Aus der stummen Zeit um den Jahreswechsel herum gibt es einiges nachzutragen... Hier kommen handgetöpferte und bunt glasierte Keramikseifenschalen, um die wundervollen ertauschten Seifen von Seifenliebe und Spiritssoap auch würdig präsentieren zu können ;)
„Was vor uns liegt und was hinter uns liegt, ist nichts im Vergleich zu dem, was in uns liegt. Wenn wir das, was in uns liegt, nach außen in die Welt tragen, geschehen Wunder.“ Henry David Thoreau
Samstag, 30. Januar 2010
Dienstag, 15. Dezember 2009
Bau Dir Deine LICHTKUGEL aus Ton
Montag, 9. November 2009
Raku - Abenteuer mit Feuer, Wasser, Erde, Luft...
Ein Bericht aus der Ergotherapie: Die Zeit verfliegt... Und wieder ist eine Indikativgruppe der Kreativwerkstatt zu Ende gegangen. Diesmal stand für acht Wochen mit einer Frequenz von zweimal wöchentlich 90 Minuten das Material Ton im Mittelpunkt der gemeinsamen Arbeit. 8 Patientinnen und Patienten lernten zu Beginn der Gruppe verschiedene freie keramische Aufbau- und Gestaltungstechniken kennen und konnten dann der eigenen Kreativität freien Lauf lassen. Den erlebnisintensiven Abschluss bildete ein Raku-Brand, der auf dem Hof der Töpferin Antje Rabe stattfand. Dafür hatte jeder Patient zwei bis drei Werkstücke extra angefertigt. Raku ist eine eindrucksvolle japanische Brenntechnik, bei der die geschrühten (bereits einmal im Elektroofen gebrannten) Gefäße und Skulpturen mittels Gasbrenner in einem speziellen Ofen auf knapp 1000°C erhitzt und im dann rotglühenden Zustand mit einer Rakuzange aus dem Ofen genommen werden. Dann müssen sie zügig in mit Sägespänen ausgelegte Räuchertöpfe gegeben werden. Die Späne entzünden sich sofort, der Deckel wird auf den Topf gelegt und da das Feuer zum Brennen Sauerstoff benötigt, entzieht es dem (eigentlich weiß ausbrennenden) Ton an den unglasierten Stellen den Sauerstoff, wodurch es zur Schwarzfärbung kommt. Typisch für Raku ist der Krakelee-Effekt der Glasur, der durch die schnelle Abkühlung entsteht.
Hier eine kleine Bilderserie, die vielleicht einen Eindruck des Abenteuers vermittelt...
Bild oben: Ein Blick in den glühenden Ofen... Bild unten: Auf dem Rand des noch warmen Ofens trocknet die Glasur der Gefäße für den nächsten Brand.
Meine schwere glühende Kugel haben wir lieber gemeinsam aus dem Ofen gehoben...
...und in den Räuchertopf gelegt.
Die Späne entzünden sich sofort...
Auch die anderen Räuchertöpfe wurden gefüllt...
Um den Krakelee-Effekt zu verstärken, gibt Antje punktuell zusätzlich Sägespäne auf die heißen Tonarbeiten...
Nach einer Phase der Abkühlung im Topf dürfen die Gefäße an der frischen Luft noch ein wenig nachkühlen...
...bevor sie mit Schwämmen im Wasser geputzt werden und sich in ihrer wahren Schönheit zeigen.
Hier die Ergebnisse des Tages...
Leider kann ich Euch aus Schweigepflichtsgründen kein Foto der stolzen Gruppe zeigen, aber sicher könnt Ihr Euch vorstellen, dass diese Ergebnisse zufrieden machen. Na? Habt Ihr Feuer gefangen?