„Was vor uns liegt und was hinter uns liegt, ist nichts im Vergleich zu dem, was in uns liegt. Wenn wir das, was in uns liegt, nach außen in die Welt tragen, geschehen Wunder.“
Henry David Thoreau
Die dunkle Zeit ist eine Zeit zur Innenschau, zur Verlangsamung, zum Anfreunden mit Dunkelheit und Stille und kann uns als eine jährlich wiederkehrende kostbare Zeit dienen, um uns wieder mehr mit uns selbst zu verbinden. Begleitung auf Augen- und Herzenshöhe ermöglicht eine noch größere Tiefe, als wenn wir allein unterwegs sind. Ich freue mich, wenn ich ein Stück Weg an Deiner Seite gehen darf. Neben den Seelenzentrierten Coachings als Fundament kannst Du Medizinwanderungen und Naturrituale und damit Möglichkeiten kennenlernen, im natürlichen Raum jederzeit in Beziehung zu gehen, Unterstützung zu erfahren und zu geben. Deine Erfahrungen werde ich Dir spiegeln, so dass sie in Deinem Herzen landen. Ein von Dir hergestellter Kraftgegenstand kann Dir als Erinnerer dienen. Ein individuelles Abschiedsritual lässt Dich die Schätze des Jahres 2023 würdigen und Dein in der Natur empfangener Kraftsatz unterstützt Dich dabei, mit einer klaren Ausrichtung in das Jahr 2024 zu gehen.
Um die Erkenntnisse lebendig landen zu lassen, kannst Du - wenn es Dich lockt - ein Wochenendseminar vom 24. bis 25. Februar 2024 dazubuchen. In meiner gemütlichen Jurte werden wir in erlebnisintensive Erfahrungsräume eintauchen, Themen miteinander bewegen und das köstliche Leben genussvoll feiern.
Ich habe ein großes JAAA in mir und bin soooo voller Freude, Dankbarkeit und tief berührt, wie klar und prägnant Ursula und David Seghezzi vom uma-Institut die Corona- und die Klima-Krise ins Rad der Transformation legen und hineinzoomen... Die Sicht auf diese Zeit entspricht meiner. Möge dieses Video viele Menschen erreichen und ein Umdenken unterstützen!
Eine Woche unseres gemeinsamen Urlaubs verbrachten mein Gefährte und ich im Kinzigtal. Wir hatten ein ehemaliges Bienenhäuschen (KLICK) gemietet, das von der Gastgeberfamilie zu einem wundervollen kleinen Domizil ausgebaut wurde. Danke, liebe Annerose und lieber Stefan!
Hier nehme ich Dich mit auf einen Rundgang durch das Häuschen. Ist es nicht zauberhaft?
(Wieder einmal stelle ich mir die Frage, wieviel Wohnraum zum Leben wirklich nötig ist und meine Sehnsucht nach Minimierung wächst. Diese Frage und einige andere nehme ich aus dem Urlaub mit nach Hause...)
In der Feuerstelle zauberte ich fast allabendlich ein kleines Feuer. Wir saßen unter dem Sternen- oder Wolkenhimmel und schauten in die so lebendigen Flammen. Jedes Feuer fragt mich: Wofür brennst du? Lebst Du ALLES, wofür du brennst? Was gilt es in deinem Leben zu transformieren?
Und so gern mag ich es, bei einem Baum zu sitzen, dem Fallen der Blätter zuzusehen und dem Herbstwind zu lauschen. Aber auch hier stellen sich mir die herbstlichen Fragen: Was ist loszulassen? Was sind meine Samen dieses Jahres? Ebenso wie die Pflanzen bewege ich mich durch meinen zyklischen Wachstums- und Entfaltungsprozess, laufe ich durch die Verdichtung, in der es darum geht, dankend meine Samen für den nächsten Zyklus zu ernten und den unterstützendsten Zeitraum zu erspüren, an dem die Samen in die Erde kommen. Einige überwintern bereits im Boden, brauchen die Pause und die Kälte, andere warten auf den Frühling, bevor sie in fruchtbaren Boden wollen... Und das Sinken, Fallen, Loslassen, das Michanvertrauen ist immer wieder auch von ambivalenten Gefühlen begleitet. Einerseits soooo entspannend, andererseits - dann, wenn ich aus dem Vertrauen herausgefallen bin - ängstigt mich an dieser Phase das Nichtwissen.
Die Farben der Herbstblätter hatten es mir angetan und wie in jedem Jahr musste und muss ich Blätter sammeln, damit spielen, die Harmonie genießen, mich neu zentrieren und in den folgenden Tagen beobachten, wie Wind und Regen das Mandala zerzausen und verändern. Immerwährende Wandlung...
Ich registriere, was ich tatsächlich brauche, um im Urlaub erfüllt und lebendig zu sein: Ein gutes Buch, eine feine Mahlzeit (idealerweise selbstgesammelt (KLICK), Zeit zum Sinnieren und zum Spielen, Alleinzeit und Gemeinsamzeit, ein gutes Gespräch, Kerzenlicht oder Feuer und Draußenzeit in Wald und Flur. Und obwohl ich all das auch zu Hause haben kann, merke ich doch, dass es gut tut, an einem anderen Ort zu sein, um aus alltäglichen Abläufen und Gewohnheiten auszusteigen.
Wie ist es bei Dir? Was macht für Dich einen erfüllenden Urlaub aus?
Die Zeit nach einem Frauencamp ist für mich immer eine besondere Zeit. Sie dient dem Nachklingen und -schwingen und der Integration der gemachten Erfahrungen. Die kostbarsten Momente funkeln noch einmal auf und weben sich wie von allein in den Erinnerungsteppich, der von Jahr zu Jahr reichhaltiger, bunter und vielschichtiger wird.
Wir erforschten in einer ganzen Woche den zyklischen Kreislauf von Keimen und Werden, Wachsen und Blühen, Ernten und Vergehen sowie des Rückzugs und der großen Stille. Wir umrundeten das Entwicklungsrad und entdeckten durch das Eintauchen und Erleben die Qualitäten der einzelnen Richtungen noch tiefer.
Gleichzeitig zu all dem Forschen spüre ich eine Demut und die Gewissheit, dass mein ganzes Leben nicht ausreicht, um das Rad auf allen Ebenen zu erfassen. Wichtig zu sagen ist mir noch einmal, dass es nicht DAS Medizinrad gibt, sondern ungemein viele Entwicklungsräder in allen Kulturen, die in sich ausgewogen sind. Wir jedoch sind selbst gefordert zu erforschen, was sich für uns in unseren europäischen Breitengraden stimmig anfühlt.
Wir hatten wieder einmal das große Glück, Frauen in unterschiedlichen Lebensjahrzehnten in unserem Kreis willkommen heißen zu dürfen; die Zwanziger, Dreißiger, Vierziger, Fünfziger und Sechziger waren vertreten. So durften sich drei Generationen auf bereichernde Weise begegnen, inspirieren und im Herzen berühren. Ich danke uns allen für die große Offenheit von Beginn an, für die Bereitschaft, einander wirklich zu sehen, Schubladen zu öffnen und Vorurteile abzulegen, in die Weite und Weichheit unserer Herzen hineinzuschmelzen, die Verbundenheit mit uns selbst, miteinander und mit der mehr als menschlichen Welt wachsen zu lassen. Ich danke uns allen für die Authentizität und gerade auch für den Mut, sich mit (vermeintlichen) Schwächen und der genau daraus entstandenen wahrhaften Größe gezeigt zu haben. Und ich danke SEHR meinen beiden Teamfrauen für die so wundervolle Zusammenarbeit!
(Im Hintergrund seht Ihr unseren Altarbaum, der von uns allen gemeinsam nach und nach zu den jeweiligen Richtungen geschmückt wurde.)
Es gab soooo viele kostbare Momente! Wie immer bleibt ein Nachklang weit hinter dem echten Leben zurück und es können hier nur einige der Perlen benannt werden:
Wir
fanden uns bei einem nächtlichen Gewitter im Jippi zusammen, genossen die Geborgenheit im
Frauenclan und sangen immer und immer wieder das gleiche Lied, bis wir
alle kurz vor dem Einschlafen waren - beschützt und behütet, gehalten und geliebt... Wir begaben uns auf eine Schatzsuche in den Wald und wurden in kurzer Zeit sooo reich beschenkt.
Wir begrüßten den Tag mehrfach mit gemeinsamen Bewegungen aus unterschiedlichsten Quellen (Qi Gong, Tanz, Spiel). Wir stiegen in den See und teilten das kühlende Nass mit dem Biber, den Fischen und Fröschen und einem Schwanenpaar, durften den Eisvogel beobachten, wurden immer wieder von der Rohrweihe, dem Milan, einem Kolkrabenpaar und dem Bussard besucht. Der Pirol sang uns sein Lied.
Wir durften den dort heimischen Waschbären beim Stiebitzen von Köstlichkeiten aus der Outdoorküche beobachten. Soooo süß!!! Die
Blutrote Heidelibelle kam uns ausgerechnet dann besuchen, als wir im
Süden, im Feuer, im Rot, im Erwachsenenalter angekommen waren. Wir
tauschten uns zu so wichtigen Themen wie Weiblichkeit, Sexualität,
Menstruation, Schwangerschaft, Geburt, Tochter- und Muttersein aus.
Abends saßen wir gemeinsam um das Feuer und sangen. Zum Abschluss feierten wir ein Frauenfest, zu dem jede etwas aus ihrer eigenen Schatzkiste zauberte - Tänze und Lieder, Tomatensalat und Chai, gemeinsam erfundene Geschichten. Wir schmückten uns und einander, trommelten und tauchten zur Nacht noch einmal in den See. Ja, wir nahmen auch die Herausforderungen an, die - wie immer - ganz unterschiedlicher Natur waren. Und wir bewältigten sie - eine jede die ihren auf die ihr eigene Weise und inmitten anderer Frauen. Und genau dadurch geschah Erweiterung, Entfaltung, Entwicklung, Wachstum, Heilung, wuchs tiefe Verbundenheit - mit uns selbst, mit all den anderen Frauen, mit all den lebendigen Geschöpfen und der Mitwelt...
Der Platz der Wildnisschule Waldschrat in all seiner natürlichen Schönheit trug uns wunderbar durch die Tage und Nächte. Wie wichtig es ist, mal selbst für das tägliche Brauchwasser zu sorgen und zu wissen, dass Brennholz für das abendliche Feuer gesägt werden muss! Es dient der bewussteren Wertschätzung, daraus erwachsen Dankbarkeit und Achtsamkeit all unseren natürlichen Ressourcen gegenüber.
Und weil diese schwesterliche Verbundenheit sooooo heilsam ist, wird es auch im kommenden Jahr wieder ein Frauencamp geben.
Edit: Der Termin für 2020 steht. Das Frauencamp DIE REISE DURCH DAS MEDIZINRAD findet vom 24. bis zum 31. Juli 2020 auf dem wundervollen Platz der Wildnisschule Waldschrat statt. HIER (KLICK) findest Du den Flyer und HIER (KLICK) das Anmeldeformular. Gern kannst Du Dich mit einer kurzen Mail an jana.muchalski@web.de vormerken lassen. Ich freue mich auf DICH!