Montag, 12. September 2011

Berühren und berührt werden…

Seit 11 Jahren arbeite ich in einer Rehabilitationsklinik für Abhängige von illegalen Drogen als Ergotherapeutin und Kunst-/Gestaltungstherapeutin. Zum Pflichttherapieprogramm für jede Patientin, jeden Patienten gehört einmal in der Woche 1,5 Stunden Ergotherapie im Rahmen der Bezugstherapiegruppe. Ich betrachte es in diesem Setting als meine Aufgabe, die Gruppe dabei zu unterstützen, eine gute Arbeitsfähigkeit zu erlangen und/oder zu erhalten. Dazu gehört, dass ich die natürlichen Gruppenprozesse begleite, z. B. die Ankunft und Integration neuer Gruppenmitglieder unterstütze, Konflikte mit gestalterischen Mitteln aufgreife, die dadurch sichtbar werden und besser bewältigt werden können, bildnerisch zur Selbst- und Fremdwahrnehmung oder zur Rollenverteilung arbeite etc.

Nachfolgende Aufgabenstellung ist eine mögliche, die ich für die Abschiedsphase in einer Gruppe entwickelt habe. Ein Patient wird die Gruppe verlassen, da seine Therapie nach sechs Monaten regulär zu Ende geht.

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Der Ablauf ist wie folgt: Alle Gruppenmitglieder sitzen eng um einen Tisch herum, auf dem sich Nassschminke, Wassergefäße und Pinsel befinden. Alle Teilnehmer legen beide Hände nebeneinander auf den Tisch. Nun hat jeder die Aufgabe, mit seiner rechten Hand die linke Hand seines rechten Nachbarn zu schmücken. Anschließend darf jeder mit seiner linken (bereits bemalten) Hand die rechte Hand des linken Nachbarn bemalen. (Dadurch sind Rechtshänder und Linkshänder gleichermaßen gefordert.) Es hört sich anfangs ein wenig verwirrend an, wird in der Praxis jedoch ganz einfach. Jeder ist gleichzeitig aktiv und passiv, nehmend und gebend. Der Abschiednehmende hat zum letzten Mal die Möglichkeit, die Nähe seiner Gruppe zu spüren und kann den Abschied ganz bewusst wahrnehmen. Er kann sich berühren lassen und berührt selbst. Meistens wird es ganz still. Manchmal braucht die Gruppe Musik, die die Besinnung unterstützt. Und manchmal bleiben die Hände den ganzen Tag lang bunt. Oft fotografiere ich die bemalten Hände und lasse Postkarten herstellen, auf denen alle Gruppenmitglieder unterschreiben. So gibt es über den erlebnisintensiven Moment hinaus eine bildhafte Erinnerung an eine besondere Zeit im Leben.

Sonntag, 11. September 2011

Schilfblütenlieblingsgrün

Ist es nicht schön?!?

Schilfblütenfärbung in zwei Zügen 2

Inzwischen erkundete ich die neue Heimatgegend und fand viele Stellen, an denen Schilf wächst. Mit Gummistiefeln vor nassen Füßen geschützt, sind die Stellen auch relativ gut zugänglich. Für den nächsten Sommer vorgemerkt ist ein ganz in der Nähe liegendes “Schilfblütenfeld”, an dem ich bereits in diesem Jahr erntete. Und hier ein Gemeinschaftsfoto der Färbungen mit junger Blutpflaumenrinde, Schilfblüten und grünen Walnussschalen.

Sonntagsfärberei Blutpflaumenrinde Schilfblüten Walnussschalen

Samstag, 10. September 2011

Gefärbt mit Walnussschalen

Walnussschalenfärbung in zwei Zügen 2

Je nachdem, wann im Jahr ich grüne Walnüsse bekomme (Danke Alfred! Danke Elke!), behandle ich die Färbedroge unterschiedlich. Sind die Nüsse noch sehr jung, kommen Sie in eine stabile Plastiktüte und werden mit dem Hammer zerschlagen. Das Walnussschalenmus koche ich aus, seihe ab und nutze die Färbeflotte für Heiß- oder Kaltfärbungen. Sind die Nüsse – wie in diesem Jahr – schon beinahe ausgereift, schäle ich die grüne Schale ab und färbe mit den Schalenschnitzeln.

Walnussschalen

Aber auch die Schalenreste, die sich an den Nüssen festhalten, sind nützlich. Ich schichte Sie in ein großes Weckglas, fülle mit Wasser auf und gebe ungebeizte Garnstränge hinein. Die beiden Gläser standen einige Tage in der (kaum mal scheinenden) Sonne.

Walnussschalen Solarfärbung

Im nächsten Schritt werden die Garne ungespült dem Sauerstoff ausgesetzt, damit die Farbe vom Grün ins Braun umschlagen kann.

Walnuss-Solarfärbung

Erst danach werden die - durch den teilweisen Kontakt mit der Färbedroge  - meliert gefärbten Garne gründlich ausgewaschen, gespült und getrocknet.

Walnussschalen-Solarfärbung2

Mahonienfärbung

Die schönen Ergebnisse von Alpenrose hatten mich angespornt, es noch einmal mit der Mahonienbeere zu versuchen. Die von mir erzielten Farben waren leider nicht annähernd so schön lilaviolett, sondern ergaben diese matten Braun- und Beigetöne.

Mahonie Beerenfärbung in zwei Zügen

Hier die Ausbeute…

Mahonienbeeren

Ein Strauch mit reifen Früchten…

Mahonie mit reifen Früchten

Eine Mahonienblüte im April…

Mahonienblüte im April

Freitag, 9. September 2011

Färbung mit Goldrute

Sie leuchtet, als wolle sie die heute noch nicht sichtbare Sonne hinter den Wolken hervorlocken…

Goldrutenfärbung in sechs Zügen

Ich färbte mit 400 Prozent frischen Blüten und Blättern in sechs Zügen auf unterschiedlichem Material und hatte die Garne vorher kalt gebeizt. Goldrute ist hier in Mecklenburg häufig zu finden; die Staude säumt Straßen und Wegränder.

Blühende Goldrute

Donnerstag, 1. September 2011

Die Blutpflaume als Farbstofflieferant

Täglich fahre ich im Nachbardorf an einer bunten Hecke vorbei und sehe ihr beim Wachsen zu. So sah sie noch in der letzten Woche aus:

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Kurze Zeit darauf bot sich mir dieser Anblick:

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Die Buntheckenbesitzer gestatteten mir auf Nachfrage, die rotbelaubten Zweige aus dem zusammengeharkten Haufen zu klauben und färbenderweise zu verarbeiten. Schön und DANKE! Hier meine Ausbeute:

Blutpflaume Heckenschnitt

Im nächsten Schritt zupfte ich die Blätter…

Blutpflaume Blätter

…von den Zweigen…

Blutpflaume Zweige

…und entrindete die Zweige mit einem Sparschäler…

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Das hat sich gelohnt! Die Färbung ähnelt den Färbungen mit den Blüten der schwarzen Stockrose und war für mich die Färbeüberraschung des Sommers. Zu gern wüsste ich, welcher Farbstoff dafür verantwortlich ist. Hier die Ergebnisse der Rindenfärbung in vier Zügen (von rechts nach links) auf kaltgebeizter Wolle. Der kleine hellgraue Probestang war ungebeizt beim 2. Zug mit im Topf. Die Seidentücher schimmern richtig silbern.

Blutpflaume Rindenfärbung in vier Zügen

Natürlich färbte ich auch mit den frischen Blättern.

Blutpflaume Blätterfärbung in drei Zügen

Blutpflaume Blätterfärbung in drei Zügen 2

Montag, 1. August 2011

Färbung mit Pastinak

Inzwischen grub Rainer eine Pflanze aus. Form und Geruch der Pfahlwurzel ließen keinen Zweifel zu – Pastinak. Eine Färbung mit 400 %  blühendem Kraut auf kalt gebeizter Wolle ergab diesen Farbton:
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Der zweite Zug unterschied sich kaum vom ersten und wanderte weiter in das noch nicht ausgeschöpfte Rotholzbad.
Mit Gruß vom Kleinen Fuchs und Grünspecht – Fotos aus dem Garten -  wünsche ich Euch einen schönen Start in die neue Woche.
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Freitag, 22. Juli 2011

Was ist das für eine Pflanze?

Vielleicht weiß das ja eine von Euch? Die Blüten erinnern in ihrer Struktur an Dillblüten. Die Stauden wachsen und blühen jetzt überall. Ich finde sie recht imposant und frage mich, ob sie wohl Farbstoff enthalten. Hat jemand von Euch schon mal mit diesem “Ich-weiß-nicht-was-es-ist” gefärbt?

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Donnerstag, 21. Juli 2011

Nandu-Familie vor der Haustür

Gestern auf dem Weg zur Arbeit, ca. 200 m vom Häuschen entfernt auf einer Pferdekoppel, entstand dieses Foto mit einem frei lebenden Nandu und zwölf Küken bei der Morgenmahlzeit. Beeindruckend!
Nandu mit Küken in Ollndorf
Von Nachbarn hatte ich schon gehört, dass diese Laufvögel des Öfteren in der Nähe gesichtet wurden. Vor gut zehn Jahren sind einige Vögel aus einem Gehege entlaufen und haben sich seitdem im Kreis Nordwestmecklenburg eingerichtet und fortgepflanzt.

Dienstag, 19. Juli 2011

Färbepflanzenernte

Es tat so gut, am Samstag im Sonnenschein umherzulaufen und im “Großen Garten” zu ernten. Dankbar bin ich für Ampfersamenstände, Stumpfblättrigen Ampfer, Färberginster, Schafgarbe und Schilfblüten.
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Den bequem zu erreichenden Schilfgürtel am Rande eines Feldes, der mir in den Jahren zuvor etliche seiner Blüten geschenkt hatte, gab es in diesem Jahr nicht. Er war mit Stumpf und Stiel abgemäht worden.
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Aber ich fand einen mit Schilf bewachsenen Straßenrand und schnitt gut 400 g der noch nicht vollständig aufgegangenen Blüten.
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Da ich eine Färbung nur mit Ampfersamen ausprobieren will, sieht die Ausbeute inzwischen so aus:
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Alle anderen Pflanzen dürfen als Bündel schattig und luftig unter dem Carport trocknen.
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Gestern schnitt ich auf der Pferdekoppel der Klinik noch Labkraut-Blüten und hängte sie zum Trocknen in die Werkstatt. Der Duft, der sich beim Trocknen verstärkt, ist unglaublich schön. Auch die Färberkamille möchte jetzt geerntet werden.
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Und die Zwergdahlien überlassen mir immer wieder ihre voll aufgeblüten Blütenköpfe, die ich einfriere. Die Pflanzen blühen und blühen und blühen, obwohl ich anfangs dachte, dass die braunen Nacktschnecken ihnen den Garaus gemacht hatten. Robuste Minis!
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Habt Dank…

Jede von Euch gab mir einen Satz/ein Wort, der/das mich in meiner aktuellen Situation besonders erreichte. Ich nehme sie mit in mein Leben.

Von Anett: …den Moment zu genießen so wie er ist.

Von Mel:Balance.

Von Alpi: Das Leben wird nicht länger, wenn man es sich so zustopft.

Von Bettina: …Mitgliedschaften in Gruppen sausen lassen.

Von Wiebke: …ich sehe das, was ich gerade mache und es ist völlig unwichtig, was vorher war.

Von Geli: …dass ich zu viel auf einmal in meinem Leben will.

Von Elke: …sich nicht beirren lassen, wenn Menschen mit Unverständnis auf ein NEIN reagieren.

Vom bunten Seifchen: …mein Tun zu genießen.

Von Gabi: …jedes halbe Jahr ist bei mir ein kräftiges Entrümpeln angesagt.

Von Sandra: …sich Zeit nehmen und schauen, was wirklich wichtig ist im Leben.

Von Pam: …larger than life too.

Von Mira: Es gab einen wunderbaren Goldton.

Danke!

Samstag, 16. Juli 2011

Von wegen “beiZEITen”…

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Er ist (und bleibt) mir zu groß – der “Hut” und das wiederum ist mehr als passend. Denn ich bin ratlos. Es lässt sich beim besten Willen nicht alles Lebenswerte in meinem Leben unterbringen. Irgendetwas kommt immer zu kurz, irgendeine Seite wird immer vernachlässigt. Zu viel Leben für zu wenig Zeit: Geliebter Vollzeitjob, geliebter textiler (Neben-)Job, Partnerschaft, Familie, Freunde, Häuschen, Garten…

Als ich vom Kurs zurückkam, war ich so voller Eindrücke, dass ich einen ganzen Roman hätte schreiben können. Allerdings kam ich am Sonntag erst nach Mitternacht an, begann gleich am nächsten Morgen mit meiner Arbeitswoche und schon wurden die Erlebnisse von neuen überlagert. (Für all die Neugierigen, die auf einen Bericht vom Kurs warten: Britta hat einen feinen Rückblick zum Kurs mit Pam geschrieben, ihr Mann hat die Fotos gemacht. All das gibt es in der nächsten FUN zu lesen und zu sehen.)

Es gab in den vergangenen Wochen und Monaten so viele besondere Momente, die einen Blogeintrag verdient hätten. Seit Beginn des Jahres habe ich viele weitere Wochenend-Kurse zur Effektgarnspinnerei gegeben und war in Hannover, in Bayern, in Thüringen… Über jeden einzelnen hätte ich schreiben können. Es gibt so viele Färbungen, Spinnereien, Filz- und Strickprodukte, die ich Euch noch nicht zeigte. Und es gibt Unerledigtes, das mich bedrückt: Ich habe die zweite Ladung der Gewinne noch nicht einmal verpackt, geschweige denn verschickt. Unendlich viele Emails und Blogkommentare sind unbeantwortet. Und so sehr ich mein Zeitmanagement überprüfe, es lässt sich kaum noch irgendwo ein ungenutztes Fitzelchen finden… Wie gesagt – ich bin ratlos…

Doch heute habe ich mir frei gegeben und lasse Unerledigtes weiterhin unerledigt. Das Häuschen habe ich schon Donnerstag früh geputzt.  Das Gartenunkraut darf noch ein wenig wachsen, denn ich werde nach vielen Regentagen die Sonne ausnutzen und Färbepflanzen sammeln, um nicht den besten Sammelzeitpunkt zu verpassen. Ich habe eine Stelle gefunden, an der der Färberginster üppig wächst. Stumpfblättriger Ampfer und die Samenstände des Rumex patentia wollen gepflückt werden, auch die Schilfblüten sind erntereif und das Labkraut ruft. Die Samenstände vom Sauerampfer will ich ausprobieren, die Blutpflaumenblätter sind groß genug und auch die Walnüsse sind gerade perfekt.

Die Kunst der Beschränkung – vielleicht die einzige Lösung für obige Probleme – muss ich immer wieder neu lernen.

Dienstag, 28. Juni 2011

I’m back at home ;)

Es war großartig und das in vielerlei Hinsicht!

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Ich danke Euch für die aufmunternden Kommentare zu meinem sorgenvollen “Ich-kann-kein-Englisch-Post”. Danke, Pam, für ALLES! Danke, Britta, für die vielen Übersetzungen, den Raum, den Du uns in Deiner Traumwerkstatt zur Verfügung stelltest, Deine Gastfreundlichkeit! Danke, Maike, für Deine hilfreichen Hände. Danke, Hans, für Deine herausragenden Versorgerqualitäten, von denen wir profitieren durften!  Auf Deine Fotos bin ich sehr gespannt!

Wie nannte Britta ihren Zustand nach dem Workshop? Geflasht… Das trifft es! Mehr kommt beizeiten…

Hut

Donnerstag, 23. Juni 2011

Los geht’s

Mit diesem Ergebnis meines Pfingsten begonnen Filzprojektes will ich mich erstmal verabschieden…

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Noch zeigte sich das Ding ungnädig und wollte nicht in seiner ganzen Größe fotografiert werden. Nicht mal an seinem Bestimmungsort – auf unserem Esszimmertisch. Es wiegt 580 Gramm, ist 160cm lang und an der breitesten Stelle gut 70 cm breit.

Vielleicht entsteht ja ein schönes Foto, wenn ich vom Workshop mit Pam de Groot zurück komme, der bei Britta stattfindet. Jetzt werde ich erstmal arbeiten gehen und danach nach Sonsbeck aufbrechen. Irgendwann vor Mitternacht sollte ich in der Pension ankommen, um morgen früh fit und ausgeschlafen zu sein. Habt eine schöne Zeit und drückt mir die Daumen, dass ich Pam irgendwie verstehe, trotzdem ich kein Englisch sprechen und nur wenig verstehen kann.

Mittwoch, 22. Juni 2011

Das Färben mit Pflanzen…

…braucht die Zeit, die es braucht und das ist gut so. Die Pflanzenfärbungen, die nur durch Sonnenstrahlen erhitzt werden, benötigen noch mehr Zeit und auch das ist gut so.

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Die Gläser…

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…beherbergten abwechselnd eingeschichtet färbende Pflanzenteile und kalt gebeizte Wolle sowie etwas Chiffon- oder Pongé-Seide und standen elf Tage auf der Terrasse. Dort waren sie fast den ganzen Tag der Sonne ausgesetzt, die beinahe täglich schien. Bereits am ersten Tag begannen die Farben sich zu verändern. Ich färbte mit v.l.n.r. roten Stockrosenblüten, Färberkamille, braunen Zwiebelschalen und Rosenblütenblättern, Robinienspänen und Walnussschalen, Pferdeampferblättern, den Blüten der schwarzen Stockrose, Blauholzextrakt, Dahlienblüten. Nachdem ich die Fasern wieder aus den Gläsern (und von den hartnäckig haftenden und inzwischen auch recht unappetitlich riechenden Pflanzenteilen,) befreit hatte, spülte ich sie und hängte sie zum Trocknen über die Wäscheleine.

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Diese Art des Färbens gefällt mir sehr, was heißt; es wird nicht bei diesem Experiment bleiben. Es gibt Überraschungen, ist wenig berechenbar und es entstehen feine Mischtöne und Strukturierungen auf dem Gewebe oder der Faser. Spannend ist es sicher auch, auf diese Weise Farbe in Filz zu bringen.

Hier ein Foto der Färbung mit braunen Zwiebelschalen und roten Rosenblüten…

Sonnenfärbung Braune Zwiebelschalen und Rosenblätter

…hier alle gefärbten Stoffe…

Sonnenfärbung Seidenstoffe

…das gesamte gefärbte Material (knapp 400 g Wolle) bereit zur Weiterverarbeitung…

Sonnenfärbung Ergebnisse Wolle Seide

Ich möchte mir mehrschichtige Kleidung daraus filzen und es reift eine Idee...  Dafür brauche ich allerdings Zeit am Stück und davon eine ganze Menge.

Dienstag, 21. Juni 2011

Noch mehr Gewinnerinnen…

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH Bine, Andrea und Nani! Eure Mails hatten sich im Spam-Ordner versteckt und nur durch Deinen Kommentar habe ich sie dort herausgefischt, Andrea. Auch für Euch werde ich mir natürlich etwas ausdenken, denn geschrieben ist geschrieben… Allerdings müsst Ihr Euch gedulden, bis ich vom Kurs zurück bin. (Eure Adressen könnt Ihr mir jedoch schon schicken. Ich gucke auch in den Spam-Ordner.)  Morgen gibt’s noch eine Fortbildung zum Thema “Emotion und Psychotherapie” und Donnerstag fahre ich sofort nach der Arbeit los.

Mit diesem Foto – die überwältigende Schönheit der Mohnfelder raubt mir jedes Jahr wieder den Atem -  wünsche ich Euch eine schöne Sommersonnenwende. 

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Montag, 20. Juni 2011

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH…

Astrid, Gaby und Ute! Da ich nicht damit gerechnet habe, dass mehrere Leserinnen gleichzeitig die 222.222 zu sehen bekommen, musste ich ein wenig umdisponieren. Bei diesen neun Strängen funktioniert die mathematische Teilung zum Glück ganz prächtig.

Preis der Gewinnerin - Sockenwolle mit Seide

Jede von Euch bekommt also 150 Gramm Sockenwolle mit 20% Seide in drei 50-Gramm-Strängen, die ich in den letzten zwei Wochen mit verschiedenen Pflanzen färbte. Verwendet wurden Rotholz, Krapp, Apfelbaumrinde, schwarze Stockrosenblüten, Samenstände vom Sonnenhut und Schilfblüten. (Gaby, schickst Du mir bitte noch Deine Anschrift?)

Ich wünsche Euch viel Freude mit der Wolle und danke ALLEN Leserinnen und Lesern für Eure regelmäßigen Blogbesuche und die vielen Kommentare. Einen gemütlichen Rest vom Abend wünsche ich Euch!

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