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Dienstag, 11. August 2020

Das Jahreskreisfest der Schnitterin, Lammas, Lughnasad...

 ...feierten wir am vergangenen Freitag. Der Altar in der Jurte wartete bereits...

Diese Zeitqualität ist sooo speziell - vereint sie doch das DANKEN aus tiefstem Herzen und das ERNTEN zum rechten Zeitpunkt mit der Notwendigkeit des Schnittes. Diese Zeit lädt außerdem das NEIN zu all dem ein, was nicht mehr stimmig ist. In jedem Jahr erlebe ich den Schwerpunkt des Festes ein wenig anders. Mal liegt er auf der Fülle und dem Danken, mal beim durchtrennenden Schnitt. In diesem Jahr fühle ich beides gleich-gewichtig.

Ich erinnerte mich an diesem Abend in unserem Kreis daran, wie ich mich vor knapp zwei Jahren aus meiner damaligen Jahreskreisgruppe verabschiedete. Hier (KLICK) hatte ich über den Prozess ausführlicher geschrieben. Dieses NEIN war sooo wertvoll und hat den Frauen, die in der Gruppe geblieben waren, Veränderung und deutliches Wachstum in die eigene Kraft ermöglicht. Das ist für mich ein gutes Beispiel dafür, dass ein NEIN, das erstmal eine Tür schließt, dafür sorgt, dass sich neue Türen öffnen werden. 

Im vergangenen Jahr trafen uns zu sechst einmal monatlich für unsere Transformationsreise. Die Gruppe "Von der Raupe zum Schmetterling" war für ein Jahr konzipiert. Als das Jahr sich neigte, wurde uns klar, was uns unser Frauenkreis inzwischen bedeutet und alle - selbst die aus der Nähe von Hannover anreisende Christine von Dornröschenwolle (KLICK) - wollten ein weiteres Jahr in der Gruppe bleiben. Zu Beginn des Jahres lud ich den Schmetterlingskreis und zwei weitere Frauen zu einem Neujahrsritual ein. Hier fanden wir alle unseren individuellen Kraftsatz, der uns jetzt durch das Jahr trägt und die beiden schnuppernden Frauen bereicherten ab dann unseren Kreis. So schön! In diesem Jahr treffen wir uns nur acht Mal - immer zu den Jahreskreisfesten und so schön es auch ist, die Feste gemeinsam zu feiern, möchte ich im kommenden Jahr wieder zu einem Treffen im Monat einladen. So können wir einander noch näher dran über all die Berge und durch alle Täler, die Herausforderungen und die Freuden des Lebens begleiten.

Nun hat auch dieses Jahr den Zenit längst überschritten. Ich danke von Herzen für diese wundervolle Frauengruppe mit der inspirierenden und erweiternden Energie der so unterschiedlichen Frauen. Auch wenn wir uns aufgrund der speziellen Situation in diesem Jahr physisch nicht so oft sehen konnten, wie wir es geplant hatten, ist die Verbindung da. Und auch wenn zwei Frauen dieses Mal nicht dabei waren, hatten sie gerade durch ihr Fehlen ihren Raum in unserem Kreis. 

Wir trafen uns hier in Ollndorf und begannen das Fest mit dem gemeinsamen Abendessen, bevor wir den Ritualraum mit einer Beifußräucherung öffneten. Wie es weiterging, erzählt Christine so schön auf ihrem Blog (KLICK).

Von mir kommen hier noch ein paar Bilder, die die Eindrücke abrunden.


P.s. Unsere Kraftdecke und mein Karamo (KLICK) verlangen unbedingt nach einem Extra-Post!

Dienstag, 26. März 2019

Zurück aus dem Singdrosselcamp...

...klingt und schwingt, trommelt und summt es so fein in mir nach. Was für ein wunderbarer Start in den Frühling! 


Gemeinsam mit meinem 8jährigen Neffen, meinem geschenkten Sohn und seiner Freundin (den beiden Hamburger Stadtpflänzchen) und vielen Menschen aus dem wilden Volk, denen ich mich schnell verbunden fühlte, verbrachten wir drei Tage draußen auf Martins Platz der Wildnisschule Waldschrat (KLICK) in einem inoffiziellen  und gut besuchten Frühlingsanfangswildniscamp mit dem Schwerpunkt des gemeinsamen Singens und Musizierens. Ich habe kaum Fotos gemacht, weil ich viel zu sehr im Erleben war. 

Aber es gab viele magische Momente, die mich tief erreichten und sich mir als kraftvolle Bilder innerlich einbrannten: 

Am frühen Samstagmorgen stand der Nebel auf der Wildwiese und über dem See und wurde von der aufgehenden Sonne golden durchleuchtet. Das war so zauberhaft, dass ich den Atem anhalten musste, um die Magie nicht zu verscheuchen. 
Die immer wieder auffliegenden Schwäne mit den sooo typischen Singgeräuschen der Flügel... 
Leuchtende Zitronenflatterwesen...
Der Blick in die Universumblauaugen kleiner Babys... 
Der erste Satz, den M. beim Erwachen im Zelt sagte, war: Hast du auch den Specht gehört, Jana? 
Der Moment, als mein tieftrauriger Neffe, der über den unvermeidbaren, nahenden Abschied vom Camp weinte, vom gleichnamigen Greifvogel besucht wurde, der über ihm seine Runden drehte, als wolle er sagen: Wir werden uns hier bald wiedersehen.
Mein Anbaden im eisigen See, bis zum Hals ins Wasser hineinzutauchen und so lange untergetaucht zu bleiben, bis mein Körper dort wirklich angekommen war... Wow! Was für ein Gefühl!
Gespräche mit Herzensfrauen - wie verwandt wir doch auf unserer Lebensreise unterwegs sind...
Unter dem noch fast vollen Mond am Feuer zu sitzen, miteinander zu singen und zu musizieren, im Zelt zu schlafen, Gemüse zu schnippeln und über dem Feuer zu kochen - jede einzelne der Draußenaktivitäten wirkte so entspannend und belebend gleichermaßen. 

Ich freue mich ganz besonders darüber, dass lose Fäden aus meiner Vergangenheit neu verknüpft werden konnten. Ich freue mich über neue Frauen, die ich kennenlernen durfte. Und ich bin soooo glücklich, dass ich im Sommer eine ganze Woche auf dem wunderbaren Platz verbringen darf und noch tiefer ins wild-weibliche Sein eintauchen werde.

Dienstag, 1. April 2014

Trance-Tanz zu Live-Musik am 11. Mai in Lübeck

Live-Trance-Dance

Dreimal bin ich bereits in den Genuss gekommen, zu fantastischer, einfühlsamer, mal sanfter, mal wilder Live-Musik von Dhwani und Rishi in ferne und doch so naheRishi und Dhwani Gefilde entführt zu werden. Und JETZT gibt es die Gelegenheit auch FÜR DICH, denn am 11. Mai werden die beiden Ausnahmekünstler ENDLICH hier im Norden in LÜBECK live zum Trance-Tanz spielen.

ein schamanisches Ritual

Du brauchst keinerlei Vorerfahrungen - einzig einen Körper, der sich gern bewegen mag, einen Hauch Abenteuerlust und das Wissen, dass es so viel mehr gibt zwischen Himmel und Erde, als unser begrenzter Verstand zu erfassen vermag. Wenn Du daran interessiert bist und genauere Informationen haben möchtest, schicke bis zum 7. April eine kurze Mail an mich.

 jana.muchalski@web.de

Dann wirst Du über den genauen Ort informiert und bekommst den Flyer zugeschickt.

Sobald klar ist, dass sich genügend Interessenten angemeldet haben, wird das Event stattfinden. Wenn Du noch weitere Freunde hast, die Freude am Tanz und an echter Musik haben, verbreite die Email gern weiter. Aber – wie das mit den Räumen so ist – haben sie eine begrenzte Kapazität und es gibt auch eine Höchstteilnehmerzahl. Deshalb lieber schneller anmelden…

Und wer von Euch soooo gern dabei wäre, aber zu weit entfernt lebt, dem kann ich diese CD von Rishi ans Herz legen…

Forget Your Limitations

Samstag, 2. November 2013

An alle…

…die auf Email-Post warten und sich wundern, dass ich in der vergangenen Woche nicht einmal PIEP sagte: Der Akku meines Laptops segnete das Zeitliche. Ich bin sehr froh, dass es nicht das Gerät selbst war. (Vermutlich war das ein Wink mit dem Zaunpfahl, um endlich mal wieder eine Datensicherung vorzunehmen.) Jetzt ist ein neuer Akku eingezogen und ich kann nach und nach die Post beantworten.

Auch der neue Kursplan für das Winterhalbjahr wartet darauf, online gestellt zu werden.

GRÜNE FREUDE nannte Sabine ihre Rolags, die sie mir zum Geschenk machte. Dieses so liebevoll verschnürte Päckchen enthielt zehn auf einem Blending Board = Kardierbrett dicht gewickelte Faserröllchen in feiner Zusammensetzung, die das Spinnen besonders abwechslungsreich machten.

Rolags-GRNE-FREUDE-von-Sabine_thumb5

Garn-GRNE-FREUDE_thumb2

Knäuel GRÜNE FREUDE_thumb[3]

Bis dahin interessierten mich die Kardierbretter nicht sonderlich. Nach dem Verspinnen der Wollzigarren war ich (die weder in Spinnforen, noch bei Facebook oder Ravelry aktiv ist, überhaupt wenig im Netz umherguckt und deshalb gar nicht wirklich mitbekommt, was die spinnerte Welt gerade umtreibt) infiziert. Handwerklich geschickte Menschen können es tun wie Alpi (SEHR SCHÖN!). Auf das textile Handwerk spezialisierte Menschen können es sich bestellen - hier z. B. bei Kunst und Keramik. Das tat ich und bin sehr zufrieden!

Heute Abend werden jedoch weder Rolags gewickelt noch versponnen, denn gleich fahre ich nach Kiel zum Trance-Tanz mit Rishi und Dhwani.

Freitag, 16. August 2013

Tönen – Singen – Sein…

Ich entdeckte Sylvias Homepage Ende des vergangenen Jahres "zufällig" auf Aines Blog durch eine gemeinsame Julzeit-Aktion verschiedener Bloggerinnen. Bereits als ich die Website öffnete und ihr erstes Lied hörte, sang sie sich in mein Herz. Daraufhin hörte ich alles, was ich im Netz so finden konnte und war soooo berührt, dass mir die Augen überliefen.

Hier noch zwei Beispiele:

Gesang des Lebens

Wildfang mit Lebensfreude live und pur

Ich schickte Sylvia eine Email und erzählte ihr davon, wie sehr ihre intuitiven Gesänge meine Seele berührten. Gleichzeitig lud ich sie ein, hier in Nordwestmecklenburg einen Workshop im Tönen und Singen zu geben. Und das tat sie am 5. Mai. ;) Es reisten 12 Frauen an. Wir wanderten auf ein nahegelegenes Hügelchen und tönten einen Tag lang miteinander. Sicher kannst Du Dir vorstellen, was das für eine wunderbare Erfahrung war. ALLES durfte sein. Jede Frau war mit ihrer einzigartigen Stimme (auch ihrem Schweigen und Lauschen) willkommen. Es waren sogar Frauen dabei, zu deren Grundüberzeugungen der Satz gehörte: Ich kann nicht singen. Und auch sie erlebten, wie wichtig ihre ganz besonderen Töne waren. Dass genau sie den Boden schufen für die Klanggebilde, die sich aus einem Ton entwickelten und so herzöffnend waren, dass es dafür keine Worte gibt.

Weil es Sylvia hier auch sooo gut gefallen hat, wird sie am 24. August  - Samstag in einer Woche - zum zweiten Mal herkommen. Das Hügelchen wird inzwischen von Pferden genutzt. Deshalb wandern wir diesmal zu einer Linde in der Nähe und werden unter dem Schutz ihrer Zweige tönen und singen.

Hier die Eckdaten im Überblick:

Was? SingSangSamstag mit Sylvia Kirchherr

Wann? Samstag, 24. August 2013, 11.00 - 17.00 mit einer größeren und mehreren kleineren Pausen

Wo? 23923 Niendorf OT Ollndorf, Dorfstraße 8 in NWM

Wer? max. 12 Frauen

Wieviel? 95,-€ Kursgebühr

Und sonst? Bitte einen kleinen Beitrag zum gemeinsamen Büfett mitbringen. Getränke sind vorhanden.

Falls Du kommen und mittönen magst, melde Dich per Email hier an: jana.muchalski@web.de Es sind noch wenige Plätze frei…

Freitag, 28. Juni 2013

1350,00 Euro – DANKE!

Ich bin so glücklich darüber, was mit Eurer Hilfe möglich ist! Inzwischen sind tatsächlich 1350,- € gespendet worden, um die Gruppentrommel für die Patienten der Klinik zum jetzigen Zeitpunkt und nicht erst in einem Jahr kaufen zu können. (Neue LeserInnen können HIER schauen, worum es bei der Spendenaktion ging.)

Inzwischen wurde das Instrument gekauft – die Klinik hat die Trommel vorfinanziert und wird auch einen Teil der Summe tragen. Der andere Teil wird aus den Spenden finanziert und das Übrigbleibende wird zur Seite gelegt, um die Trommel bei Bedarf sofort auch fachgemäß pflegen und warten lassen zu können. Die Trommel ist nämlich nachspannbar, was gut ist, denn sie wird schon sehr beansprucht.

Für mich hat der Ausgang dieser Aktion zusätzlich noch eine ganz persönliche Bedeutung: Er ist mir Motivationsschub für weiteres Engagement und Beweis dafür, dass – wenn wir Menschen uns vernetzen und miteinander in Verbundenheit kommen – gemeinsame Ziele keine Visionen bleiben müssen, sondern lebbare Realität werden. Und jeder einzelne Mensch hat die Möglichkeit, Einfluss zu nehmen und ein wenig dazu beizutragen, dass Menschen und Welt gesunden können. Und das ist einfach wunderbar.

Habt von Herzen Dank für diese Erfahrung und lasst Euch mit einem Bild der Juni-Fülle beschenken!

Juni-Fülle

Bis Sonntag könnt Ihr Spenderinnen und Spender HIER noch einen Kommentar hinterlassen, um an der Verlosung des pflanzengefärbten Regenbogens teilzunehmen.

Montag, 10. Juni 2013

Mit Deiner Unterstützung zur Gruppentrommel –Spendenaktion und Verlosung…

LeserInnen, die mich schon länger begleiten, wissen, dass ich als Ergotherapeutin und Kunst- und Gestaltungs-therapeutin in einer Klinik arbeite, die sich der Rehabilitation drogenabhängiger Menschen verschrieben hat. In diesem Monat geht nun auch meine Fachfortbildung in Kreativer Traumatherapie zu Ende.

Die Zeit trägt Siebenmeilenstiefel, denn inzwischen arbeite ich das 13. Jahr in der Klinik. Es gab immer wieder Veränderungen: Der Träger wechselte, die Chefärzte mehrfach, Konzepte wurden überarbeitet, die Klinik bekam ihre Zertifizierung, liebe Kolleginnen gingen, neue kamen, die Klientel veränderte sich... Was jedoch durch alle Zeiten hindurch blieb, war die Arbeit mit den Menschen, die auf ihrem ganz persönlichen Entwicklungsweg, der sie in die Sackgasse der Sucht geführt hatte, Unterstützung und Begleitung suchten. Ich liebe meine Arbeit. Die Worte “Sucht” und “Suche” sind sich nicht ohne Grund so ähnlich. Dass die Patientinnen und Patienten meine Arbeit auch schätzen, lässt sich daran erkennen, dass meine Therapieangebote gefüllte Wartelisten haben und es eine ganz aktive Mundpropaganda unter der Patientenschaft gibt. Seitdem ich nur noch Dienstag, Mittwoch und Donnerstag für insgesamt 24 Stunden in der Woche arbeite, kann ich 100%ig auch hinter dem Umfang meiner Arbeit stehen. Inhaltlich habe ich ohnehin immer dafür gesorgt, dass ich meinen Werten möglichst entspreche und mich weiter entwickle.

Seit einigen Monaten gibt es eine Therapiegruppe, die auf Menschen mit einer Abhängigkeit von Methamphetamin spezialisiert ist. Eine zweite soll folgen, da der Bedarf so groß ist. Einmal in der Woche arbeite ich im Rahmen der Bezugsgruppenergotherapie prozessbegleitend, d. h. ich greife die Themen, die aktuell in der Gruppe relevant sind,  mit gestaltungs- oder kreativtherapeutischen Medien und Methoden auf. Diese Menschen haben jedoch große Schwierigkeiten, sich über einen längeren Zeitraum zu konzentrieren und die Aufmerksamkeit fokussiert zu halten. Es entsteht häufig eine große Unruhe, die das Miteinanderarbeiten erschwert und mir sagt, dass meine Methoden Erweiterung und Ergänzung brauchen. Also habe ich mich nach einem Medium auf die Suche begeben, das die Menschen auf einer tieferen, leiblichen Ebene erreicht und bin fündig geworden. Ich lernte durch Sabine Weyhe und meinen Trommelbaukurs eine Gruppentrommel für zehn Personen kennen…

Gruppentrommel

…durfte sie zu Testzwecken ausleihen und bin soooo begeistert von den Möglichkeiten, die in diesem beeindruckenden Instrument stecken, dass es nicht in Worte zu fassen ist. Trotzdem will ich versuchen, Euch ein wenig teilhaben zu lassen:

Stellt Euch vor, 10 Menschen, die sich in sich selbst und in der Welt verloren haben, trommeln auf dem Instrument mit dem tiefen, satten Klang, der sich ins Knochenmark schleicht, nichts weiter als einen gemeinsamen Herzschlag. Bum-bum…bum-bum…bum-bum… Und das gaaaaaaanz lange… Es entsteht ein tiefes Gefühl von Zugehörigkeit, Verbundenheit und vibrierender Lebendigkeit, eine Ahnung davon, wie es ist, einen Platz zu haben und gewollt zu sein.

Gruppentrommel Detail

Oder stellt Euch vor, alle 10 Menschen trommeln ihren eigenen Rhythmus. Die Trommel ist mächtig, der eigene Rhythmus droht in der Verschiedenheit unterzugehen. Und plötzlich übernimmt eine Frau den Rhythmus einer anderen. Beide trommeln miteinander, unterstützen sich gegenseitig und schauen sich dabei in die Augen. Die erste Frau beginnt zu weinen und weint und schluchzt ganz bitterlich. Dann sagt sie:  “Das ist das erste Mal, dass ich mich NICHT allein fühle.”  Und während es ihr gelingt, die über Jahre empfundene Einsamkeit zu betrauern, hält die zweite Frau sie im Arm, gleichzeitig trommeln acht Menschen einen sanften Rhythmus, der den beiden Frauen einen tragenden Boden gibt und sich ihnen als schützende und wärmende Decke um die Schultern legt. Nach und nach verebbt das Weinen, beide Frauen bekommen ihren Trommelschlägel wieder, kehren in die Gruppe zurück und nehmen den gemeinsamen Rhythmus auf. Das Trommeln wird kraftvoller und endet in geteilter Freude. Das sind nur zwei der bisher erlebten Situationen…

Ich möchte und werde die Trommel für die Klinik kaufen und vor allem in dieser, aber auch in den anderen Therapiegruppen damit arbeiten. Grundsätzlich wird der Kauf der 1500,- € teuren Trommel von der therapeutischen Leitung, aber auch von unserem Verwaltungsdirektor befürwortet. Allerdings ist es – wie in den meisten Unternehmen – nötig,  geplante Anschaffungen bereits ein Jahr im Voraus in den Budget-Plan einfließen zu lassen. Ich möchte nicht ein Jahr warten und überlegte mir, eine Spendenaktion zu initiieren.

Wenn Du Dich beteiligen und damit den Genesungsprozess suchender Menschen unterstützen möchtest, kannst Du einen Betrag Deiner Wahl mit dem Zahlungsgrund “Gruppentrommel” an den CLEAN e.V. überweisen. Der an die Klinik angegliederte gemeinnützige Verein stellt – wenn gewünscht -  eine Spendenbescheinigung aus, die per Email bei isusemihl@ahg.de  angefordert werden kann.

Hier kommen die Bankdaten:

CLEAN e. V., Sparkasse Mecklenburg-Nordwest, BLZ 14051000, Konto 1200011526, Zahlungsgrund Gruppentrommel, für Spenden aus dem Ausland - IBAN DE97140510001200011526, SWIFT-BIC NOLADE21WIS

Unter allen Spenderinnen und Spendern, die  bis zum 30. Juni hier einen Kommentar hinterlassen, verlose ich diesen pflanzengefärbten Regenbogen…

Pflanzengefärbte Minis 237 g

…bestehend aus 27 verschiedenen Ministrängen mit Pflanzen gefärbter Sockenwolle. (75% Wolle, 25% Poly, Lauflänge 420m/100g, Gesamtgewicht 237g)

Und wenn Du bis hierher gelesen hast – DANKE!

Nachtrag: Aktueller Spendenstand am 15.08.2013 = 1500,00 €. WOW!!! DANKE!

Dienstag, 21. Mai 2013

Meine Trommel…

…ist nun schon über eine Woche fertig, gefühlt gehört sie schon ewig hierher und endlich kommen nun die Fotos…

Meine Trommel Rückansicht

Am zweiten Trommelbau-Kurstag wurden die Schlägel fertiggestellt…

Schlägel trocknen

…die Trommeln zu Ende gespannt, wobei ich mir eine dicke Blase am Zeigefinger erarbeitete. Meine Trommel musste ich im bespielbaren Bereich noch vom Fell befreien; um die Heidschnuckenhäute der anderen beiden Trommeln hatte Sabine sich schon im Vorfeld gekümmert…

Fell abschaben

Die natürliche Imprägnierung macht die Instrumente unempfindlicher gegen Witterungseinflüsse und Temperaturschwankungen.

imprägnieren

Und als sie dann fertig waren und wir uns gestärkt hatten…

Tafeln

…kamen wir nacheinander in den Genuss einer Klangmassage… Was für ein Erlebnis!

Klangmassage für Martina

Trommel

Meine Trommel fertig Rückansicht

Meine Trommel fertig

Meine Trommel

Wenn Du Dir auch eine Trommel bauen willst, sagt und zeigt Sabine es Dir in einem ihrer sehr zu empfehlenden Trommelbaukurse und unterstützt Dich sicher gern.

Sonntag, 28. April 2013

Eine Trommel – meine Trommel…

Der Wunsch, mir eine eigene Rahmentrommel zu bauen, ist schon etwas älter. Er entstand 2009 oder 2010 durch eine Rahmentrommelbegegnung bei und mit Martina in Hamburg. Allerdings bin ich immer gut beraten, die in mir entstehenden Wünsche über einen längeren Zeitraum zu beobachten, um Strohfeuer von Herzenswünschen (die tiefer gehen und weniger mit materiellem Begehren als mit persönlicher Entwicklung zu tun haben) unterscheiden zu können.

Als ich Sabines Website entdeckte, war es ganz um mich geschehen und sie wurde sofort unter meinen LiebLinks abgespeichert. Ihre Trommeln, die Rahmentrommeln ebenso wie die großen PowWow-Gruppentrommeln, die wunderschönen Rasseln, die Knochenflöten, der Schmuck und das Ritualzubehör verzauberten mich sofort. Und wie es manchmal ist, wenn für bestimmte Erfahrungen die Zeit herangerückt ist, kommt der Zufall zu Hilfe und die passende Gelegenheit fällt uns tatsächlich zu. So erlebte ich es auch, als ich von der anderen Martina eine Mail mit der Info bekam, dass Sabine in Heidekaten einen Trommelbaukurs anbieten wird. Das war der letzte Wink. Mehr brauchte ich nun doch nicht, um meine Teilnahme zuzusagen.

Zwischenstand Trommelbaukurs 1. Tag

Am vergangenen Samstag war der erste Kurstag. Sabine hatte die Rahmen aus 6fach verleimtem Hartfurnier bereits vorbereitet, so dass wir sie nur noch schleifen mussten. Ich hatte mir einen Rahmen mit 40 cm Durchmesser bestellt, weil ich besonders auch draußen in der Natur trommeln werde und die kleineren Trommeln das besser vertragen. Die nötigen Arbeitsschritte waren  rhythmisch-meditativer Art, manchmal fummelig und manchmal anstrengend, aber mit jeder weiteren Handlung wurde die Trommel immer mehr zu meiner eigenen.

Pferdehaut zugeschnitten und gelocht

Ich hatte mich ziemlich spontan für ein Pferdefell (es stammt aus achtsamer Notschlachtung) entschieden, weil das von mir favorisierte Rehfell momentan nicht zur Verfügung stand. Dieser Umstand war passend, weil HIER und in anderen Zusammenhängen auch gerade das Pferd aufgetaucht war. Meine Schwester wurde leider so krank, dass sie ihre Kursteilnahme verschieben musste. Sie hätte gern ein Ziegenfell verarbeitet. Martina und Winfried wollten ihre Trommel mit Heidschnuckenfell beziehen.

Heidschnuckenhaut Löcher für Spannschnur

Hier wird die erste Spannschnur eingearbeitet. Danach weiß man wirklich, was man getan hat… Meine Finger habe ich abends durch die ganz neue Art der Beanspruchung gut gespürt.

Pferdehaut Spannschnur einziehen

Sabine gab meiner Pferdetrommel die letzte Spannung für den ersten Tag. In diesem Zustand darf das Fell nun erstmal trocknen.

Pferdetrommel erste Spannung

Am zweiten Kurstag, dem 9. Mai, sind die Felle dann trocken genug, um relativ klangstabil zu Ende gespannt werden zu können. Dann werden noch die Haare abgeschabt; nur der Rand bleibt stehen. Es fiel mir soooo schwer, mich von meiner halbfertigen Trommel zu trennen und sie Sabine wieder mitzugeben!

Wenigstens meinen Schlegel habe ich zu Hause noch ein wenig bearbeiten können. Dafür hatte ich einen Stenz gefunden, geschält, geschliffen und geölt. Jetzt fühlt er sich beinahe samtig an, so dass man ihn gar nicht wieder aus der Hand legen mag. Was das wohl später für das Trommeln bedeutet?

Trommelschlegel Stenz

Sabine habe ich als kompetent und praxiserprobt erlebt, so dass ich sicher bin, jeder Mensch kann unter ihrer Anleitung eine Trommel bauen. Alle Handgriffe sitzen und wirken so organisch, dass schnell deutlich wird, wie viele Jahre Erfahrung dahinter stecken und davon gibt Sabine das Bestmögliche an ihre Kursteilnehmer weiter. Auch mag ich es sehr, wenn Kursleiterinnen so strukturiert und klar sind und eine gesunde Portion Perfektionismus (als unterstützende Antriebskraft und Zielvorstellung, der jedoch nicht entsprochen werden muss) mitbringen.

Abgerundet wurde der Tag durch eine abendliche Runde Tanzen, so dass alle Muskeln nach der vorwiegend sitzend verbrachten Zeit wieder etwas zu tun bekamen. Schön war’s! Danke, Sabine, Martina, Winfried, Pferd, Heidschnucken und Hände!

Montag, 15. April 2013

Reich beschenkt…

…sind Nadja und ich gestern aus Andalusien zurückgekehrt. Der Eindrücke gab es so viele und so nachhaltig berührende, dass ich hier nur ein Wortsammelsurium teilen will, mit dem die Gefährten dieser Reise sicher etwas anfangen können. Euch anderen möge die Fantasie Türen öffnen…

Sonne und Wärme, innen und außen, AUGENblicke, Tanz und Tanz und Tanz, Trommel, Trancetanz…Krafttier, Mut und Freude, Nähe und Angst, Ombú, Schwestern und Brüder, singende Küchenfrauen, köstliche vegetarische Speisen, Meer, Steine, Muscheln, Mandala…

Mandala

Blüten…

Hibiskus

Mittagsblume

…Farben, Duft…

Duft

…Trampolin und Schaukelplattform, Klang, Rhythmus, Tönen, Aramäisches Vaterunser, DANKE!,  Katziiii…

Katziii

…Lachen, Weinen, Jubeln, Harmonieschaukel, Kräuterbank, Mandarinenblüten, Wahrheit, Rehknöchelchen, JA!

Sonntag, 7. April 2013

Ich lobe den Tanz…

…denn er befreit den Menschen von der Schwere der Dinge; bindet den Vereinzelten zu Gemeinschaft.

Ich lobe den Tanz, der alles fordert und fördert: Gesundheit, einen klaren Geist und eine beschwingte Seele.

Tanz ist Verwandlung des Raumes, der Zeit, des Menschen, der dauernd in Gefahr ist zu zerfallen und ganz Hirn, Wille oder Gefühl zu werden. Der Tanz dagegen fordert den ganzen Menschen, der in seiner Mitte verankert ist, der nicht besessen ist von der Begehrlichkeit, nach Menschen und Dingen und von der Dämonie der Verlassenheit im eigenen Ich.

Der Tanz fordert den befreiten, den schwingenden Menschen im Gleichgewicht aller Kräfte.

Ich lobe den Tanz!

Oh Mensch, lerne tanzen, sonst wissen die Engel im Himmel nichts mit Dir anzufangen.

Augustinus - 400 nach Christus

Gemeinsam mit meiner Schwester Nadja steige ich sozusagen gleich ins Flugzeug, um drei Stunden später HIER zu landen. Wir verbringen eine Woche unseres Urlaubs trommelnd und tanzend. Schöööön!

Über den Wolken

Anfragen kann ich erst wieder ab 15. April beantworten. Euch auch eine ganz lebendige Frühlingszeit und bis bald.

Sonntag, 11. Dezember 2011

Getrommelt…

gelacht, getanzt, gesungen, geschlemmt, gefreut, gestaunt, gelebt…

Familientrommeln

Kleiner Winz

Diese unscharfen Fotos sind bereits die schärfsten der unscharfen Fotos, aber das ist gut so, da es hier ja nicht um Gesichtserkennung geht, sondern darum, einen Hauch der Lebendigkeit einzufangen… Und so viel pralles Leben macht einfach keine scharfen Bilder. Rechts seht Ihr den noch nicht mal einjährigen Winz – eigentlich ein kleines Sensibelchen, das bereits auf ein lautes Lachen oder Ausschnauben mit Irritation reagiert. Das lautstarke Trommeln von sieben Djemben jedoch liebte er! Er trommelte mit, sang lautstark und hüpfte tanzend oder tanzte hüpfend. Während der ersten Trommelrunde hatte meine Schwester ihr Tragebaby im Tuch auf dem Rücken, damit beide an der Trommelei teilhaben konnten. Da haben wir ihn glatt in den Schlaf getrommelt. Ich kann es immer noch kaum fassen. Am größten war die Freude, als Fabian die Idee hatte, einen eigenen Rhythmus zu spielen und jeden dazu aufforderte, mit einem dazu passenden ebenfalls selbst erfundenen Rhythmus einzusteigen. Mein ganz großer Neffe meinte: Das machen wir jetzt einmal im Monat!

Samstag, 10. Dezember 2011

Schwesterliches Adventstrommeln

Wie ich mich freue! Gleich werden zwei meiner Schwestern mit ihren Familien zum adventlichen Trommeln und Singen  ins Häuschen kommen.

Kürzlich feierten wir gemeinsam mit einem Frauenfest die erste Menstruation meiner Nichte. Ich hatte ein kleines Ritual vorbereitet und die Mitte mit den Farben der verschiedenen Weiblichkeitsaspekte geschmückt, auch die Elemente bedacht, 28 selbst gemachte Schwimmkerzen in Walnusshälften…

018

…und Djemben mitgebracht. Das Trommeln hat meinen Schwestern so gefallen, dass wir uns dem heute noch einmal ausgiebig widmen wollen. Schööön! (Mir gehört nämlich nur eine der Trommeln, eine andere meiner Tochter und die sechs übrigen muss ich nach der Weihnachtsfeier in der Klinik wieder an die Musiktherapeutin zurückgeben. Sie borgte mir die Instrumente liebenswerterweise aus, damit ich mit Patienten einige Rhythmen einstudieren kann, die wir zur Weihnachtsfeier aufführen werden.)

Es gibt kaum etwas Schöneres, als sich zugehörig und gleichzeitig einzigartig zu fühlen. Das ist das, was wir erleben können, wenn wir einen Rhythmus trommeln, irgendwann ein Solo spielen, dabei vom gemeinsamen Rhythmus getragen und gehalten werden, um im Anschluss in den gemeinsamen Rhythmus zurückzukommen. Ich liiiiebe es!  Euch wünsche ich ebenfalls ein schönes drittes Adventswochenende!