Freitag, 6. Dezember 2019

Seminarkalender 2020


    

Was?                          
Wann?                  
Wo?          
Flyer zum Anklicken
KRAFTQUELLEN
Eine innige Zeit der Selbstfürsorge für Dich (oder Dich und Deine Lieben), die dich wieder mit Deinen Ressourcen verbindet
Zeiten, Umfang und Kosten werden individuell vereinbartOllndorfer Hufe 8
23923 Niendorf
OT Ollndorf

Info(KLICK)
FAMILIENCOUNCIL
Gern unterstütze ich Deine Familie, zurück in eine Herz-zu-Herz-Kommunikation zu finden
Zeiten, Umfang und Kosten werden individuell vereinbart Ollndorfer Hufe 8
23923 Niendorf
OT Ollndorf

bei Interesse melde Dich bei mir unter 0162-6770619
Info(KLICK)
Vollmond-Feuer-Singen 2020
Wir treffen uns am Feuer oder in der Jurte und singen einfache Lieder aus aller Welt.
10.01., 09.02., 09.03., 08.04., Mai entfällt, 05.06., 05.07., 03.08., 02.09., 01.10., 30.11., 30.12.2020
Feuerplatz o. Jurte
Ollndorfer Hufe 8
23923 Niendorf
OT Ollndorf
 
GEMEINSAM DURCH DAS JAHR
Wir feiern die JAHRESKREISFESTE und verbinden uns tiefer mit den natürlichen Zyklen -
Jahresgruppe für Frauen
jeweils von 17.30 - 22.00, Kennenlernabend Imbolc - 31.01., danach als geschlossene Gruppe Ostara - 20.03., Beltane - 24.04.,
Sommersonnenwende - 19.06., Schnitterin - 07.08.
Herbst-Tag-und-Nacht-gleiche 25.09., Samhain - 30.10., Wintersonnen-wende - 18.12.2020
Ollndorfer Hufe 8
23923 Niendorf
OT Ollndorf
NEUMOND-COUNCIL
Kommunikation in ihrer wahrhaftigsten und liebevollsten Form
jeweils 18.00 - 21.00 Uhr
So., 23.02., Die., 24.03., So., 21.06., Mo., 20.07., Mi., 19.08., Fr., 16.10., So., 15.11., Mo., 14.12.2020
Ollndorfer Hufe 8
23923 Niendorf
OT Ollndorf
COUNCIL 
mit Nadja Schirmer
Kommunikation in ihrer wahrhaftigsten und liebevollsten Form
jeweils 18.00 - 20.30 Uhr 24.01., 21.02., 27.03., 24.04., 26.06., 24.07., 28.08., 25.09., 23.10., 20.11.2020
Am Dorfplatz 17A
19079 Sukow   
(Praxis Dipl. Med.
Martin Adophi)

VISIONSSUCHE
Leitung: 
Sabina Wyss
Beate Latour
Assistenz: 
Jana Muchalski  
06.05. – 24.05.2020
Colorado
USA

ausgebucht
Warteliste
FRAUENCAMP
Die Reise durch das Medizinrad
Die natürlichen Zyklen heilsam erleben
Fr., 24.07.2020, 16.00 Uhr -
Fr., 31.07.2020, 14.00 Uhr
Brandenburg
15372 Müncheberg OT Hoppegarten

TÖCHTER DES LEBENS
Ein transgenerationaler Heilungsraum für Frauen mit Birke Knopp www.den-wandel-begleiten.de/ und Jana Muchalski www.janamuchalski.de
Fr., 14.08.2020, 16.00 Uhr -
Mo., 17.08.2020, 14.00 Uhr
Seminarhaus Hof Kranichmoor
Am Wall 21
23883 Neuhorst am Wall


Info(KLICK)
ICH SEHE DICH
Ein Seminar für Geschwister, die Wunden in Wunder wandeln wollen
Fr., 09.10.2020, 16.00 Uhr -
So., 11.10.2020, 14.00 Uhr
Ollndorfer Hufe 8
23923 Niendorf
OT Ollndorf


Info(KLICK)
GEMEINSAM RAUS - REIN INS LEBEN
Ein Wildniscamp für clean lebende, ehemalige Drogenkonsumenten, die mehr vom Leben wollen...
Fr., 23.10.2020, 16.00 Uhr -
Mo., 26.10.2020, 14.00 Uhr
Brandenburg
15372 Müncheberg OT Hoppegarten

Info(KLICK)






Sonntag, 1. Dezember 2019

Seminarankündigungen für 2020



Gerade habe ich meinen Seminarkalender für das Jahr 2020 fertiggestellt. So hast Du noch genug Zeit, um zu schauen, was Dich so richtig lockt, kannst Dir einen Gutschein zuschicken lassen und ein Seminar verschenken oder Dir eines wünschen und Dich beschenken lassen. Zeit statt Zeug ist wunderbar und quality time mit unseren Liebsten zu verbringen, ist soooooo bereichernd und nachhaltig.

Ganz neu ist die Möglichkeit, ein KRAFTQUELLEN-SEMINAR (KLICK) individuell zu buchen. Du kannst es als Exklusivzeit allein für Dich nutzen, um Dich in Deinem Leben zu verorten, um kraftvolle Impulse für Übergangsphasen oder Krisenbewältigung zu bekommen. Sehr gern begleite ich Dich auf diese besondere Weise. Du kannst auch mit Freunden/Freundinnen, Deiner Familie, Deinen Kollegen und Kolleginnen kommen. Das Angebot wird genau auf Deine bzw. Eure Bedürfnisse zugeschnitten. Du oder Ihr formuliert Euer Anliegen und ich kreiere ein nur auf Dich/Euch passendes ein- oder zweitägiges Seminar. Auf dieses neue Format freue ich mich sehr! 

Sehnst Du Dich nach einer nährenden Zeit im Frauenkreis und willst Dich tiefer mit der Natur verbinden? Dann schnapp Dir einen der wenigen noch freien Plätze in der Jahreskreisgruppe. In diesem Jahr haben wir Frauen uns einmal monatlich getroffen und sind so wunderbar zusammengewachsen, dass in der Gruppe der Wunsch aufgetaucht ist, im nächsten Jahr gemeinsam weiterzugehen. Eigentlich war diese Frauengruppe nur für ein Jahr konzipiert, aber warum etwas beenden, was soooo gut tut!? Allerdings fehlten mir die gemeinsam celebrierten Jahreskreisfeste so sehr, dass ich entschieden habe, 2020 mit einer neuen Jahreskreisgruppe (KLICK) zu beginnen. Und meine liebe "alte" Frauengruppe, die mir so ans Herz gewachsen ist, geht in diesem Format gemeinsam weiter. So schön!!!
Ganz kurz nur öffnen wir die Türen und laden noch weitere Frauen in unseren Kreis ein. Wenn Du daran interessiert bist, kannst Du das Lichtfest am 31. Januar  2020 von 17.30 - 22.00 Uhr einen als Schnuppertermin zum Kennenlernen nutzen. Danach formiert sich die Gruppe neu und die Pforten schließen sich wieder. Die Gruppe wirkt als geschlossene Gruppe einfach am kraftvollsten. Wir umrunden gemeinsam das Jahr, um tiefer in die natürlichen Zeitqualitäten einzutauchen und Rückverbindung zu erleben.

Und wenn Du Sehnsucht danach hast, noch intensiver in die Natur und den weiblichen Raum einzutauchen, kannst Du Dich für das einwöchige  Frauencamp DIE REISE DURCH DAS MEDIZINRAD (KLICK) anmelden, das auch im kommenden Jahr stattfinden wird. Ich bin sooo dankbar, dass wir wieder den wundervollen Platz der Wildnisschule Waldschrat nutzen dürfen - mit Seen und Wildwiese, Biberbauten und Wald, Feuerplatz und Draußenküche, Jippi,  Moor und Waschbärfreund. Hier kannst meinen Nachklang zum letzten Frauencamp (KLICK) lesen.
 
Vielleicht willst Du aber auch zusammen mit Deiner erwachsenen Tochter, Deiner Mutter, Deiner Großmutter zum Seminar TÖCHTER DES LEBENS (KLICK) kommen? Gemeinsam - Birke Knopp und ich - öffnen wir den Raum für transgenerationale Heilung auf der weiblichen Linie. Fühle Dich hier auch sehr willkommen, wenn Du allein anreisen und Dich diesem so wichtigen Thema widmen willst.

Vielleicht hast Du ja den Wunsch, Dich der Geschwisterwunde in Dir zuzuwenden und allein oder mit Deinem Bruder und/oder Deiner Schwester eine intensive und berührende Zeit im Kreis von Geschwistern zu verbringen? Dann ist unser Seminar ICH SEHE DICH (KLICK) für Dich passend, das ich gemeinsam mit meiner Schwester Nadja anbiete.

Wenn Du weitere Informationen brauchst, Dich für eines der oben stehenden Angebote anmelden oder einen Gutschein anfordern willst, erreichst Du mich telefonisch unter 00491696770619 (Falls ich gerade im Coaching bin, sprich mir gern auf die Mailbox. Ich rufe schnellstmöglich zurück.) und natürlich per Email unter jana.muchalski@web.de

Ich freue mich sehr auf Dich und auf alle Menschen und Gruppen, die ich begleiten darf!

Donnerstag, 28. November 2019

Ein Wildniscamp für ehemalige Drogenkonsumenten und Spendenaktion

Wie fühlt es sich für Dich an, wenn Du eine richtig gute Idee hast, die dringend umgesetzt werden muss?

Bei mir klopft dann mein Herz auf ganz besondere Weise, ich rede schneller und fühle mich, als würde ich in meiner Lebendigkeit pulsieren. Dann bin ich angeschlossen an eine innere Weisheit, die keine Zweifel erlaubt. Es ist ein JAAAAAA aus vollem Herzen. So war es auch, als mir die Idee kam, gemeinsam mit einem von mir sehr geschätzten ehemaligen Patienten, inzwischen zertifizierter Wildnispädagoge, ein Wildniscamp für ehemalige PatientInnen anzubieten. Es ist sooo naheliegend, oder!? Jan als Experte für das Hineinwachsen und das Aussteigen aus dem Drogenkonsum und ich als Menschenbegleiterin mit 20jähriger Erfahrung - was wir zusammen auf die Beine stellen können!!!  Wer weiß, vielleicht wird daraus ein wildes wiederkehrendes Jahrestreffen, eine inspirierende Auftankstelle, ein Ort zum Weitergeben von Erfahrungen und Bewältigungsstrategien, ein Raum des Sichberührens, des Sichverbindens, eine Community, in der sich Menschen durch die Höhen und Tiefen ihres Lebens begleiten. Das ist unsere Vision.

Inzwischen arbeite ich bereits in meinem 20. Jahr in einer Rehaklinik für Abhängige von illegalen Drogen, die aus der Drogensucht aussteigen wollen. Während meiner Ausbildung zur Ergotherapeutin hatte ich die Klinik durch ein Praktikum kennengelernt und wusste sofort, dass ich dort arbeiten werde. Die suchenden Menschen haben mich schon damals berührt und interessiert. Wenn Dich meine Grundhaltung und die Inhalte meiner Arbeit interessieren, kannst Du HIER (KLICK) noch mehr darüber lesen. 

Täglich bin ich dankbar, dass ich in meine geliebte Arbeit alles einfließen lassen kann, was ich selbst als kostbar und heilsam erlebt habe und erlebe. Ein grundlegendes  Ziel meiner Arbeit ist es, Menschen bei der wachsenden Akzeptanz des eigenen So-Seins und der Aussöhnung mit der eigenen Lebensgeschichte zu unterstützen, denn den Boden für Wandlung bildet das ANNEHMEN. Und das gilt aus meiner Erfahrung nicht nur, aber besonders für die Sucht. Wenn wir etwas in uns, in unserem Leben verändern wollen, führt der Kampf gegen das Unerwünschte kaum zu einer langfristigen Änderung. Im nächsten Schritt ist wichtig zu verstehen, welches GESUNDE Bedürfnis unter der Sucht liegt und über den Konsum (wenngleich auch nur zu einem Teil) befriedigt wird. Die anschließende Entwicklungsaufgabe ist es, sich genau dieses Bedürfnis im Alltag auf andere Weise zu erfüllen. So kann der Drang, konsumieren zu müssen, nach und nach natürlich zurückgehen. Deshalb liegt mein Hauptaugenmerk in der Arbeit auf dem liebevollen Erforschen der Sinnhaftigkeit aller gelernten Strategien und Integration der verletzten Anteile. So entsteht Mitgefühl mit sich selbst und dadurch auch mit anderen Menschen und Geschöpfen. Nähe und Verbundenheit wachsen und die Fähigkeit zu lieben und sich geliebt zu fühlen, nimmt zu. 

Und gleichzeitig ist es sooo bedeutsam, dass sich die PatientInnen auch nach abgeschlossener Entwöhnungsbehandlung neue inspirierende, beglückende und vor allem erfüllende Erfahrungen im Alltag erlauben, die nach und nach die gewohnten Muster überschreiben können. Jan ist das beste Beispiel dafür. Ich vermute, dass hinter der hohen Rückfallquote noch eine andere Sehnsucht steckt - die Sehnsucht nach einem sinnstiftenden Leben und daß das "Funktionieren" im Alltag diese Sehnsucht häufig nicht ausreichend befriedigt. Und genau an dieser Schnittstelle setzt unser 1. Wildniscamp für Ehemalige an. Es ist die Weiterführung der auf der Therapie (oder bereits auf dem Tiefpunkt der Krise) begonnenen Forschungsreise und heißt GEMEINSAM RAUS - REIN INS LEBEN. 



Wenn die Idee Dein Herz berührt und Du dieses Projekt unterstützen willst, so dass auch Ehemalige teilnehmen können, die am Existenzminimum leben, hilfst Du sehr mit einer Spende an den Clean e. V. Und im Namen der Frauen und Männer, die durch Dich unterstützt werden, sagen wir DANKE!!! 

Hier kommt die Bankverbindung:

Kontoinhaber: Förderverein Clean e. V. 
Sparkasse Mecklenburg-Nordwest
IBAN: DE97 1405 1000 1200 0115 26
BIS: NOLADE21WIS
Zahlungsgrund: 1. Wildniscamp für Ehemalige 2020

Der Clean e. V. stellt - wenn gewünscht - eine Spendenbescheinigung aus, die bei Ursula Lüth per Email unter Uschi.Lueth@median-kliniken.de angefordert werden kann.

Montag, 25. November 2019

Ein Wiederholungstraum oder Geborgenheit im Bauch der Erde...

Während einiger Jahre meines Lebens - genauer vom 9. bis zum 18. Lebensjahr - hatte ich einen immer wiederkehrenden Traum, der mir auch heute noch in allen bedeutsamen Einzelheiten präsent ist: 

Ich träumte, ich sei bei dem Besuch einer Tropfsteinhöhle von meinen Eltern im Inneren der Erde vergessen worden. Vorher waren wir zusammen mit einer Reisegruppe durch verschiedene Gänge gegangen, haben die Stalaktiten und Stalagmiten bestaunt, trugen alle einen Regenponcho, auf den es heruntertropfte, sahen eine Hexenfigur, die als automatisierte lebensgroße Puppe einen Backschieber in den Händen hielt, geformten Brotteig in einen Lehmbackofen hinein- und später die gebackenen Leibe wieder herausholte. Die Besucher der Höhle konnten diese Brote kaufen. Auch gab es eine riesige Ritterrüstung, die in einer Wandnische stand und weitere Attraktionen, die ich nicht mehr erinnere. Irgendwann wurde die Höhle geschlossen, wurden die Lichter gelöscht. Es gab nur noch einen feinen irrisierenden Hauch von Licht. Ich war allein in der Fast-Dunkelheit unter der Erde und hatte Angst. Sie schnürte mir Brust und Kehle zu, so dass ich kaum atmen konnte. Da sah ich, dass die Ritterrüstung lebendig wurde, ihren Platz in der Wandnische verließ und mit metallisch knirschenden Geräuschen in den Tiefen der Höhle verschwand. Mit wild klopfendem Herzen drückte ich mich in die Höhlenwand und hoffte, nicht gesehen zu werden.  Dann wurde auch die Hexe lebendig, stieg aus der automatisierten Haltung heraus, band sich die Schürze ab und hängte sie an einen Haken. Sie nahm sich einen Brotleib und verließ den Ofenbereich. Ich zitterte vor Angst und wollte in der Höhlenwand verschwinden, als sie mich bereits entdeckt hatte. Mit freundlicher Stimme und liebevollem Blick sprach sie mich an und fragte: Was tust du denn hier? Hast du dich verlaufen? Ich antwortete: Meine Eltern haben mich vergessen. Daraufhin bot die Hexe mir an, mich mit in ihr Zuhause zu nehmen. Sie sagte, dass ihr Mann, der Hexenmeister, sicher schon ein Abendessen gekocht hätte, dass ich mit ihnen essen und dort übernachten könne und früh am Morgen, wenn die Höhle erneut für Besucher geöffnet würde, brächte sie mich zum Eingang. Die Hand der Hexe fühlte sich warm und stark an, der Hexenmeister war freundlich, die warme Suppe und das frisch gebackene Brot schmeckten köstlich, im Kamin brannte ein lebendiges Feuer und das Bett, in dem ich schlafen durfte, war weich und warm. Wie noch nie zuvor in meinem Leben fühlte ich mich geborgen, gehalten, getragen und gewollt...

Hier endete mein Trost-Traum - mitten im Gefühl von Geborgenheit und Wärme... Diesen Traum träumte ich immer wieder in besonders herausfordernden Situationen in meinem Kinder- und Jugendlichenleben, immer dann, wenn ich mich ohnmächtig ausgeliefert fühlte und verzweifelt war. Das Besondere an diesem Traum war die erlebte Wandlung aus der Angst in die Geborgenheit. Später genügte es schon, mich in der Höhle wiederzufinden, um zu wissen: Gleich ist alles gut... Seither verbinde ich norddeutsches Flachlandpflänzchen mit Höhlen tiefste Geborgenheit. Höhlen gibt es hier jedoch nicht.

(Durch meinen Wiederholungstraum habe ich die Kraft der Träume erfahren und erstmals verstanden, dass es nicht nur eine Ursache und somit einen kausalen Aspekt der Träume gibt, sondern dass diese Phänomene Sinn und Ziel und damit auch einen finalen Aspekt besitzen. Und deshalb arbeite ich in den Coachings auch soooo gern auf Seelenzentrierte Weise mit Träumen (KLICK).)
 
Deshalb war einer der berührendsten Momente im Schwarzwaldurlaub unser Besuch in der Bärenhöhle. Ich war so von Dankbarkeit erfüllt und es gab wunderbarerweise eine Zeit, in der Rainer und ich ganz allein in einem Raum der Höhle waren. In diesen Augenblicken kamen Töne aus meiner Kehle - Töne der Dankbarkeit an unsere wunderbare Erde. Rainer hatte - ohne dass ich es mitbekam - sein Handy auf Aufnahme gestellt...

Donnerstag, 7. November 2019

Hoch über Baumwipfeln fliegen oder mit dem Gleitschirm abwärts...


Vor drei Jahren (VOR DREI JAHREN!!!) schenkte ich meinem Gefährten einen Gutschein für einen Tandem-Gleitschirmflug. Und weil es schön ist, auch als Paar (mit im Alltag ganz unterschiedlichen Vorlieben und Interessen) einige Erfahrungen miteinander zu teilen, schenkte ich mir ebenfalls einen solchen Flug. Allerdings gibt es bei uns in Norddeutschland keine Berge und deshalb zog es sich von der Absicht bis zur Umsetzung soooo lange hin. Die gemeinsame Herbsturlaubswoche im Schwarzwald machte es möglich. Sie gab genügend Spielraum, um einen Zeitpunkt zu erwischen, dessen Witterungs- und Sichtverhältnisse den Gleitschirmflug erlaubten. Aber so ganz einfach war es trotzdem nicht. Das Wetter in den Bergen ist nicht sehr berechenbar. Es gab viel morgendlichen Nebel, der sich nicht auflösen wollte, denn wir sind inzwischen im Herbst angekommen. Dass es in dieser Jahreszeit kaum Thermik gibt, wussten wir bis dahin auch nicht. Jetzt sind wir schlauer.

Übrigens: Ich hatte und habe immer mal wieder mit Höhenangst zu tun. Z.B. wenn ich auf Leitern steige und auf Treppen, die den Blick in die Tiefe erlauben. Ich ging also davon aus, dass die Erfahrung des Gleitschirmfluges eine Grenzerweiterung sein würde. Letztlich gab es jedoch nur einen kurzen Moment, in dem mein Herz besonders klopfte und das war der Augenblick des Loslaufens bergabwärts. Nach ein paar Schritten hob der Gleitschirmflug uns jedoch schon in die Luft und ab da war es einfach nur wundervoll. 

Mein Gefährte und ich erlebten es ganz ähnlich - wir fühlten uns gehalten und getragen und in jedem Moment sicher. Den Herbstwald unter mir zu sehen und den Bäumen auf den Kopf zu schauen, war schon sehr besonders. Und das Schaukeln im Himmel - einfach grandios. Ich danke sehr für diese Erfahrung und hätte gleich ein weiteres Mal abheben können. Aber da zog der Nebel schon wieder über das Land...

Allzeit guten Flug, lieber Elias (KLICK)! Werbung wegen Verlinkung

Montag, 28. Oktober 2019

Herbsturlaub im Schwarzwald...


Eine Woche unseres gemeinsamen Urlaubs verbrachten mein Gefährte und ich im Kinzigtal. Wir hatten ein ehemaliges Bienenhäuschen (KLICK) gemietet, das von der Gastgeberfamilie zu einem wundervollen kleinen Domizil ausgebaut wurde. Danke, liebe Annerose und lieber Stefan!

Hier nehme ich Dich mit auf einen Rundgang durch das Häuschen. Ist es nicht zauberhaft?

 

(Wieder einmal stelle ich mir die Frage, wieviel Wohnraum zum Leben wirklich nötig ist und meine Sehnsucht nach Minimierung wächst. Diese Frage und einige andere nehme ich aus dem Urlaub mit nach Hause...)

In der Feuerstelle zauberte ich fast allabendlich ein kleines Feuer. Wir saßen unter dem Sternen- oder Wolkenhimmel und schauten in die so lebendigen Flammen. Jedes Feuer fragt mich: Wofür brennst du? Lebst Du ALLES, wofür du brennst? Was gilt es in deinem Leben zu transformieren?

 
Und so gern mag ich es, bei einem Baum zu sitzen, dem Fallen der Blätter zuzusehen und dem Herbstwind zu lauschen. Aber auch hier  stellen sich mir die herbstlichen Fragen: Was ist loszulassen? Was sind meine Samen dieses Jahres? Ebenso wie die Pflanzen bewege ich mich durch meinen zyklischen Wachstums- und Entfaltungsprozess, laufe ich durch die Verdichtung, in der es darum geht, dankend meine Samen für den nächsten Zyklus zu ernten und den unterstützendsten Zeitraum zu erspüren, an dem die Samen in die Erde kommen. Einige überwintern bereits im Boden, brauchen die Pause und die Kälte, andere warten auf den Frühling, bevor sie in fruchtbaren Boden wollen... Und das Sinken, Fallen, Loslassen, das Michanvertrauen ist immer wieder auch von ambivalenten Gefühlen begleitet. Einerseits soooo entspannend, andererseits - dann, wenn ich aus dem Vertrauen herausgefallen bin - ängstigt mich an dieser Phase das Nichtwissen.

Die Farben der Herbstblätter hatten es mir angetan und wie in jedem Jahr musste und muss ich Blätter sammeln, damit spielen, die Harmonie genießen, mich neu zentrieren und in den folgenden Tagen beobachten, wie Wind und Regen das Mandala zerzausen und verändern. Immerwährende Wandlung...


Ich registriere, was ich tatsächlich brauche, um im Urlaub erfüllt und lebendig zu sein: Ein gutes Buch, eine feine Mahlzeit (idealerweise selbstgesammelt (KLICK), Zeit zum Sinnieren und zum Spielen, Alleinzeit und Gemeinsamzeit, ein gutes Gespräch, Kerzenlicht oder Feuer und Draußenzeit in Wald und Flur. Und obwohl ich all das auch zu Hause haben kann, merke ich doch, dass es gut tut, an einem anderen Ort zu sein, um aus alltäglichen Abläufen und Gewohnheiten auszusteigen.

Wie ist es bei Dir? Was macht für Dich einen erfüllenden Urlaub aus?

Sonntag, 27. Oktober 2019

Eine köstliche Pilzmahlzeit...

Wie sehr ich es liebe, in den Wald zu gehen, summender- und singenderweise umherzustromern und mit Pilzen beschenkt zu werden! Das Abendessen aus dem Wald zu holen, gehört mit zu meinen schönsten Urlaubserfahrungen im Schwarzwald. 


Wir sammelten Parasolpilze, Maronen, Steinpilze, Rotfüßchen und Hallimasch.


Den Hut der Riesenschirmpilze zog ich durch gut gewürztes verschlagenes Ei und drückte ihn in Paniermehl. In der Pfanne gebraten, ergab das köstliche Pilzschnitzel. 


Die Mischpilze bereitete ich folgendermaßen zu: Ich putze sie trocken gleich im Wald. Die Röhren lasse ich nur bei sehr jungen Pilzen dran, ansonsten werden sie entfernt. Im Ferienhäuschen wusch ich den Hallimasch und schnitt ihn klein. Dann ließ ich ihn ein Viertelstündchen kochen. Nach dem Abseihen (Kochwasser wegschütten) kann er wie andere Pilze auch geschmort werden. 

Ich würfelte eine Zwiebel fein, zerdrückte eine Knoblauchzehe in Salz und ließ die Zwiebelwürfel in Butter glasig werden. Die klein geschnittenen Röhrlinge gab ich dazu und schmorte sie an. Dann folgte der abgekochte Hallimasch und schmorte mit.


Ein Teelöffelchen Tomatenmark, ein Teelöffelchen Senf sowie frisch gemahlener Pfeffer komplettierten die Würze. Mit Sahne löschte ich ab und ließ die Pilzmahlzeit zu einem sämigen Ragout einkochen. Dazu gab es handgemachte Bandnudeln vom Bauern nebenan. Köstlich!!!

Sonntag, 11. August 2019

Als dankbare Federfinderin...

...freue ich mich über meine neue Präsentationsidee...



...wird so doch jedes einzelne Federchen wirklich gesehen. 

Falls auch du zu den FederfinderInnen gehörst und dir ebenfalls die Frage gestellt hast, wie du diese Wunderwerke der Natur am besten in Szene setzen kannst, kommt hier eine kleine Anleitung:

Du brauchst: 
  • ein Stück Fundholz in einer dich ansprechenden Form (ich nahm einen Stenz = ein durch die Umschlingung mit Waldgeißblatt gedreht gewachsenes Holz)
  • deine Federsammlung,
  • ein Taschenmesser,
  • Raspel oder Feile,
  • klebendes Kreppband,  
  • einen Bleistift,
  • verschiedene Schleifpapiere von grob bis fein,
  • Olivenöl, einen Pinsel und ein Baumwolltuch,
  • einen Akkubohrer,
  • feine Holzbohrer je nach Stärke der Federkiele (ich nahm einen 2-mm-Bohrer), 
  • einen schnell trocknenden Kleber.

Und das sind die nötigen Arbeitsschritte: 
  • Entrinde dein Holzstück mit dem Taschenmesser.
  • Sorge mit Raspel oder Feile für eine gerade Standfläche.
  • Nutze klebendes Kreppband, um die Federchen mit dem Federkiel darauf so anzuordnen, wie sie später auf deinem Holzstück positioniert werden sollen.
  • Schleife dein Holz von grob nach fein, bis es sich schmeichelweich anfühlt.
  • Vor den letzten Schleifgängen markiere dir die Löcher für die Federkiele und bohre sie.
  • Schleife die dadurch entstandenen Grate ab. 
  • Öle dein Holz unter Zuhilfenahme eines Pinsels mit Olivenöl ein.
  • Poliere dein geöltes Holzstück mit einem Baumwolltuch. 
  • Klebe die Federn ein.


Viel Freude dabei und damit!

Mittwoch, 31. Juli 2019

Zurück aus dem Frauencamp DIE REISE DURCH DAS MEDIZINRAD


Die Zeit nach einem Frauencamp ist für mich immer eine besondere Zeit. Sie dient dem Nachklingen und -schwingen und der Integration der gemachten Erfahrungen. Die kostbarsten Momente funkeln noch einmal auf und weben sich wie von allein in den Erinnerungsteppich, der von Jahr zu Jahr reichhaltiger, bunter und vielschichtiger wird. 

Wir erforschten in einer ganzen Woche den zyklischen Kreislauf von Keimen und Werden,  Wachsen und Blühen, Ernten und Vergehen sowie des Rückzugs und der großen Stille. Wir umrundeten das Entwicklungsrad und entdeckten durch das Eintauchen und Erleben die Qualitäten der einzelnen Richtungen noch tiefer.


Gleichzeitig zu all dem Forschen spüre ich eine Demut und die Gewissheit, dass mein ganzes Leben nicht ausreicht, um das Rad auf allen Ebenen zu erfassen. Wichtig zu sagen ist mir noch einmal, dass es nicht DAS Medizinrad gibt, sondern ungemein viele Entwicklungsräder in allen Kulturen, die in sich ausgewogen sind. Wir jedoch sind selbst gefordert  zu erforschen, was sich für uns in unseren europäischen Breitengraden stimmig anfühlt.

Wir hatten wieder einmal das große Glück, Frauen in unterschiedlichen Lebensjahrzehnten in unserem Kreis willkommen heißen zu dürfen; die Zwanziger, Dreißiger, Vierziger, Fünfziger und Sechziger waren vertreten. So durften sich drei Generationen auf bereichernde Weise begegnen, inspirieren und im Herzen berühren.
 
Ich danke uns allen für die große Offenheit von Beginn an, für die Bereitschaft, einander wirklich zu sehen, Schubladen zu öffnen und Vorurteile abzulegen, in die Weite und Weichheit unserer Herzen hineinzuschmelzen, die Verbundenheit mit uns selbst, miteinander und mit der mehr als menschlichen Welt wachsen zu lassen. Ich danke uns allen für die Authentizität und gerade auch für den Mut, sich mit (vermeintlichen) Schwächen und der genau daraus entstandenen wahrhaften Größe gezeigt zu haben. Und ich danke SEHR meinen beiden Teamfrauen für die so wundervolle Zusammenarbeit! 

(Im Hintergrund seht Ihr unseren Altarbaum, der von uns allen gemeinsam nach und nach  zu den jeweiligen Richtungen geschmückt wurde.)



Es gab soooo viele kostbare Momente! Wie immer bleibt ein Nachklang weit hinter dem echten Leben zurück und es können hier nur einige der Perlen benannt werden: 

Wir fanden uns bei einem nächtlichen Gewitter im Jippi zusammen, genossen die Geborgenheit im Frauenclan und sangen immer und immer wieder das gleiche Lied, bis wir alle kurz vor dem Einschlafen waren - beschützt und behütet, gehalten und geliebt... Wir begaben uns auf eine Schatzsuche in den Wald und wurden in kurzer Zeit sooo reich beschenkt. Der Wald bot uns ein Zuhause für zwei Nächte und schickte ein Käuzchen vorbei. 


Wir begrüßten den Tag mehrfach mit gemeinsamen Bewegungen aus unterschiedlichsten Quellen (Qi Gong, Tanz, Spiel). Wir massierten einander unsere einzigartigen Frauenkörper. Wir stiegen in den See und teilten das kühlende Nass mit dem Biber, den Fischen und Fröschen und einem Schwanenpaar, durften den Eisvogel beobachten, wurden immer wieder von der Rohrweihe, dem Milan, einem Kolkrabenpaar und dem Bussard besucht. Der Pirol sang uns sein Lied. 


Wir durften den dort heimischen Waschbären beim Stiebitzen von Köstlichkeiten aus der Outdoorküche beobachten. Soooo süß!!! Die Blutrote Heidelibelle kam uns ausgerechnet dann besuchen, als wir im Süden, im Feuer, im Rot, im Erwachsenenalter angekommen waren. Wir tauschten uns zu so wichtigen Themen wie Weiblichkeit, Sexualität, Menstruation, Schwangerschaft, Geburt, Tochter-  und Muttersein aus.  




Abends saßen wir um das Feuer und sangen. Zum Abschluss feierten wir ein Frauenfest, zu dem jede etwas aus ihrer eigenen Schatzkiste zauberte - Tänze und Lieder, Tomatensalat und Chai, gemeinsam erfundene Geschichten. Wir schmückten uns und einander, trommelten und tauchten zur Nacht noch einmal in den See. Ja, wir nahmen auch die Herausforderungen an, die - wie immer - ganz unterschiedlicher Natur waren. Und wir bewältigten sie - eine jede die ihren auf die ihr eigene Weise und inmitten anderer Frauen. Und genau dadurch geschah Erweiterung, Entfaltung, Entwicklung, Wachstum, Heilung...


Der Platz der Wildnisschule Waldschrat in all seiner natürlichen Schönheit trug uns wunderbar durch die Tage und Nächte. Wie wichtig es ist, mal selbst für das tägliche Brauchwasser zu sorgen und zu wissen, dass Brennholz für das abendliche Feuer gesägt werden muss! Es dient der bewussteren Wertschätzung, daraus erwachsen Dankbarkeit und Achtsamkeit all unseren natürlichen Ressourcen gegenüber.



Und weil diese schwesterliche Verbundenheit sooooo heilsam ist, wird es auch im kommenden Jahr wieder ein Frauencamp geben. 

Edit: Der Termin für 2020 steht. Das Frauencamp DIE REISE DURCH DAS MEDIZINRAD findet vom 24. bis zum 31. Juli 2020 auf dem wundervollen Platz der Wildnisschule Waldschrat statt. Gern kannst Du Dich mit einer kurzen Mail an jana.muchalski@web.de jetzt schon vormerken lassen. Ich freue mich auf DICH!