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Dienstag, 10. Mai 2022

Meine diesjährige Draußenzeit...

 ..beginnt heute. Juhu! Später werde ich dir davon erzählen, wie ich sie in diesem Jahr gestalte. So viel schon vorweg - es wird eine Mischung aus der Begegnung mit Menschen und anderen Tieren und Wesen werden. Den gesamten Mai habe ich mir als selbstfürsorgliche Urlaubszeit eingerichtet. Dafür pausieren die Coachings und die zwei Tage Arbeit in der Klinik.

Der wundervolle Start in den Urlaub war Beltane im Frauenkreis. Hach, war das schön! Wir feierten und tanzten am Feuer auf einer wilden Wiese mit dem über die Steine springenden Flüsschen um die Wette. 

Die erste Maiwoche nutzte ich dann für ausgiebigen Frühjahrsputz im Häuschen (Danke für Deine Unterstützung, Nina!) und so Sachen, für die es mehr Zeit am Stück braucht. Eigentlich wollte ich der Jurte noch eine neue Außenhaut überziehen, aber das hat zeitlich nicht mehr gepasst. 

Ich feierte meinen Geburtstag in kleiner familiärer Runde und genoss die gemeinsame Zeit am Feuer. Es gab Kumpir (die türkische Variante unserer Backkartoffel aus dem Ofen) mit diverse Möglichkeiten zur Füllung. 

JedeR konnte sich die Kartoffeln so füllen, dass sie den eigenen Geschmacksvorlieben entsprechen. Was für eine Freude! 

Am nächsten Tag - wir hatten die üppigen Reste in Schraubgläsern verstaut - besuchten wir meine Tochter und dort gab es ein Kumpir-Schraubgläserpicknick. So einfach und so köstlich! 


Hab einen schönen wonnigen Mai! 

Herzlich grüßt dich

Jana

Montag, 25. Mai 2020

Kurze Draußenzeit mit tiefer Erkenntnis...


Im letzten Post hatte ich ja bereits erzählt, dass ich eine einwöchige Draußenzeit im Wald geplant hatte, um wieder tiefer einzutauchen in das wilde Leben, mich mit dem gefiederten Völkchen und den Vierbeinern, den Krabbeltierchen, Pflanzen, Steinen, dem Wetter, den Elementen, den Lichtverhältnissen und den so vielfältigen Geräuschen zu verbinden. Bevor ich losgewandert bin, hatte ich mich jedoch einigen inneren Widerständen zuzuwenden. Es gab Anteile in mir, die gern im Vertrauten geblieben wären und mir zuflüsterten: Du kannst Deinen Urlaub auch in der gemütlichen Jurte verbringen. Bist Du sicher, dass Du unbedingt zu den Eisheiligen eine Fastenwanderung machen willst? Ich weiß inzwischen, dass ich neben den wundervollsten Tierbegegnungen und Erlebnissen IMMER auch Herausforderungen zu bewältigen habe. Das Geschenk im Anschluss bedeutet Wachstum. Natürlich gab es auch den anderen inneren Anteil, der vorfreudig war und es kaum erwarten konnte, endlich den Rucksack zu packen und wieder loszuziehen.

Es ist ein so schönes Gefühl, das eigene Zuhause in Form einer Plane, eines Tarps dabei zu haben, nichts zu müssen und alles zu können. Ich ließ mich von meinem Bauchgefühl leiten und wanderte direkt von der Haustür aus los. Stromerte hierhin und dorthin, besuchte alte Baumfreunde. Bei heftigeren Regenschauern schlüpfte ich unter meinen Regenponcho, setzte mich an den Wegrand, beobachtete den Regen und den Wind, lauschte den veränderlichen Geräuschen. Als sich der Himmel dann vollständig verdüsterte, wurde es Zeit, mir einen ersten Lagerplatz zu suchen. Ich fand ihn in einem Wald und schaffte es gerade noch, mein Tarp aufzuspannen, bevor es in Strömen und durchgängig regnete. Dankbar für diesen Platz, an dem ich mich wohl behütet fühlte, schlief ich ein und erwachte immer mal wieder. Vielleicht kennst Du diesen besonderen Schlaf in der Natur auch? Er ist um einiges leichter als in Steinhäusern. Die Nacht war wundervoll. Überall knusperte und trappelte, knackte und stampfte es. Und ich war mittendrin, in meinen warmen Schlafsack gekuschelt, fühlte mich zugehörig und sehr willkommen. Der Regen trommelte gleichmäßig auf das Tarp und mich immer wieder in den Schlaf. In dieser Nacht träumte ich u. a. auch, dass mein Portemonnaie gestohlen wurde. Am nächsten Morgen kam sogar kurz die Sonne heraus und zauberte Schattenspiele auf die Plane. 


Da das Tarp noch nicht trocken war, ließ ich es stehen, verbarg meinen großen Trekkingrucksack unter dem Tarp und einer weiteren Plane, packte meinen kleinen Tagesrucksack, nahm ganz nebenbei auch mein Portemonnaie mit all meinen Papieren mit (ohne den Traum hätte ich es sicher nicht gemacht) und stromerte los. 

Dieser wundervolle Duft nach dem Regen... Wenn der Wald und alle Naturwesen aufatmen... So wunderschön! Ich sah zwei Füchse und einige Rehe, ein Feldhase saß in seiner Sasse und sprang auf, als ich ihm zu nah gekommen war. Die Pusteblumen trugen ihr Regenkleid...


...Die Fichtenspitzen leuchteten...


...und die Kastanienblüten bestaunte ich einmal mehr ob ihrer filigranen Schönheit...


Immer wieder setze ich mich an einen Baumfreund, beobachtete, lauschte, sang und rasselte. Ich ließ mein Mitgefühl überfließen und verströmte meine Liebe.


Nach ungefähr drei Stunden war ich zurück und entdeckte, dass mein Wanderrucksack...


...verschwunden war. 

Erst konnte ich es nicht glauben und als es dann langsam als Realität bei mir ankam, war ich unendlich traurig. Mein Draußenzuhause wirkte, als ob jemand hastig den Rucksack unter der Plane hervorgezogen hatte. Die verkruschelte Abdeckplane und alles, was sonst noch unter dem Tarp war, lag noch da.

Was ich durch diese Herausforderung wohl lernen soll? 


(Soweit ging mein Instagram-Post gleich nach meiner Rückkehr aus dem Wald...)

Was danach passierte? Ein Sturm aus diversen Gefühlen durchtobte mich. Anderthalb Tage flammte er in Wellen immer wieder auf. Ich war fassungslos und sooo traurig, dann wütend und zornig und der Gefühlssturm begann von vorn. Mein Herz war schwer und bedrückt. Nach und nach ging mir auf, was ich alles verloren hatte. Gleichzeitig relativierte etwas in mir und meinte, ich hätte ja kein lebendiges Wesen verloren. Und doch - meine Gefühle waren da, wollten Raum haben und durchfühlt werden... Du musst wissen, dass Dinge für mich nicht nur materielle Dinge sind, sondern Begleiter. In dem Trekkingrucksack war mein kostbarer Daunenschlafsack, mein nigelnagelneuer Wasserfilter, den ich extra für die Visionssuche in Amerika gekauft hatte, Regenjacke und -hose, ein Paar Wildlinge, mein geliebtes Taschenmesser in der Lederscheide und weitere Werkzeuge, Wohlfühlkleidung, meine kleine Teelichtlaterne, Räucherwerk, mein selbst gebautes Hobo-Köcherchen, eine Edelstahltasse und meine vier Medizinrad-Steine, die mir 2014 auf meiner Visionssuche in Colorado vor die Füße gesprungen waren. Dieses kleine Medizinrad, das mich nun schon sechs Jahre begleitet, war und ist der traurigste Verlust... 

Zuerst suchte ich die Gegend ab. Immer noch in der Hoffnung, dass sich jemand einen Scherz erlaubt hatte und mir einen Schrecken einjagen wollte. Aber nichts... Mit schwerem Herzen baute ich mein Tarp ab, schnallte es zusammen mit der Isomatte an meinen Tagesrucksack, rief meine Tochter an und bat sie, mich abzuholen. Traurig wanderte ich ihr entgegen.

(Eigentlich hatten wir meine Fastenwanderung und die Renovierung unserer Küche durch meine mit zwei goldenen Händen ausgestattete Tochter in die gleiche Woche gelegt, weil ich täglich frisch koche und das ohne Küche recht schwierig ist. Nun war alles anders gekommen. Ich übernahm Handlangerinnenarbeiten, unterstützte Nina beim Renovieren und richtete eine Behelfsdraußenküche ein.)

Wie gesagt - anderthalb Tage währten die wellenartigen Gefühlsstürme. Ich fragte beim Fundbüro nach, gab bei Ebay Kleinanzeigen eine Suchmeldung auf, hängte ein Plakat mit Rucksackbildern und meiner Telefonnummer in den Wald, mailte den zuständigen Revierförster an - nichts. Während ich all das tat, war ich von der Akzeptanz des Verlustes noch weit entfernt.

Und dann geschah Erstaunliches: Die Gefühle waren wie ein aufgewirbeltes Meer und GLEICHZEITIG nahm ich den Boden in mir war und der war ruhig und still und sicher. Ich war fast verwundert und beobachtete mich weiter. Der Diebstahl war ja wie ein Einbruch in meinen Privatraum, ein Eindringen in Heiliges. So etwas hatte ich als Kind über viele Jahre wiederkehrend erlebt. In Folge dessen war mein Urvertrauen arg erschüttert worden bis ich es für eine Zeit vollständig verloren hatte. Jetzt war es für einen Moment wie eine Reaktivierung früherer Erfahrungen. Es gibt nur einen gravierenden Unterschied: Ich muss diese Erfahrung nicht generalisieren, denn ich weiß inzwischen, dass ich gehalten und getragen bin, dass ich - unabhängig davon, was Menschen tun und lassen - in einer wohlmeinenden Welt mit vielen wundervollen Geschwistergeschöpfen lebe, mit denen ich zutiefst verbunden bin. Ich fühle mich aufgehoben und bin voller Vertrauen. Diese eine Erfahrung kann mein über die Jahre zurückgewonnenes Urvertrauen nicht erschüttern. Ich werde weiter durch die Natur wandern und mir abends einen Schlafplatz im Wald suchen.

Ich habe also verstanden, wofür ich diese Herausforderung erleben durfte: Sie hat mir gezeigt, wo all meine innere Arbeit mich hingeführt hat, dass ich auch dunkle Gefühle annehmen und durchfühlen kann und vor allem URVERTRAUEN besitze. Und dafür bin ich unendlich dankbar.

Was war Deine letzte Herausforderung durch das Leben? 
Und was hat sie Dich gelehrt?


Alles Liebe!

Jana

Montag, 25. November 2019

Ein Wiederholungstraum oder Geborgenheit im Bauch der Erde...

Während einiger Jahre meines Lebens - genauer vom 9. bis zum 18. Lebensjahr - hatte ich einen immer wiederkehrenden Traum, der mir auch heute noch in allen bedeutsamen Einzelheiten präsent ist: 

Ich träumte, ich sei bei dem Besuch einer Tropfsteinhöhle von meinen Eltern im Inneren der Erde vergessen worden. Vorher waren wir zusammen mit einer Reisegruppe durch verschiedene Gänge gegangen, haben die Stalaktiten und Stalagmiten bestaunt, trugen alle einen Regenponcho, auf den es heruntertropfte, sahen eine Hexenfigur, die als automatisierte lebensgroße Puppe einen Backschieber in den Händen hielt, geformten Brotteig in einen Lehmbackofen hinein- und später die gebackenen Leibe wieder herausholte. Die Besucher der Höhle konnten diese Brote kaufen. Auch gab es eine riesige Ritterrüstung, die in einer Wandnische stand und weitere Attraktionen, die ich nicht mehr erinnere. Irgendwann wurde die Höhle geschlossen, wurden die Lichter gelöscht. Es gab nur noch einen feinen irrisierenden Hauch von Licht. Ich war allein in der Fast-Dunkelheit unter der Erde und hatte Angst. Sie schnürte mir Brust und Kehle zu, so dass ich kaum atmen konnte. Da sah ich, dass die Ritterrüstung lebendig wurde, ihren Platz in der Wandnische verließ und mit metallisch knirschenden Geräuschen in den Tiefen der Höhle verschwand. Mit wild klopfendem Herzen drückte ich mich in die Höhlenwand und hoffte, nicht gesehen zu werden.  Dann wurde auch die Hexe lebendig, stieg aus der automatisierten Haltung heraus, band sich die Schürze ab und hängte sie an einen Haken. Sie nahm sich einen Brotleib und verließ den Ofenbereich. Ich zitterte vor Angst und wollte in der Höhlenwand verschwinden, als sie mich bereits entdeckt hatte. Mit freundlicher Stimme und liebevollem Blick sprach sie mich an und fragte: Was tust du denn hier? Hast du dich verlaufen? Ich antwortete: Meine Eltern haben mich vergessen. Daraufhin bot die Hexe mir an, mich mit in ihr Zuhause zu nehmen. Sie sagte, dass ihr Mann, der Hexenmeister, sicher schon ein Abendessen gekocht hätte, dass ich mit ihnen essen und dort übernachten könne und früh am Morgen, wenn die Höhle erneut für Besucher geöffnet würde, brächte sie mich zum Eingang. Die Hand der Hexe fühlte sich warm und stark an, der Hexenmeister war freundlich, die warme Suppe und das frisch gebackene Brot schmeckten köstlich, im Kamin brannte ein lebendiges Feuer und das Bett, in dem ich schlafen durfte, war weich und warm. Wie noch nie zuvor in meinem Leben fühlte ich mich geborgen, gehalten, getragen und gewollt...

Hier endete mein Trost-Traum - mitten im Gefühl von Geborgenheit und Wärme... Diesen Traum träumte ich immer wieder in besonders herausfordernden Situationen in meinem Kinder- und Jugendlichenleben, immer dann, wenn ich mich ohnmächtig ausgeliefert fühlte und verzweifelt war. Das Besondere an diesem Traum war die erlebte Wandlung aus der Angst in die Geborgenheit. Später genügte es schon, mich in der Höhle wiederzufinden, um zu wissen: Gleich ist alles gut... Seither verbinde ich norddeutsches Flachlandpflänzchen mit Höhlen tiefste Geborgenheit. Höhlen gibt es hier jedoch nicht.

(Durch meinen Wiederholungstraum habe ich die Kraft der Träume erfahren und erstmals verstanden, dass es nicht nur eine Ursache und somit einen kausalen Aspekt der Träume gibt, sondern dass diese Phänomene Sinn und Ziel und damit auch einen finalen Aspekt besitzen. Und deshalb arbeite ich in den Coachings auch soooo gern auf Seelenzentrierte Weise mit Träumen (KLICK).)
 
Deshalb war einer der berührendsten Momente im Schwarzwaldurlaub unser Besuch in der Bärenhöhle. Ich war so von Dankbarkeit erfüllt und es gab wunderbarerweise eine Zeit, in der Rainer und ich ganz allein in einem Raum der Höhle waren. In diesen Augenblicken kamen Töne aus meiner Kehle - Töne der Dankbarkeit an unsere wunderbare Erde. Rainer hatte - ohne dass ich es mitbekam - sein Handy auf Aufnahme gestellt...

Montag, 28. Oktober 2019

Herbsturlaub im Schwarzwald...


Eine Woche unseres gemeinsamen Urlaubs verbrachten mein Gefährte und ich im Kinzigtal. Wir hatten ein ehemaliges Bienenhäuschen (KLICK) gemietet, das von der Gastgeberfamilie zu einem wundervollen kleinen Domizil ausgebaut wurde. Danke, liebe Annerose und lieber Stefan!

Hier nehme ich Dich mit auf einen Rundgang durch das Häuschen. Ist es nicht zauberhaft?

 

(Wieder einmal stelle ich mir die Frage, wieviel Wohnraum zum Leben wirklich nötig ist und meine Sehnsucht nach Minimierung wächst. Diese Frage und einige andere nehme ich aus dem Urlaub mit nach Hause...)

In der Feuerstelle zauberte ich fast allabendlich ein kleines Feuer. Wir saßen unter dem Sternen- oder Wolkenhimmel und schauten in die so lebendigen Flammen. Jedes Feuer fragt mich: Wofür brennst du? Lebst Du ALLES, wofür du brennst? Was gilt es in deinem Leben zu transformieren?

 
Und so gern mag ich es, bei einem Baum zu sitzen, dem Fallen der Blätter zuzusehen und dem Herbstwind zu lauschen. Aber auch hier  stellen sich mir die herbstlichen Fragen: Was ist loszulassen? Was sind meine Samen dieses Jahres? Ebenso wie die Pflanzen bewege ich mich durch meinen zyklischen Wachstums- und Entfaltungsprozess, laufe ich durch die Verdichtung, in der es darum geht, dankend meine Samen für den nächsten Zyklus zu ernten und den unterstützendsten Zeitraum zu erspüren, an dem die Samen in die Erde kommen. Einige überwintern bereits im Boden, brauchen die Pause und die Kälte, andere warten auf den Frühling, bevor sie in fruchtbaren Boden wollen... Und das Sinken, Fallen, Loslassen, das Michanvertrauen ist immer wieder auch von ambivalenten Gefühlen begleitet. Einerseits soooo entspannend, andererseits - dann, wenn ich aus dem Vertrauen herausgefallen bin - ängstigt mich an dieser Phase das Nichtwissen.

Die Farben der Herbstblätter hatten es mir angetan und wie in jedem Jahr musste und muss ich Blätter sammeln, damit spielen, die Harmonie genießen, mich neu zentrieren und in den folgenden Tagen beobachten, wie Wind und Regen das Mandala zerzausen und verändern. Immerwährende Wandlung...


Ich registriere, was ich tatsächlich brauche, um im Urlaub erfüllt und lebendig zu sein: Ein gutes Buch, eine feine Mahlzeit (idealerweise selbstgesammelt (KLICK), Zeit zum Sinnieren und zum Spielen, Alleinzeit und Gemeinsamzeit, ein gutes Gespräch, Kerzenlicht oder Feuer und Draußenzeit in Wald und Flur. Und obwohl ich all das auch zu Hause haben kann, merke ich doch, dass es gut tut, an einem anderen Ort zu sein, um aus alltäglichen Abläufen und Gewohnheiten auszusteigen.

Wie ist es bei Dir? Was macht für Dich einen erfüllenden Urlaub aus?

Sonntag, 27. Oktober 2019

Eine köstliche Pilzmahlzeit...

Wie sehr ich es liebe, in den Wald zu gehen, summender- und singenderweise umherzustromern und mit Pilzen beschenkt zu werden! Das Abendessen aus dem Wald zu holen, gehört mit zu meinen schönsten Urlaubserfahrungen im Schwarzwald. 


Wir sammelten Parasolpilze, Maronen, Steinpilze, Rotfüßchen und Hallimasch.


Den Hut der Riesenschirmpilze zog ich durch gut gewürztes verschlagenes Ei und drückte ihn in Paniermehl. In der Pfanne gebraten, ergab das köstliche Pilzschnitzel. 


Die Mischpilze bereitete ich folgendermaßen zu: Ich putze sie trocken gleich im Wald. Die Röhren lasse ich nur bei sehr jungen Pilzen dran, ansonsten werden sie entfernt. Im Ferienhäuschen wusch ich den Hallimasch und schnitt ihn klein. Dann ließ ich ihn ein Viertelstündchen kochen. Nach dem Abseihen (Kochwasser wegschütten) kann er wie andere Pilze auch geschmort werden. 

Ich würfelte eine Zwiebel fein, zerdrückte eine Knoblauchzehe in Salz und ließ die Zwiebelwürfel in Butter glasig werden. Die klein geschnittenen Röhrlinge gab ich dazu und schmorte sie an. Dann folgte der abgekochte Hallimasch und schmorte mit.


Ein Teelöffelchen Tomatenmark, ein Teelöffelchen Senf sowie frisch gemahlener Pfeffer komplettierten die Würze. Mit Sahne löschte ich ab und ließ die Pilzmahlzeit zu einem sämigen Ragout einkochen. Dazu gab es handgemachte Bandnudeln vom Bauern nebenan. Köstlich!!!

Freitag, 1. Juni 2018

Frauencamp HEIDEROSEN in Ostsee-Nähe...

Gerade hat sich eine Frau aus gesundheitlichen Gründen abmelden müssen. So gibt es aktuell noch zwei freie Plätze. Melde dich gern, wenn du dabei sein möchtest. 


HIER (KLICK) kannst Du einen Nachklang zum letzten Jahr lesen.

Montag, 28. August 2017

Frauencamp Heiderosen - "Ich werde meinen Enkeln noch davon erzählen..."

...schrieb Wildauge (KLICK) in einer Nachklang-Mail zum Frauencamp Heiderosen.

 
DANKE für die tiefe, gemeinsame, schwesterliche Zeit in einem Kreis von 15 einzigartigen Frauen zwischen 22 und 59, für alle geteilten Erfahrungen, die vielen Gefühle, das LebendigSein, das wahrhaftige Stückchen Leben. Heute vor einer Woche waren wir alle noch zusammen in Heidekaten.
 


Und noch immer blitzen in mir Frauencamp-Momente auf, die mich besonders berührten... 


Frauen - beim 5-Rhythmen-Tanz so mit sich selbst verbunden, viele, die  prustend in die Regentonne stiegen und sich nach dem Tanz erfrischten, wildes gemeinsames Lachen, als wir zu dritt durch nur knietiefes Ostseewasser zurück Richtung Strand robbten, die wahre Schönheit aller Frauen, die durch Selbstermächtigung und -würdigung zu leuchten begann, sich selbst im Spiegel aller anderen Frauen zu begegnen und tief im Inneren zu wissen: "Das bin auch ich!", Kreistänze voller Lebensfreude...



...der Ja-Kreis der Verbundenheit, das Sich-selbst-Anerkennen, der Lagerfeuerduft, das Trommeln des Regens auf dem Zeltdach...


...Wärme - im Innen und im Außen...


Bunt und wild und sehr eindrücklich klingen die fünf - auf so vielen Ebenen köstlichen - Tage in mir nach. Und ich bin unendlich dankbar!

 

Auf unsere Frage an die Frauen, was sie aus dem Frauencamp mitnehmen, schrieben sie u. a....


"Weitblick, Mitgefühl, Wissen, Anregungen, Verständnis, Wärme unter Frauen, friedliche Vielfalt"

"Stärke und eine tiefe Verbundenheit zu anderen Frauen und zu mir selbst" 

"Dass das Leben leicht ist und wir es nur viel zu oft kompliziert machen."

"Ich weiß jetzt wieder, wo ich stehe, nämlich an einer Wegscheide, auf der Suche, mich selbst reflektieren zu lernen und meine Kraftquellen zu entdecken." 

"Verbundenheit"  + " Begegnung mit anderen Frauen"

"Mein Weg durch das Lebenslabyrinth ist wieder um eine Spur gewachsen."

"viele Fragen, viele gute! Tränen, einige Gewissheiten, ein weites Herz"

"so sein zu können, wie ich bin, auch zu meiner Traurigkeit zu stehen. Mich öfter zu reflektieren und neu auszurichten - ist das wirklich Meins, was ich gerade tue?"

"ganz viel Dankbarkeit"



Nein, es war nicht nur und ausschließlich schön. Wie immer und ganz besonders dann, wenn wir uns auf das wilde Leben außerhalb unserer Komfortzone einlassen, gab es Herausforderungen zu bewältigen. Auch für uns als Team galt es, unsere Fehler als Chance zum Lernen zu anzunehmen. Es ist so viel leichter, sich zu akzeptieren, wenn alles gerade läuft und wir unsere Fähigkeiten leben. Um immer mehr in die Mitte, die Vollständigkeit hineinwachsen zu können, geht es jedoch auch darum, MIT den eigenen Schattenseiten zu sein und in liebevolle Akzeptanz zu kommen.


Die Herausforderungen hatten ganz unterschiedliche Namen und lagen für jede Frau woanders. Aber all das ist ebenfalls Teil des Frauencamps, all die durch die Herausforderungen auftauchenden Gefühle dürfen gefühlt werden, erzählen uns mehr über uns selbst und sind ein Schritt auf dem Weg zu mehr Authentizität und Selbstentfaltung. Alles darf Raum haben - das NEIN ebenso wie das JA.


Was ist, darf sein, 
denn nur was sein darf, 
kann sich wandeln.

Die gelebten und ausgedrückten hellen wie dunklen Gefühle machen uns erst wirklich lebendig und sorgen dafür, dass wir uns spüren - kraftvoll und ganz da. 

Unbändig zu lachen und vor tiefem Berührtsein zu weinen, vor lauter Liebe überzufließen, die Trauer im beengten Brustkorb oder die Wut im Bauch zu spüren, mit einer Gänsehaut zu reagieren und dem Kloß im Hals Ausdruck zu verleihen, vor Freude zu vibrieren - all das ist Leben.  Und bezeugt im Kreis wirkt es noch einmal tiefer und ist so heilsam.


Den Termin für das Frauencamp Heiderosen 2018 haben Alenka, Martina und ich bereits festgelegt. Es findet vom 05. bis zum 09. Juli 2018 ebenfalls auf Martinas Hof in Heidekaten (KLICK) in Ostseenähe statt.  

Wenn Du Dich ebenfalls aufmachen und Dir eine berührende Reise zu Dir selbst schenken willst, kannst Du Dich bereits jetzt unter jana.muchalski@web.de vormerken lassen. Hier findest Du den Flyer (KLICK) und hier das Anmeldeformular (KLICK).


Eine schöne Zeit des Nachklingens wünsche ich allen Königinnen des eigenen Lebens!

...und wenn Du ein Mädchen kennst, das sich eine begleitete Übergangszeit vom Mädchen zur Frau mitten in der Natur wünscht, dann ist Artemisia (KLICK) das Richtige für sie. Auch 2018 wird die Mädchenzeit in Heidekaten auf Martinas schönem Hof stattfinden.

Samstag, 27. August 2016

682 Jahre gelebtes Leben

Das Frauencamp in Heidekaten liegt nun bald eine Woche zurück und nach wie vor bin ich erfüllt von dieser besonderen Energie. Immer wieder blitzen Erinnerungen auf und bereichern meinen Alltag mit ihren Glanzpünktchen.

Mit 12 angemeldeten Frauen war das Camp schon lange ausgebucht und auch die Warteliste war gut gefüllt. Am Ankunftstag auf Martinas Hof in Heidekaten schritt jede Frau einzeln durch das rote Tor und wurde von uns - Martina, Alenka und mir - von Herzen willkommen geheißen. 

 
Und dann entfaltete sich ein Zauber, der nur entstehen konnte, weil alle ein gemeinsames Entwicklungsfeld kreierten. Bei 682 Jahren Lebenserfahrung - auf 15 Frauen verteilt -  kein Wunder, dass es so leicht gelang...

Viele Momente sind mir noch präsent - Momente voller Lachen und Weinen, Stille und Tönen, Gehen und Bleiben, Farben und Duft, das Bild eines wundervollen, sich ständig in Veränderung befindenden Himmels, der alles überspannte und uns einlud, es ihm gleich zu tun und dem inneren Fluss, der ständigen Wandlung zu vertrauen... 


...massierende Hände auf Kopfhaut und Schultern, das kalte Wasser der Regentonne nach einem wilden 5-Rhythmen-Tanz, das wärmende Feuer, das von den Frauen liebevoll genährt und unterhalten wurde und unser Essen garte...

Foto: Ramona www.jademond.de
...wundervoll dekorierte Frischkost...

 
Ich erinnere mich an Augenblicke tiefster Dankbarkeit, die Würdigung dessen, was um uns und in uns ist, die Ehrung unserer Weiblichkeit...

Foto: Ramona www.jademond.de

...die mit Blumenkränzen gekrönten Königinnen und ihre Blicke vom Thron hinunter in die Frauenrunde... 

Foto: Ramona www.jademond.de
Wie kostbar es ist, ein wahres Stück Lebensweg miteinander zu teilen - zugewandt und authentisch. Und weil ALLES eingeladen war, sich zu zeigen, erlebte ich diese Zeit mehr als reich, als nahezu vollständig.

Einmal mehr durften wir die Wahrheit des Satzes bezeugen: 
Was ist, darf sein - was sein darf, wandelt sich. 

Zum Abschied kreisten ZWEI Seeadler über dem Hof... Mehr geht nicht!

Aber ich kann Euch viel erzählen - jetzt kommen die Teilnehmerinnen zu Wort:

Ramona = www.jademond.de schrieb:  

„Das Camp war so reich. Reich an Erfahrungen, Erkenntnissen, Begegnungen, Schönheit. Reich an Liedern und Tönen, an Seelennahrung, an Gutem und an Dankbarkeit. Worte reichen hier nicht aus, um all das zu beschreiben, was ich in den letzten Tagen gesehen, gefühlt und erlebt habe. Ich habe ganz viel Zauber, Ja! und Stärke für mich mitgenommen. … Durch den ganzen Prozess wurden wir liebevoll angeleitet und begleitet von 3 Frauen…  Am Ende fuhr ich etwas wehmütig … aber sehr erfüllt zurück zu meinen Kindern. Mit dem Bewusstsein im Herzen, daß alles sein darf, zu jederzeit, auch gleichzeitig. Traurigkeit, Glück, Zweifel und Gewissheit, Hoffnung, Sehnsucht, Lebensfreude… alles gehört zusammen, alles gehört zu diesem wilden Lebenstanz. Ich rieche nach Feuer, schmecke nach Meer, habe sonnen- und windgegerbte Haut und Frieden im Herzen.“ 



Ramonas vollständigen Blogpost könnt Ihr HIER (KLICK) lesen...

Nadja schrieb: 

„Ich bin noch ganz erfüllt von den vielen Eindrücken, Gefühlen, Erlebnissen, Erfahrungen, die ich in den knapp 5 Tagen wahrnehmen durfte..... Das gemeinsame Hand-in-Hand-Arbeiten, das liebevolle Miteinander, das selbstverständliche sich zuständig Fühlen, war eine tolle Erfahrung. Ich habe z. B. das erste Mal in meinem Leben Holz gehackt und habe … erfahren, dass ich heute in der Lage bin, meine eigenen Grenzen zu überschreiten. …in der Jurte hatte ich genug Luft, es war …total angenehm, inmitten der anderen geborgen zu liegen und trotzdem das Gefühl zu haben, dass der eigene Freiraum nicht verletzt wird, da alle rücksichtsvoll miteinander umgegangen sind. Wenn ich mich zurückzog und für mich sein wollte, haben das alle irgendwie gespürt … und wenn ich wieder Teil der Gruppe sein wollte, habe ich mich einfach wieder dazu gesellt. Es gab so gar keine Bewertung, ich fühlte mich absolut frei in meinen Entscheidungen... TOLL..."

Regina schrieb: 

„Gern denke ich an die Tage zurück ... bin in einer Leichtigkeit und genieße die herrlichen Sommertage… Ich bin dankbar für die segensreiche und erfüllte Zeit mit allen Frauen. Liebevolle Energien waren die ganze Zeit über zu spüren, ein herzliches Miteinander, ein Geben und Nehmen. … Die lustigen Spiele nehme ich mit in die Kita…Ich sehe uns noch alle wild durcheinander laufen… Ihr habt die Zeit mit uns Frauen sehr gut vorbereitet und habt während der Tage Großartiges geleistet. Den ganzen Tag über wart ihr präsent für die Gemeinschaft und auch für jede einzelne…"
 
Ich freue mich darüber, dass das Frauencamp in eine Tradition hineinwächst. 2017 wird es bereits zum vierten Mal stattfinden und anmelden kannst Du Dich jetzt schon. Schreib' einfach eine Mail an jana.muchalski@web.de und ich merke Dich vor. Ja, auch der Termin steht schon: 17. bis 21. August 2017