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Sonntag, 24. Juli 2022

Diesen zitronigen Pistazienkuchen als vegane Variante...

...habe ich uns heute zum sonntäglichen (Lupinen-)Kaffee serviert. Er sieht nicht nur schön aus, sondern war auch sehr lecker. Deshalb kommt hier das Rezept für Dich:

Zutaten für den Teig: 

80 g Alsan bio – geschmolzen
100 g Rohrzucker
60 g Agavendicksaft
70 g Blattspinat
80 g Pistazien
250 g Dinkelmehl
250 ml Hafermilch
Zitronenschalenabrieb von 2 Bio-Zitronen
Saft einer halben Zitrone
1 Prise Salz
2 TL Backpulver

Zutaten für die Garnitur: 

70 g Puderzucker
Saft einer halben Zitrone
mind. 20 g Pistazien - gehackt

Zubereitung:

Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen
Spinat mit Hafermilch, Pistazien, Zitronenschalenabrieb im Standmixer pürieren
mit Rohrzucker, Agavendicksaft, Dinkelmehl, Salz, Backpuler, Alsan bio verrühren
Backform (21 x 24 cm) mit Backpapier auslegen
Teig hineingeben und gut verstreichen
ca. 30 min backen

Puderzucker sieben und mit dem Zitronensaft verrühren
Glasur auf den Kuchen streichen
mit gehackten Pistazien bestreuen

Guten Appetit!

Samstag, 9. April 2022

Selbst gemachte Barbecuesauce...

...kommt hier oft zum Einsatz. Zum Beispiel in Wraps, auf veganen Burgern und als Dip für knusprig gebackene Blumenkohl-Wings. 



Hier kommt das erprobte Rezept für Dich: 

Barbecue-Sauce 

Zutaten für ca. 350 ml: 

100 g Tomatenmark
100 g Bio-Ketchup
70 g Kokosblütenzucker
50 g Agavendicksaft
1 Knoblauchzehe – schälen und in etwas Salz zu Mus zerdrücken
60 ml Balsamicoessig
Saft einer halben Limette
1 ½ TL Currypulver
3 TL Räuchersalz (Bioladen; Reformhaus)
10 g fein geriebener Ingwer
5 Spritzer vegane Bio-Worcestersauce (alternativ Tamari)
Pfeffer aus der Mühle 

Zubereitung:

alle Zutaten in einen kleinen Topf geben
ca. 8 - 10 Min. unter ständigem Rühren leicht köcheln lassen
abkühlen lassen
im Kühlschrank aufbewahren 

Guten Appetit!

Dienstag, 1. März 2022

Vegane Steckrüben-Tarte

 
Zutaten (für eine Springform ø 28 cm):

1 Packung Blätterteig aus dem Kühlregal
450 g Steckrüben - geschält und grob gerieben
2 Zwiebeln - klein gewürfelt
2 Knoblauchzehen - gepresst 
2 TL getrockneter Thymian
100 ml Wasser
100 ml Hafer- oder Sojasahne
2 EL Erdnussöl
2 EL Tamari (oder eine andere Sojasauce)
1 EL weißes Mandelmus
1 EL Kartoffel- oder Maisstärke - mit 3 EL Wasser angerührt

Für einen veganen Dip

200 g Sauerrahmersatz (z. B. von Soyananda)
1 Knoblauchzehe
1/2 TL Paprikapulver edelsüß
1 TL milde Chiliflocken
1/2 TL Salz
etwas Pflanzenmilch für eine cremige Konsistenz

Zubereitung:

Backofen auf 190°C Umluft vorheizen
Erdnussöl erhitzen
Zwiebelwürfel und gepressten Knoblauch darin glasig schmurgeln
geriebene Steckrübe dazugeben und 5 min mit anbraten
mit Wasser ablöschen
Tamari einrühren sowie salzen und pfeffern
solange köcheln, bis die gesamte Flüssigkeit verdampft ist
Hafersahne, Mandelmus, Thymian und 1 - 2 EL Zitronensaft dazugeben
verrühren und aufkochen lassen
Stärke unterrühren und weiter köcheln lassen, bis die Masse schön gebunden ist
mit Salz und Pfeffer abschmecken
vom Herd nehmen und abkühlen lassen
Tarteform fetten oder mit Backpapier auskleiden
Blätterteig in Form schneiden und einen 3 cm hohen Rand stehen lassen
Boden mit einer Gabel mehrfach einstechen
Füllung auf dem Blätterteig verteilen und glatt streichen
ca. 30 min backen
Zutaten für den Dip verrühren und kräftig abschmecken
Tarte zusammen mit einem Klecks Dip anrichten und genießen

Guten Appetit!

Montag, 7. Februar 2022

Köstlich gewürzter und gebratener Rosenkohl...

 ...gehört zu meinen absoluten Lieblingsgemüsen - besonders in dieser Zubereitungsart, die ich heute mit Dir teilen will. Totgekocht mag ich ihn nämlich nicht so gern. Und Menschen, die Rosenkohl ansonsten nicht mögen, essen DIESEN Rosenkohl sehr gern. 

Ich freue mich ganz besonders darüber, dass unsere SoLawi Lebendiger Landbau (KLICK) in dieser Saison sogar Rosenkohl angebaut hat. Das hatte ich mir so gewünscht! 


Lass' dich nicht von der ungewöhnlichen Gewürzkombination irritieren, denn die Aromen verbinden sich auf wundervolle Weise zu einem Ganzen.

Zutaten:

500 g Rosenkohl
1/2 Bio-Zitrone
3 - 4 Zweige frischer Rosmarin (alternativ 2 TL getrockneter Rosmarin)
2 - 3 Knoblauchzehen
1/2 TL Zimt
125 g Alsan bio (alternativ Bratöl)
Salz und Pfeffer

Zubereitung:

Rosenkohl putzen
größere Röschen halbieren, kleinere ganz lassen
5 min dämpfen
Rosmarinnadeln fein wiegen
Knoblauch pressen oder in etwas Salz zu Mus zerdrücken
in einer Pfanne Alsan bio zerlassen
Rosmarin, Knoblauch, Zimt, kräftig Salz und etwas Pfeffer hinzufügen
2 min rösten lassen
Rosenkohl in die Pfanne geben und rundum anbraten
mit dem Saft einer halben Zitrone ablöschen

Guten Appetit!

Mittwoch, 19. Januar 2022

Eine Grünkohl-Bohnen-Minestrone...


...ist ein köstliches und herzhaftes Rezept, um Grünkohl vegan zu verarbeiten. 

Bei der letzten Lieferung unserer SoLawi Lebendiger Landbau (KLICK) beinhaltete ein ganzer Anteil 800 g Grünkohl, 800 g Möhren, 1 kg Kartoffeln, 1 Wirsingkohl, 1 große Steckrübe, 800 g Rote Bete, 1 Kürbis und 500 g Topinambur. Aktuell holen wir uns das Gemüse im 14tägigen Rhythmus, weil es sich um Lagergemüse handelt. 

Ich habe den gesamten Grünkohl für die Minestrone verarbeitet. Da wir in unserem Haushalt jedoch nur zu zweit leben, sind vier Portionen zum sofortigen Verbrauch bestimmt und vier Portionen für irgendwann später vorgesehen. Ich habe die Minestrone eingeweckt. So schön, an einem Tag mit wenig Zeit ein Glas Grünkohl-Bohnen-Minestrone aus dem Vorratsregal nehmen, einfach erwärmen zu können und in Blitzesschnelle ein gesundes und leckeres Essen zu haben!  

Und hier kommt das Rezept für dich:

Vegane Grünkohl-Bohnen-Minestrone

Zutaten für 4 Portionen: 

1 große Zwiebel
2 Möhren (oder Pastinaken oder Petersilienwurzel) 
2 Stangen Staudensellerie (oder etwas Knollensellerie)
200 g Grünkohl
3 Knoblauchzehen
2 EL Tomatenmark
400 g gehackte Tomaten
1 l Gemüsebrühe
250 g weiße Bohnen (oder schwarze Bohnen oder Edamame etc.)
2 TL Italienische Kräuter
1/2 TL getrocknete Minze
1 - 2 TL Salz
1/2 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1 EL Ahornsirup (oder Agavendicksaft oder Reissirup)
2 EL Weißweinessig (oder Apfelessig)
etwas Olivenöl

Zubereitung: 

Zwiebel würfeln
Möhren und Staudensellerie in feine Scheiben schneiden
Grünkohl - von der Mittelrippe befreien und in mundgerechte Stücke schneiden
Knoblauch fein zerdrücken
Olivenöl erhitzen
Zwiebel, Möhren, Sellerie, Knoblauch darin anbraten
Ahornsirup hinzufügen
Gemüse leicht karamellisieren lassen
Tomatenmark, Kräuter, Gewürze, Weißweinessig hinzufügen
mit gehackten Tomaten und Gemüsebrühe ablöschen
10 Minuten köcheln lassen
Grünkohl unterheben
weitere 15 Minuten köcheln lassen
Bohnen unterheben
abschmecken und servieren

Guten Appetit!

Montag, 17. Januar 2022

Zwei Jahre vegane Ernährung...


...haben mir und meinen Lieben gezeigt, wie vielfältig, bunt, köstlich und gesund die pflanzenbasierte Küche sein kann. Es hat mir ohnehin schon immer viel Freude bereitet zu kochen und zu backen, aber durch die Umstellung meiner Ernährung habe ich die letzten zwei Jahre begeistert experimentiert und geforscht, in Kochbüchern oder im Netz gefundene Rezepte an meine Geschmacksvorlieben angepasst, traditionelle Rezepte "veganisiert", die ich nicht missen möchte. Ich bin sehr glücklich mit dieser Ernährungsform, weil sie meinen Werten entspricht. Vor anderthalb Jahren hatte ich hier schon ein wenig darüber erzählt.

Ebenfalls im zweiten Jahr sind wir SoLawistas der Solidarischen Landwirtschaft = SoLawi Lebendiger Landbau (KLICK) und bekommen wöchentlich regionales, biologisch angebautes, köstliches Gemüse, wie es frischer nicht sein kann. Das motiviert natürlich noch einmal mehr, das Gemüse auf die leckerste nur mögliche Weise zuzubereiten. 

Du möchtest wissen, warum ich meine Ernährung auf die rein pflanzliche Kost umgestellt habe? 

Nur zum Verständnis - ich mochte den Geschmack von Fleisch und Käse und liebe herzhafte Speisen. Gleichzeitig steckte ich jedoch schon länger in einem ethischen Konflikt, der für mich immer unaushaltbarer wurde. Je verbundener ich mich mit der Erde und all den hier lebenden Geschwistergeschöpfen fühlte, umso unvorstellbarer wurde es für mich, diese Wesen aufzuessen. Und das hat nicht nur etwas mit der (sowieso nicht zu vertretenden) Massentierhaltung und den damit verbundenen ethischen und ökologischen Folgethemen zu tun; es geht mir grundsätzlich um das Essen von Tieren und Tierprodukten, das ich vor mir selbst nicht mehr vertreten konnte. Nein, auch nicht der Tiere, die auf Demeter- und Biohöfen leben oder privat und liebevoll gehalten werden... Irgendwann las ich "nicht deine Mama - nicht deine Milch"... Puh... Das erwischte mich kalt, weil ich es als Wahrheit fühlte. Also kam für mich auch das Essen/Trinken von Milchprodukten nicht mehr in Frage. Und gleichzeitig bin ich mir sehr bewusst, dass jede und jeder für sich selbst entscheiden muss, wie Mensch sich ernährt. Ich bin weit davon entfernt, irgendwen missionieren zu wollen und trotzdem freut es mich, dass auch die Allesesser*innen meine Speisen lieben. 

Gerade hatte Rainer Geburtstag und seine Familie zum Brunch eingeladen. Hach... Zweieinhalb Tage konnte ich nach Herzenslust kochen und backen und in Geschmacksrichtungen, Düften, Gewürzen, Farben, Texturen schwelgen. Und Rainers Familie mochte die Speisen sehr und war ganz überrascht, dass veganes Essen so lecker schmecken kann. Das wiederum freute mich so richtig! 


Und jetzt werde ich immer mal wieder ein erprobtes und für köstlich befundenes Rezept mit Dir teilen. 

(Es ist tatsächlich schon anderthalb Jahre her, dass ich genau das hier angekündigt hatte. Sorry, dass es sooo lange gedauert hat. Mein Leben war so reich gefüllt, dass ich kaum Raum und Zeit zum Bloggen hatte. Aber jetzt sind Zeit und vor allem auch Lust dafür zurückgekehrt.)

Herzlich

Deine Jana