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Montag, 8. April 2019

Geschichte des Tages 2 - Lebendigkeit

"Frage nicht, 
was die Welt braucht. 
Frage dich selbst, 
was dich lebendig macht, 
und gehe und tue das, 
denn was die Welt braucht, 
das sind Leute, 
die lebendig geworden sind." 

Howard Thurman 

Und was ist das nun - Lebendigkeit? 
Wann erlebst du dich als wirklich lebendig? 


Heute bin ich vor 5.00 Uhr früh erwacht, habe mir eine Plane geschnappt sowie Isomatte und Schlafsack und bin damit in den Garten gegangen. Eingekuschelt habe ich mich vom Morgengesang des gefiederten Volkes mitnehmen und im Inneren berühren lassen. So viel Lebensfreude und Lebendigkeit! Über mir im Pflaumenbaum saß der Amselmann und sang sein schönstes Lied. 

Und so eindrücklich, wie das aus feinsten Grauschattierungen bestehende Gemälde der Dämmerung nach und nach wieder Farbe eingehaucht bekam. Ja, ich kenne es so gut, dass die Wiederholung des immer Gleichen mir Sicherheit schenkt und sich gemütlich anfühlt. Und doch verliert mein Leben bei zu viel Gewohnheit an Farbe. Um lebendig zu bleiben, brauche ich die Schritte aus der Komfortzone heraus, darf ich immer wieder Erfahrungen einladen, die neu für mich sind und mich ein Stück herausfordern.

Hier (KLICK) erzählte ich dir von Transformation und meinem inneren Ringen zwischen dem ALTEN und dem (mir noch unbekannten) NEUEN und hier (KLICK) schrieb ich vom Vertrauen und der Hingabe an das Leben. Das hört sich widersprüchlich an. Also was stimmt nun? 

Beides! Veränderung geschieht. Immerwährend. Ich kann sie also willkommen heißen, mich mit einem lauten Jauchzer in den Fluß der Lebendigkeit  hineinwerfen und in meinem Leben entwicklungsfördernde Bedingungen schaffen oder ich kann Veränderung zu verhindern suchen und festhalten - am Alten. In diesem Fall kreiert das Leben belastende Wiederholungssituationen, Krisen, Krankheiten, Verluste... Kennst du das?

Mal bin ich mutiger, mal ängstlicher. Mal sage ich voller Freude JAAAAA zu neuen Erfahrungen, mal richte ich mich für eine Zeitlang im Gewohnten ein, bis der innere Ruf unüberhörbar wird. Gerade JETZT spüre ich die Kraft des Neuanfangs, die der frische Morgen, die der Frühling mitbringen. 

Morgendliche Frühlingsgrüße wehen zu dir

JANA

Samstag, 6. April 2019

Geschichte des Tages 1 - Gestern erzählte ich dir...

...von meinem aktuellen Zustand zwischen ALT und NEU, vom Nichtwissen und auch vom - geplanten - Dialog zwischen dem Alten und dem Neuen. Nachmittags machte ich mich also auf in meinen Sitzplatzwald, um mir dort jene zwei Plätze einzurichten und zu lauschen, was sich mir da zeigen will. Bereits auf dem Weg dorthin wurde ich sehr langsam, schnupperte hier, lauschte den vielen Vogelstimmen, verweilte dort, knabberte ein wenig Knoblauchrauke, bewunderte den Blütenteppich der Buschwindröschen und ihre zarten Köpfchen, atmete die feine frische Waldluft ein und genoss den Frühlingsduft. 

Ich begrüßte meinen Sitzplatzbaum und richtete mir in der Nähe mit zwei SitzFELLchen zwei Plätze ein und saß noch ein wenig auf dem Beobachterplatz. Als ich da so saß, wurde ich unsäglich müde. So müde, dass ich mich auf den Boden sinken ließ und einschlief. Als ich wieder erwachte, sah ich dieses Bild vor Augen und war im ersten Moment ganz verwirrt...


Nachdem ich mich aufgesetzt und an mein eigentliches Vorhaben erinnert hatte, musste ich schmunzeln. Mein Blick fiel auf dieses junge Leben, das aus dem toten Vorjahreslaub hervorspitzte und ich verstand, dass ich mich dem Leben hingeben und tief ins Vertrauen sinken darf, dass mir das Leben selbst zum rechten Moment die Richtung zeigen wird. Meine Aufgabe ist es jetzt, für gute Bedingungen zu sorgen, so dass Entwicklung geschehen kann.



Herzlich grüßt dich

JANA