Dienstag, 25. Januar 2022

Über die Geduld...


Man muss den Dingen die eigene,
stille, ungestörte Entwicklung lassen,
die tief von innen kommt,
und durch nichts gedrängt
oder beschleunigt werden kann;
alles ist austragen –
und dann gebären … 

Reifen wie der Baum,
der seine Säfte nicht drängt
und getrost in den Stürmen des Frühlings steht,
ohne Angst,
dass dahinter kein Sommer
kommen könnte.

Er kommt doch!

Aber er kommt nur zu den Geduldigen,
die da sind, als ob die Ewigkeit vor ihnen läge,
so sorglos still und weit … 

Man muss Geduld haben!

Mit dem Ungelösten im Herzen,
und versuchen, die Fragen selber lieb zu haben,
wie verschlossene Stuben,
und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache
geschrieben sind.

Es handelt sich darum, alles zu leben.
Wenn man die Fragen lebt, lebt man vielleicht allmählich,
ohne es zu merken,
eines fremden Tages
in die Antwort hinein.

Rainer Maria Rilke

Freitag, 21. Januar 2022

Täglich in den kalten See zu steigen...


 ...ist für mich inzwischen weit mehr, als eine Challenge mit mir selbst. Es ist mir ein Bedürfnis geworden. Mein Körper sehnt sich geradezu danach, einmal am Tag in das kalte Wasser zu tauchen. Und meine Seele liebt es, in Kontakt mit dem Wasser und der Luft, den Pflanzenwesen, den Bäumen, dem gefiederten Volk, den Vierbeinigen und den Krabbeltierchen, den Wasservögeln, den Fischen zu gehen. Es ist ein mir lieb gewordenes tägliches Ritual, über das ich mich mit der Zeitqualität, dem Wetter, der Jahreszeit und der mich umgebenden und mich durchfließenden natürlichen Welt verbinde.

Seitdem ich ihn fast täglich besuche, war der See kürzlich erstmals zugefroren. Am ersten Tag konnte ich die Eisschicht in Ufernähe mit einem dicken Ast zertrümmern, um einmal eintauchen zu können. Doch es hat mich wirklich überrascht, wie schnell die Eisschicht auf 6 bis 8 cm anwuchs. Da musste ich eine Spaltaxt mitbringen, um eine badewannengroße Öffnung in die Eishaut zu hacken. Hier legte ich mich dann bis zum Hals hinein und schob die Beine unter die Eisdecke. Das war das erste Mal Eisbaden in meinem 55jährigen Leben - soooo energetisierend und belebend, soooo beglückend und JUHU!


Der See zeigt sich immer wieder neu. Das Licht und die Farben, die Stimmung und die Geräusche verändern sich stetig. Ein Spiegel des lebendigen Lebens...








Mittwoch, 19. Januar 2022

Eine Grünkohl-Bohnen-Minestrone...


...ist ein köstliches und herzhaftes Rezept, um Grünkohl vegan zu verarbeiten. 

Bei der letzten Lieferung unserer SoLawi Lebendiger Landbau (KLICK) beinhaltete ein ganzer Anteil 800 g Grünkohl, 800 g Möhren, 1 kg Kartoffeln, 1 Wirsingkohl, 1 große Steckrübe, 800 g Rote Bete, 1 Kürbis und 500 g Topinambur. Aktuell holen wir uns das Gemüse im 14tägigen Rhythmus, weil es sich um Lagergemüse handelt. 

Ich habe den gesamten Grünkohl für die Minestrone verarbeitet. Da wir in unserem Haushalt jedoch nur zu zweit leben, sind vier Portionen zum sofortigen Verbrauch bestimmt und vier Portionen für irgendwann später vorgesehen. Ich habe die Minestrone eingeweckt. So schön, an einem Tag mit wenig Zeit ein Glas Grünkohl-Bohnen-Minestrone aus dem Vorratsregal nehmen, einfach erwärmen zu können und in Blitzesschnelle ein gesundes und leckeres Essen zu haben!  

Und hier kommt das Rezept für dich:

Vegane Grünkohl-Bohnen-Minestrone

Zutaten für 4 Portionen: 

1 große Zwiebel
2 Möhren (oder Pastinaken oder Petersilienwurzel) 
2 Stangen Staudensellerie (oder etwas Knollensellerie)
200 g Grünkohl
3 Knoblauchzehen
2 EL Tomatenmark
400 g gehackte Tomaten
1 l Gemüsebrühe
250 g weiße Bohnen (oder schwarze Bohnen oder Edamame etc.)
2 TL Italienische Kräuter
1/2 TL getrocknete Minze
1 - 2 TL Salz
1/2 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1 EL Ahornsirup (oder Agavendicksaft oder Reissirup)
2 EL Weißweinessig (oder Apfelessig)
etwas Olivenöl

Zubereitung: 

Zwiebel würfeln
Möhren und Staudensellerie in feine Scheiben schneiden
Grünkohl - von der Mittelrippe befreien und in mundgerechte Stücke schneiden
Knoblauch fein zerdrücken
Olivenöl erhitzen
Zwiebel, Möhren, Sellerie, Knoblauch darin anbraten
Ahornsirup hinzufügen
Gemüse leicht karamellisieren lassen
Tomatenmark, Kräuter, Gewürze, Weißweinessig hinzufügen
mit gehackten Tomaten und Gemüsebrühe ablöschen
10 Minuten köcheln lassen
Grünkohl unterheben
weitere 15 Minuten köcheln lassen
Bohnen unterheben
abschmecken und servieren

Guten Appetit!

Montag, 17. Januar 2022

Zwei Jahre vegane Ernährung...


...haben mir und meinen Lieben gezeigt, wie vielfältig, bunt, köstlich und gesund die pflanzenbasierte Küche sein kann. Es hat mir ohnehin schon immer viel Freude bereitet zu kochen und zu backen, aber durch die Umstellung meiner Ernährung habe ich die letzten zwei Jahre begeistert experimentiert und geforscht, in Kochbüchern oder im Netz gefundene Rezepte an meine Geschmacksvorlieben angepasst, traditionelle Rezepte "veganisiert", die ich nicht missen möchte. Ich bin sehr glücklich mit dieser Ernährungsform, weil sie meinen Werten entspricht. Vor anderthalb Jahren hatte ich hier schon ein wenig darüber erzählt.

Ebenfalls im zweiten Jahr sind wir SoLawistas der Solidarischen Landwirtschaft = SoLawi Lebendiger Landbau (KLICK) und bekommen wöchentlich regionales, biologisch angebautes, köstliches Gemüse, wie es frischer nicht sein kann. Das motiviert natürlich noch einmal mehr, das Gemüse auf die leckerste nur mögliche Weise zuzubereiten. 

Du möchtest wissen, warum ich meine Ernährung auf die rein pflanzliche Kost umgestellt habe? 

Nur zum Verständnis - ich mochte den Geschmack von Fleisch und Käse und liebe herzhafte Speisen. Gleichzeitig steckte ich jedoch schon länger in einem ethischen Konflikt, der für mich immer unaushaltbarer wurde. Je verbundener ich mich mit der Erde und all den hier lebenden Geschwistergeschöpfen fühlte, umso unvorstellbarer wurde es für mich, diese Wesen aufzuessen. Und das hat nicht nur etwas mit der (sowieso nicht zu vertretenden) Massentierhaltung und den damit verbundenen ethischen und ökologischen Folgethemen zu tun; es geht mir grundsätzlich um das Essen von Tieren und Tierprodukten, das ich vor mir selbst nicht mehr vertreten konnte. Nein, auch nicht der Tiere, die auf Demeter- und Biohöfen leben oder privat und liebevoll gehalten werden... Irgendwann las ich "nicht deine Mama - nicht deine Milch"... Puh... Das erwischte mich kalt, weil ich es als Wahrheit fühlte. Also kam für mich auch das Essen/Trinken von Milchprodukten nicht mehr in Frage. Und gleichzeitig bin ich mir sehr bewusst, dass jede und jeder für sich selbst entscheiden muss, wie Mensch sich ernährt. Ich bin weit davon entfernt, irgendwen missionieren zu wollen und trotzdem freut es mich, dass auch die Allesesser*innen meine Speisen lieben. 

Gerade hatte Rainer Geburtstag und seine Familie zum Brunch eingeladen. Hach... Zweieinhalb Tage konnte ich nach Herzenslust kochen und backen und in Geschmacksrichtungen, Düften, Gewürzen, Farben, Texturen schwelgen. Und Rainers Familie mochte die Speisen sehr und war ganz überrascht, dass veganes Essen so lecker schmecken kann. Das wiederum freute mich so richtig! 


Und jetzt werde ich immer mal wieder ein erprobtes und für köstlich befundenes Rezept mit Dir teilen. 

(Es ist tatsächlich schon anderthalb Jahre her, dass ich genau das hier angekündigt hatte. Sorry, dass es sooo lange gedauert hat. Mein Leben war so reich gefüllt, dass ich kaum Raum und Zeit zum Bloggen hatte. Aber jetzt sind Zeit und vor allem auch Lust dafür zurückgekehrt.)

Herzlich

Deine Jana

Freitag, 14. Januar 2022

Ein Feedback zum Seelenzentrierten Coaching...

 ...erreichte mich gestern. Annette hatte ihren ersten Coachingzyklus (ein halbes Jahr mit 14tägig einer Coachingsession) im Dezember 2021 beendet und sendete mir nun folgende Worte für meine Website (KLICK) und diesen Blog: 

"Voller Dankbarkeit blicke ich auf die Zeit zurück, in der mich Jana begleitet hat. Liebevoll führte sie mich mit ihren Impulsen und Fragen hin zu mir. Seite an Seite - so fühlte es sich trotz des telefonischen Kontakts an - schauten wir uns Wunden und Wunder an. Ich durfte entdecken, welche Kräfte und Ressourcen in mir schlummern. Manche Reise ging sehr in die Tiefe und manches Thema brachte mich in meine Leichtigkeit. Die Coaching-Sessions waren für mich wertvolle Auszeiten im trubeligen Familienalltag, ein Geschenk an mich selbst. Vielen Dank, liebe Jana, dass ich mit dir gemeinsam zurück in meine innere Kraft finden durfte!"


Es berührt mich zutiefst, Annettes Worte zu lesen und es ist mir eine große Freude, Menschen auf dem Weg in ihre Mitte, in mehr Zufriedenheit und Erfüllung, in eine stärkere Authentizität und Lebensfreude hinein zu begleiten. Ich bin so dankbar dafür, diese wundervolle Arbeit machen zu dürfen! 

2018 eröffnete ich meine (inzwischen ausgebuchte) Coachingpraxis für Seelenzentriertes Coaching, nachdem ich in der Schweiz bei Sabina Wyss und Team die Ausbildung zur Zertifizierten Seelenzentrierten Coachin (KLICK) absolviert hatte. Momentan begleite ich den aktuellen Ausbildungsgang als Assistentin. Nächste Woche reise ich dafür wieder in die schöne Schweiz und darf das Lernen und Wachsen der Student*innen bezeugen. 

Im Februar beenden drei meiner Klientinnen ihr Coaching regulär, nachdem sie sich ein halbes bzw. ein Jahr auf ihrem Entwicklungsweg haben begleiten lassen - alle per Telefon. 

Wenn Du gerade am Überlegen bist, ob Du dieses Jahr dazu nutzen möchtest, Dich liebevoll und achtsam Deinen "Baustellen" zuzuwenden, Dir Heilung zu gönnen, Deine Ressourcen tiefer kennenzulernen und Dein Potenzial zu entfalten, ist gerade ein guter Zeitpunkt dafür. Melde Dich gern für ein kostenloses Probecoaching am Telefon. So kannst Du unverbindlich ausprobieren, ob diese Art der Begleitung das Richtige für Dich ist. Du erreichst mich per Email unter jana.muchalski@web.de oder per Telefon unter 0162-6770619. 

Ich freue mich auf Dich!

Herzlich

Deine Jana