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Dienstag, 17. Juni 2025

Monatsrückblick Mai 2025 - Im Wonnemonat! Im Wonnemonat?

Die Natur zeigt sich in ihrer grünen Entwicklungskraft, Pflanzen wachsen nicht nur in die Höhe, sondern auch in die Breite, es beginnt allerorts zu blühen, Tierkinder werden ausgebrütet und schlüpfen, werden geboren und das Leben entfaltet sich. Nina zieht drei Gösselchen auf. 


Die Rapsfelder leuchten gelb vor dem Himmel, der Weißdorn blüht...



...das Gras wächst und die Heumahd beginnt. Meine Tochter war als Jägerin bei der Kitzrettung dabei und tief berührt.  

Zum Jahreskreisfest BELTANE

trafen wir uns am 2. Mai hier in Ollndorf. Als wir vollzählig waren, räucherten wir uns gegenseitig ab, hießen einander im Kreis willkommen, verbanden uns mit den Himmelsrichtungen, der Erde, dem Himmel, der Mitte. Danach gingen wir rot gekleideten Frauen im Gänsemarsch direkt vom Häuschen in die Natur. 

Sprich - eine Frau führte unsere Gruppe an und folgte dabei ihrem Bauchgefühl. Nach einer Weile reihte sich die führende Frau hinten ein und die nächste Frau führte weiter. So ging es fort und fort, bis wir auf einem Wiesenhügel landeten, der so einladend war, dass wir dort blieben. Auf der roten Beltane-Mitte landeten die köstlichsten Speisen. 



Das Fest war ein sehr sinnliches: Wir lagen auf der Wiese und lauschten. Die Gefiederten zwitscherten, der Kuckuck rief, ein Rehbock bellte, unsere Herzen schlugen, die Hummeln und Mücken brummten und summten. Wir ließen uns von Simones kleinem Mai-Baum to go verzaubern...

...spürten und fühlten, teilten tief in einer Redestabrunde, erlebten Klänge und Düfte, die Verbindung zu uns selbst, zueinander und dem in uns und um uns herum pulsierenden Leben. Danke, dass wir gemeinsam durch das Jahr gehen und so bewusst die unterschiedlichen Qualitäten auskosten.

Mein Geburtstag am 6. Mai

war für mich ein ganz normaler, erfüllender Arbeitstag. Am 9. Mai feierte ich dann im klitzekleinen Kreis, weil die Lieblingsmenschen, die ich spontan eingeladen hatte, schon anderweitig verplant waren. Schon verrückt, wie wenig Spontaneität in diesen Zeiten möglich ist. 

Es gab Banoffee Pie, Rhabarberkuchen mit Baiserhaube (KLICK), Zitronentarte (KLICK) und Erdbeertorte. Frühling ist besonders köstlich.


Jugendweihe meines Neffen K.

Am 10. Mai beging mein Neffe K. seine Jugendweihe. Auch wenn ich beim feierlichen offiziellen Teil nicht dabei war, berührte es mich, K. zu erleben und die Rede meiner Schwester zu hören. So ein wichtiger Entwicklungsschritt, der hier gewürdigt wird! Meine Schwester und der Vater von K. hatten zur Feier in eine Gaststätte an der Peene eingeladen. Später paddelten einige von uns auf dem Wasser. Schön! 


Brunch der Tulpen am 15. Mai

Wir sind drei Freundinnen, die - seitdem wir bei einem Live Intensive im Seminarhaus Lebensbogen im Tulpenzimmer übernachtet hatten - die "Tulpen" genannt wurden und wir uns dann selbst so nannten. Alle drei sind wir in der Lebensweise Coachingausbildung und teilten vieles miteinander. Aus Gründen, die ich hier nicht näher beschreiben möchte, hatte zwischen uns eine Distanzierung stattgefunden. Im Mai trafen wir uns hier in Ollndorf zu einem Brunch und einer anschließenden Redestabrunde, in der jede erzählte, wie es ihr mit der Situation, mit unseren Beziehungen und überhaupt im Leben gerade erging. Das war für mich ein schönes Beispiel dafür, dass und wie sich Missverständnisse auflösen lassen. Wir hörten einander und teilten aus dem Herzen, was eine jede bewegte. Dadurch kehrten das Mitgefühl, das Verständnis füreinander in all unserer Unterschiedlichkeit und damit auch die Nähe zwischen uns wieder zurück. Danke.

30jähriges Klinikjubiläum und 9. Klostertag in Rehna

Im Mai feierte die Median Klinik Mecklenburg ihr 30jähriges Klinikjubiläum und lud Kolleginnen und Kollegen aus dem Suchthilfe-Kontext zum 9. Klostertag ins Kloster Rehna ein. Da die Anmeldungen die Kapazität des gebuchten Raumes bei weitem überstiegen, mussten wir auf ein Veranstaltungszelt ausweichen, das im Klostergarten aufgestellt wurde.


Die Träger und die Chefärzte hatten in dieser Zeit mehrfach gewechselt, doch die Arbeit mit den Menschen, die aus dem Konsum illegaler Drogen aussteigen wollen, ist geblieben. Meine Arbeit hat sich im Laufe der Jahre verändert und vertieft. Ich bin sehr dankbar, dass ich dort all das, was ich auf meinem eigenen Heilungsweg, sozusagen in der Ausbildung durch das Leben und all den anderen Aus- und Weiterbildungen gelernt habe, einfließen lassen kann. Besonders ist in unserer Klinik, dass wir mit Menschen arbeiten, die gleichzeitig eine Abhängigkeitserkrankung haben und an Traumafolgestörungen leiden. Da der Konsum von Drogen häufig als Selbstmedikation eingesetzt wird UND in einem Lebensweg, der mit Drogenkonsum und oft auch Beschaffungskriminalität einher geht, traumatische Erfahrungen gehäuft vorkommen, sind die Themen nicht voneinander zu trennen. 


Der Chefarzt der Klinik Dr. Willem Hamdorf begrüßte die Gäste und eröffnete den Tag mit einer Klinikchronik. Anschließend folgten verschiedene Kurzvorträge von Kollegen und Kolleginnen. 


Mein Vortrag war der Abschlussvortrag vor der Mittagspause und hieß wie das gleichnamige Buch von Vivian Dittmar "Der emotionale Rucksack - Wie wir mit ungesunden Gefühlen aufräumen". Seit nunmehr zwei Jahren gibt es in unserer Klinik als Pilotprojekt die Indikativgruppe "Bewusste Entladung", eine Selbsthilfepraxis, die Menschen ermöglicht, sich in einem gehaltenen Raum eines mitfühlenden Gegenübers unverdauten Erfahrungen zuzuwenden und das zu fühlen, was verarbeitet und ins eigene System integriert werden will. Ich bin sehr froh darüber, wie gut diese Gruppe von die Patient*innen angenommen wird. 

 
Am Nachmittag gab ich für 28 Teilnehmende in einem Workshop im ehemaligen Gerichtssaal des Klosters eine Einführung in die Praxis der Bewussten Entladung. 




Waltrauds Urnenbeisetzung am 28. Mai


Am 28. Mai kamen Familie und Freunde zusammen, um sich von Waltraud zu verabschieden. Mich schmerzt am meisten, dass die Innenwelt von Waltraud nun nicht mehr existiert - ihre spezielle Sicht auf die Menschen, ihre Art, Dinge zu erleben und einzuordnen, ihre veränderlichen Erinnerungen, ihre Art, in Beziehung zu sein... 

Danke, Waltraud!



Schwesternmediation am 29. Mai

Jetzt sind seit diesem Treffen schon knapp drei Wochen vergangen. Dass ich das, was da passiert ist, nicht wirklich fassen kann, hätte fast dafür gesorgt, dass es den Mai-Rückblick nicht gibt. Ich bin mit der Intention in die Mediation gegangen, das, was aus der Vergangenheit zwischen uns steht, mit Begleitung durch die Mediatorin zu beleuchten und möglichst auszuräumen, um wieder mehr Verständnis füreinander und Verbindung zueinander zu erleben. Ich hatte mir gewünscht, dass wir einander wirklich hören und mit unseren Bedürfnissen und unserer Verletzlichkeit in Kontakt sind. Aus meiner Perspektive sind wir Schwestern auch mit der Begleitung von Caroline Kikisch leider nicht aus der Verteidigungsschicht herausgekommen, in der es um richtig, falsch, Zuschreibungen, Vorwürfe, Recht haben ging. Statt Verbindung, gab es noch mehr Trennung. Und ich frage mich, wie sinnvoll eine Mediation überhaupt ist, wenn es kein Verständnis über die Aktivierung von emotionalen Altlasten und die Notwendigkeit gibt, Auslöser und Ladung voneinander zu trennen. Mit dieser Frage bin ich nun weiter unterwegs. Ich werde sie mit in das nächste Lebensweise Coaching Ausbildungsmodul nehmen, in der es um Konflikte geht. 

Bei meinem Vater und seiner Partnerin zu Gast 

Tja, nach der Schwesternmediation, die mich in einem Schockzustand zurückließ, war es für mich nicht möglich, an dem so lang geplanten Treffen von Liesel und ihren Kindern und Papa und seinen Töchtern teilzunehmen. Ich war noch immer in einem emotionalen Ausnahmezustand und sagte ab.

So ging der Mai zu Ende...  

Montag, 15. April 2024

Jahreskreisfest BELTANE 2024

Seit 12 Jahren feiere ich inzwischen die Jahreskreisfeste in einem Frauenkreis und möchte diese Möglichkeit zur tiefen zyklischen Naturverbindung nicht missen. Ca. zwei Wochen vor unserem Treffen spüre ich hinein, welche Qualitäten in diesem Jahr besonders gewürdigt werden wollen und schreibe eine einstimmende E-Mail an die Frauen. Die Einladung zu einer Alltagsaufgabe ermöglicht es Ihnen, in diese Qualitäten einzutauchen. Für mich ist es am stimmigsten, immer wieder neu zu lauschen und Räume für Feste zu kreieren, die lebendig bleiben. Hier kannst Du einen Auszug aus der E-Mail lesen, die soeben in die elektronischen Postfächer der Gruppe geflogen ist.

Liebe Frauen,

bald feiern wir das Fruchtbarkeits- und Sinnlichkeitsfest Beltane zusammen. Die überbordende Natur aktiviert die sinnlichen Qualitäten des Lebens auf wunderbare Weise. Wenn Du die Haustür verlässt und Dich umschaust - was siehst Du? Welche Farben und Formen erfreuen Deine Augen? Wie fühlt sich der mal kühle, mal warme Frühlingswind auf Deiner Haut, in Deinen Haaren an? Wie ist es, Deine Augen zu schließen und Dich vom warmen Sonnenlicht liebkosen zu lassen? Und was geschieht mit und in Dir, wenn Du Regen ganz bewusst empfängst und Dich von den Himmelstropfen segnen lässt? Was ist jetzt gerade Dein liebster natürlicher Duft? (Ich kann mich an den Blüten der Traubenkirsche nicht sattriechen. So gern würde ich mich in ein Parfum mit diesem Duft einhüllen.) Wie schmeckt die Luft? Welche Frühlingskräutlein magst Du Dir bei einem Spaziergang in den Mund stecken und Dir in Dankbarkeit und Liebe einverleiben? Wie kannst Du diese unterschiedlichen Geschmäcker beschreiben? Wie ist es, wenn Du mit geschlossenen Augen zarte Blätter und Blüten berührst? Mit zärtlichen Fingern die Haut der Baumwesen liebkost? 

Was IN DIR möchte gerade aufblühen oder sich weiter entfalten? 

Auf dem Jahresrad liegt BELTANE im Süd-Osten und damit SAMHAIN direkt gegenüber. Jetzt weitet sich das Tor in die helle lichtvolle Jahreshälfte noch einmal mehr. Beltane ist eines der vier Mondfeste und feiert den vollen Mond. Eine Variante diese Festes ist die Walpurgisnacht, die traditionell in der Nacht vom 30. April zum 1. Mai gefeiert wird. Als Tanz in den Mai hat dieses Fest bis heute und auch in unserer Gesellschaft einen Platz. Ja, die Wiederkehr und der Anstieg der Lebensenergie wollen gefeiert werden. Das Weibliche und das Männliche (in uns) begegnen sich. Das Leben braucht die Verbindung dieser Qualitäten, um sich immer wieder zu erneuern. 

Wie lebst Du in Deinem Leben die weiblichen Qualitäten des Lauschens, der Hingabe, des Empfangens?

Und welchen Raum hat die zielgerichtete, männliche Tat- und Umsetzungskraft bei Dir?

Als einstimmende Alltagsaufgabe gönne Dir eine sinnliche Zeit von mindestens einer Stunde in der Natur. Oder willst Du Dir einen ganzen Draußentag schenken? Öffne ganz bewusst Deine Augen, Deine Ohren, Deine Nase, verbinde Dich mit der Sensibilität Deiner Hände. Vielleicht magst Du barfuß gehen? Vielleicht lädt ein Baum Dich ein, Dich an seinen Stamm zu setzen und ein wenig zu verweilen. Vielleicht bieten sich Dir Frühlingskräutlein an, um verspeist zu werden. Schnuppere und taste, rolle Dich über den Waldboden oder einen Wiesenhügel hinab, nimm' eine satte Handvoll Erde in Deine Hände und rieche daran. Lausche den Vögeln und singe Deine eigene Melodie. Stimme ein in die Sinfonie der Lebendigkeit! Was ist Dein liebster Sinn, der Dich am stärksten mit der Welt verbindet. Und wie bist Du NACH der sinnlichen Erfahrungsreise? Was in Dir hat sich bewegt und verändert? Wir werden einander in der Redestabrunde lauschen. 

...

Wir lassen das Fest mit einem lebendigen Feuer ausklingen. Bitte bringe einen picknicktauglichen kleinen Beitrag zum gemeinsamen Draußen-Abendessen mit, am besten Fingerfood, so dass wir kein Geschirr brauchen. Dem Wetter entsprechende Kleidung ist eine gute Idee. 

Ich freue mich SEHR auf Euch und unser gemeinsames Fest der Lebendigkeit und Lebensfreude!

Herzlich

Jana

Montag, 1. November 2021

Samhain - Das Ahninnenfest im Jahreskreis und die Arbeit mit den eigenen Schatten


Jetzt ist bereits der 1. November. Das diesjährige Samhain gehört der Vergangenheit an. Und doch will ich noch ein paar Gedanken und Erfahrungen zu unserem Fest mit Dir teilen. In diesem Jahr - als ich mit der Vorbereitung des Jahreskreisfestes für meine Frauengruppe und der Einstimmung darauf begann - spürte ich, dass wir einmal mehr eingeladen sind, uns unseren Schatten zuzuwenden. Letztlich wundert es mich nicht, denn wenn ich mich in der Welt umsehe, stecken wir alle in stark polarisierenden Situationen. Da geht es um richtig und falsch, gut und schlecht, Recht haben wollen und daneben liegen, ein Dafür und ein Dagegen... Wir haben also gerade sehr gute Bedingungen dafür, den eigenen Schatten zu erforschen.

Doch was ist mit SCHATTEN eigentlich gemeint?

Hierbei geht es um Gedanken, Gefühle und Handlungen, die NICHT unserem Selbstbild und unseren Werten entsprechen, sondern diesen entgegenstehen. Der eigene Schatten ist häufig ein blinder Fleck oder eher noch eine blinde Zone. Du kannst Deinen eigenen Schatten aufspüren, indem Du Dich z. B. fragst, welche Themen so mit Scham behaftet sind, dass Du kaum wagst, sie zu denken und schon gar nicht, sie laut auszusprechen. Du kannst Dich auch fragen, was Dich so richtig aufregt, ärgert, wahnsinnig macht und virtuos alle Deine Knöpfe drückt. Hilfreich können auch Nachforschungen darüber sein, welches Verhalten, Fühlen, Denken Du bei einem Gegenüber ablehnst und verurteilst. Du kannst Dich fragen, welche Thematik Du vermeidest. 

Na, tauchen da schon Themen auf?

Zum Verständnis: Wenn Du Deinen Hinterkopf anschauen willst, brauchst Du mindestens einen Spiegel, denn für Deine Augen ist Dein Hinterkopf ohne dieses Hilfsmittel nicht zu sehen. Auch unsere Psyche hat solche blinden Flecken, die mit den Augen unseres (in der Regel begrenzten) Bewusstseins nicht zu erkennen sind. Hier wirken Menschen und Situationen als Spiegel und können uns auf die blinden Flecken aufmerksam machen. Wenn wir uns diesen Phänomenen dann nicht verurteilend, sondern mit offenem Geist zuwenden, können wir unsere Schatten kennenlernen und mutig erforschen. Ja, es braucht erstmal eine ganze Portion Mut, sich diesen speziellen inneren Anteilen zuzuwenden. 

Wenn es also soooo ungemütlich und wirklich herausfordernd ist, sich mit den eigenen Schattenseiten zu befassen, warum sollten wir es trotzdem tun? Weil GOLD darin zu finden ist. Nicht nur, dass die Lebensenergie, die in das Unterdrücken, Verdrängen, Vermeiden hineinfließt, dann wieder frei wird und uns zur erfüllenden Gestaltung unseres Lebens zur Verfügung steht, sondern vor allem auch, weil alles, was ich ablehne für eine Einengung meines Horizontes sorgt. Je ausgeprägter mein Schatten ist, umso stärker muss ich vermeiden, umso eingeschränkter wird mein Tunnelblick, umso beschränkter ist meine Handlungsfähigkeit. 

Wenn wir es jedoch wagen, uns unseren Schattenhandlungen, -gedanken, -gefühlen zuzuwenden - z. B. ja, ich habe mein Kind angeschrien oder geschlagen, obwohl ich eine friedliebende Frau mit dem Wert der Gewaltfreiheit bin oder ja, ich habe eine Currywurst hinuntergeschlungen, obwohl ich mich vegan ernähre, oder ja, ich bin neidisch auf meine beste Freundin, weil sie mit ihrem Strahlen alle bezaubert usw. usf. und wir wagen, diese Handlungen, Gefühle, Gedanken als zu uns gehörig anzusehen, weitet sich unser Herz. Diese Handlungen, Gefühle und Gedanken anzunehmen, heißt nicht, sie gut zu finden. Es heißt nur, JA zum So-gewesen-sein zu sagen. Wenn ich diesen Prozess des Annehmens durchfühle,  entwickle ich ganz natürlich mehr Mitgefühl für andere Menschen, die sich irgendwo verirrt haben und Schatten leben. Wenn ich über ein Schattenbewusstsein verfüge,  entsteht immer mehr Frieden in mir und in all meinen Beziehungen. 

Was verändert sich in Dir bei der Vorstellung, Dich Deinen Schatten zuzuwenden?

***

Jetzt habe ich viele Worte geschrieben und noch nichts vom Jahreskreisfest SAMHAIN erzählt. 


Wir trafen uns diesmal bei mir in der Jurte und blieben auch hier. Nach einer einstimmenden
Willkommensräucherung, einem feinen Abendessen, das aus Caponata und gefüllten Feigen als Vorspeise, gebackenem Kürbis-Kartoffel-Stampf mit Rosmarin und Zimt, im Ofen gerösteter Roter Bete plus veganer Mayonnaise aus Aquafaber als Hauptspeise und mit Erdnussmus und dunkler Schokocreme sowie gerösteten Erdnüssen gefüllten Medjouldatteln bestand, einer Runde, in der wir die Ahnen und alle unterstützenden Kräfte einlieden, trommelten wir gemeinsam und ließen in diesem Trancezustand unsere Schatten auftauchen, die sich jetzt zeigen wollten/konnten. Wir teilten die Erfahrungen in einer bewegenden Redestabrunde


Ich bin unserem Kreis soooo dankbar, dass wir inzwischen in einer so liebevollen Offenheit angekommen sind, dass Schattenarbeit in der Gruppe möglich ist. So konnte ich im Anschluss die aus dem Buddhismus stammende
CHÖD-Übung anleiten, bei der die inneren Dämonen genährt werden. Das ging tief und es entstand eine noch stärkere Verbundenheit mit uns selbst und miteinander. GOLD halt... Wir teilten in einer Runde, was wir erlebt hatten, sangen das Lied ICH LIEBE MICH und genossen dann in Paararbeit wechselseitig eine feine Massage, so dass die Erfahrungen ganz in den Körper sinken konnten. So ein wundervolles und ganz anderes Samhain...

Danke! 

Jana
P. s. Am nächsten Morgen war der gefüllte Ahnenteller, den ich in den Garten gestellt hatte, leergefuttert...

Montag, 21. Juni 2021

Unsere Sommersonnenwende am Meer...

Freitag Abend trafen wir acht Frauen der Jahreskreisgruppe uns nach gefühlten Ewigkeiten endlich wieder in echt und in Farbe. Und um es gleich doppelt fein zu machen, verabredeten wir uns am wilden Steilküsten-Ostseestrand. Mit Feuerholz und Dreibein, Feuertopf und feinem Essen, Schlafsack und Isomatte sowie ausreichend Trinken bepackt, wanderten wir ein Stück am Strand entlang, bis wir einen Ort fanden, der uns zum Bleiben einlud. 


Um wirklich anzukommen, gingen wir einzeln über den Strand und fanden Schönes, mit dem wir unsere Mitte gestalteten. 


Wir dankten den Himmelsrichtungen und verbanden uns mit den unterstützenden Kräften des Medizinrades, die uns zu jeder Zeit zur Verfügung stehen. Wir tauchten ins Meer und schwammen im wunderbaren Wasser, teilten in einer Redestabrunde das miteinander, was gerade in unserem Leben lebendig ist und in diesem geborgenen Kreis geteilt werden wollte. Wir entzündeten ein kleines Feuerchen und erwärmten unser Abendessen, genossen feine Speisen -  Antipasti, veganes Chili und ein wunderbares veganes Dessert. Danke, liebste Julia! Wir lachten und sangen, tauschten uns aus, tanzten einen Tanz nach einem Mittsommerlied...


...machten Steinklänge mit den Ältesten der Erde und sprangen - nur mit einem Beifußgürtel bekleidet - über das Feuer. Mögen Kraft und Schutz, Gesundheit und lichte Energie uns auch in der kommenden Zeit unterstützen. Zum Dank übergaben wir unsere Beifußgürtel im Anschluss dem Feuer. 

Das Meer funkelte in der Sonne, Himmel und Wasser wechselten wieder und wieder die Farbe und betörten uns mit unvergleichlicher Schönheit. Das rhythmische Rollen der Wellen, der Gesang der Waldvögel, die pfeilschnell am Himmel dahinschießenden Uferschwalben, die Steinklänge, die mich fast in Trance versetzten, das Verbundenheitsgefühl im Kreis der vertrauten Frauen - all das und viel mehr erfreute,  erfüllte, berührte mich zutiefst.


Sooo ein schönes Mittsommer-Fest! Zu fünft übernachteten wir am Strand, sangen ein für mich neues Schlaflied als Kanon - Danke, liebe Christine! (KLICK) - und genossen den sternenklaren Himmel. Die zwitschernden Vögelchen aus dem Steilküstenwald weckten mich pünktlich zum frühen Sonnenaufgang. So konnte ich gleich ein Foto der noch schlafenden Frauen machen. 

Danke! Danke! DANKE!

Montag, 26. April 2021

Gemeinsam durch das Jahr - Beltane in speziellen Zeiten...


Auch wenn BELTANE traditionell in der Nacht vom 30. April zum 1. Mai gefeiert wird, trafen wir Frauen uns in diesem Jahr schon am vergangenen Freitag, um das Jahreskreisfest zusammen zu begehen. Dieses Fest ist DAS Fest der Sinnlichkeit, der Lebensfreude, der Lust und der Fruchtbarkeit. Wie jedoch lässt sich ein so sinnliches Fest in diesen besonderen Zeiten gestalten, wenn die Frauen aus unterschiedlichen Bundesländern und Orten kommen? Ich will Dich an unserem Weg teilhaben lassen.

Zur Vorbereitung schrieb ich diese einstimmende Email an die Frauen:

Liebe Frauen,
 
und weiter dreht sich das Jahresrad... In der Nacht vom 30. April zum 1. Mai findet jedes Jahr erneut Beltane (Walpurgis) statt. Dieses Fest liegt auf dem Jahresrad im Südosten, ist eines der Mondfeste und der vollen Mondin gewidmet. Es ist DAS Fest der Lebensfreude, der Fruchtbarkeit, der Liebe und der Lust. Ja, das Leben ist zurück und geht in eine neue Runde. Die Sonnenkraft ist wieder da. Die Natur jubiliert - und das ganz unabhängig davon, was bei uns gerade los ist...

Es ist das Fest der roten Göttin - der erotischen, fruchtbaren, sinnlichen Frau. Und wie lässt sich das Leben besser feiern als mit sinnlichen Freuden, Tanz, Gesang und Genuss auf allen Ebenen? In den Überlieferungen heißt es, dass überall Freudenfeuer angezündet wurden, Ehegelübde für eine Nacht aufgehoben, die körperliche Liebe in den Feldern genossen und auf diese lustvolle Weise für fruchtbare Erde und reiche Ernte gebetet wurde. Erde und Himmel vereinigten sich in der rituellen Vereinigung des Männlichen mit dem Weiblichen. 
 
Einstimmende Alltagsaufgabe:

Um diese spezielle Zeitqualität auch wirklich zu erleben, sind wir eingeladen, einmal mehr ganz bewusst unsere Sinne zu gebrauchen. Zur Unterstützung lade Dir die App MindBell auf Dein Handy. Mehrmals im Laufe eines Tages ertönt ein sanfter Gong. Er darf Dich daran erinnern, Dich über Deine Sinne mit der Welt zu verbinden. Öffne Deine Augen und schau WIRKLICH hin! Schau, als ob Du etwas zum ersten Mal erblickst. Was siehst Du? Öffne Deine Ohren und lausche... Was hörst Du? Was sind die leisesten Geräusche, die Du vernehmen kannst? Wie riecht es gerade? Was spürst Du? Was schmeckst Du? Und welche Empfindungen lösen die sinnlichen Wahrnehmungen JETZT in Dir aus? Wie wirkt es sich aus, wenn Du Deinem sinnlichen Erleben mehr Raum schenkst?
 
Wir treffen uns - physisch zu zweit - am kommenden Freitag, dem 23. April um 18.00 Uhr und verbinden uns dann online per Zoom 
miteinander. 
 
Bitte vorbereiten und mitbringen: 

Kleide Dich in Rottönen. 
Bereite köstliche Speisen vor. Süß und salzig. Herzhaft und frisch... Vielleicht einen Teller mit verschiedenen Kleinigkeiten (Tapas, Fingerfood, Obst, Pralinen etc.), die den ganzen Abend über in kleinen Häppchen genossen werden können.
Schmückt Euern Raum, einen Tisch oder Altar mit roten Farben, Blumen, Duftlampe, Räucherwerk, Kraftgegenständen etc.
Besorge Dir roten Wein oder Saft und gieße ihn in ein schönes Glas.
Hab Deinen Schminkkasten, verschiedene Pinsel, ein Wassergefäß und einen Spiegel dabei.
Ich schicke Euch über die Jahreskreis-Gruppe den Link zu einer Musik, die wir zum Schminken und eine, die wir später zum Tanzen brauchen werden. Besorge Dir eine Möglichkeit (z. B. Bluetooth-Box), um die Musik in guter Qualität laut hören zu können. Wenn Du keine Box hast, nutze Dein Handy mit Kopfhörern. Stimmt Euch dazu in Eurer Zweiergruppe ab.
 
Ich freue mich auf ein sinnliches Fest und grüße Euch
 
herzlich
 
Jana

Und dann trafen wir uns. Nicht alle, denn zwei Frauen waren aus nachvollziehbaren Gründen allein in ihrem eigenen Zuhause geblieben. 

Wir stießen mit einem Glas Wein oder Saft miteinander an und ließen uns diesen ersten Schluck auf der Zunge zergehen. Schmecken... Immer wieder dürfen wir uns fragen - 

Wie schmeckt lebendig gelebtes Leben?

Anschließend sprach ich eine Einstimmung. Wir verbanden uns mit den Qualitäten der Himmelsrichtungen, der Erde, des Himmels, der Mitte. 

Danach führte ich in das Ehrliche Mitteilen ein. Hier teilte jede Frau, was JETZT in ihr lebendig war - Gedanken, Körperempfindungen und Gefühle. Das Besondere an dieser Art der Kommunikation ist das Bezeugen des lebendigen Lebens, das immer jetzt stattfindet. Es geht nicht darum, Geschichten miteinander zu teilen, was warum in uns aktiviert ist, sondern um das reine Gefühl. Es ist nicht von Bedeutung, welche äußeren Umstände dieses Gefühl ausgelöst haben, nur das Gefühl selbst wird mitgeteilt. Und indem es Raum hatte und mitgeteilt wurde, veränderte es sich bereits, wandelte sich in ein neues Gefühl, eine nächste Empfindung, die ebenfalls mitgeteilt wurde... Jede Frau bekam einen Zeitrahmen von 10 Minuten und alle anderen Frauen lauschten mit geöffneten Herzen. Das war eine sehr verbindende Erfahrung. Ich habe es als spannend, energetisierend, lebendig erlebt und mich mit jeder einzelnen Frau soooo verbunden gefühlt.

Dann war Zeit für das Abendessen, bei dem genussvoll die vorbereiteten Köstlichkeiten verspeist wurden. 

Im Anschluss daran schmückten wir das eigene Gesicht, indem wir uns mit wasserlöslicher Nassschminke bemalten. Für den Akt des Schminkens hatte ich eine Musikzusammenstellung von Silvana (KLICK) zum Multikulturellen Frauenmarsch per Link an die Frauen geschickt. 

Und so angefeuert, wuchs die Lust auf Bewegung, auf freien Tanz. Ich danke Nina Jütting für diese Musikzusammenstellung (KLICK), nach der wir tanzten und uns einmal mehr verkörperten. Andrea und ich schlossen die Tanzerfahrung mit einer gegenseitigen sanften Massage, denn auch Berührung ist so essenziell für ein lebendig gelebtes Leben.

Es war spät geworden. Wir hatten miteinander geteilt, was wir fühlten, waren in unserem warmen lebendigen Leib gelandet und unsere Herzen hatten sich miteinander verbunden. Danke, liebe Frauen!

Herzlich grüßt Dich

Jana

Donnerstag, 21. Januar 2021

Seminarkalender 2021

 

                        Foto: Franzi Schädel von Franzi trifft die Liebe (KLICK)


Was?                          

Wann?                  

Wo?          

Flyer mit weiteren Infos zum Anklicken


ZURÜCK IN DIE EIGENE KRAFT

Offene Prozessbegleitung im nährenden Frauenkreis mit

Birke Knopp 

www.den-wandel-begleiten.de/ und

Jana Muchalski

www.janamuchalski.de



Fr., 25.06.2021, 16.00 Uhr -
Mo., 28.06.2021, 14.00 Uhr


Seminarhaus Hof Kranichmoor
Am Wall 21

23883 Neuhorst am Wall

Info (KLICK)


SYLVIA KIRCHHERR

KONZERT IN DER JURTE 

Intuitive Gesänge, Selbst-g'schriebenes, Gejodeltes, Bayrisches, Seelengesungenes, Weitgereistes...



An einem Samstag im Frühjahr o. Sommer, 20.00 - 22.00 Uhr,

Wenn Du eingeladen werden möchtest, sobald der Termin feststeht, schicke mir gern eine Mail an jana.muchalski@web.de


Jurte im Garten 
Ollndorfer Hufe 8
23923 Siemz-Niendorf
OT Ollndorf

Info (KLICK)


SING-SANG-SONNTAG mit

SYLVIA KIRCHHERR

Gemeinsames Singen und Tönen

 


An einem Sonntag im Frühjahr o. Sommer, 11.00 – 17.00 Uhr,

Wenn Du eingeladen werden möchtest, sobald der Termin feststeht, schicke mir gern eine Mail an jana.muchalski@web.de



Jurte im Garten 
Ollndorfer Hufe 8
23923 Siemz-Niendorf
OT Ollndorf

Info (KLICK)


Wir feiern die JAHRESKREISFESTE und verbinden uns tiefer mit den  natürlichen Zyklen – geschlossene Jahresgruppe für Frauen

Wenn Du Dich für 2022 vormerken lassen möchtest, schicke mir gern eine Mail an jana.muchalski@web.de



Imbolc – 29.01.,

Ostara – 26.03.,

Beltane – 23.04.

Sommersonnenwende – 18.06., Schnitterin – 30.07.,

Mabon – 10.09.,

Samhain – 29.10., Wintersonnenwende - 17.12.


Natur in NWM und/oder

Jurte im Garten 
Ollndorfer Hufe 8
23923 Siemz-Niendorf
OT Ollndorf

Info (KLICK)

 

 


FRAUENCAMP

Im schwesterlichen Kreis auftanken


So., 08.08.2021, 16.00 Uhr -
Sa., 14.08.2021, 14.00 Uhr


Auf dem Platz der

Wildnisschule Waldschrat

Brandenburg

15372 Müncheberg OT Hoppegarten

https://wildnisschule-waldschrat.de 

 


 

Info (KLICK)


GEMEINSAM RAUS –REIN INS LEBEN

2. Wildniscamp für ehemalige Drogenkonsumenten, die mehr vom Leben wollen...


Fr., 24.09.2021, 16.00 Uhr -
Mo., 27.09.2021, 14.00 Uhr


Auf dem Platz der

Wildnisschule Waldschrat

Brandenburg

15372 Müncheberg OT Hoppegarten

https://wildnisschule-waldschrat.de


 

 

Info (KLICK)