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Dienstag, 26. Juli 2022

Morgens im See...

Zur Zeit liebe ich es, gleich morgens früh - noch vor dem ersten Coaching - zum See zu fahren und eine Runde schwimmen zu gehen. Nach diesem Tagesstart genieße ich ein frisches Grundgefühl, das sich auch auf den weiteren Tagesverlauf auswirkt. Ich fühle mich mit mir, mit all den lebendigen Wesen, ja mit dem Leben selbst verbunden. 

Um am See anzukommen, laufe ich ein Stück durch den Wald. 


Ein Reh naschte die jüngsten Brombeertriebe, erschrak, als ein Zweig unter meinem Fuß zerbrach und stob davon. Sorry... Die Mönchsgrasmücke sang ihr Lied. Zilpzalp, Zaunkönig, einige Meisen und die Amsel waren ebenfalls zu hören. Sogar der Pirol machte sich bemerkbar. Darüber freue ich mich besonders, da er hier in den letzten Jahren fehlte. Aktuell hüpfen überall kleine Fröschlein und Krötenkinder umher. Allerliebst!

An meiner liebsten Einstiegsstelle war schon ein Mensch. Ich wollte mit mir und den Naturwesen allein sein, nicht sprechen, sondern nur wahrnehmen und lauschen, so dass ich mich entschied, ein wenig weiter zu gehen und eine andere Einstiegsstelle zu wählen. Dort wurde ich nicht nur mit süßen Waldhimbeeren beschenkt, sondern durfte drei Eisvögel an mir vorbeiflitzen sehen. Der erste war weit weg am gegenüberliegenden Ufer und machte mich durch seinen Flugruf auf sich aufmerksam, der zweite schon ein wenig näher und der dritte flog als leuchtend blauer Edelstein direkt an mir vorbei. Ein magischer Moment...

Mehrfach war ein riesiger Fisch direkt unter der Wasseroberfläche und sprang mit einem Satz hinaus und wieder hinein. Da kriegte ich schon Gänsehaut, als ich mir bewusst machte, mit was für Wesen ich das Wasser gerade teite. Über mir kreiste der Mäusebussard und rief sein Hiäää... in die Welt. 

Bevor ich wieder nach Hause fuhr, um mich meinem Tagwerk zu widmen, räucherte ich voller Dankbarkeit mit dem letzten Beifuß des Vorjahres...


Hab einen guten Tag! 

Deine Jana

Freitag, 21. Januar 2022

Täglich in den kalten See zu steigen...


 ...ist für mich inzwischen weit mehr, als eine Challenge mit mir selbst. Es ist mir ein Bedürfnis geworden. Mein Körper sehnt sich geradezu danach, einmal am Tag in das kalte Wasser zu tauchen. Und meine Seele liebt es, in Kontakt mit dem Wasser und der Luft, den Pflanzenwesen, den Bäumen, dem gefiederten Volk, den Vierbeinigen und den Krabbeltierchen, den Wasservögeln, den Fischen zu gehen. Es ist ein mir lieb gewordenes tägliches Ritual, über das ich mich mit der Zeitqualität, dem Wetter, der Jahreszeit und der mich umgebenden und mich durchfließenden natürlichen Welt verbinde.

Seitdem ich ihn fast täglich besuche, war der See kürzlich erstmals zugefroren. Am ersten Tag konnte ich die Eisschicht in Ufernähe mit einem dicken Ast zertrümmern, um einmal eintauchen zu können. Doch es hat mich wirklich überrascht, wie schnell die Eisschicht auf 6 bis 8 cm anwuchs. Da musste ich eine Spaltaxt mitbringen, um eine badewannengroße Öffnung in die Eishaut zu hacken. Hier legte ich mich dann bis zum Hals hinein und schob die Beine unter die Eisdecke. Das war das erste Mal Eisbaden in meinem 55jährigen Leben - soooo energetisierend und belebend, soooo beglückend und JUHU!


Der See zeigt sich immer wieder neu. Das Licht und die Farben, die Stimmung und die Geräusche verändern sich stetig. Ein Spiegel des lebendigen Lebens...








Montag, 16. August 2021

Zurück vom einwöchigen Frauencamp...

 

...fühle ich mich soooo unendlich reich beschenkt, dass es dafür kaum Worte gibt. Was für ein Labsal, im Kreis von wertschätzenden und zugewandten Frauen ganz einfach die zu sein, die wir sind. Mit allem, was uns ausmacht - Freude und Trauer, Fragen und Irritationen, der unbändigen Lebensfreude, aber auch mit einer frisch ausgelösten Kränkung, die eine alte Kränkung freilegt und der Bearbeitung zugänglich macht, der Angst vor Ablehnung, der Sehnsucht nach Abenteuer und Ursprünglichkeit, dem Wunsch nach tiefer Verbundenheit, Authentizität und Heilung. 


Der zauberhafte Platz der Wildnisschule Waldschrat (KLICK) hat uns auch in diesem Jahr willkommen geheißen, getragen und mit all dem Zarten, das aufblühen und all dem Starken, das ausgedrückt werden wollte, wohl behütet. Das Wetter war das perfekte Campwetter - tagsüber die Wärme und der Sonnenschein des Hochsommers und nachts immer wieder mal ein erfrischender, reinigender und nährender Regen. So war die Natur versorgt und wir konnten täglich das Lagerfeuer entzünden. Das Jipi hat sich seit meinem letzten Besuch in ein Tipi verwandet, der Kesselsee uns in seiner Schönheit berührt und gleichzeitig erfrischt und gereinigt. 


Wir waren insgesamt zehn Frauen; einige davon kamen von sehr weit angereist. Es waren sogar Ingrid aus Österreich, Ursula aus der Schweiz und Martina aus Freiburg dabei. Aber auch der Norden war gut vertreten. Und wir zehn Frauen haben uns auf eine gemeinsame Forschungsreise begeben, um die Verbundenheit mit uns selbst, miteinander und mit der Natur zu stärken und herauszufinden, wie es ist, einander ganz wahrhaftig zu begegnen. Nach und nach lernten wir uns immer tiefer kennen, öffneten uns für uns selbst und füreinander. Besonders bedeutsam für eine Öffnung war, dass jede Frau genau so willkommen war, wie sie ist.

Wir waren im Fuchsgang und dann mit Eulenblick im Wald unterwegs, fanden eine vom Sonnenlicht angestrahlte Lichtung, die uns dazu einlud, uns ganz bewusst ins Licht und in den Mittelpunkt zu stellen. Das war für einige Frauen gar nicht einfach. Und doch ist es so heilsam, sich wichtig zu nehmen und auf die eigenen Bedürfnisse und Grenzen liebevoll zu achten. 

Wir sangen ganz viele Lieder am Lagerfeuer...


...gingen mit persönlichen Anliegen in die Natur und empfingen hilfreiche Antworten. Die Themen waren so unterschiedlich wie die Frauen selbst. Es ging um das Zulassen von Gefühlen, das Leben von Sinnlichkeit und Genuss, die Fragen, wie mehr Gelassenheit ins eigene Leben einziehen, die Verbundenheit bewahrt oder die Angst vor dem Scheitern überwunden werden kann. Sogar eine dringlich formulierte Lebensfrage und Aufforderung wurde mit in die Natur genommen: 

Wer willst du sein? 
Entscheide dich! 

Die Geschichten wurden dann innerhalb der Woche im Kreis geteilt und gespiegelt, um ganz in der Tiefe der Frauen zu landen. Und auch hier wurde noch einmal deutlich, dass eine jede Frau FÜR ALLE ANDEREN FRAUEN MIT ihr Thema in den Wald getragen und die Antworten eingesammelt hat. So universelle Weisheiten wurden empfangen und dann in den Kreis geschenkt! Wow...


Die Frauen holten Holz aus dem Wald, sägten tote Fichten in Lagerfeuerlänge und bereiteten für das nach uns kommende Camp einen Vorrat vor, so wie auch wir den für uns vorbereiteten Vorrat nutzen durften. Wir holten Wasser für den Abwasch aus dem See, kümmerten uns um die Komposttoiletten, kochten täglich frisches vegetarisch-veganes Essen und belebten den Platz mit unserem Sosein, mit unserem Lachen, unserer Lebendigkeit, unserem Fühlen und Wirken.

Wir durften gleich am ersten Tag den Seeadler bestaunen, der über den Platz flog. Die Kraniche waren ebenso präsent wie die Schwarzspechte mit ihren lustigen Flug- und anderen Rufen, aber auch Ringelnatter, Libellen in den unterschiedlichsen Farben, Zauneidechse, Wespenspinne und Raupe, immer wieder der blaue Blitz = der Eisvogel, die Biber mit ihren vielfältigen Spuren, die Waschbärfamilie, die allabendlich die Campküche nach Köstlichkeiten durchsuchte und noch sooo viele Gefiederte, Vierbeinige und Krabbeltierchen. Überpräsent war das Volk der Mücken und hat uns echt herausgefordert. 

Meine schönste Tierbegegnung war das gemeinsame Schwimmen mit einem Biber durch den See. Er war so nah, dass ich seine Schnurrhaare sehen konnte. Ich war beinahe hypnotisiert und bin in immer gleicher Entfernung neben ihm hergeschwommen. Magie pur!

Wir kamen in tiefen Kontakt mit den Pflanzenleuten, indem wir die Brennnessel dankbar zu Schnüren verarbeiteten, die Samen ernteten, trockneten und über unseren morgendlichen Haferbrei streuten. 

Wir schnitten Beifuß, streiften Blätter und Samenstände von den Stängeln, ließen sie im Schatten trocknen und rollten sie zu Kügelchen als Räucherware. 

Und wir bauten Rasseln aus der Rohhaut eines Hirsches. Dafür fand jede Frau ihren ganz besonderen Griff im Wald, der beschnitzt, geschmirgelt und geölt wurde. Wir füllten die Rasseln mit dem Sand der Gegend, damit sie in Form trocknen und gaben dann kleine Steinchen vom Seeufer hinein, schmückten sie mit gefundenen Federchen oder gesägten, fein geschliffenen und geölten Amuletten oder Muscheln. So entstanden Rasselunikate, die die Frauen nun auf ihrem weiteren Weg begleiten und an die besondere Zeit im Camp erinnern dürfen. Hier sind sie noch nicht ganz fertig, sondern bereit, zum Trocknen aufgehängt zu werden. 

Und so sah unsere Draußenwerkstatt aus...


Hier sind die Rasseln fertig...


Noch soooo viel mehr erlebten wir in dieser reichen Woche, dass ich sicher eine weitere Woche bräuchte, um alles zu erzählen. Aber die meisten der Erfahrungen wollen nun sanft gehütet und behutsam in den eigenen Alltag integriert werden. 

Ich danke Euch Frauen für Euern Mut, Euch auf Unbekanntes einzulassen, für Eure offenen Herzen, die schmutzigen Füße, die zerzausten Haare, die liebevolle Zugewandtheit, die geteilten Worte und die leuchtenden Augen. 

Und ich danke Euch, liebe Teamfrauen Alex und Janka...


...für Eure Tatkraft, Euern Weitblick, Euer liebevolles, warmes, unterstützendes Wirken, Euer Anpacken, Eure Blickigkeit, Euer Engagement, Eure Fürsorge, Eure strahlende Schönheit. So gern habe ich mit Euch zusammen gearbeitet und freue mich auf viele weitere Gelegenheiten! 

Tief berührt und voller Liebe grüßt Euch

Jana

P. s. Die wertschätzenden Feedbacks der Frauen verlangen nach einem Extrapost, denn dieser ist schon soooo lang...

Montag, 21. Juni 2021

Unsere Sommersonnenwende am Meer...

Freitag Abend trafen wir acht Frauen der Jahreskreisgruppe uns nach gefühlten Ewigkeiten endlich wieder in echt und in Farbe. Und um es gleich doppelt fein zu machen, verabredeten wir uns am wilden Steilküsten-Ostseestrand. Mit Feuerholz und Dreibein, Feuertopf und feinem Essen, Schlafsack und Isomatte sowie ausreichend Trinken bepackt, wanderten wir ein Stück am Strand entlang, bis wir einen Ort fanden, der uns zum Bleiben einlud. 


Um wirklich anzukommen, gingen wir einzeln über den Strand und fanden Schönes, mit dem wir unsere Mitte gestalteten. 


Wir dankten den Himmelsrichtungen und verbanden uns mit den unterstützenden Kräften des Medizinrades, die uns zu jeder Zeit zur Verfügung stehen. Wir tauchten ins Meer und schwammen im wunderbaren Wasser, teilten in einer Redestabrunde das miteinander, was gerade in unserem Leben lebendig ist und in diesem geborgenen Kreis geteilt werden wollte. Wir entzündeten ein kleines Feuerchen und erwärmten unser Abendessen, genossen feine Speisen -  Antipasti, veganes Chili und ein wunderbares veganes Dessert. Danke, liebste Julia! Wir lachten und sangen, tauschten uns aus, tanzten einen Tanz nach einem Mittsommerlied...


...machten Steinklänge mit den Ältesten der Erde und sprangen - nur mit einem Beifußgürtel bekleidet - über das Feuer. Mögen Kraft und Schutz, Gesundheit und lichte Energie uns auch in der kommenden Zeit unterstützen. Zum Dank übergaben wir unsere Beifußgürtel im Anschluss dem Feuer. 

Das Meer funkelte in der Sonne, Himmel und Wasser wechselten wieder und wieder die Farbe und betörten uns mit unvergleichlicher Schönheit. Das rhythmische Rollen der Wellen, der Gesang der Waldvögel, die pfeilschnell am Himmel dahinschießenden Uferschwalben, die Steinklänge, die mich fast in Trance versetzten, das Verbundenheitsgefühl im Kreis der vertrauten Frauen - all das und viel mehr erfreute,  erfüllte, berührte mich zutiefst.


Sooo ein schönes Mittsommer-Fest! Zu fünft übernachteten wir am Strand, sangen ein für mich neues Schlaflied als Kanon - Danke, liebe Christine! (KLICK) - und genossen den sternenklaren Himmel. Die zwitschernden Vögelchen aus dem Steilküstenwald weckten mich pünktlich zum frühen Sonnenaufgang. So konnte ich gleich ein Foto der noch schlafenden Frauen machen. 

Danke! Danke! DANKE!

Dienstag, 20. April 2021

Seelenzentriertes Coaching - Ein berührendes Feedback...


 ...hat mich heute erreicht, zu Tränen gerührt und soooo erfreut. Aber lies selbst: 

"Erstmal musste ich weinen, nachdem wir das letzte Seelenzentrierte Coaching beendet hatten und ich allein da saß - morgens in der Sonne, die Vögel um mich, mitten im Kräutergarten... Mit dieser Tiefe und Vertrautheit zu mir selbst in Kontakt zu bleiben, wird wohl eine Herausforderung. Aber wie sagst du so schön? Es ist eine lebenslange Übung.

Ich konnte nicht ahnen, wie sehr wir am Telefon zusammen in die Tiefe reisen würden, zumal ich ja zu Beginn des Coachings für Präsenztreffen gegangen bin. Das haltgebende, klärende, liebevolle Gefühl während des Seelenzentrierten Coachings der letzten sechs Monate war gebettet in ein Geborgensein, Angenommensein, so wie ich bin. Es tat mir gut, mich nicht bewertet zu fühlen oder forciert zu werden. Bei mir kamen im Laufe des Coachings so heilsame Bilder und ich konnte fühlen, welche Schätze aus meiner Tiefe noch geborgen werden wollen. Ich entdeckte, was von mir selbst umarmt, akzeptiert und geliebt werden möchte. Der rote Faden, der durch das Coaching führte, war mein jeweiliges Thema. Nichts war zu klein oder zu lächerlich, um ernst genommen zu werden. Die Stille zwischendurch erlebte ich als Entwicklungsraum. Immer fühlte ich deine volle Präsenz in den Fragen. Ich nahm mehr und mehr Vertrautheit, Gleichklingen und Mitschwingen und eine echte Verbundenheit in sehr vielen Lebensfragen wahr, so als würdest du all das selbst sehr gut kennen. Die präzise Strukturiertheit, das auf die Minute genaue Klingeln des Telefons, das verlässliche Aufgreifen der letzten Erkenntnisse und das offene Nachfragen, wie sich mein Thema im Jetzt zeigt, waren mir Anker durch diese herausfordernden Zeiten. Hinzu kam das Unaussprechliche, was keine Worte fand und in meinem Herzen hinter dieser Herzschutzwand nur gefühlt wurde.

Wenn ich mir etwas wünsche, dann dies:

Möge die heilsame Arbeit des Seelenzentrierten  Coachings in das Gesundheitssystem eingebunden werden und damit zugänglich für jeden Menschen sein. Ein solches Gesundheitswesen würde seinem Namen alle Ehre machen, weil es der Gesundheit des ganzen Menschen dient. Und möge das Leben aus dieser Fürsorge und Geborgenheit heraus stattfinden, indem schon das beginnende Leben in all seinen sensiblen Anteilen geliebt wird. Seelenzentriertes Coaching entspricht der Haltung und dem Leben mancher alten Stämme, in denen der mitgebrachte göttliche Auftrag der Menschen erspürt wird und von Kindheit an Unterstützung findet.

Herzlichen Dank für die wunderbare Begleitung, Jana."

Gabriele (KLICK)

Ich bin sehr dankbar, Gabriele über ein halbes Jahr hinweg begleitet haben zu dürfen und ihr bei der Erforschung ihrer Themen zur Seite gestanden zu haben. Heute morgen fand das Feier-Coaching statt. In diesem Coaching, dem Abschlusscoaching des vereinbarten Coaching-Zeitraumes, wird der gegangene Weg der Klientin gewürdigt. Die kleinen und die großen Schritte, was gewagt und ausprobiert, tiefer gefühlt und angenommen, integriert und losgelassen werden konnte, wird noch einmal benannt und anerkannt. Das machen wir viel zu selten, obwohl es sich soooo wundervoll anfühlt. 

Wann hast du dich zuletzt gewürdigt, anerkannt und deinen Weg gefeiert? 

Herzlich grüßt Dich

Jana

Freitag, 1. Januar 2021

Am Neujahrstag im kalten See, ein Segen und Rückblick auf die Wintersonnenwende...

Der erste Tag des Neuen Jahres neigt sich bereits dem Ende entgegen... Doch noch sind wir in den Raunächten. Dazu passt der Druck "Traum-Weber" von Beth Wildwood (KLICK). (Werbung ohne Auftrag) Ich schenkte ihn mir zur Wintersonnenwende. 

Ich wünsche uns allen ein gesundes Neues Jahr! Mögen wir uns in unserer Kraft und Einzigartigkeit spüren und - auf welchen Kanälen auch immer - begegnen und mit unzähligen Momenten von Liebe und Freude, Verbundenheit und Erfüllung beschenkt werden. Mögen wir mit genau den Herausforderungen in Kontakt kommen, die wir bewältigen können und die uns darin unterstützen, noch mehr wir selbst zu sein. Möge das Leben sich uns in all seiner bunten Pracht zeigen und mögen wir diese auch in den alltäglichsten Situationen entdecken und würdigen. Mögen wir bereit sein, alle hellen und dunklen Gefühle zu fühlen, so dass wir an unsere Lebendigkeit angeschlossen sind. Mögen wir unser Herz offen halten und Mitgefühl für unser Gegenüber und uns selbst empfinden. Möge es uns gelingen, aus Kämpfen schnell wieder auszusteigen und zurückzufinden zu dem, was wir wirklich WIRKLICH leben wollen. Mögen wir uns mit uns selbst und immer wieder neu auch miteinander verbinden, um die Erfahrung zu stärken, dass wir nicht allein sind, sondern dazugehören und ein wichtiger Teil des großen Ganzen sind. Mögen wir unsere Gaben zu unserem Wohl und zum Wohle aller Wesen einsetzen.

Ich freue mich so, heute im eiskalten See gewesen zu sein. Damit habe ich meine Umsetzungskraft gestärkt und mir selbst ein Versprechen gegeben. Der See war mein Zeuge. Ein gutes Gefühl, das Neue Jahr auf diese Weise zu beginnen. Auf dem Weg zum See haben wir einen Seeadler auf dem Feld beobachten dürfen. Was für ein Geschenk und was für ein schönes Zeichen!

Die Wintersonnenwende habe ich allein im Wald verbracht. Noch bei Tageslicht spannte ich mein Tarp...


...und füllte voller Dankbarkeit den Gabentisch für die Waldtiere...


Ich hatte Kiefernzapfen auf die Heizung gelegt, damit sie sich vollständig öffnen und sie dann mit Vogelfutter gefüllt. So gern habe ich übers Jahr den Gefiederten gelauscht und sie beobachtet, mich mit ihren zauberhaften Federn beschenken lassen. Die Vogelfutterzapfen waren mein Dank. 


Ich entzündete ein kleines Feuer und ließ mich von den lebendig tanzenden Flammen hypnotisieren. Lange saß ich so.


Nachdem ich mit des Feuers Hilfe eine Kerze angezündet und so das Licht zurückgeholt hatte...


...kroch ich in den kuscheligen Schlafsack unter dem Tarp, genoss es, mich der Erde unter mir anzuvertrauen und mich vom Trommeln des Regens und vom auffrischenden Wind in den Schlaf singen zu lassen. Alle Elemente waren versammelt und ich schlief  - aufgehoben, geborgen und getragen...

Wie hast Du die Wintersonnenwende verbracht? 

Herzlich grüßt Dich

Jana

Dienstag, 11. August 2020

Das Jahreskreisfest der Schnitterin, Lammas, Lughnasad...

 ...feierten wir am vergangenen Freitag. Der Altar in der Jurte wartete bereits...

Diese Zeitqualität ist sooo speziell - vereint sie doch das DANKEN aus tiefstem Herzen und das ERNTEN zum rechten Zeitpunkt mit der Notwendigkeit des Schnittes. Diese Zeit lädt außerdem das NEIN zu all dem ein, was nicht mehr stimmig ist. In jedem Jahr erlebe ich den Schwerpunkt des Festes ein wenig anders. Mal liegt er auf der Fülle und dem Danken, mal beim durchtrennenden Schnitt. In diesem Jahr fühle ich beides gleich-gewichtig.

Ich erinnerte mich an diesem Abend in unserem Kreis daran, wie ich mich vor knapp zwei Jahren aus meiner damaligen Jahreskreisgruppe verabschiedete. Hier (KLICK) hatte ich über den Prozess ausführlicher geschrieben. Dieses NEIN war sooo wertvoll und hat den Frauen, die in der Gruppe geblieben waren, Veränderung und deutliches Wachstum in die eigene Kraft ermöglicht. Das ist für mich ein gutes Beispiel dafür, dass ein NEIN, das erstmal eine Tür schließt, dafür sorgt, dass sich neue Türen öffnen werden. 

Im vergangenen Jahr trafen uns zu sechst einmal monatlich für unsere Transformationsreise. Die Gruppe "Von der Raupe zum Schmetterling" war für ein Jahr konzipiert. Als das Jahr sich neigte, wurde uns klar, was uns unser Frauenkreis inzwischen bedeutet und alle - selbst die aus der Nähe von Hannover anreisende Christine von Dornröschenwolle (KLICK) - wollten ein weiteres Jahr in der Gruppe bleiben. Zu Beginn des Jahres lud ich den Schmetterlingskreis und zwei weitere Frauen zu einem Neujahrsritual ein. Hier fanden wir alle unseren individuellen Kraftsatz, der uns jetzt durch das Jahr trägt und die beiden schnuppernden Frauen bereicherten ab dann unseren Kreis. So schön! In diesem Jahr treffen wir uns nur acht Mal - immer zu den Jahreskreisfesten und so schön es auch ist, die Feste gemeinsam zu feiern, möchte ich im kommenden Jahr wieder zu einem Treffen im Monat einladen. So können wir einander noch näher dran über all die Berge und durch alle Täler, die Herausforderungen und die Freuden des Lebens begleiten.

Nun hat auch dieses Jahr den Zenit längst überschritten. Ich danke von Herzen für diese wundervolle Frauengruppe mit der inspirierenden und erweiternden Energie der so unterschiedlichen Frauen. Auch wenn wir uns aufgrund der speziellen Situation in diesem Jahr physisch nicht so oft sehen konnten, wie wir es geplant hatten, ist die Verbindung da. Und auch wenn zwei Frauen dieses Mal nicht dabei waren, hatten sie gerade durch ihr Fehlen ihren Raum in unserem Kreis. 

Wir trafen uns hier in Ollndorf und begannen das Fest mit dem gemeinsamen Abendessen, bevor wir den Ritualraum mit einer Beifußräucherung öffneten. Wie es weiterging, erzählt Christine so schön auf ihrem Blog (KLICK).

Von mir kommen hier noch ein paar Bilder, die die Eindrücke abrunden.


P.s. Unsere Kraftdecke und mein Karamo (KLICK) verlangen unbedingt nach einem Extra-Post!

Donnerstag, 6. August 2020

Eine Auszeit in der Jurte

Für eine ganze Woche zog Ina mit Sack und Pack in meine liebste Jurte ein und gönnte sich Ina-Zeit. Danke für unsere Begegnung, liebe Ina, für diese reichhaltige und kunterbunte geteilte Lebenszeit und danke dafür, dass ich hier über diese besondere Woche schreiben und Bilder zeigen darf. Ja, es war eine feine Woche!

Ich liebe es soooo sehr, Menschen ein Stück auf ihrem Weg in die Ganzheit zu begleiten und mit dem zu gehen, was sich in diesem einzigartigen Menschen gerade bewegt. Und weil das auf wunderbare Weise gelungen ist, so dass wir beide bereichert und inspiriert sind, strahlen wir hier um die Wette...


Auf Instagram hatte ich es ja schon gesagt, dass ich gar nicht mehr zwischen Arbeit und Freizeit unterscheiden mag. Ich liebe meine Arbeit so sehr - ob nun beim Seelenzentrierten Coaching, bei Kraftquellen- oder Geschwister-Seminaren, beim Vollmond-Feuer-Singen, in Frauenkreisen und Camps, beim Council, in der Einzeltherapie oder in den Therapiegruppen, die ich in der Klinik begleiten darf - an all diesen Orten wirke ich in meiner natürlichsten Kraft und deshalb taufe ich ARBEIT in LEBEN um. Und für dieses Leben, mein Leben bin ich unendlich dankbar.

Was diese Woche so reichhaltig hat sein lassen? Wir waren immer wieder im Wald herumstromern, haben meine liebsten Baumfreunde besucht und sind mehr und mehr in das Bauchgefühl, das Herz, die Intuition eingetaucht, haben auf sanfte Weise das vorhandene innere Wissen freigelegt und dadurch wuchs die Verbundenheit mit uns selbst, miteinander, mit der Mitwelt, der Natur, den Geschwistergeschöpfen.




Wir wurden reichhaltig belohnt und beschenkt; u. a. vom gefiederten Volk und allen voran vom Wächter des Waldes.


Ina war mutig und entschieden, sich auch ihren dunklen Gefühlen zuzuwenden, tief einzutauchen und JAAAA zu sagen zu dem, was ohnehin da war. Das Wichtigste war jedoch, nicht darin stecken zu bleiben, sondern HINDURCH zu tauchen und an einem ruhigeren, friedlicheren Ort anzukommen.

Kennst Du das auch, dass der innere Widerstand gegen das Dunkle und Schwere dafür sorgt, dass Dir Lebensenergie abhanden kommt? Mir ist das wohl vertraut und ich kenne die Angst vor der Angst sehr gut. Ohnmacht ist das Gefühl, was mich am allermeisten herausfordert. Doch dann ist es - immer wieder - soooo erleichternd, wenn ALLES sein darf und wir weich, mitfühlend und liebevoll mit uns selbst sind. Das ganze Innere entspannt sich, das Leben bekommt die bunten Farben zurück, die Energie fließt neu durch den Körper und die Gefühle lassen uns wieder ganz lebendig sein. Wundervoll sind diese Erfahrungen, wenn es gelingt, dass wir uns regulieren und uns dann wieder sicher fühlen.

Dieser Sonnenaufgang hat uns einmal mehr gelehrt, dass in jedem Moment etwas NEU beginnen darf, dass wir uns immer wieder von uns selbst überraschen lassen dürfen und uns fragen können, wer bin ich heute? Wer bin ich jetzt?


Wir haben köstliches, frisch gekochtes, veganes Essen genossen. Diesen bunten Teller zum Beispiel...


Ina hat an der Jurte an einem großen Bild gemalt und all ihre Erfahrungen der Woche auch auf gestalterische Weise integriert. Und sie hat sich in mein SitzFELLchen verliebt, das sie morgens mit zum Sitzplatz genommen hat. So konnte es nicht anders sein, als dass sie sich dann ein eigenes SitzFELLchen gefilzt hat und mein neues noch dazu adoptierte.



Hier siehst Du, wie sich Inas Sitzfellchen in die Natur einfügt und fast versteckt bleibt...


Wir haben gesungen und getrommelt, getanzt, am Feuer gesessen, viel miteinander geredet, uns über diverse Themen ausgetauscht, gecoacht, genossen, gelebt... Danke, Ina!


Und hier sind Inas Worte:

"Ich hatte eine wunderbare Woche, in der ich... ...so viele Aspekte in mir neu erkennen und wecken durfte. Ich habe die Welt mit Janas offenen Augen und ihrer Herzlichkeit jedem Wesen gegenüber gesehen und ganz "nebenbei" das Seelenzentrierte Coaching kennengelernt. Das hätte mich sonst nicht angezogen und nun war es doch die Methode, mich meinem immer wiederkehrenden Problem zuzuwenden und durch das dunkle Gefühl zu gehen.
Ich gehe mit einer Schatzkiste an Erfahrungsgeschenken nach Hause, mit dem Gefühl, mich besser kennengelernt
und vor allem gefühlt zu haben.
Danke von ganzem Herzen!
Ina

P.s. Aus meinem Tagebuch:

Ich bin in Ordnung, so wie ich bin.
Ich darf mich so sein lassen.
Fühlen in der Stille und im Tanz
in meinem INNEN
und das Außen SEHEN und
FÜHLEN, was ist
die Schönheit des Augenblicks
die Schönheit der Vergänglichkeit
die Wunder der Natur
Heimat ist überall, wo ich Heimat in MIR finden kann
Jeden Morgen geht die Sonne von neuem auf
und genau so kann ich mich jeden Tag von neuem
erweitern, entdecken, neu finden,
anders sehen und wahrnehmen
jeden Morgen kann ich LIEBEN
und ich spüre Dankbarkeit in mir,
hier sein zu dürfen, hier lernen
und erfahren zu dürfen...
Ahey"