Noch stehe ich ganz unter den Eindrücken des gestrigen Tages: So viele bekannte und neue Gesichter: Angela, Katja, Frau Wo aus Po mit einem feinen spinnbaren Geburtstagsgeschenk im Gepäck (Danke!), Ella und Tom, Franziska mit ihrem zauberhaften Revontuli, den sie aus von mir im Farbverlauf gefärbter und versponnener Samojedenwolle gestrickt hatte, Stini mit ihren beiden Gastmädels und eine.meine zweite Katja mit ihrem Thomas aus Berlin (Sooooo eine schöne, wenn auch kurze Überraschung!)... Außerdem so viel Wolle und Filz in den unterschiedlichsten Ausführungen und "Handschriften"... So viele Erfahrungen... So viele Worte... So viele Regenschirme... So viele lächelnde Münder und Augen... So viele Hände, die den Filz berührten... So viele Wetterseufzer... So viele Umarmungen...
Hier ein Foto mit dem Titel: "Mütter, denen vergeben wurde". Ihr seht Katja mit Fabian und Stini, im Hintergrund drei neue und ein Euch bereits bekannter Verwandler...

Von diesem hier müsst Ihr Euch mit einem teilweisen Auslegebild begnügen, denn er hat bereits die Besitzerin gewechselt und mehr Fotos gibt es nicht. (Zwischenzeitlich zweifelte ich an mir und meinem Geisteszustand, warum ich ausgerechnet zwei Tage vor dem Markt mit einem riesigen Verwandler beginnen MUSSTE. Gut, dass ich auf mich und meine innere Stimme hörte, ohne mich von der "Vernunft" beeinflussen zu lassen, die immerzu flüsterte: "Hast Du nicht genug zu tun? Willst Du nicht endlich die Etiketten schreiben und mit dem Packen beginnen? Wenn Du noch was produzieren willst, dann bitte Kleinigkeiten, die sich sicher besser verkaufen lassen...Gelernt habe ich wieder einmal: Es ist gut, mich den kreativen Schüben zu überlassen und zu spielen, auch wenn es noch so unvernünftig scheint.)

Ich kann Euch sagen, trotz der Stoßgebete zum Himmel blieb es nass und nasser und tröpfelte ohne Unterlass. Mein Pavillon ist nicht regendicht, was wir schnell zu spüren bekamen, denn es tropfte hier und da und dort auch IM Zelt. Rettung nahte jedoch in Form meines Vaters und seiner Frau, die uns mit Gewächshausplane besuchen kamen und damit uns und die Ware vor dem Wegschwimmen bewahrten. DANKESCHÖN dafür und für den heißen Tee, Liesel! Meine schönen von Nina gebauten Holzkoffer bekamen allerdings trotz untergelegter Plane die Nässe von unten zu spüren. Hoffentlich erholen sie sich wieder, damit sie auch auf zukünftigen Märkten pflanzengefärbte Wolle präsentieren können.

Das Kissen im Vordergrund hatte ich Euch auch noch nicht vorgestellt. Das ist das Lieblingsstück meiner Katja-Schwester ;) (Diese vielen Katjas - die Häufung ist schon auffällig, nicht wahr!?)
Hier ein Blick auf den "Ladentisch":

Die im Hintergrund hängenden Nunoschals habt Ihr ebenfalls noch nicht gesehen. Hier flatterten sie einige Tage zuvor frisch gewaschen im Wind...

Und das sind die Etiketten vor dem Beschriften und Anhängen ;) Ja, sie haben den Weg an die Stücke trotzdem noch geschafft...

Danke, liebe Katja-Schwester, für Deine Unterstützung!
Ein Abenteuer zum Abschluss des Filzfestes: Nach einem Markt wird normalerweise eingepackt, der Stand abgebaut, das Fahrzeug geholt, alles verstaut und nach Hause gefahren. Hier war es ein bischen anders. Am Punkt "das Fahrzeug geholt" war nämlich Schluss. Der Parkplatz, der in einem früheren Leben eine Wiese war, hatte sich durch den Dauerregen in einen Morast verwandelt und mein geborgter Ford Transit versank in knietiefem Schlamm. Die Räder drehten durch und verteilten die braune Modder so richtig schön. Aber auch diesmal wurde ich gerettet: Ein Trecker mit Treckerfahrer zog (nicht nur) mich aus dem Schlamm. DANKESCHÖN! Mal gucken, was Britti heute dazu sagt, dass sie ein (fast) weißes Auto gab und ein (fast) braunes Auto zurückbekommt ;))
Mit diesem Detail-Blick auf mein derzeitiges Lieblingsstück - ein neues Beutel-Ei...
...wünsche ich Euch einen schönen Sonntag und einige Abenteuer, die des Sonntags würdig sind ;))