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Samstag, 24. Oktober 2026

Rückblick auf das 4. Lebensweise Wildniscamp

Danke für die berührende gemeinsame Zeit auf dem Platz der Wildnisschule Waldschrat. Fein, tief und verbunden klingt sie in mir nach. Die Verlangsamung und das im Moment wirklich präsent sein, wirken weiter und weben sich in meinen Alltag ein. Gerade jetzt, Ende Oktober, dient es mir sehr, ganz in diesem Augenblick anzukommen. Ich übe nach wie vor, mich vom Leben führen zu lassen, mich ganz anzuvertrauen und mich immer wieder neu dem Nichtwissen hinzugeben. 




Danke für unser Zusammenwirken in all unserer Einzigartigkeit. Danke für die vielen gesungenen Lieder und Dein Gitarrenspiel, M., Dein Trommeln auf der universellen Schüssel, M., das Kochen und Genießen des wundervollen Essens, den ersten Kaffee am Morgen und die weiteren, die Lichtspiele und die klare Luft. Danke für das tägliche Eintauchen in den See, die Begegnung mit der Gottesanbeterin.
 


Danke für das bewegende Ritual im Lavvu, die Kraft der Muttertrommel und Deine Stimme, A. Danke für Dein Lachen und die schönen Impulse, A. Danke für Deine Authentizität und Dein Dich Zeigen, K. Danke für Dein morgendliches Wasserholen und Kaffeekochen, A. Danke für den Sturm, den Wald, den heimelig geborgenen Platz dort, danke für den Einblick in das Krötenuniversum. Danke für den Reichtum, den gelebten echten Wohlstand. 

DANKE für UNS!





Hier zwei Feedbacks von Teilnehmerinnen: 

S. schrieb: 

"Ich bin froh und dankbar für diese wunderbare Woche mit Euch allen! Es war ein großes Öffnen und Verweben: Öffnung in die lebendige Umgebung zu Schilf und Wasser, Wald und Vögeln (insbesondere den Käuzchen!), Wind, Sonne, Wolken, Regen... Öffnung in unsere eigenen inneren Themen und Öffnung füreinander im Kreis. Es entstand so viel Bewegung. Bewegung unserer eigenen Themen, dem Mitbewegen und Bewegtsein von den Prozessen der anderen. So viele Möglichkeiten mitzufühlen und in den Spiegel zu schauen. Ganz besonders dankbar bin ich für das berührende Ritual, in dem jeder und jede einen ganz eigenen Raum erfüllte und gestaltete und wir alle beitrugen und gehalten waren von den Klängen der großen Trommel in der Nacht. Ich bin erfüllt von der Schönheit dieser Tage und hüte ihre Impulse und Einsichten."

M. schrieb:

"Ein wundervoller Natur-Ort zwischen Bade-, und Anglerseen erwartete uns. 2 Lavvus und die Verpflegungs-Jurte liegen idyllisch eingebettet zwischen Wiese, Schilf und Wald. Ein Kiefernzapfenkreis in Vorbereitung auf ein Begrüßungs-Ritual und freundliche Willkommensrufe führten zu einem Gefühl von vertrauenerweckendem Willkommen-geheißen-SEIN.

Ich spürte sofort: „Ja, hier bin ich richtig. Das wird eine gute Zeit für mich.“ Und es fühlte sich ein wenig wie Nachhausekommen an, ohne dass ich den Ort vorher kannte.

Was hat mir das Camp geschenkt?

Ruhe und Zeit zur Besinnung, ein Ankommen in mir und im Leben, eine Auszeit mit all der Schönheit, all den Wesen an diesem besonderen Ort. Tiere, Baumwesen, die sich zeigten und mit uns kommunizierten, Botschaften übermittelten oder weitergaben.

Es schenkte mir ein Ritual, um mich im Seelenbereich zu verankern und um ganzheitlich und naturverbunden unterwegs zu sein. Es führte mich raus aus dem Kopf und Funktionieren und rein ins Herz, ins SEIN. Ich erfuhr einen Raum tiefer Reflexionsmöglichkeit, tiefem MICH-ANVERTRAUEN-KÖNNENS gegenüber den Coach-Frauen (besonders Jana, der Mutter des Camps), der Gruppe, dem Ort und der Natur. Ein Mich-fallenlassen-können ermöglichte viel Heilung auf tiefer Ebene.

Durch all das kam ich immer mehr in meine Kraft, in meine Sicherheit und wohltuende Authentizität. Wir alle bewegten uns mehr und mehr in der Beziehungsschicht miteinander. Ich erlebte ein leichtes, freudiges fließendes Miteinander und achtsames füreinander DA-SEIN, einen Fluss der unterschiedlichen Gaben und Fähigkeiten, die ineinanderflossen. Ich konnte erfahren, was es heißt, sieben Tage in einer gesunden Gemeinschaft zu sein und miteinander in tiefen Prozessen zu reifen und zu wachsen. Eine Gemeinschaft, in der Geben und Nehmen, das sich Einbringen und Mitgestalten und eigene Freiräume achtend und wahrnehmend, ausgewogen waren und jede(r) eigene Gaben einbrachte und dadurch eine so große Vielfalt, Buntheit, Kreativität, Berührtheit, Verständnis und Verbundenheit entstanden, was sehr heilsam war – persönlich, wie kollektiv.

Am Ritualabend, den jedeR zu einem eigenen Thema gestaltete, während sich alle anderen im Kreis liebevoll zur Verfügung stellten, wurde es dann stark erfahrbar, wie tief wir in den Seelengrund getaucht waren. Welch eine Offenbarung, welch eine Ekstase in jedem Ritual! Es war zutiefst berührend und heilsam.

Unsagbar genährt hat mich unsere Schwesternschaft und Frauenverbundenheit, unsere tiefe Frauen-Austausch-Runde mit der starken weiblichen Energie, unterstützt durch die zarte, tragende männliche Energie.

Gestärkt hat mich das Anpacken, Holz sägen, fürs Feuer sorgen und überhaupt das tägliche Feuer machen, Feuer hüten, am Feuer sitzen, heißes Wasser bereiten.

Tief in meinem Wurzelgrund wurde ich von den oft starken Elementen, der heißen Sonne der ersten Tage, dem Regen und dem Wind in manchen Stunden, der Dunkelheit mit den Sternen und der Mondin am Himmel und der ganz dunklen Nacht berührt.

Das Sitzen und Ruhen und in Verbindung sein mit der Erde - all das bewegte mich und meine Themen, mein DA SEIN mit und ich fühlte mich eingebettet in etwas Größeres. Es war ein MIT-DEN-ELEMENTEN-SEIN in großer Verbundenheit und ein MITEINANDER WEITER GEHEN und immer wieder das Leben empfangen.

Ich bin zutiefst dankbar für diese besondere Zeit. Mein Dank gilt allen, die dabei waren und die es möglich machten - all den Wesen, all den Wettern, dem schönen Ort."

Samstag, 15. August 2026

Bald startet das 4. Lebensweise Wildniscamp

Ihr Lieben, 

nur noch gut zwei Wochen und dann treffen wir uns ENDLICH auf der wilden Wiese der Wildnisschule Waldschrat (KLICK), um uns am Sommer satt zu trinken. Auch wenn es hier heute sonnig und heiß war, herbstelt es bereits. Die Felder sind abgeerntet, die Brombeeren reif, die Beeren der Ebereschen leuchten tief orange. Und abends riecht es auf diese besondere Weise - der Sommer wird alt.
 
Wir sind in diesem Jahr eine kleine Gruppe. Eine ganze Woche haben wir Zeit zum Verlangsamen, Zeit, um in uns selbst, beieinander, in wundervoller Natur anzukommen und unsere Verbindung zu vertiefen. 
 
Ich freue mich auf abendliche Lagerfeuer (wenn die Waldbrandwarnstufe es zulässt), das Singen unzähliger Lieder, das tägliche Schwimmen im See, innige Gespräche, den Sommerduft der Kiefern, das Stromern durch den nachbarlichen Wald, die Begegnung mit tierischen und pflanzlichen Einheimischen, regelmäßige Bewusste Entladung, das gemeinsame Kochen, Kuschel- und Kreativzeiten, Medizinwanderungen und die anschließenden Spiegelungen im Kreis, Redestabrunden, in denen wir aus dem Herzen sprechen und mit dem Herzen lauschen, die Schönheit des nahen Moores, wechselnde Himmel, das Kreisen der großen Gefiederten über dem Platz, die mütterliche Erde unter meinen nackten Füßen. 

Niemals werde ich vergessen, wie ich so nah neben dem Biber durch den See schwamm, dass ich seine Schnurrhaare sehen konnte und mich - wie hypnotisiert - kurz vor seiner Biberburg wiederfand. Niemals werde ich vergessen, dass im letzten Jahr beim Campbeginn ein vollständiger Regenbogen den Platz umspannte, als wolle er sagen, in diesem Camp werden alle Farben leben. 

Niemals werde ich vergessen, wie wir Frauen unsere einzigartigen, so unterschiedlichen Körper mit nasser Erde bedeckten und in unseren Erdhäuten voller Lebensfreude über den Platz liefen. Ich bin sehr gespannt, was wir in diesem Jahr für Erfahrungen machen werden. Bring Deine Bedürfnisse mit! Wir werden ihnen lauschen und daraus gemeinsam ein erlebnisintensives Camp kreieren. 

Vielleicht liegen wir wieder nackt auf der wilden Wiese und lassen uns von der Sonne küssen?


Ganz sicher werden wir gemeinsam köstliches einfaches Essen kochen und genießen. 



Wir werden am Feuer sitzen, singen und Geschichten teilen, einander durch unser Sein berühren, Gemeinsamzeit leben und schmecken, wie es ist, wirklich DA zu sein - fühlend, spürend, verkörpert.



Sonntag, 2. Februar 2025

Wildniscamps und Seminare 2025


Was?                          

Wann?                  

Wo?               

Flyer zum Anklicken

 

Wir feiern die JAHRESKREISFESTE und verbinden uns tiefer mit den natürlichen Zyklen – geschlossene Jahresgruppe für Frauen

2025 ausgebucht

Du kannst Dich auf die Warteliste für 2026 setzen lassen. Schreib mir dafür an janamuchalski@email.de


 

Neujahresritual mit Medizinwanderung und Kraftsatzfindung

11. Januar 2025, 10.00 – open end

jeweils freitags von 18.00 – 22.00 Uhr

Imbolc – 31.01.2025
Ostara – 14.03.2025 
Beltane – 02.05.2025
Litha – 20.06.2025
Lughnasad – 01.08.2025
Mabon – 26.09.2025
Samhain – 31.10.2025
Yule – 19.12.2025

 

Natur und Jurte im Garten

Ollndorfer Hufe 8
23923 Siemz-Niendorf

INFOS (KLICK)

 

VOLLMOND-FEUER-SINGEN

Gemeinsam singen wir einfache Lieder aus aller Welt

Du brauchst keine Vorerfahrungen.

Sei mit deiner einzigartigen Stimme von ganzem Herzen willkommen! 

 

 


Jeweils von 19.00 – 21.00 Uhr


Mittwoch, 12. Februar, 
Sonntag, 13. April, 
Montag, 12. Mai, 
Mittwoch, 11. Juni, 
Donnerstag, 10. Juli, 
Samstag, 09. August,
Mittwoch, 05. November, 
Donnerstag, 04. Dezember 2025


 

 

 

 

Feuerplatz und Jurte im Garten

Ollndorfer Hufe 8
23923 Siemz-Niendorf

INFOS (KLICK)

 

LEBENSWEISE REGIONALGRUPPE
NORDLICHTER

Gruppe für gemeinsame Praxis und lebendigen Austausch rund um die Arbeit von Vivian Dittmar (KLICK) im norddeutschen Raum, Begegnungen auf Augen- und Herzenshöhe erleben, Bedürfnisräume öffnen, echten Wohlstand genießen

Bei Interesse an einer Teilnahme als Gast melde Dich per E-Mail oder Telefon.  

 

 

 

 

jeweils freitags von 18.00 – 22.00 Uhr

24.01., 14.02., 07.03., 11.04., 23.05., 13.06., 25.07., 15.08., 19.09., 17.10., 21.11., 12.12.2025 

Menschen, die von weiter her anreisen, können mit Isomatte und Schlafsack in der Jurte übernachten. Für sie endet das Nordlichter-Treffen am Samstag nach dem gemeinsamen Frühstück.


 

 

 

 

Jurte im Garten

Ollndorfer Hufe 8
23923 Siemz-Niendorf



INFOS (KLICK)

 

GEMEINSAM RAUS – REIN INS LEBEN

3. Wildniscamp für ehemalige (jetzt clean lebende) Drogenkonsument*innen, die mehr vom Leben wollen


 




Donnerstag, 15.05.2025, 16.00 bis 
Sonntag, 18.05.2025, 14.00 Uhr


 



 

 

 


Platz der Wildnisschule Waldschrat in Brandenburg
15372 Müncheberg OT Hoppegarten

https://wildnisschule-waldschrat.de


INFOS (KLICK)

 

ZURÜCK IN DIE EIGENE KRAFT

Ein nährendes, entspannendes und belebendes Wochenende im Frauenkreis


 

Freitag, 18.07.2025, 16.00 bis Sonntag, 20.07.2025, 14.00 Uhr

 

Natur und Jurte im Garten

Ollndorfer Hufe 8
23923 Siemz-Niendorf 

 

 INFOS (KLICK)


Internes 
LEBENSWEISE WILDNISCAMP
für Menschen der Lebensweise Community




Samstag, 23.08.2025, 16.00 bis Donnerstag, 28.08.2025, 14.00 Uhr

Platz der Wildnisschule Waldschrat in Brandenburg

15372 Müncheberg OT Hoppegarten

https://wildnisschule-waldschrat.de



 

NATÜRLICH mit Herz und Körper -  Wildniscamp für Therapeut*innen und Menschen, die mit Menschen arbeiten

Die Begegnungen bereichern und beleben

 

 

 

Donnerstag, 09.10.2025, 16.00 Uhr – Sonntag, 12.10.2025, 14.00 Uhr

 


 

 

Platz der Wildnisschule Waldschrat in Brandenburg

15372 Müncheberg OT Hoppegarten

https://wildnisschule-waldschrat.de


INFOS (KLICK)

 

DER EMOTIONALE RUCKSACK - nach Vivian Dittmar 

Tagesworkshop

Wie aus emotionalen Altlasten neue Freiheit, Lebendigkeit und Verbundenheit entstehen kann 

(Weitere Veranstaltungsorte und Termine mit anderen Menschen aus dem Lebensweise Team sind HIER zu finden)





Sonntag, 19.10.2025,
10.00 – 18.00 Uhr 





Sonntag, 26.10.2025,
10.00 – 18.00 Uhr 





Sonntag, 16.11.2025
10.00 – 18.00 Uhr 


MEDIAN Klinik Mecklenburg
Blumenstraße 3, 
19217 Rehna
OT Vitense-Parber


Am Tempelhofer Berg 7D, 10965 Berlin-Kreuzberg



Rübenkamp 227, 22307 Hamburg

INFOS (KLICK)









Dienstag, 28. Februar 2023

Wildniscamps und Seminare 2023


Wenn Dich eine der u. a. Veranstaltungen interessiert, klicke auf den Titel und es öffnet sich der Flyer für mehr Infos. 

Ich freue mich auf Dich!

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Wir feiern die JAHRESKREISFESTE (KLICK) und verbinden uns tiefer mit den  natürlichen Zyklen – Geschlossene Jahresgruppe für Frauen  

Natur in NWM und Jurte im Garten 

Ollndorfer Hufe 8
23923 Siemz-Niendorf
OT Ollndorf

2023 AUSGEBUCHT

Wenn Du Dich für 2024 vormerken lassen möchtest, schicke mir gern eine Mail an jana.muchalski@web.de

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LEBENSWEISE REGIONALGRUPPE NORDLICHTER

Gruppe für gemeinsame Praxis und lebendigen Austausch rund um die Arbeit von Vivian Dittmar im norddeutschen Raum, Begegnungen auf Augen- und Herzenshöhe erleben, Bedürfnisräume öffnen, echten Wohlstand genießen 

Natur in Mecklenburg und Jurte im Garten

Ollndorfer Hufe 8
23923 Siemz-Niendorf
OT Ollndorf

Termine an folgenden Freitagen von 18.00 - 21.00 Uhr:

31. März, 21. April, 19. Mai, 09. Juni, 07. Juli, 18. August, 08. September, 13. Oktober, 17. November, 15. Dezember 2023 

Nur für Lebensweise Community Mitglieder (KLICK)

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NATÜRLICH mit HERZ und KÖRPER - 
Ein WILDNISCAMP für THERAPEUT*INNEN (KLICK)

Die Therapie bereichern und beleben

Mo., 24.04.2023, 16.00 Uhr - Do., 27.04.2023, 14.00 Uhr

Auf dem Platz der Wildnisschule Waldschrat, Brandenburg
15374 Müncheberg OT Hoppegarten

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3. Wildniscamp für ehemalige (jetzt clean lebende) Drogenkonsument*Innen, die mehr vom Leben wollen...

Mo., 04.09.2023, 16.00 Uhr - Do., 07.09.2023, 14.00 Uhr

Auf dem Platz der Wildnisschule Waldschrat, Brandenburg
15374 Müncheberg OT Hoppegarten

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Sonntag, 19. Februar 2023

ALLES IST SCHON DA - Mein Rückblick auf das Frauencamp im August 2022...

...beginnt, indem ich meine Augen schließe und Sinneseindrücke erinnere: den Duft von Feuer und Beifußrauch, den Regenbogen, der den Platz wie ein Omen überspannte, nachdem alle Frauen in einer ersten Redestabrunde ihre Intentionen geteilt und verraten haben, was sie in das Frauencamp gelockt hatte... 

Ich sehe vor meinen inneren Augen nochmals den Flug des Seeadlers über den Platz...


                                                                                                                  Foto: Anja Waldaugen

...spüre meine Füße im nach dem nächtlichen Regen feuchten Boden, Vogelknöchelchenzartes und ganz Erdiges in Umarmungen, bestaune die Glühwürmchen auf unserer Wanderung durch die Nacht, lausche den Rufen des Käuzchens, lasse mich von unseren täglichen Dankbarkeitsbekundungen wärmen, die sich wie Balsam über den Platz ergießen, erinnere die Forschungsfragen, die wir gemeinsam bewegt haben, tanze zart und wild, höre nochmals die vielen gesungenen Lieder und das Geräusch der Sägen beim Vorbereiten des Feuerholzes, erlebe die von den Frauen selbst gestalteten Zeremonien am Abschlussabend, genieße das Schwimmen im Kesselsee, schmunzele über den Räuber, der sich in unserem Beisein über den Bio-Abfalleimer hermachte.


Was für eine reiche und nährende Zeit! Ja, alles ist schon da. Hier ein paar Impressionen für die Augen und das Herz...











Ich danke so sehr meinen beiden verlässlichen Teamfrauen Alex und Anja. Und auch Dir danke für Deine Unterstützung, liebe Doreen. 


Mich durchströmt ein tiefes Vertrauen, dass wir Menschen auf dem Weg sind, immer wahrhaftiger wir selbst zu werden und einander dabei zu unterstützen. Manchmal durch eine warme Umarmung, manchmal dadurch, dass wir einander die Knöpfe drücken, manchmal dadurch, dass wir unsere Verhaltens-, Denk- und Fühlmuster wahrnehmen, erforschen, zulassen oder hinterfragen, manchmal, indem wir mit offenem mitfühlendem Herzen einander lauschen, anteilnehmend Raum halten und innere Friedensarbeit machen, immer im Wissen, eine jede gibt auf die für sie mögliche Weise. 

Ich fühle mich zutiefst verbunden - mit mir selbst, mit den Frauen, mit all den natürlichen Geschöpfen, die mit uns den Platz belebten und bewohn(t)en, mit der Erde und der Luft, dem Feuer und dem Wasser, dem alles innewohnenden Geist, der Liebe, die ALLES einschließt.

Danke 

Deine Jana


Sacred woman I am
with bare feet I walk
across the river stones
water in my blood
and the earth in my bones
I tent a fire in my heart
so I am never alone
sacred woman I am
T + M: Kate Sutherland

Dienstag, 5. April 2022

Zurück vom Outdoor-Erste-Hilfe-Kurs...

 ...fühlt es sich bei jeder Erinnerung an die Erfahrungen des Wochenendes immer noch so an, als ob eine Menge Adrenalin durch meinen Körper flitzt. Puh... Was für ein Erlebnis! 


Aber der Reihe nach... 

Von Freitag 11.00 bis Sonntag 16.00 hatten Stefan Prescher, Christian Dost und Mathias Sblewski von EARTHTRAIL KLICK zum Erste-Hilfe-Outdoor-Kurs eingeladen. Bei Chorin auf dem Platz der Wildnisschule Berlin...


...trafen wir uns als bunt zusammengewürfelte Gruppe von Menschen, ebenso viele Männer wie Frauen. Aus den unterschiedlichsten Gründen wollten wir befähigt sein, auch dort Erste Hilfe leisten zu können, wo so schnell kein Rettungswagen landen kann. 

Ich leite nun schon seit Jahren Wildniscamps und Waldtage und habe dieses Thema immer vor mir hergeschoben. Klopf auf Holz! Bis jetzt ist auch noch nie ein Unfall o. ä. passiert. Nachdem aber im letzten Jahr ein Wildniscamp-Teilnehmer auf einen riesigen brüchigen Baum geklettert und beinahe herabgestürzt war und ein anderer hoch aufgestapelte Baumstämme als Schwelle für eine Medizinwanderung genutzt hatte, war mir mulmig geworden. Gut, dass ich es erst im Nachhinein erfahren hatte! Ich wollte mir nicht einmal vorstellen, was da hätte passieren können...

Auf die Frage in der Eingangsrunde, wie lange unser letzter Erste-Hilfe-Kurs zurückläge, konnte ich nicht antworten. Ich hatte keine Erinnerung daran. Und das lag nicht daran, dass ich keinen absolviert hatte, denn als Mitarbeiterin einer Klinik bin ich dazu verpflichtet, alle zwei Jahre einen Erste-Hilfe-Kurs zu besuchen. Es lag einfach daran, dass es keine Erfahrungen waren, die mit Gefühlen, Sinnes- und Körpereindrücken verbunden waren. Und das, was nur meinem Kopf vermittelt wird, vergesse ich bald wieder.

Jetzt habe ich das erste Mal überhaupt die Zuversicht, bei einem Unfall Erste Hilfe leisten zu können. Wie es dahin gekommen ist? Das hat mit dem ebenso genialen wie krassen Konzept dieses Kurses zu tun. 

Am ersten Tag wurde ein Rettungsteam aus 3 Teilnehmer*innen gebildet. Was es damit auf sich hatte, sollten wir bald erfahren. Irgendwann gellte ein markerschütternder Schrei über das Gelände. Das erste Rettungsteam war gefordert und kam bei folgendem Unfall zum Einsatz: Eine Frau war von einer Leiter gestürzt und hatte sich am Kopf eine blutende Wunde zugezogen. Nachdem Erste Hilfe geleistet worden war, wurde das Vorgehen des Rettungsteams an diesem konkreten Fall reflektiert.

Danach kamen wir erneut zum Kreis zusammen und der Unterricht von Stefan oder Christian ging weiter, jedoch nicht ohne zuvor ein nächstes Rettungsteam gewählt zu haben. Es wurde Abend und dunkel. Irgendwann knallte es, als ob ein Auto an einen Baum gekracht war. Das zweite Rettungsteam, dem auch in angehörte, lief in den nahe gelegenen Wald. Wir kamen an einen Wildzaun, fanden den Ausgang nicht und mussten klettern. Und wirklich - ein Kleinbus war gegen einen Baum gefahren. Der Fahrer, ein Mann mit Schmerzen in der Brust und im Arm kam uns entgegen und wurde von einem ersten Rettungsteammitglied versorgt. Er hatte einen Herzinfarkt erlitten und dadurch die Kontrolle über das Auto verloren. Ein Mann aus unserem Rettungsteam lief zur Fahrerseite und stellte den Motor ab. Ich rannte zur Beifahrertür und kümmerte mich um die verletzte Beifahrerin, die einige Zähne verloren hatte, aus dem Mund und am Kopf blutete und ein Schädel-Hirn-Trauma davongetragen hatte. Auch ihr Bein war gequetscht und eingeklemmt. Irgendwann fing das Auto an zu qualmen und zu brennen. So mussten wir die verletzte Frau aus dem Auto heben und wegtragen, um sie und uns in Sicherheit zu bringen. Und dann kam doch tatsächlich die Feuerwehr mit Tatütata und Blaulicht in den Wald und die Situation wurde vom Team beendet. Puh...

Und so verlief das Wochenende. Es gab gut strukturierten, fachlich fundierten und gleichzeitig humorvollen Unterricht zu diverse Erste-Hilfe-Themen. Ja, es war viel Stoff und Pausen gab es wenige und nur kurze. Und trotzdem waren die Inhalte eingängig, da es immer wieder Unterbrechungen durch eindrückliche Szenarien gab, an denen wir Erste Hilfe praktisch trainieren konnten. So lag eine Frau unter einem umgestürzten Baum, ein Mann hatte halluzinogene Pilze konsumiert, es gab Unterkühlungsopfer und eine vom Baum gestürzte Schatzsucherin. großflächige Verbrennungen mussten ebenso versorgt werden wie Menschen, die ohnmächtig geworden waren oder unter Schock standen. Ein eindrücklich und bis in die Details inszeniertes Szenario folgte auf das nächste und immer dann, wenn wir es am wenigsten erwarteten. Die Statist*innen gaben alles. Die Maske war so überzeugend, dass ich (als ehemalige Maskenbildnerin) nur staunen konnte. Der Betrunkene, der beim Pinkeln in den Teich gestürzt war, stank derart nach Fusel und erbrach sich dann auch noch. Ziemlich realistisch und so waren alle Sinne in die Erfahrungen einbezogen. Die Gruppe wurde oft in das jeweilige Szenario mit integriert. Und es war eindrucksvoll, wie die Souveränität der Teilnehmer*innen beim Erste-Hilfe leisten wuchs.

Zwischendurch haben wir in Partnerübungen das Anlegen von Schienenmaterial ebenso geübt, wie den Bodycheck, die Anamnese sowie diverse Tragetechniken für Verletzte. 

Und abends gab es ein gut gehütetes Feuer in der Jurte. 

Ich lerne am besten über direktes Erfahren und Erleben. Wenn mehrere Zugangskanäle aktiviert sind, ist das Gelernte nicht nur für den Moment präsent, sondern wird verinnerlicht. 

Also ein ganz herzliches Dankeschön an das Team von Earthtrail...


...und an all die involvierten Statist*innen für das Engagement, die Begeisterung, die Organisation, die Lebendigkeit des Kurses. Ich werde wohl keinen anderen Erste-Hilfe-Kurs mehr besuchen können, ohne leise zu entschlummern...