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Samstag, 15. August 2026

Bald startet das 4. Lebensweise Wildniscamp

Ihr Lieben, 

nur noch gut zwei Wochen und dann treffen wir uns ENDLICH auf der wilden Wiese der Wildnisschule Waldschrat (KLICK), um uns am Sommer satt zu trinken. Auch wenn es hier heute sonnig und heiß war, herbstelt es bereits. Die Felder sind abgeerntet, die Brombeeren reif, die Beeren der Ebereschen leuchten tief orange. Und abends riecht es auf diese besondere Weise - der Sommer wird alt.
 
Wir sind in diesem Jahr eine kleine Gruppe. Eine ganze Woche haben wir Zeit zum Verlangsamen, Zeit, um in uns selbst, beieinander, in wundervoller Natur anzukommen und unsere Verbindung zu vertiefen. 
 
Ich freue mich auf abendliche Lagerfeuer (wenn die Waldbrandwarnstufe es zulässt), das Singen unzähliger Lieder, das tägliche Schwimmen im See, innige Gespräche, den Sommerduft der Kiefern, das Stromern durch den nachbarlichen Wald, die Begegnung mit tierischen und pflanzlichen Einheimischen, regelmäßige Bewusste Entladung, das gemeinsame Kochen, Kuschel- und Kreativzeiten, Medizinwanderungen und die anschließenden Spiegelungen im Kreis, Redestabrunden, in denen wir aus dem Herzen sprechen und mit dem Herzen lauschen, die Schönheit des nahen Moores, wechselnde Himmel, das Kreisen der großen Gefiederten über dem Platz, die mütterliche Erde unter meinen nackten Füßen. 

Niemals werde ich vergessen, wie ich so nah neben dem Biber durch den See schwamm, dass ich seine Schnurrhaare sehen konnte und mich - wie hypnotisiert - kurz vor seiner Biberburg wiederfand. Niemals werde ich vergessen, dass im letzten Jahr beim Campbeginn ein vollständiger Regenbogen den Platz umspannte, als wolle er sagen, in diesem Camp werden alle Farben leben. 

Niemals werde ich vergessen, wie wir Frauen unsere einzigartigen, so unterschiedlichen Körper mit nasser Erde bedeckten und in unseren Erdhäuten voller Lebensfreude über den Platz liefen. Ich bin sehr gespannt, was wir in diesem Jahr für Erfahrungen machen werden. Bring Deine Bedürfnisse mit! Wir werden ihnen lauschen und daraus gemeinsam ein erlebnisintensives Camp kreieren. 

Vielleicht liegen wir wieder nackt auf der wilden Wiese und lassen uns von der Sonne küssen?


Ganz sicher werden wir gemeinsam köstliches einfaches Essen kochen und genießen. 



Wir werden am Feuer sitzen, singen und Geschichten teilen, einander durch unser Sein berühren, Gemeinsamzeit leben und schmecken, wie es ist, wirklich DA zu sein - fühlend, spürend, verkörpert.



Samstag, 6. April 2024

Lebensweise Regionalgruppe NORDLICHTER


Nachdem ich seit Gründung der Lebensweise-Online-Community (KLICK) dabei bin, mich das 1. Communitytreffen in Chorin tief berührt und ich die Jahreswechsel 2022/2023 und 2023/2024 mit einer kleinen Runde von Lebensweise-Community-Mitgliedern zelebriert und genossen hatte, wuchs die Sehnsucht in mir, regelmäßig einem Kreis anzugehören, in dem wir Menschen uns auf einer tiefen, authentischen Weise in Präsenz begegnen. So entstand zwischen meiner Freundin Anja (KLICK) und mir die Idee, eine Lebensweise Regionalgruppe für NORDLICHTER zu gründen.

Im März 2024 feierte die Gruppe bereits ihren ersten Geburtstag. Wir treffen uns einmal im Monat an einem Freitag von 18.00 bis 22.00 Uhr. Menschen, die von weiter her anreisen, können mit Isomatte und Schlafsack in der Jurte in 23923 Siemz-Niendorf übernachten. Dann endet das Nordlichtertreffen nach dem gemeinsamen Frühstück. 

Gemeinsam erforschen wir, welche Bedürfnisse in der Gruppe nach Würdigung rufen, welche Art von Begegnung von uns als nährend, haltend und heilend erlebt wird. Wir praktizieren die Bewusste Entladung (KLICK), machen weitere Übungen aus Vivians Büchern und Onlinekursen miteinander, kreieren und erleben echten Wohlstand, genießen das Leben, unsere Kreativität und Lebendigkeit miteinander. Die nächsten in diesem Jahr für uns reservierten Termine sind folgende: 

12. April, 10. Mai, 14. Juni, 12. Juli, 09. August, 13. September, 11. Oktober, 08. November und 13. Dezember 2024

Wenn Dich diese Art der Begegnung ruft und Du als Gast teilnehmen möchtest, sei herzlich willkommen!

Dienstag, 12. April 2022

Körpergebet für den Frieden mit Edgar Spieker...

Diese Einladung kam gestern über seinen Newsletter und ich teile sie hier gern weiter, weil ich es so kostbar finde, wenn wir uns gemeinsam auf den Frieden ausrichten. 

(Das ist unbezahlte Werbung ohne Auftrag und aus tiefster Überzeugung...)


Ort: an jedem Ort per Live-Audio-Übertragung. 

Im Wissen darum, dass die Veränderung der Welt bei uns selbst beginnt und jede/r von uns etwas dazu beitragen kann, treffen wir uns an diesem Karfreitag, um gemeinsam mit dem Körper für den Frieden zu beten. Zu Anfang und am Ende sitzen wir einige Zeit in Stille. Wir lassen los, was war und bereiten durch Achtsamkeit einen fruchtbaren inneren Boden, auf dem Frieden und Mitgefühl gedeihen können. Dies sind die Quellen für unser Körpergebet, das als Körpergesten oder Schritte im Raum sichtbar werden können. 

Es gibt kein Ziel zu erreichen, keine Notwendigkeit, etwas in bestimmter Weise zu tun. Gerade im aufmerksamen Lauschen auf unsere innere Stimme, unsere Intuition, unsere Seele, wird unser Gebet authentisch und kraftvoll. 

Du kannst von jedem Ort aus teilnehmen, da die Stunde per Live-Audio Stream übertragen wird. ein Smartphone mit Kopfhörern oder ein Computer mit Internetzugang reicht aus. 

Es sind keine Vorkenntnisse nötig. 

Du brauchst dich für eine Teilnahme von Zuhause aus NICHT anzumelden, klicke einfach auf diesen Link: 

Körpergebet für den Frieden - Audio-Übertragung (Klick)

Suche Dir für deine Teilnahme einen Ort aus, an dem du ungestört sein kannst und dich wohlfühlst. Du kannst an dieser Session von überall aus teilnehmen und mit jedem Gerät, das eine Verbindung zum Internet hat, z. B. ein Smartphone oder ein Computer. Drahtlose Kopfhörer oder ein externer Lautsprecher sind ideal.

Die Session beginnt pünktlich. 15 Min vor Beginn ist der Link freigeschaltet, so dass du dich schon einstimmen und deine Verbindung testen kannst. 

Die Online-Teilnahme ist kostenlos. Wir freuen uns aber, wenn du in Form einer Spende einen kleinen Teil zur Linderung der Not der Menschen in und aus der Ukraine beitragen möchtest. Hierüber hast Du die Möglichkeit, Geflüchteten und Betroffenen in der Ukraine helfen. 

Gemeinnütziger Verein der Deutsch-Ukrainischen Zusammenarbeit (VOUZ)

www.feineukraine.de

Konto

Gemeinnütziger Verein der Deutsch-Ukrainischen Zusammenarbeit (VDUZ)
IBAN: DE02100100100994108120
BIC: PBNKDEFF
Verwendungszweck: Humanitäre Hilfe für die Ukraine
Paypal: info@feine-ukraine.de

Dienstag, 23. Juni 2020

Das Jahreskreisfest der Sommersonnenwende...

 

...feierten wir acht Frauen dieses Mal im Wald. Mehrfach hatte ich diesen Wald vorher besucht, bin dort umhergestromert, habe geräuchert, getrommelt, getönt, gelauscht, gedankt...


Seit Februar trafen wir acht Frauen uns zum ersten Mal wieder physisch und das war soooo schön! Gleichzeitig war auch spürbar, dass wir die Verbindung über die Zeit gut halten konnten. Das 14tägige Onlinetreffen per Zoom hat uns dabei unterstützt und dafür bin ich sehr dankbar.

Wir räucherten einander mit Beifuß und Johanniskraut aus dem Vorjahr, begrüßten uns auch auf ritueller Ebene, luden dankend die Kräfte der Himmelsrichtungen und Elemente ein und stießen dann mit einem Glas alkoholfreiem Sekt mit Holunderblütensirup auf unser Wiedersehen und die Sommersonnenwende an. Das erste Zusammensein nach so langer Zeit bekräftigten wir an der großen Gruppentrommel.

Und dann gingen wir in den Wald. Den ganzen Tag über hatte es geregnet. Der Himmel war grau in grau und wir zogen los mit unserem Gepäck. Oder unser Gepäck mit uns? Das Wäldchen erwartete uns bereits. Einzeln nahmen wir uns Zeit zum Ankommen und begegneten den Naturwesen. Ich traf eine sehr spezielle Hainbuche...

Kurze Zeit blieb es dann noch trocken, so dass wir erstmal ein Tarp aufspannen konnten und beim Abendessen der mitgebrachten Köstlichkeiten und während der Redestabrunde zur erlebten Zeitqualität und der Fülle, die bei uns acht Frauen das Helle und das Dunkle umfasst, vor dem wieder fallenden Regen geschützt waren. Unser Sonnwendfeuer bestand aus mitgebrachten Kerzen im Glas.


Und wieder gab es zur rechten Zeit eine Regenpause, so dass alle Frauen gemütlich und gemeinsam ihre Tarps aufbauen und ihre Nachtquartiere einrichten konnten. So schliefen wir hinüber in den Tag der Sommersonnenwende.


Es war eine friedliche und sehr stille Nacht. Außer dem Trommeln des Regens auf dem Tarpdach waren nur einmal schreckende Rehböcke und früh am Morgen das dort lebende Kolkrabenpaar mit seinen Jungen zu hören. So ein schönes Gefühl, das abendliche Murmeln aus den Nachbartarps zu hören und sich dann von schlafenden Frauen umringt zu wissen. Ich liebe es, in Draußenzeiten mehrfach in der Nacht aufzuwachen, die wandernde und veränderliche Dämmerung, die momentan nur kurze Zeit der Dunkelheit und das Wiedererwachen eines neuen Tages zu erleben. Magisch ist für mich der Moment, an dem in den dämmerigen Schwarz-Weiß-Wald die Farbe zurückkehrt. Morgens pflückte ich frische Brombeerblätter für alle und kochte uns mit dem Kelly Kettle (Werbung aus Begeisterung) einen Tee. 

Hier ist Kathrin (KLICK) zu sehen, die uns schon sehr früh am Morgen verließ, aber nicht ohne einen heißen Morgentee gehen sollte.


Nach dem Frühstück, einer gemeinsamen Meditation, Dank und Verabschiedung wanderten auch wir zurück. Für einige Frauen war es die allererste Nacht im Wald und ich freue mich sooo darüber, dass sich keine vom Regen hat abhalten lassen. Es ist ganz wunderbar, auch im Regen im Wald zu sein und diese friedliche Stimmung zu spüren. Mit Sicherheit war es nicht unsere letzte gemeinsame Übernachtung in der Natur.  Ich freue mich schon auf unsere nächsten Abenteuer, Ihr sieben Zauberfrauen Christine (KLICK), Simone (KLICK), Kathrin (KLICK), Julia, Andrea, Cornelia und Anke!

Herzlich 

Jana

Dienstag, 12. Mai 2020

Corona-Krise und das Rad der Transformation - Teil 4

Bevor ich mich heute aufmache, in meine diesjährige Draußenzeit eintauche und eine Woche fastend in der Natur verbringe, will ich Dir noch das 4. Video von Ursula und David Seghezzi vom uma-Institut verlinken. Es geht um den "Winter" und die spirituelle Dimension als wichtigen Teil eines jeden Transformationsprozesses. 


Und hier noch einmal die weisen Worte von White Eagle (Hopi) vom 27.3.2020 zum Nachlesen:

"Dieser Moment, den die Menschheit gerade erlebt, kann als Pforte oder Loch betrachtet werden. Die Entscheidung, ins Loch zu fallen oder durch die Pforte zu schreiten, liegt an Euch. Wenn Ihr das Problem bedauert und rund um die Uhr Nachrichten konsumiert, mit negativer Energie, dauernd nervös, mit Pessimismus, werdet Ihr in dieses Loch fallen.
Aber wenn Ihr die Gelegenheit ergreift, Euch selbst zu betrachten, Leben und Tod zu überdenken, für Euch und andere Sorge tragt, dann werdet Ihr durch das Portal gehen...."

Montag, 15. April 2019

Council - Die Weisheit des Kreises...


Vor ungefähr zwei Monaten war ich gemeinsam mit meiner Schwester im Eschwege-Institut (KLICK) zum Council-Treffen Mitte. In den Jahren zuvor hatte ich durch Holger Heiten beim Seminar INTO THE NATURE bereits verschiedene Council-Methoden kennen- und schätzen gelernt. Als Bestandteil der Jahreskreisfeste begleitet mich die Magie der Redestabrunden mit einer recht verwandten Ausrichtung schon einige Jahre.

Doch was ist Council nun eigentlich?

Es ist weit mehr als eine nichthierarchische und gewaltfreie Kommunikationsform, es ist eher eine Grundhaltung, die davon ausgeht, dass jede Stimme bedeutsam ist, dass sich die immer vorhandene Weisheit erst dann entfalten kann, wenn die einzelnen Puzzlestücke wahrgenommen wurden, wenn jede Stimme gehört wurde. Und das Besondere am Council ist das wirkliche Mit-dem-Herzen-hören und Aus-dem-Herzen-sprechen. 

Alle Teilnehmenden sitzen im Kreis um eine gemeinsame Mitte und begegnen einander auf Augen- und Herzenshöhe. Ein Redegegenstand unterstützt dabei, die Achtsamkeit bei dem Menschen zu halten, der gerade seine Wahrheit teilt. Nur dieser Mensch spricht. Es gibt kein Unterbrechen, keine anschließenden Fragen, Kommentare oder Ratschläge. Dadurch sinkt der oder die Redende in die eigene Tiefe und Weisheit hinein und teilt seine oder ihre Wahrheit von diesem Ort aus.

Council kann auch mit "zu Rate sitzen" übersetzt werden. Es nicht nur eine Möglichkeit für wahrhaftigen Austausch, sondern auch dafür geeignet, sich Fragen, Anliegen, Problemen auf respektvolle und mitfühlende Weise zu widmen. Durch das Teilen der persönlichen Geschichten entfaltet sich ein Heilraum. Verständnis und Nähe entstehen. Die Weisheit eines Councils ist immer größer als die Summe der Weisheit der Teilnehmenden. Aber das lässt sich wohl nur erleben und nicht wirklich theoretisch beschreiben...

Die Council-Richtlinien dienen eher als Ausrichtung und nicht als starre Regeln:
  • Sprich aus dem Herzen.
  • Höre mit dem Herzen zu.
  • Sei präsent und spontan.
  • Sprich wesentlich.
Wichtig ist außerdem die Vertraulichkeitsregel: Was im Kreis geteilt wurde, bleibt im Kreis.  

...

Noch immer bin ich tief berührt und bewegt von unserem ersten Familiencouncil, bei dem wir vier Schwestern uns mit unserem bald 80jährigen Vater in den Kreis setzten, aus dem Herzen sprachen, mit offenem Herzen lauschten, unsere Wahrheiten teilten. So ganz unmittelbar durften wir erleben, wieviel Heilkraft im Council steckt, wie Verständnis und Mitgefühl füreinander wachsen, wie sich helle und dunkle Gefühle zeigen und fließen dürfen, wie Bewusstheit und die eigene Gestaltungsmacht zunehmen, wie Aussöhnung geschieht. Ich bin sooooo dankbar für den Mut meines Vaters und meiner Schwestern, sich auf etwas für sie so Neues einzulassen. Unser Treffen wurde von uns allen so verbindend erlebt, dass wir uns nun halbjährlich zu einem Familiencouncil treffen werden. Danke!!!




Mittwoch, 16. Januar 2019

Jahresgruppe - Ein Neubeginn...

Am vergangenen Freitag trafen wir uns erstmals im neuen Kreis. Sechs Frauen - alle in der Lebensmitte - haben sich dafür entschieden, gemeinsam das Jahr zu umrunden, in die jeweilige Zeitqualität einzutauchen und persönliches Wachstum einzuladen. In der Vorbereitung auf das Treffen klopfte mein Herz vor Lebendigkeit und Freude, auch vor Aufregung. Es ist immer spannend, wenn ein neuer Zyklus beginnt!

Am Tag des Festes stimmte ich mich ein, indem ich mich an meine Intention erinnerte, die ich in der Mail an die Frauen so formuliert hatte: 

Mögen wir mit Liebe zum und Vertrauen in das Leben und unseren ureigenen Weg gesegnet sein. Mögen wir Verbundenheit und die unterstützende Energie des Frauenkreises erfahren, uns als der Natur zugehörig erleben und tief in die Zyklen von Werden und Vergehen eintauchen. Mögen wir über genug Kraft verfügen, um anstehende Herausforderungen zu bewältigen! Mögen wir uns selbst Entwicklung, Entfaltung und  Transformation erlauben!


Ich bereitete den Raum und den Feuerplatz vor und gestaltete die Mitte. 


Dieser Akt ist für mich eine bedeutsame Handlung, weil ich mich dabei nochmals mit meiner Ausrichtung verbinde. Ich frage mich: In welcher Zeit innerhalb des Jahreslaufes befinden wir uns momentan? Welche Themen sind damit verbunden? Welche Qualitäten lade ich ein? 

Gerade befinden wir uns im Jahresrad zwischen der Wintersonnenwende am 21. Dezember 2018 und dem Mondfest Brigid oder  Imbolc am 1. Februar. Ich wählte schwarz gefärbtes Wildleder als Untergrund, weil wir uns noch in der dunklen Zeit befinden. Darauf funkeln kleine goldene Sternchen wie Sterne am Nachthimmel. Ein Streifen Seidenchiffon in Weiß erinnert daran, dass die Sonne nun Tag für Tag ungefähr 2 min länger scheint und das Licht nach und nach zurückkehrt. 


Die Eulenfedern im Osten verbinde ich mit Luft, Leichtigkeit und Weisheit. Das Haselholz mit dem fliegenden Hasen in Brandmalerei ist Sinnbild für Träume und Visionen und lädt ALLE Möglichkeiten ein. Gerade auch die, die der Verstand nicht begreifen kann, da sie größer sind als er. (Die Künstlerin ist Gill Rippingdale (KLICK) = Werbung aus Begeisterung und ohne Auftrag.) 


Im Süden steht ein Goldlicht mit kleinem Feuer. Unter ihm ein Gefäß mit Asche aus dem Frauencamp II 2018. Vielleicht erzähle ich einmal, was es mit dieser Asche auf sich hat... Damit lade ich Kraft, Authentizität und ALLE Gefühle, sinnliches Erleben, das Zuhausesein in uns selbst, im eigenen Körper, in der Natur sowie tiefe Verbundenheit miteinander ebenso ein wie Spontaneität, Lebendigkeit und unser inneres Feuer.

Im Westen liegt eine aus den Tiefen des Ozeans stammende Muschel auf einer Schale mit Urmeersalz. Ja, die Gruppe darf in die Tiefe tauchen und die dort verborgenen Schätze heben. Das Wasser zeigt uns, wie es geht. Es sucht sich immer den tiefsten Punkt. Die Intuition, die innere Führung darf uns auf der Reise durch das Jahr begleiten und uns zur Seite stehen, wenn wir auch die Schattenländer bereisen und erforschen.

Im Norden liegt ein Steinwesen und auf ihm ein weiterer Gold-Stein. Ich bekam ihn als Geschenk von Ramona Jademond (KLICK) und ich hüte ihn. Er erinnert daran, dass wir alle aufgerufen sind, unsere Gaben der Erde zum Geschenk zu machen, uns nicht zurückzuhalten, sondern uns zu verströmen. Steine - die Knochen der Erde... Sie sind Zeugen der Vorzeit, mit unseren Ahnen verbunden, Älteste. Ein kleines weißes Fellchen verbindet mit unseren vierbeinigen Geschwistergeschöpfen.  

In der Mitte steht der Freundinnenkreis als Sinnbild für das Miteinandersein in schwesterlicher Verbundenheit. Im Kreis nimmt jede ihren Platz ein und wir begegnen einander auf Augen- und Herzenshöhe. Das Licht in der Mitte steht für die Liebe. Vielleicht hast du auch einen anderen Namen für diese zentrale Kraft, die so viel größer ist als wir. Vielleicht ist dein Name Natur oder Gott, Göttin oder Großer Geist? Diese Kraft existiert unabhängig von jeder Religion. Auf dem Freundeskreis liegen vier kleine Steine - gelb im Osten, rot im Süden, schwarz im Westen und eine weiß umschlossene Seeigelversteinerung im Norden. Sie fielen mir 2014 auf meiner Visionssuche in Colorado vor die Füße und begleiten mich seither als kleines Taschenmedizinrad.

Dabei will ich es für heute belassen, obwohl ich noch stundenlang zu den unterschiedlichen Qualitäten der Himmelsrichtungen und Elemente schreiben könnte, die das Rad der zyklischen Entwicklung, das Lebensrad, das Medizinrad sinnlich erfahrbar werden lassen. Es ist wohl ein lebenslanges Abenteuer, das Medizinrad in unterschiedlichen Bezügen zu erforschen und die eigene stimmige Interpretation zu vervollständigen.

Für all jene, die Sehnsucht danach haben, einem Frauenkreis anzugehören und selbst einen Frauenkreis gründen möchten, will ich hier schreiben, was aus meinen Erfahrungen ein Gelingen unterstützen kann. Um gemeinsam ein tragendes Gruppengefäß zu bilden, empfiehlt sich:
  • deine klare Ausrichtung - Wofür gehst du?
  • Ankommen und Reinigung (z. B. durch Klang und Räuchern)
  • das Eröffnen des Ritualraumes
  • ein erstes Teilen eurer Wünsche und Visionen
  • das Vereinbaren von inneren (den Umgang miteinander und bedeutsame Werte betreffend) und äußeren Rahmenbedingungen (Zeit, Ort, Verpflegung etc.)
  • die Bekräftigung derer in einem Erfahrungsteil (Trommeln, Singen oder Tanzen etc.)
  • ein erstes Kennenlernen als Beginn einer Reise, in der ihr euch einander zu zeigen beginnt
  • das Schließen des Ritualraumes
  • das Danken
  • die Verabschiedung
Als Hüterin der Gruppe oder Ritualleiterin braucht es ein immer wieder neues hineinspüren, was der Gruppe JETZT dient. Ich liebe es, mit dem zu gehen, was ist. Dazu gehört  auch, meine Struktur, meinen Plan zu verlassen, wenn die Gruppe gerade etwas Anderes braucht. Manchmal ist es Stille, damit eine Erfahrung tiefer sinken kann. Manchmal ist es ein Lied, bei dem sich die Stimmen vermischen und der ganze Körper beteiligt ist. Manchmal braucht es eine Partnerübung, eine Massage, einen Ortswechsel, einen Gang durch die Natur. Außerdem unterstützt das Vertrauen und ein tiefes Eintauchen in die Weisheit des Kreises.

Es war ein schönes erstes Treffen! Die drei Stunden vergingen wie im Flug - gut verbrachte Lebenszeit also, die wir damit beschlossen, dass jede sich eine Karte aus dem Kartendeck "Magie der Erde" von Steven Farmer (KLICK) (Werbung ohne Auftrag) zog und wir uns nun gut eingestimmt auf die gemeinsame Reise durch das Jahr begeben können. 
Ich freue mich darauf! 

Mittwoch, 12. Dezember 2018

Das Leben im Jahreskreis...

...bedeutet für mich weit mehr als das Feiern der Jahreskreisfeste. Es bedeutet, dass ich mich bewusst im zyklischen Keimen, Werden und Wachsen, Ernten und Vergehen, dem Nichtwissen und wieder Neuwerden beheimate, dass ich Entwicklung geschehen lasse. Ja, es ist eher ein Lassen als ein Machen. Es hat mit kontinuierlich wiederkehrendem Innehalten und Spüren zu tun, mit dem Durch-die-Natur-stromern, irgendwo stehen oder sitzen zu bleiben, all meine Wahrnehmungskanäle zu weiten und die Zeitqualität zu erspüren. Es hat damit zu tun, dass ich die natürlichen Phänomene, die die Natur mir spiegelt, IN MIR erlebe und erforsche, dass ich mich als das natürliche Geschöpf begreife, das ich bin, dass ich der Verbundenheit zu meiner Mitwelt und allen Geschwistergeschöpfen Zeit und Raum gebe. Dabei geht es für mich weniger darum, alte Traditionen zu beleben, sondern aus mir, aus uns, aus der jeweiligen Gruppe und Situation heraus neue Möglichkeiten zu finden, heutige Rituale eines tief naturverbundenen Lebens zu kreieren und im Kreis zu teilen. 

Jetzt ist Dezember. Seit einigen Jahren mache ich es ebenso wie die Natur, ziehe mich mehr zurück, bin viel allein, gehe in Stille und Dunkelheit. Ich genieße es, in dieser Zeit durch den Wald zu stromern, langsamer und noch langsamer zu werden, mich zu setzen, zu lauschen, mich auf die Erde zu legen und mich anzuvertrauen, ins Nichtwissen zu gehen und einfach zu sein...In der Dunkelheit, in der Stille, in diesem so besonderen Duft liegt die Ahnung von Abschied,  Loslassen und einem Hinabsinken. Sie weht herüber und erfasst mich. Ich lasse mich erfassen... 


Die Jahreskreisgruppe, als deren Hüterin ich mich begriffen habe, befand sich seit längerer Zeit in einer Umbruchphase. Vor über fünf Jahren gründete ich die Gruppe, drei Jahre lang bereitete ich die Jahreskreisfeste vor. In dem Wissen jedoch, dass jede von uns Frauen mit bereichernden Gaben und vielfältigen Fähigkeiten ausgestattet ist, regte ich vor zwei Jahren an, die Verantwortlichkeit ganz oder auch in Anteilen durch den Kreis der Frauen wandern zu lassen. Zwischenzeitlich fühlte es sich wie ein Erwachsenwerden der Gruppe an - geht es auf unserer Lebensreise doch immer wieder darum, unsere Komfortzone zu verlassen und Entwicklung zu wagen. Allerdings wurden in den Frauen auch Ängste aktiviert und punktuell tauchten Überforderungsgefühle auf. Manchmal reichte die angebotene Unterstützung nicht aus.

Für mich heißt LEBEN, mit lebendig klopfendem Herzen Herausforderungen anzunehmen. Gleichzeitig weiß ich, dass jede auf ihrem ureigenen Weg ist und diesen nur in ihrem ureigenen Schrittmaß gehen kann. Die Frauen, die MIT ihren Ängsten ein Fest ausgerichtet hatten, berichteten alle von einem Zuwachs an Selbst-Bewusst-Sein. Das war für mich wundervoll zu hören und zu beobachten.

Schade fand ich die mangelnde Ausrichtung auf Verbindlichkeit. So kam es häufiger vor, dass wir nur zu viert oder sogar zu dritt ein Fest begingen. Und weil ich aus meiner Arbeit weiß, wie stark das Feld einer Gruppe wirkt, in der Verbindlichkeit und Verlässlichkeit eine hohe Priorität haben, habe ich mich immer wieder neu für diese Werte eingesetzt. Es ist wie ein Halt gebendes Gefäß, das mit jedem Treffen stärker wird. Innerhalb dieses Gefäßes kann dann ALLES sein. Hier finden Begegnung, Transformation und Heilung auf einer immer tieferen Ebene statt. Diese Art des Miteinanderseins ist für mich wahrhaft zukunftsfähig - aus dem Herzen zu sprechen, mit  weit offenem Herzen zu lauschen, einander zu bezeugen, einander zu spiegeln... Ja, dafür gehe ich.




Love it, change it or leave it...

Zwischen der Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche und Samhain traf und kommunizierte ich meine Entscheidung, aus der Gruppe zu gehen und verabschiedete mich zu Samhain aus diesem Frauenkreis. Es fühlt sich für mich stimmig an. Ich schaue voller Dankbarkeit auf erfahrungsreiche Jahre, viele tiefe Begegnungen, berührende Momente mit den anderen Frauen in der Natur zurück. Gleichzeitig ist es enorm, was mir mein klares NEIN gerade ermöglicht. Es fühlt sich an, als flösse Energie zu mir zurück, die durch meine (leider vergeblichen) Bemühungen, etwas zu verändern, vorher irgendwo zwischen den Jahreskreisfesten versickert, versandet war... Das innere Bild dafür ist ein permanent tropfender Wasserhahn. 

Mein NEIN ermöglicht mir nun ein neues und sehr kraftvolles JA zu einer Jahresgruppe für Frauen, in der wir Transformation bewusst einladen. Deshalb nenne ich die Gruppe "Von der Raupe zum Schmetterling" (KLICK). Von Januar bis Dezember 2019 werden wir uns einmal im Monat hier in Nordwestmecklenburg im Häuschen und/oder in der umgebenden Natur treffen. Die klare Ausrichtung auf Verbindlichkeit, größtmögliche Wahrhaftigkeit und die Bereitschaft zur Weiterentwicklung sind die Werte, die wir dort miteinander leben. Wir werden uns tief mit der natürlichen Zeitqualität verbinden, gemeinsam durch das Jahr gehen, Lebendigkeit teilen, einander berühren und inspirieren, miteinander wachsen. Fünf der acht Plätze sind bereits vergeben. Drei Plätze sind noch frei. 

Donnerstag, 12. Juli 2018

Das Frauencamp HEIDEROSEN in Heidekaten...


Seit Montag bin ich bereits wieder zu Hause. So reich und sehr besonders klingt und schwingt es in mir nach und braucht Zeit und Stille, um integriert zu werden. Wir waren zwölf Frauen, die unterschiedlicher nicht hätten sein können, kamen aus verschiedenen Himmelsrichtungen und ganz verschiedenen Leben zusammen, trafen uns auf Martinas Hof in Heidekaten und verbrachten laut Uhr und Kalender nur 3 ganze und zwei halbe Tage miteinander. Laut Kalender wohlgemerkt... Denn in Wirklichkeit war die Zeit so reich gefüllt und gefühlt, dass ein halbes Leben stattgefunden hat. In mir... In uns allen...


Selten habe ich eine so offene und so zugewandte, wertschätzende, liebevolle Frauenrunde erlebt, in der ALLES Platz haben durfte - die eigene Größe, das Tiefe, all die Gefühle, die uns so lebendig sein lassen, das Heitere, Leichte und Verspielte, die Lebenslust, aber auch die Trauer, die Wut, der Schmerz über erfahrene Verluste, Ängste und Zweifel. Immer wieder kamen wir an - in uns selbst, beieinander und im so unterstützenden JETZT, in diesem einzigartigen Moment, den wir miteinander teilten. Und so reihte sich Moment an Moment und es entstand eine Perlenkette aus unendlich kostbaren Augenblicken und sooo viel Verbundenheit. 


Mögen wir uns diese Perlenkette aus Momenten der Wertschätzung, Liebe und Selbstermächtigung immer wieder neu um den Hals legen, auf dass sie unseren Herzraum berührt und Mitgefühl und Liebe in uns wachsen dürfen. 


Ich freue mich so sehr, das Gedicht von Jeannette hier veröffentlichen zu dürfen, das im Camp aus ihrer Feder floss...

BEGEGNUNG

Wir sind uns begegnet
unterm hohen Himmel des Julis
mit dem, was wir hatten, 
mit dem, was wir hofften, 
und der Gier,
dieser Herzgier nach allem, 
was berührt und verbindet. 

Wir sind uns begegnet
in der Zwölfzahl
der Frauen, Wunder und Wunden.

Wir sind uns begegnet
in Mangel und Fülle, 
in Aussaat und Ernte 
und kehren der Liebe voll
nach Hause zurück.

Und über Wunden 
wird werden
lauter Leichtes und Lichtes.

Jeannette Klinger