Claudia war in diesem Jahr die Initiatorin des Gemeinschaftsprojektes und so lieb, auch die Organisation zu übernehmen. Hier schonmal ein herzliches Dankeschön dafür! Sprich: In den nächsten Tagen wird sie vermutlich von den 30 Paketen der 30 Frauen erschlagen, die so nach und nach bei ihr eintrudeln werden...
Jede Spinnerin entschied sich für eine spinnbare Faser, besorgte die Rohwolle (oder das pflanzliche Material), bereitete einen Teil spinnfertig auf, verarbeitete einen weiteren Teil zu Probesträngen. Ein dritter Teil blieb nur kardiert. Außerdem wurde ein Skript mit wissenwerten Informationen und ein wenig Bildmaterial erstellt.
Ich entschied mich für das Gotländische Pelzschaf, weil ich die Wolle sehr mag - zum Spinnen, Filzen und Färben... Wie gesagt: All diese Faserpakete landen bei Claudia, die sie öffnen und so umverteilen wird, dass jede der 30 Frauen 30 VERSCHIEDENE Faserproben zurückgeschickt bekommt. Eine feine Sache!
Hier als Fotoserie die nötigen Arbeitsschritte. (Das war eine Sache, die meinen Urlaub füllte. Über die anderen erzähle ich so nach und nach...)
Die gewaschene Rohwolle...

Mehrfach kardiert...


Versponnen...

Verzwirnt...

300 Gramm sind fertig...

Zu Ministrängen von je 10 Gramm gewickelt...


10 Gramm Löckchen, 10 Gramm kardiertes Vlies und 10 Gramm gesponnene Wolle zu Portionen gepackt und zusammen mit dem Skript eingetütet...

Morgen geht mein Paket zur Post...
Es tat gut, auch mal wieder zahm und grau zu spinnen. Damit meine Kreativität immer wieder neu erblühen kann, brauche ich ab und an den nährenden Rückzug auf Wiederholung, Vertrautes, Rhythmus, Ordnung, Struktur. Dann fangen die inneren Wildpferde ganz von selbst wieder an zu schnauben und mit den Hufen zu scharren. Sie wollen freigelassen werden, um die nächsten Abenteuer zu erleben. Wild und ungezähmt, galoppierend und voller Lebensenergie, in sich zu Hause und mit dem großen schöpferischen Strom verbunden...