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Montag, 7. April 2025

Monatsrückblick März 2025 - Die ganze Bandbreite...

Von Krankheit, Rebellion und Hingabe

Der Monat März begann mit einer verschleppten Bronchitis. Ein Anfall starker Atemnot und Erstickungsangst ließ mich den kassenärztlichen Notdienst anrufen. Dort hieß es, das sei ein Fall für die 112. Die Notärztin diagnostizierte eine Lungenentzündung (die sich später jedoch nicht bestätigte) und ließ mich ins Krankenhaus einweisen. Über die Erfahrung könnte ich bereits eine ganze Geschichte schreiben. Mich entsetzte diese eine Nacht im Dreibettzimmer derart, dass ich mich am nächsten Tag selbst entließ. Obwohl ich hier als Patientin mit unserem Gesundheitswesen und dem vielen konfrontiert wurde, was ich als nicht stimmig und nicht artgerecht erlebe, bin ich dankbar für die Medikamente, die mich wieder atmen ließen, dankbar für zugewandtes medizinisches Personal (die Minderheit) und DASS es überhaupt ein Gesundheitssystem gibt. Danke an meine fürsorgliche und tatkräftige Tochter, die ein stärkendes Essen kochte, das Häuschen putzte, mich abholte und wieder nach Hause fuhr. Puh...

Die Folge der Krankheit war, dass ich diverse Coachings sowie den 2. Nordlichter-Geburtstag, meine Teilnahme beim Special-Call mit Team und Gästen beim Onlinekurs DAS INNERE NAVI absagen musste und eine Woche in der Klinik fehlte. Das mag ich ja gar nicht gern. Gleichzeitig brachte die Erkrankung mich wieder und auf spezielle Art mit meinem Namen in Kontakt, den mir mein Clan im Jahrestraining 2023 gegeben hatte: Hingabe... Nochmals ging es für mich darum, tiefer zu akzeptieren, dass Krankheit, Versehrtheit, Sterben und Tod genauso zum Leben gehören wie Geburt, Gesundheit, Wachsen und Werden, in der eigenen Kraft sein und mich zutiefst lebendig fühlen. Mein Kopf hat das längst verstanden, doch bis eine solche Wahrheit im ganzen System landet und tatsächlich gefühlt und verkörpert werden kann, das dauert...

Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht - ein Treffen mit meinem fast 85jährigen Vater 

Passend zu dem Thema, das mich beschäftigt hatte, traf ich mich zum 2. Mal mit meinem Vater zum Thema Krankheit, Sterben und Tod. Wir hatten kürzlich bereits ein sehr berührendes Gespräch erlebt und viele Fragen miteinander bewegt. Es tat ihm und mir so gut, die Ängste und auch die Wünsche zu benennen. Mein Vater fuhr damals sehr erleichtert und dankbar wieder nach Hause. Durch dieses Gespräch sind wir uns auf einer ganz neuen Ebene näher gekommen. Bei dem Treffen im März erstellten wir eine Patientenverfügung und eine Vorsorgevollmacht. 

Und damit ich auch wirklich tief begreife, dass beides gleichzeitig da ist, fand ich eine kleine Blaumeise tot im Ofen der Jurte, während die Krokusse in voller Pracht blühten. Sterben und Leben, Werden und Vergehen...




Jahreskreisfest Ostara = Frühjahrstagundnachtgleiche

Zum Vollmond am 14. März trafen wir uns in meiner Jahreskreisgruppe, um - etwas vorfristig - die Frühjahrstagund-nachtgleiche miteinander zu feiern. Ich war sehr mit der Gleichzeitigkeit von Hell und Dunkel, Winter und Frühling beschäftigt und tatsächlich ging das nicht nur mir so, sondern in einigen Leben gab es Turbulenzen oder Wellen. Ja, so ist es in dieser Zeit, wenn Winter und Frühling miteinander ringen und wenn die Situation in der Welt ist, wie sie derzeit ist. Wir hörten in einer Redestabrunde voneinander, fühlten mit und bezeugten uns. Im Schummerlicht der Jurte bemalten wir Gänseeier. Nach nur 3 Minuten zwitscherte ein kleiner Zaunkönig (mein Timer) und das war das Signal, das Ei an die nächste Frau weiterzugeben. Zum Schluss bekam jede Frau ihr Ei mit Spuren jeder anderen Frau wieder zurück. 


In einem kleinen Ritual legte jede Frau drei Samen in einen mit Muttererde gefüllten Blumentopf. Sie stehen für das, was in diesem Jahr wachsen, blühen und reifen will. Ich war gleich danach für 12 Tage unterwegs und konnte mich nicht um meine Samen kümmern. Doch als ich zurückkam, sah es in meinem Topf so aus. Danke, Rainer! 


9. Online Summit der Pioneers of Change 

Ebenfalls im März fand der Summit zum Thema REGENERATION - KRAFT FÜR EINE LEBENDIGE WELT statt, bei dem Vivian Dittmar in einem Pre-Opening mit Martin Kirchner und Hemma Rüggen über den Wandel in der Krise sprach. HIER (KLICK) kannst Du Dir das Interview auch jetzt noch anschauen. Es ist ein schonungsloses und sehr klares Hinschauen. 


Gestrickt

Es tat mir gut, die pflanzengefärbte, am Spinnrad gesponnene Wolle in den Farben des Regenbogens zu verarbeiten. Im März beendete ich das nur 100 g leichte Dreieckstuch mit 2 Metern "Flügelspannweite" und 80 cm Länge in der Spitze. 

Es fühlt sich wunderbar kuschelig an und passt zu vielen meiner Sachen, weil ich gern einfarbig trage und jede Farbe im Tuch vorkommt. Gleich danach schlug ich ein Paar Socken in Größe 42 für meinen Sohn an, die ich ihm beim Besuch in Leipzig schenkte, ohne ein Foto gemacht zu haben. Und dann kamen pflanzengefärbte Minis zum Einsatz. Sie werden sich in Ringelsocken für mich selbst verwandeln.



Ritueller Abschluss der Gestaltungstherapiegruppe

Zwei Tage vor der Reise in Deutschlands Süden fand der gemeinsame Abschluss meiner 81. Gestaltungstherapiegruppe statt. Wir verbrachten den Tag am wilden Ostseestrand. Jeder Mensch gestaltete mit all dem, was der Strand uns so großzügig zur Verfügung stellte, eine Abschiedsgestaltung, die im Anschluss von der gesamten Gruppe bezeugt und gewürdigt wurde. Es war berührend, verbindend, schön und tief. 




Sohn- und Schwiegertochterbesuch in Leipzig

Auf dem Weg zum Life Intensive im Schloss Tempelhof fuhr ich - wie immer, wenn es weit in den Süden geht - über Leipzig. Ich traf mich mit P. und W. im Koreanischen Restaurant...

...und übernachtete in ihrer ersten gemeinsamen Wohnung, in die sie kurz zuvor aus verschiedenen WGs gezogen waren. Es ist nicht nur eine toll geschnittene, lichtdurchflutete Wohnung; ich freue mich auch mit den beiden, dass sie ihr Leben nun noch einmal anders miteinander teilen. Schön! 


Gefühle als Kraft - Life Intensive mit Vivian Dittmar

Nach dem Onlinekurs GEFÜHLE ALS KRAFT (KLICK) gab es beim Live Intensive über ein Wochenende für alle Teilnehmenden aus den stattgefundenen GaK-Kursen die Möglichkeit, Vivian bei der exemplarischen Arbeit mit einzelnen Menschen zu erleben - dieses Mal in einem Kreis von über 70 Frauen und Männern. Es war so berührend, die tiefen Heilungsprozesse bezeugen, im eigenen System erleben und mit Raum halten zu dürfen. So eine Diversität an Erfahrungen, dass alle Menschen sich in den verschiedensten Themen wiederfanden, die dort bewegt wurden. Das Live Intensive fand in der Gemeinschaft Schloss Tempelhof (KLICK) statt. Danke, dass ich kurzfristig in die Assistenz berufen wurde. Ich mag es sehr, mich in Präsenzveranstaltungen, die meinen tiefsten Werten entsprechen, dienend zur Verfügung zu stellen.

Zu Beginn des Live Intensives wurden lebendige Kunstwerke zu den fünf Grundgefühlen WUT, TRAUER, ANGST, FREUDE und SCHAM aufgebaut, so dass die Gefühle auch als symbolische Gestaltungen mit uns im Raum waren. Einen Abend tanzten wir nach Livemusik von dem begnadeten Musiker Arvin Yunus Can (KLICK) und dem lebendigen Christian durch die Gefühle. Die Clan-Struktur und tägliches Einchecken in der kleinen Runde ermöglichte den Teilnehmenden, mit all dem, was durch die kraftvollen Prozesse in ihnen berührt wurde, gehört und gehalten zu sein. Ich bin voller Demut, wieviel Heilung hier stattfinden konnte. 



4. Ausbildungswoche Lebensweise Coaching Ausbildung

Weiter ging es dann ins Chiemgau ins Seminarhaus AUF HEFT in Riedering (KLICK). Dieser Ort ist uns inzwischen so vertraut. Das Lebensweise Jahrestraining mit vier Wochenmodulen hat hier stattgefunden. Das erste Ausbildungsjahr mit drei Präsenzwochen ebenfalls. Wir kennen den Platz also inzwischen in allen Jahreszeiten, so dass es sich anfühlt wie ein nach Hause kommen. 

Im zweiten Ausbildungsjahr geht es um Beziehungen. Diese erste Woche stand unter der Überschrift DIE EVOLUTION DER BEDÜRFNISSE. Ich bin noch immer am Verstoffwechseln und Integrieren. 


Auch in der Ausbildung gibt es Clans und sowohl energetische, als auch praktische Aufgaben, die wir in den Pausen verrichten. Mein Clan hatte vier Tage den morgendlichen Frühstücks- und Schnippeldienst in der Küche, bei dem z. B. dieses schöne Bild entstand...


...und war die letzten Tage für die Reinigung der Bäder und Toiletten zuständig.  

Auf dem Rückweg fuhren wir wieder über Leipzig und besuchten unsere Freundin Jeannette, die uns köstlich bekocht hatte und deren Familie uns auf unseren Zwischenstopps auf ihrem Landeplatz willkommen heißt. Danke, liebe Jeannette! 

Freitag, 28. Februar 2025

Monatsrückblick Februar 2025 - Was alles in einen Monat passt!

Wenn ich so zurückschaue, staune ich immer wieder, wie viel gelebtes Leben in einen Monat passt, selbst in einen so kurzen wie den Februar... 

Ich genieße das zunehmende Licht, den Duft nach Vorfrühling, den Gesang der Amseln und der anderen Vögelchen, die zunehmend aktiver werden, das Gelb der Winterlinge, das Weiß der Schneeglöckchen und Märzbecher, das Violett und Orange der Krokusse, die farbenprächtigen Sonnenaufgänge, die zunehmende Lebendigkeit.

Wollwerkstatt ist NUN ENDLICH! umgezogen

Seit 2018 gebe ich bereits keine wolligen Kreativkurse mehr. Und trotzdem hatte ich hier noch immer meine Wollwerkstatt. Es hätte ja sein können, dass ich Lust bekomme zu filzen, zu färben etc. Die Lust kam nicht. Sie ist längst in andere Bereiche geflossen. Aber du weißt, Materie will gehütet und gepflegt werden, besetzt Raum und Energie. Jetzt war es so weit und ich folgte dem unüberhörbaren Impuls, all meine Materialien inklusive der Regale und Arbeitstische meiner Tochter zu schenken. Mich macht glücklich, dass die Dinge verwendet werden und hier Raum entsteht und Nina macht glücklich, so viel kostbares Material zur Verfügung zu haben. Win-win... :)




Kreativität

Kaum war das Material ausgezogen, bekam ich nach gefühlten Ewigkeiten Lust zum Stricken, nahm mir ein pflanzengefärbtes, vor langer Zeit handgesponnenes Garn und begann ein einfaches Dreieckstuch mit sanften Farbverläufen in allen Farben des Regenbogens. Schön! 

Epoxidharz 

Anfang Februar war meine kreative Tochter zu Besuch und  weihte mich in die Arbeit mit Epoxidharz ein. Wir sammelten schöne Kleinigkeiten in der Natur und zauberten Anhänger für  Ketten. So eine wunderbare Möglichkeit, sich zu verbinden - miteinander, mit den Pflanzen- und Tierfreunden. Hier zwei Fotos während des Prozesses...



Holzlieferung für eine warme Jurte 

Der kleine rote Ofen in der Jurte wird mit Holz beheizt und mein Holzlager war schon beinahe leer. Da kam Nina mit einem Anhänger voller Holz von einem Jagdkollegen, gemeinsam stapelten wir es und füllten das Lager wieder auf. Ein Dank an die Bäume und ein Dank an meine Tochter!



Counciltreffen Mitte im Eschwege-Institut (KLICK)

Es tat so gut, ein Wochenende lang in den Geist des Councils einzutauchen, sich mit Menschen auszutauschen, die in unterschiedlichen Kontexten mit Council arbeiten, Holgers Weisheit und seinen Humor zu erleben, nochmals klar zu haben, dass die Weisheit des Kreises größer ist als die Summe der Teilnehmenden, mit meiner Freundin Anja und meiner Schwester Nadja eine verbindende Zeit zu erleben, zu singen, zu lauschen, zu teilen, Themen zu bewegen. 

Ich komme wieder.






Bundestagswahl 2025

Es erschreckt mich, wie sehr die Polarisierung zunimmt, auch wenn ich weiß, dass einer tiefgreifenden Transformation häufig eine Polarisierung vorausgeht. Gleichzeitig mag ich keine Feindbilder generieren, sondern eher fragen, was Menschen dazu bewegt, eine bestimmte Position zu beziehen UND mich klar links zu positionieren. 


Zwischenprüfung 

Zum Ende des 1. Ausbildungsjahres der Lebensweise Coachingausbildung (KLICK) stand eine Zwischenprüfung an, die aus drei Teilen bestand. Es wurde Wissen abgefragt und eine schriftliche Selbstreflexion gefordert. Gestern habe ich auch den letzten Part erledigt und ein Feedback für meinen Buddy aus den gesammelten Feedbacks der Coachees, die von meinem Buddy gecoacht wurden, geschrieben und verschickt.

Und sonst so?

Ich habe 37 Coachings gegeben, davon ein Paar-Coaching, habe meinen Seminarkalender aktualisiert und meine Website (KLICK) aktualisieren lassen, habe mich selbst coachen lassen und bin einem früh verwundeten Teil begegnet, habe immer wieder Bewusste Entladung (KLICK) praktiziert, eine Petition für gesunde Bäume in der Klinik geschrieben, mich mit Konflikten und der Unverbundenheit von Menschen beschäftigt, 15 Therapiegruppen geleitet, 16 Einzeltherapiesitzungen gegeben, zum Nordlichtertreffen eingeladen, 2 Mal den internen Online Entladungsraum der Lebensweise Community (KLICK) moderiert, dabei Fehler gemacht und mich trotz meiner Begrenztheit lieb gehabt, zum Pfingsttreffen der Ganzheitlichen Medizin mit dem Vorstand in Bad Herrenalb einen Vortrag und einen Workshop vereinbart, hatte täglich Austausch mit Anja, traf mich mit meinem Buddy, bekam täglich Besuch vom Nachbarskater Rudi...

Wie gesagt, ich staune, was in so einen kurzen Monat passt!

Herzlich

Jana

Samstag, 14. Oktober 2023

Gemeinsam durch die Dunkelzeit - mein Angebot für Dich...

Die dunkle Zeit ist eine Zeit zur Innenschau, zur Verlangsamung, zum Anfreunden mit Dunkelheit und Stille und kann uns als eine jährlich wiederkehrende kostbare Zeit dienen, um uns wieder mehr mit uns selbst zu verbinden. Begleitung auf Augen- und Herzenshöhe ermöglicht eine noch größere Tiefe, als wenn wir allein unterwegs sind. Ich freue mich, wenn ich ein Stück Weg an Deiner Seite gehen darf. Neben den Seelenzentrierten Coachings als Fundament kannst Du Medizinwanderungen und Naturrituale und damit Möglichkeiten kennenlernen, im natürlichen Raum jederzeit in Beziehung zu gehen, Unterstützung zu erfahren und zu geben. Deine Erfahrungen werde ich Dir spiegeln, so dass sie in Deinem Herzen landen. Ein von Dir hergestellter Kraftgegenstand kann Dir als Erinnerer dienen. Ein individuelles Abschiedsritual lässt Dich die Schätze des Jahres 2023 würdigen und Dein in der Natur empfangener Kraftsatz unterstützt Dich dabei, mit einer klaren Ausrichtung in das Jahr 2024 zu gehen. 








Um die Erkenntnisse lebendig landen zu lassen, kannst Du - wenn es Dich lockt - ein Wochenendseminar vom 24. bis 25. Februar 2024 dazubuchen. In meiner gemütlichen Jurte werden wir in erlebnisintensive Erfahrungsräume eintauchen, Themen miteinander bewegen und das köstliche Leben genussvoll feiern. 



Ich freue mich auf Dich!

Deine Jana

Freitag, 12. April 2019

Ausstieg aus der Drogensucht - Einblicke in meine Arbeit...



Inzwischen bin ich im 19. Jahr in einer Rehaklinik angestellt, in der Menschen im Durchschnitt ein halbes Jahr lang Therapie nutzen, um den Ausstieg aus der Sucht nach illegalen Substanzen zu bewältigen. Die Klinik wanderte bereits durch viele verschiedene Trägerhände, der Name änderte sich mehrfach, die Chefärzte wechselten, es veränderten sich (und ich veränderte) Rahmenbedingungen und ich vertiefte die Inhalte meiner Arbeit immer mehr. Mein Verständnis von Sucht (und den in uns allen vorhandenen ausweichenden und abhängigen Anteilen) wandelte sich, wurde reifer und ressourcenorientierter. Meine Herzbegegnung zwischen uns Menschen blieb. Ich liebe meine Arbeit und es erfüllt mich sehr, das Wiederlebendigwerden, das Aufblühen, die Heilung von Menschen miterleben zu dürfen.



Seit Januar 2018 bin ich nur noch Mittwoch und Donnerstag für 16 Stunden in der Klinik, denn Montag, Dienstag und Freitag arbeite ich genauso gern  in meiner Coachingpraxis (KLICK)

In der Klinik unterstütze ich zwei Traumatherapiegruppen (PatientInnen mit der Doppeldiagnose Traumafolgestörungen und Abhängigkeitserkrankungen) mit prozessbegleitender Ergotherapie auf ihrem Weg durch die unterschiedlichen Gruppen- und Therapiephasen. Außerdem habe ich sechs Einzeltherapieplätze (mit einer gut gefüllten Warteliste) und biete eine geschlossene Gestaltungstherapiegruppe an. Auch die ist sehr begehrt. Hier treffen sich über einen Zeitraum von zwei Monaten 8 Patientinnen und Patienten unterschiedlicher Therapiegruppen zu ihrer gemeinsamen Heil- und Entwicklungsarbeit einmal wöchentlich für 2,5 Stunden. Aktuell läuft gerade meine 54. Gestaltungstherapiegruppe. Da staune ich selbst. Und gleichzeitig ist jede Gruppe einzigartig und immer wieder neu.



Meine Arbeit ist eher prozess- als produktorientiert und all das, was ich selbst in meinen Ausbildungen, vor allem aber auch in meinem Leben als unterstützend und hilfreich, als entwicklungsfördernd, verbindend und heilend erlebt habe, darf auch in meine Arbeit einfließen. Für diese Freiheit bin ich unglaublich dankbar. (Und dürfte ich nicht zu 100% so arbeiten, wie ich aufgrund meiner Werte arbeiten will, wäre ich nicht mehr dort.) Den tragenden Boden bildet mein Verständnis für zyklische Kreisläufe.


Ich bin als Ergotherapeutin angestellt und habe über vier Jahre berufsbegleitend Kunst- und Gestaltungstherapie mit tiefenpsychologischer Ausrichtung studiert, habe eine Weiterbildung zur Kreativen Traumatherapeutin absolviert, bin Wildnispädagogin und Zertifizierte Seelenzentrierte Coachin. Aus all diesen Bereichen fließen Impulse, Methoden, Haltungen in meine Arbeit ein. Schwerpunktthemen sind  Selbstwahrnehmung, Selbstakzeptanz und -liebe, Selbstwertgefühl, das Fühlen heller und dunkler Gefühle, Verbindung und Verbundenheit mit sich selbst, mit anderen Menschen, mit der Natur, Authentizität, Lebendigkeit und Freude, Konfliktmanagement, Krisenbewältigung, Sinn, Erfüllung und Heilung.


Beim Gestalten geht es darum, inneres  Erleben ins Außen zu bringen, sichtbar werden und sich von der eigenen Gestaltung und denen der MitpatientInnen berühren und inspirieren zu lassen. Immer wieder darf ich PatientInnen jedoch dazu einladen, Leistungsansprüche mehr und mehr zu verabschieden und sich stattdessen sinnliche Erfahrungen und Spontaneität zu erlauben. In der gemeinsamen Reflexionsphase betrachten wir die entstandenen Werke und kommen miteinander ins Gespräch. Ich arbeite weder deutend, noch bewertend oder interpretierend, sondern trage auch hier meine gwundrige Haltung aus dem Seelenzentrierten Coaching in den Raum - liebevoll und neugierig, fragend, wertschätzend und entdeckend. Das ist für die PatientInnen sehr neu, die in der Schule oder in anderen Bezügen andere Erfahrungen gemacht, in gut oder schlecht, gelungen oder misslungen eingeordnet wurden und nun selbst einordnen. Diese neue Betrachtungsweise ist soooo entspannend. Allerdings dauert es ein wenig, bis sie tatsächlich ankommt.



Je nach Gruppenphase setze ich unterschiedliche Methoden und Medien ein. Neben dem Gestalten, kann es auch sein, dass wir singen oder tanzen (ganz frei oder internationale Kreis- und Gruppentänze mit Anleitung oder Trancetanz mit Augenbinde), möglich ist das Trommeln auf der Gruppentrommel, die hier nun schon seit 6 Jahren so gute Arbeit macht. Aber auch die Waldzeiten, in denen ich bei jedem Wetter (außer starkem Sturm) halbe Tage mit einer Therapiegruppe draußen verbringe, sind so kostbare und heilsame Erfahrungen. Körperbemalung, Maskenarbeit, Arbeit mit persönlicher Musik, Gruppenarbeiten, landArt, die Aufstellung von Gefühlen oder Situationen, Schwellengänge, Medizinwanderungen, therapeutische Feuer, Rituale, Council und Co-Councelling, Imaginationen = geführte innere Reisen sowie Körperarbeit fließen mit ein. Ich bin sehr froh über meinen inzwischen so reich gefüllten Methodenkoffer und über die vielen Erfahrungen, so dass ich mit der Gruppe und der jeweiligen ganz einzigartigen Situation fließen und genau JETZT Passendes aus dem Koffer ziehen kann. 

Und dafür danke ich vor allem den vielen, vielen PatientInnen, den Frauen und Männern, die ich ein Stück auf ihrem Lebensweg begleiten durfte und aktuell begleiten darf. Ich danke für all das, was ich bereits lernen durfte, für jede einzelne Erfahrung, jede berührende Begegnung. Ich danke den vielen verletzten inneren Kindern, dass sie sich gezeigt haben und nun einen behüteten Platz im Herzen der Erwachsenen finden konnten. 





Freitag, 1. Februar 2019

Imbolc, Brigid, Lichtmess...


Im Jahreszyklus, im Jahresrad sind wir im Nordosten angekommen und feiern das Mondfest zum zunehmenden Mond, ein Lichtfest. Die dunkelste Zeit liegt nun hinter uns. Die Rückkehr des Lichtes ist inzwischen wirklich spürbar. Morgens wird es früher hell, abends später dunkel. Und obwohl wir noch mitten im Winter sind und andernorts Schnee liegt, hat sich der neue Wachstumszyklus im Unsichtbaren längst vorbereitet und wird nun ganz fein auch im Außen sichtbar. 


Im Wald sah ich mir die Plätzstellen der Rehböcke genauer an. Unter dem Restschnee und dem gefallenen Laub spitzen klitzekleine Keimlinge hervor. 


Im Garten beginnen die Schneeglöckchen zu wachsen. Die Amseln verändern ihr Verhalten, werden lebhafter, tauchen häufig in Paaren auf und sind sehr miteinander beschäftigt. Die Kohlmeisen sind ebenfalls schon zu hören. Höchst beeindruckend finde ich das Phänomen der Keimruhe oder auch Eiruhe, z. B. bei Rehen: Im Sommer werden die Rehe bereits befruchtet. Das Ei nistet sich in der Gebärmutterschleimhaut ein und ruht dort warm und sicher. Erst im November jedoch beginnt das Wachstum, damit die Kitze gute Bedingungen vorfinden, wenn sie zur Welt kommen. Die Natur hat es so eingerichtet, dass die Kitze nicht etwa im kalten Winter geboren, sondern erst im warmen Mai gesetzt werden. Ist das nicht unglaublich? Das erinnert mich noch einmal daran, dass auch wir Menschen aufgefordert sind, für unser Wachstum, für unsere Entfaltung, Entwicklung und Heilung gute Bedingungen zu schaffen.

Auch die Bäume haben im Herbst bereits ihre Knospen vorbereitet. Immer wieder bin ich verblüfft darüber, wie die ganz fein zusammengefalteten Miniblätter innerhalb der Knospen vor den frostigen Temperaturen geschützt sind.  Noch eines der so zahlreichen Wunder der Natur...


Die Zeit der Stille, des Nachinnengehens endet nun langsam und macht der Ausrichtung auf Neues Platz. Der Februar bringt die Energie der Reinigung, des Loslassens, des Visionierens und Pläneschmiedens mit sich. Alles über den Winter Verstaubte, Muffige, Angesammelte darf mit Licht, Luft und Wasser in Kontakt kommen. Es ist eine gute Zeit zum Entrümpeln, zum Durchsortieren und entscheiden, mit welchen Dingen ich mich weiterhin umgeben will und was losgelassen werden darf. In diesem Jahr erlebe ich das sehr stark und auch ganz körperlich. Ich habe sooo eine Lust zum Aufräumen, Weggeben von nicht mehr Benötigtem, Wegwerfen von nicht mehr Verwertbarem, dass gerade keine Schublade, kein Schrank, kein Raum vor mir sicher ist. Und es macht mir solche Freude, in aufgeräumte Schubladen und sortierte Schränke zu schauen! Es war aber auch wirklich überfällig...

Außerdem sind wir in dieser Zeit eingeladen, uns mit unseren Visionen zu verbinden, Ziele zu überprüfen, gegebenenfalls zu verwerfen, neu zu setzen und auch diese Ideen-Samen in fruchtbaren Boden zu geben. Eine schöne Möglichkeit, deinen Ideen erstes Leben einzuhauchen, ist die Arbeit mit Kraftcollagen oder einem Visionboard. Falls das Neuland für dich ist und du gern von einer versierten Begleiterin an die Hand genommen werden möchtest, hat Ramona (KLICK) einen Onlinekurs (KLICK) genau zu diesem Thema entwickelt (Werbung ohne Auftrag).

Was nimmst DU im Außen und im Innen wahr?
Wie erlebst DU die momentane Zeitqualität?

Donnerstag, 26. April 2018

Workshop: Die Natur als Spiegel

Am vergangenen Wochenende gab ich im Rahmen des ATW (KLICK) einen Workshop mit dem Titel DIE NATUR ALS SPIEGEL. Ich danke dem Bauspielplatz Schwerin (KLICK), für die fantastische Organisation und bin immer noch beeindruckt, wie die Logistik für die ca. 130 Menschen klappte und das bei drei verschiedenen Veranstaltungsorten.

Wie ich es liebe, mit Menschen Zeit im Wald zu verbringen und sie mit Methoden der Wildnispädagogik, aber auch all meinen anderen unterstützenden Werkzeugen, vor allem  jedoch meiner Liebe und Akzeptanz des Soseins dabei zu begleiten, in die Tiefe zu gehen! Und im Frühling, während die lebendige Wachstumskraft sich so zeigt, ist es noch einmal ein besonderes Geschenk. 


Viele der TeilnehmerInnen kamen aus schnelllebigen und lauten Großstädten, die ihnen im Alltag einiges abverlangen. Also ging es anfangs um das Ankommen - nicht nur im so sympathisch unaufgeräumten Wäldchen, sondern vor allem erstmal im eigenen Körper und ganz in diesem Moment des sooo kostbaren Lebens. Wir warteten nicht darauf, den "idealen Platz" zu finden, sondern bauten uns ein Waldsofa und erklärten es zu unserer Basis, zu der wir immer wieder zurückkehrten. Es war so schön zu sehen, wie alle sich mehr und mehr heimisch zu fühlen begannen. 


Und als es innen dann stiller wurde, durfte sich all das zeigen, was tief in uns verborgen ist. Die Schätze ebenso wie die noch ungelösten Fragen und die ganze Bandbreite der Gefühle... 


JedeR fand auch einen ganz persönlichen Platz, der mit dem Inneren in Resonanz ging, kam dort an, ließ sich verlangsamen, halten und tragen. Das gefiederte Volk beschenkte uns den ganzen Tag über mit einer Vogelstimmensinfonie, die Sonne mit ihrer Wärme. Ein üppiger Feldhase wirkte etwas irritiert, dass wir ebenfalls in seinem Wäldchen zu bleiben gedachten. Wir fanden Federn des Buntspechtes und nahmen sie als Geschenke an.


Nach einigen einstimmenden Angeboten konnten dann alle mit einer ungelösten Frage in den Wald auf eine Medizinwanderung gehen, sich berühren und sich Antworten schenken lassen. Wir teilten in Redestabrunden oder mit einer Partnerin, einem Partner, was geteilt werden wollte, sangen und gestalteten Land-Art, um uns bei dem Platz für das Willkommensein zu bedanken und die Erfahrungen tiefer sinken zu lassen.


Es war ein Workshop, der jeder Teilnehmerin, jedem Teilnehmer etwas Anderes gab. Ruhe, frei werden, Verbundenheit, Emotionen, Sichfinden, Klärung - das waren einige der Resümee-Wörter. Mit dem Tanzlied KUATE LENO LENO MAOTE ehrten wir den Ort, an dem wir stehen, den Ort, an den wir gehen, den, von dem wir kommen und den, an dem wir sind. 

Und als "Zertifikat des Waldes" bekamen die TeilnehmerInnen zum Abschied eine Baumperle.


Aho!