet sind, dass Du kaum wagst, sie zu denken und schon gar nicht, sie laut auszusprechen. Du kannst Dich auch fragen, was Dich so richtig aufregt, ärgert, wahnsinnig macht und virtuos alle Deine Knöpfe drückt. Hilfreich können auch Nachforschungen darüber sein, welches Verhalten, Fühlen, Denken Du bei einem Gegenüber ablehnst und verurteilst. Du kannst Dich fragen, welche Thematik Du vermeidest. 

Na, tauchen da schon Themen auf?

Zum Verständnis: Wenn Du Deinen Hinterkopf anschauen willst, brauchst Du mindestens einen Spiegel, denn für Deine Augen ist Dein Hinterkopf ohne dieses Hilfsmittel nicht zu sehen. Auch unsere Psyche hat solche blinden Flecken, die mit den Augen unseres (in der Regel begrenzten) Bewusstseins nicht zu erkennen sind. Hier wirken Menschen und Situationen als Spiegel und können uns auf die blinden Flecken aufmerksam machen. Wenn wir uns diesen Phänomenen dann nicht verurteilend, sondern mit offenem Geist zuwenden, können wir unsere Schatten kennenlernen und mutig erforschen. Ja, es braucht erstmal eine ganze Portion Mut, sich diesen speziellen inneren Anteilen zuzuwenden. 

Wenn es also soooo ungemütlich und wirklich herausfordernd ist, sich mit den eigenen Schattenseiten zu befassen, warum sollten wir es trotzdem tun? Weil GOLD darin zu finden ist. Nicht nur, dass die Lebensenergie, die in das Unterdrücken, Verdrängen, Vermeiden hineinfließt, dann wieder frei wird und uns zur erfüllenden Gestaltung unseres Lebens zur Verfügung steht, sondern vor allem auch, weil alles, was ich ablehne für eine Einengung meines Horizontes sorgt. Je ausgeprägter mein Schatten ist, umso stärker muss ich vermeiden, umso eingeschränkter wird mein Tunnelblick, umso beschränkter ist meine Handlungsfähigkeit. 

Wenn wir es jedoch wagen, uns unseren Schattenhandlungen, -gedanken, -gefühlen zuzuwenden - z. B. ja, ich habe mein Kind angeschrien oder geschlagen, obwohl ich eine friedliebende Frau mit dem Wert der Gewaltfreiheit bin oder ja, ich habe eine Currywurst hinuntergeschlungen, obwohl ich mich vegan ernähre, oder ja, ich bin neidisch auf meine beste Freundin, weil sie mit ihrem Strahlen alle bezaubert usw. usf. und wir wagen, diese Handlungen, Gefühle, Gedanken als zu uns gehörig anzusehen, weitet sich unser Herz. Diese Handlungen, Gefühle und Gedanken anzunehmen, heißt nicht, sie gut zu finden. Es heißt nur, JA zum So-gewesen-sein zu sagen. Wenn ich diesen Prozess des Annehmens durchfühle,  entwickle ich ganz natürlich mehr Mitgefühl für andere Menschen, die sich irgendwo verirrt haben und Schatten leben. Wenn ich über ein Schattenbewusstsein verfüge,  entsteht immer mehr Frieden in mir und in all meinen Beziehungen. 

Was verändert sich in Dir bei der Vorstellung, Dich Deinen Schatten zuzuwenden?

***

Jetzt habe ich viele Worte geschrieben und noch nichts vom Jahreskreisfest SAMHAIN erzählt. 


Wir trafen uns diesmal bei mir in der Jurte und blieben auch hier. Nach einer einstimmenden
Willkommensräucherung, einem feinen Abendessen, das aus Caponata und gefüllten Feigen als Vorspeise, gebackenem Kürbis-Kartoffel-Stampf mit Rosmarin und Zimt, im Ofen gerösteter Roter Bete plus veganer Mayonnaise aus Aquafaber als Hauptspeise und mit Erdnussmus und dunkler Schokocreme sowie gerösteten Erdnüssen gefüllten Medjouldatteln bestand, einer Runde, in der wir die Ahnen und alle unterstützenden Kräfte einlieden, trommelten wir gemeinsam und ließen in diesem Trancezustand unsere Schatten auftauchen, die sich jetzt zeigen wollten/konnten. Wir teilten die Erfahrungen in einer bewegenden Redestabrunde


Ich bin unserem Kreis soooo dankbar, dass wir inzwischen in einer so liebevollen Offenheit angekommen sind, dass Schattenarbeit in der Gruppe möglich ist. So konnte ich im Anschluss die aus dem Buddhismus stammende
CHÖD-Übung anleiten, bei der die inneren Dämonen genährt werden. Das ging tief und es entstand eine noch stärkere Verbundenheit mit uns selbst und miteinander. GOLD halt... Wir teilten in einer Runde, was wir erlebt hatten, sangen das Lied ICH LIEBE MICH und genossen dann in Paararbeit wechselseitig eine feine Massage, so dass die Erfahrungen ganz in den Körper sinken konnten. So ein wundervolles und ganz anderes Samhain...

Danke! 

Jana
P. s. Am nächsten Morgen war der gefüllte Ahnenteller, den ich in den Garten gestellt hatte, leergefuttert...