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Dienstag, 1. März 2022

Vegane Steckrüben-Tarte

 
Zutaten (für eine Springform ø 28 cm):

1 Packung Blätterteig aus dem Kühlregal
450 g Steckrüben - geschält und grob gerieben
2 Zwiebeln - klein gewürfelt
2 Knoblauchzehen - gepresst 
2 TL getrockneter Thymian
100 ml Wasser
100 ml Hafer- oder Sojasahne
2 EL Erdnussöl
2 EL Tamari (oder eine andere Sojasauce)
1 EL weißes Mandelmus
1 EL Kartoffel- oder Maisstärke - mit 3 EL Wasser angerührt

Für einen veganen Dip

200 g Sauerrahmersatz (z. B. von Soyananda)
1 Knoblauchzehe
1/2 TL Paprikapulver edelsüß
1 TL milde Chiliflocken
1/2 TL Salz
etwas Pflanzenmilch für eine cremige Konsistenz

Zubereitung:

Backofen auf 190°C Umluft vorheizen
Erdnussöl erhitzen
Zwiebelwürfel und gepressten Knoblauch darin glasig schmurgeln
geriebene Steckrübe dazugeben und 5 min mit anbraten
mit Wasser ablöschen
Tamari einrühren sowie salzen und pfeffern
solange köcheln, bis die gesamte Flüssigkeit verdampft ist
Hafersahne, Mandelmus, Thymian und 1 - 2 EL Zitronensaft dazugeben
verrühren und aufkochen lassen
Stärke unterrühren und weiter köcheln lassen, bis die Masse schön gebunden ist
mit Salz und Pfeffer abschmecken
vom Herd nehmen und abkühlen lassen
Tarteform fetten oder mit Backpapier auskleiden
Blätterteig in Form schneiden und einen 3 cm hohen Rand stehen lassen
Boden mit einer Gabel mehrfach einstechen
Füllung auf dem Blätterteig verteilen und glatt streichen
ca. 30 min backen
Zutaten für den Dip verrühren und kräftig abschmecken
Tarte zusammen mit einem Klecks Dip anrichten und genießen

Guten Appetit!

Montag, 7. Februar 2022

Köstlich gewürzter und gebratener Rosenkohl...

 ...gehört zu meinen absoluten Lieblingsgemüsen - besonders in dieser Zubereitungsart, die ich heute mit Dir teilen will. Totgekocht mag ich ihn nämlich nicht so gern. Und Menschen, die Rosenkohl ansonsten nicht mögen, essen DIESEN Rosenkohl sehr gern. 

Ich freue mich ganz besonders darüber, dass unsere SoLawi Lebendiger Landbau (KLICK) in dieser Saison sogar Rosenkohl angebaut hat. Das hatte ich mir so gewünscht! 


Lass' dich nicht von der ungewöhnlichen Gewürzkombination irritieren, denn die Aromen verbinden sich auf wundervolle Weise zu einem Ganzen.

Zutaten:

500 g Rosenkohl
1/2 Bio-Zitrone
3 - 4 Zweige frischer Rosmarin (alternativ 2 TL getrockneter Rosmarin)
2 - 3 Knoblauchzehen
1/2 TL Zimt
125 g Alsan bio (alternativ Bratöl)
Salz und Pfeffer

Zubereitung:

Rosenkohl putzen
größere Röschen halbieren, kleinere ganz lassen
5 min dämpfen
Rosmarinnadeln fein wiegen
Knoblauch pressen oder in etwas Salz zu Mus zerdrücken
in einer Pfanne Alsan bio zerlassen
Rosmarin, Knoblauch, Zimt, kräftig Salz und etwas Pfeffer hinzufügen
2 min rösten lassen
Rosenkohl in die Pfanne geben und rundum anbraten
mit dem Saft einer halben Zitrone ablöschen

Guten Appetit!

Montag, 20. Juli 2020

Räucherkugeln aus heimischem Beifuß herstellen

Kennst Du es auch, dass ein bestimmter Geruch eine Erinnerung weckt oder ein besonderes Gefühl hervorruft? 

Ich werde das Räuchern von hier wachsendem Beifuß wohl immer mit meiner Assistenz bei der Waldzeit-Visionssuche im umainstitut (KLICK) in Verbindung bringen. Von Ursula Seghezzi habe ich auch gelernt, dass sich Beifuß zu kleinen Kugeln zusammenrollen lässt, keine externe Hitzequelle benötigt, weil es - einmal entzündet - von allein weiterräuchert. Seitdem sammle ich das Kräutlein in aller Achtsamkeit in meinem Garten und hier in der Gegend, schneide wenige Stängel, streife die Blätter und Blütenstände ab und trockne sie.

 

Ist der Beifuß rascheltrocken, nehme ich mir eine Portion und rolle sie mit etwas Druck zwischen beiden Händen zu einer Kugel. Das Schöne ist,  sie hält von selbst zusammen. Die Größen passe ich je nach Bedarf an. Kleinere Kugeln nutze ich, um Räume auszuräuchern oder für einzelne Menschen. Größere brauche ich, um die Teilnehmer*innen einer ganzen Gruppe abzuräuchern. So aufbereitet, verwahre ich das kostbare Räuchergut aus meiner Heimat in einer Holzbox. 



In meinem Tagesrucksack habe ich übrigens immer ein kleines Schraubglas mit Beifußkugeln oder anderem selbst gesammelten Räucherwerk, falls ich im Wald oder sonstwo eine Dankesräucherung machen will. Vor Ort nutze ich dann ein Stückchen feuchter Baumrinde als Räucherunterlage.

Räuchern ist eine wunderbare Möglichkeit für mich, mich mit der feinstofflichen Pflanzenenergie zu verbinden.  Das Räuchern von Beifuß wirkt stärkend, reinigend, schützend, segnend und tut soooo gut. 

Viel Freude beim Ausprobieren!

Herzlich

Jana

Montag, 13. Juli 2020

LEBENDIGER LANDBAU bringt mehr als lebendige Nahrung...


Ist die erste Aubergine dieses Jahres nicht wunderschön!? Ich war schon von den Blüten verzaubert, doch die Frucht steht der Blüte in nichts nach. Nun bin ich gespannt, wie sie schmecken wird. 

Seit dieser Saison, die im April begann, sind mein Gefährte und ich der Solidarischen Landwirtschaft = SoLawi LEBENDIGER LANDBAU (KLICK) von Johannes und Laura beigetreten. Das bedeutet, dass wir verbindlich für eine Saison einen Ernteanteil übernommen haben, monatlich einen Beitrag zahlen und uns dafür jeden Freitag einen Korb mit erntefrischen Kräutern, knackigen Salaten und gesundem Gemüse füllen können. 


Das ist unser Gemüsekorb vom vergangenen Freitag mit der oben bereits gezeigten Aubergine, Fenchel, 2 runden Zucchinis, 1 Gurke, 2 Brokkoli, 2 Kohlrabi, einem Kopfsalat, einem Sträußchen Petersilie und aromatischen Majoran-Samenständen (köstlich im Kidneybohnen-Brotaufstrich). Nicht auf dem Bild sind 200 g Babyleaf-Schnittsalat.

Laura und Johannes bewirtschaften gemeinsam mit ihren Helfer*innen mitten in Nordwestmecklenburg in der Nähe von Upahl 7 ha Land nach biologisch-dynamischen Gesichtspunkten. Das Konzept des jungen Paares geht jedoch weit darüber hinaus und entspricht einem lebensdienlichen und enkeltauglichen Miteinandersein.  Am meisten berührt und beeindruckt mich, dass es den beiden nicht "nur" wichtig ist, gesundes Gemüse zu ziehen und Ressourcen zu erhalten, sondern darum, durch nachhaltige Kreisläufe Ressourcen zu schaffen und unser aller Lebensgrundlage - den Boden - aufzubauen und zu nähren. 

Ein Beispiel für einen nachhaltigen Kreislauf ist der gepflanzte Pappelwald-Streifen. Er dient einerseits den im Mobilstall untergebrachten Hühnern - natürlichen Waldrandbewohnern - als Schutz vor Greifvögeln und bietet ihnen eine  artgerechte Unterschlupfmöglichkeit. Hier können sie sicher scharren und Sandbäder nehmen. Gleichzeitig dienen die schnell wachsenden Pappeln zur Hackschnitzel-Gewinnung und werden die Heizung speisen.

Die stark zährenden Tomatenpflanzen profitieren davon, dass sich unter dem Humus Schafwolle (die ungenutzte Schurwolle eines befreundeten Schäfers) befindet, die ihre Nährstoffe nach und nach an den Boden und damit an die Pflanzen abgeben wird. Außerdem liegt auf dem Boden der Rasenschnitt der Kleewiese als Mulch und sorgt dafür, dass Nährstoffe gehalten und abgegeben werden, damit der Boden nicht zu schnell austrocknet und es den Pflanzen gut geht. "Meine Babys..." hat Laura die vielen verschiedenen Tomatenpflanzen genannt, die in einem der beiden Folientunnel wunderbar wachsen. Bald werden wir also rote und grüne, gestreifte und Marktomaten und weitere alte Sorten probieren können. 


Zu den lebensdienlichen Prinzipien gehört auch die gegenseitige Unterstützung der SoLawis. Die Gurken z. B., die wir in dieser Woche essen dürfen, stammen von einer anderen SoLawi. Dafür bekommt diese später ein anderes Gemüse zurück. 

Besonders bedeutsam ist auch die Direktvermarktung.  Das Gemüse wird geerntet und landet noch am gleichen Tag bei den Verbrauchern. So behält es all die guten Inhaltsstoffe, verliert sie nicht auf langen Transportwegen und verschluckt nicht unnötig Ressourcen durch Kühlung etc. Da es keinerlei Zwischenhändler gibt, geht der Erlös direkt an die Erzeuger. Wir Ernteteiler lernen Laura und Johannes, ihre Werte, Prinzipien und ihre Arbeitsweise kennen und ich kann sagen, dass ich nach so kurzer Zeit nicht nur begeistert, sondern auch voller Vertrauen bin. Ich erlebe hier zwei Menschen, die mit aller Konsequenz für die Werte gehen, von denen sie überzeugt sind. Das imponiert mir.

Ich habe solch einen Respekt vor der Logistik des ganzes Hofes, denn mit Zahlen hab ich es ja nicht so... Und wenn ich mir dann vorstelle, dass 100 Ernteteiler ein Jahr lang Gemüse haben möchten, nur ein Teil der 7 ha Land dem Garten zur Verfügung steht, alle Pflanzen ihre Aussaat-, Pflanz-, Wachstums- und Erntezeiten haben, wird mir ganz schwindelig. 

In diesem Überblick kannst Du einmal gucken, auf welche Gemüsesorten wir uns in dieser Saison noch freuen können: 


Es gäbe noch sooo viel zu erzählen, z. B. zu diesen Fragen...

Was ist eine Bieterkonferenz?
Können sich auch Menschen mit kleinem Budget einen Ernteanteil leisten? 
Wie funktioniert die Abholung?
Wie kommt der hohe Ertrag auf so geringer Fläche zustande? 
Und wie gelingt es, so viele unterschiedliche Gemüsesorten anzubauen?
Wie werden die Beete bearbeitet?
Wie sieht es mit Obst aus?

...aber das hebe ich mir für nächste Blogposts auf. 

Wenn Du neugierig bist und es gar nicht abwarten kannst, folge Laura und Johannes auf Instagram (KLICK). Hier kannst Du Dir den Hof auch mal von oben anschauen. 
P. s.  Das ist unbezahlte Werbung aus Überzeugung. 

Herzlich grüßt Dich 

Jana