Montag, 7. Februar 2022

Köstlich gewürzter und gebratener Rosenkohl...

 ...gehört zu meinen absoluten Lieblingsgemüsen - besonders in dieser Zubereitungsart, die ich heute mit Dir teilen will. Totgekocht mag ich ihn nämlich nicht so gern. Und Menschen, die Rosenkohl ansonsten nicht mögen, essen DIESEN Rosenkohl sehr gern. 

Ich freue mich ganz besonders darüber, dass unsere SoLawi Lebendiger Landbau (KLICK) in dieser Saison sogar Rosenkohl angebaut hat. Das hatte ich mir so gewünscht! 


Lass' dich nicht von der ungewöhnlichen Gewürzkombination irritieren, denn die Aromen verbinden sich auf wundervolle Weise zu einem Ganzen.

Zutaten:

500 g Rosenkohl
1/2 Bio-Zitrone
3 - 4 Zweige frischer Rosmarin (alternativ 2 TL getrockneter Rosmarin)
2 - 3 Knoblauchzehen
1/2 TL Zimt
125 g Alsan bio (alternativ Bratöl)
Salz und Pfeffer

Zubereitung:

Rosenkohl putzen
größere Röschen halbieren, kleinere ganz lassen
5 min dämpfen
Rosmarinnadeln fein wiegen
Knoblauch pressen oder in etwas Salz zu Mus zerdrücken
in einer Pfanne Alsan bio zerlassen
Rosmarin, Knoblauch, Zimt, kräftig Salz und etwas Pfeffer hinzufügen
2 min rösten lassen
Rosenkohl in die Pfanne geben und rundum anbraten
mit dem Saft einer halben Zitrone ablöschen

Guten Appetit!

Sonntag, 30. Januar 2022

Wildniscamps und Seminare 2022


Wenn Dich eines der u. a. Wildniscamps und Seminare interessiert, klicke auf den Titel und es öffnet sich der Flyer für mehr Infos. 

Ich freue mich auf Dich!

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Wir feiern die JAHRESKREISFESTE (KLICK) und verbinden uns tiefer mit den  natürlichen Zyklen – Geschlossene Jahresgruppe für Frauen  

Natur in NWM und Jurte im Garten 

Ollndorfer Hufe 8
23923 Siemz-Niendorf
OT Ollndorf

2022 AUSGEBUCHT

Wenn Du Dich für 2023 vormerken lassen möchtest, schicke mir gern eine Mail an jana.muchalski"at"web.de

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NATÜRLICH mit HERZ und KÖRPER - 
Ein WILDNISCAMP für THERAPEUT*INNEN (KLICK)

Die Therapie bereichern und beleben

Mo., 27.06.2022, 16.00 Uhr - Do., 30.06.2022, 14.00 Uhr

Auf dem Platz der Wildnisschule Waldschrat, Brandenburg
15374 Müncheberg OT Hoppegarten

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Im schwesterlichen Kreis auftanken,
hier verbinden wir uns mit unserer Natur 

Mo., 22.08.2022, 16.00 Uhr - So., 28.08.2022, 14.00 Uhr

Auf dem Platz der Wildnisschule Waldschrat, Brandenburg
15374 Müncheberg OT Hoppegarten

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3. Wildniscamp für ehemalige (jetzt clean lebende) Drogenkonsument*Innen, die mehr vom Leben wollen...

Do., 06.10.22, 16.00 Uhr - So., 09.10.22, 14.00 Uhr

Auf dem Platz der Wildnisschule Waldschrat, Brandenburg
15374 Müncheberg OT Hoppegarten

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Dienstag, 25. Januar 2022

Über die Geduld...


Man muss den Dingen die eigene,
stille, ungestörte Entwicklung lassen,
die tief von innen kommt,
und durch nichts gedrängt
oder beschleunigt werden kann;
alles ist austragen –
und dann gebären … 

Reifen wie der Baum,
der seine Säfte nicht drängt
und getrost in den Stürmen des Frühlings steht,
ohne Angst,
dass dahinter kein Sommer
kommen könnte.

Er kommt doch!

Aber er kommt nur zu den Geduldigen,
die da sind, als ob die Ewigkeit vor ihnen läge,
so sorglos still und weit … 

Man muss Geduld haben!

Mit dem Ungelösten im Herzen,
und versuchen, die Fragen selber lieb zu haben,
wie verschlossene Stuben,
und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache
geschrieben sind.

Es handelt sich darum, alles zu leben.
Wenn man die Fragen lebt, lebt man vielleicht allmählich,
ohne es zu merken,
eines fernen Tages
in die Antwort hinein.

Rainer Maria Rilke

Freitag, 21. Januar 2022

Täglich in den kalten See zu steigen...


 ...ist für mich inzwischen weit mehr, als eine Challenge mit mir selbst. Es ist mir ein Bedürfnis geworden. Mein Körper sehnt sich geradezu danach, einmal am Tag in das kalte Wasser zu tauchen. Und meine Seele liebt es, in Kontakt mit dem Wasser und der Luft, den Pflanzenwesen, den Bäumen, dem gefiederten Volk, den Vierbeinigen und den Krabbeltierchen, den Wasservögeln, den Fischen zu gehen. Es ist ein mir lieb gewordenes tägliches Ritual, über das ich mich mit der Zeitqualität, dem Wetter, der Jahreszeit und der mich umgebenden und mich durchfließenden natürlichen Welt verbinde.

Seitdem ich ihn fast täglich besuche, war der See kürzlich erstmals zugefroren. Am ersten Tag konnte ich die Eisschicht in Ufernähe mit einem dicken Ast zertrümmern, um einmal eintauchen zu können. Doch es hat mich wirklich überrascht, wie schnell die Eisschicht auf 6 bis 8 cm anwuchs. Da musste ich eine Spaltaxt mitbringen, um eine badewannengroße Öffnung in die Eishaut zu hacken. Hier legte ich mich dann bis zum Hals hinein und schob die Beine unter die Eisdecke. Das war das erste Mal Eisbaden in meinem 55jährigen Leben - soooo energetisierend und belebend, soooo beglückend und JUHU!


Der See zeigt sich immer wieder neu. Das Licht und die Farben, die Stimmung und die Geräusche verändern sich stetig. Ein Spiegel des lebendigen Lebens...








Mittwoch, 19. Januar 2022

Eine Grünkohl-Bohnen-Minestrone...


...ist ein köstliches und herzhaftes Rezept, um Grünkohl vegan zu verarbeiten. 

Bei der letzten Lieferung unserer SoLawi Lebendiger Landbau (KLICK) beinhaltete ein ganzer Anteil 800 g Grünkohl, 800 g Möhren, 1 kg Kartoffeln, 1 Wirsingkohl, 1 große Steckrübe, 800 g Rote Bete, 1 Kürbis und 500 g Topinambur. Aktuell holen wir uns das Gemüse im 14tägigen Rhythmus, weil es sich um Lagergemüse handelt. 

Ich habe den gesamten Grünkohl für die Minestrone verarbeitet. Da wir in unserem Haushalt jedoch nur zu zweit leben, sind vier Portionen zum sofortigen Verbrauch bestimmt und vier Portionen für irgendwann später vorgesehen. Ich habe die Minestrone eingeweckt. So schön, an einem Tag mit wenig Zeit ein Glas Grünkohl-Bohnen-Minestrone aus dem Vorratsregal nehmen, einfach erwärmen zu können und in Blitzesschnelle ein gesundes und leckeres Essen zu haben!  

Und hier kommt das Rezept für dich:

Vegane Grünkohl-Bohnen-Minestrone

Zutaten für 4 Portionen: 

1 große Zwiebel
2 Möhren (oder Pastinaken oder Petersilienwurzel) 
2 Stangen Staudensellerie (oder etwas Knollensellerie)
200 g Grünkohl
3 Knoblauchzehen
2 EL Tomatenmark
400 g gehackte Tomaten
1 l Gemüsebrühe
250 g weiße Bohnen (oder schwarze Bohnen oder Edamame etc.)
2 TL Italienische Kräuter
1/2 TL getrocknete Minze
1 - 2 TL Salz
1/2 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1 EL Ahornsirup (oder Agavendicksaft oder Reissirup)
2 EL Weißweinessig (oder Apfelessig)
etwas Olivenöl

Zubereitung: 

Zwiebel würfeln
Möhren und Staudensellerie in feine Scheiben schneiden
Grünkohl - von der Mittelrippe befreien und in mundgerechte Stücke schneiden
Knoblauch fein zerdrücken
Olivenöl erhitzen
Zwiebel, Möhren, Sellerie, Knoblauch darin anbraten
Ahornsirup hinzufügen
Gemüse leicht karamellisieren lassen
Tomatenmark, Kräuter, Gewürze, Weißweinessig hinzufügen
mit gehackten Tomaten und Gemüsebrühe ablöschen
10 Minuten köcheln lassen
Grünkohl unterheben
weitere 15 Minuten köcheln lassen
Bohnen unterheben
abschmecken und servieren

Guten Appetit!

Montag, 17. Januar 2022

Zwei Jahre vegane Ernährung...


...haben mir und meinen Lieben gezeigt, wie vielfältig, bunt, köstlich und gesund die pflanzenbasierte Küche sein kann. Es hat mir ohnehin schon immer viel Freude bereitet zu kochen und zu backen, aber durch die Umstellung meiner Ernährung habe ich die letzten zwei Jahre begeistert experimentiert und geforscht, in Kochbüchern oder im Netz gefundene Rezepte an meine Geschmacksvorlieben angepasst, traditionelle Rezepte "veganisiert", die ich nicht missen möchte. Ich bin sehr glücklich mit dieser Ernährungsform, weil sie meinen Werten entspricht. Vor anderthalb Jahren hatte ich hier schon ein wenig darüber erzählt.

Ebenfalls im zweiten Jahr sind wir SoLawistas der Solidarischen Landwirtschaft = SoLawi Lebendiger Landbau (KLICK) und bekommen wöchentlich regionales, biologisch angebautes, köstliches Gemüse, wie es frischer nicht sein kann. Das motiviert natürlich noch einmal mehr, das Gemüse auf die leckerste nur mögliche Weise zuzubereiten. 

Du möchtest wissen, warum ich meine Ernährung auf die rein pflanzliche Kost umgestellt habe? 

Nur zum Verständnis - ich mochte den Geschmack von Fleisch und Käse und liebe herzhafte Speisen. Gleichzeitig steckte ich jedoch schon länger in einem ethischen Konflikt, der für mich immer unaushaltbarer wurde. Je verbundener ich mich mit der Erde und all den hier lebenden Geschwistergeschöpfen fühlte, umso unvorstellbarer wurde es für mich, diese Wesen aufzuessen. Und das hat nicht nur etwas mit der (sowieso nicht zu vertretenden) Massentierhaltung und den damit verbundenen ethischen und ökologischen Folgethemen zu tun; es geht mir grundsätzlich um das Essen von Tieren und Tierprodukten, das ich vor mir selbst nicht mehr vertreten konnte. Nein, auch nicht der Tiere, die auf Demeter- und Biohöfen leben oder privat und liebevoll gehalten werden... Irgendwann las ich "nicht deine Mama - nicht deine Milch"... Puh... Das erwischte mich kalt, weil ich es als Wahrheit fühlte. Also kam für mich auch das Essen/Trinken von Milchprodukten nicht mehr in Frage. Und gleichzeitig bin ich mir sehr bewusst, dass jede und jeder für sich selbst entscheiden muss, wie Mensch sich ernährt. Ich bin weit davon entfernt, irgendwen missionieren zu wollen und trotzdem freut es mich, dass auch die Allesesser*innen meine Speisen lieben. 

Gerade hatte Rainer Geburtstag und seine Familie zum Brunch eingeladen. Hach... Zweieinhalb Tage konnte ich nach Herzenslust kochen und backen und in Geschmacksrichtungen, Düften, Gewürzen, Farben, Texturen schwelgen. Und Rainers Familie mochte die Speisen sehr und war ganz überrascht, dass veganes Essen so lecker schmecken kann. Das wiederum freute mich so richtig! 


Und jetzt werde ich immer mal wieder ein erprobtes und für köstlich befundenes Rezept mit Dir teilen. 

(Es ist tatsächlich schon anderthalb Jahre her, dass ich genau das hier angekündigt hatte. Sorry, dass es sooo lange gedauert hat. Mein Leben war so reich gefüllt, dass ich kaum Raum und Zeit zum Bloggen hatte. Aber jetzt sind Zeit und vor allem auch Lust dafür zurückgekehrt.)

Herzlich

Deine Jana

Freitag, 14. Januar 2022

Ein Feedback zum Seelenzentrierten Coaching...

 ...erreichte mich gestern. Annette hatte ihren ersten Coachingzyklus (ein halbes Jahr mit 14tägig einer Coachingsession) im Dezember 2021 beendet und sendete mir nun folgende Worte für meine Website (KLICK) und diesen Blog: 

"Voller Dankbarkeit blicke ich auf die Zeit zurück, in der mich Jana begleitet hat. Liebevoll führte sie mich mit ihren Impulsen und Fragen hin zu mir. Seite an Seite - so fühlte es sich trotz des telefonischen Kontakts an - schauten wir uns Wunden und Wunder an. Ich durfte entdecken, welche Kräfte und Ressourcen in mir schlummern. Manche Reise ging sehr in die Tiefe und manches Thema brachte mich in meine Leichtigkeit. Die Coaching-Sessions waren für mich wertvolle Auszeiten im trubeligen Familienalltag, ein Geschenk an mich selbst. Vielen Dank, liebe Jana, dass ich mit dir gemeinsam zurück in meine innere Kraft finden durfte!"


Es berührt mich zutiefst, Annettes Worte zu lesen und es ist mir eine große Freude, Menschen auf dem Weg in ihre Mitte, in mehr Zufriedenheit und Erfüllung, in eine stärkere Authentizität und Lebensfreude hinein zu begleiten. Ich bin so dankbar dafür, diese wundervolle Arbeit machen zu dürfen! 

2018 eröffnete ich meine (inzwischen ausgebuchte) Coachingpraxis für Seelenzentriertes Coaching, nachdem ich in der Schweiz bei Sabina Wyss und Team die Ausbildung zur Zertifizierten Seelenzentrierten Coachin (KLICK) absolviert hatte. Momentan begleite ich den aktuellen Ausbildungsgang als Assistentin. Nächste Woche reise ich dafür wieder in die schöne Schweiz und darf das Lernen und Wachsen der Student*innen bezeugen. 

Im Februar beenden drei meiner Klientinnen ihr Coaching regulär, nachdem sie sich ein halbes bzw. ein Jahr auf ihrem Entwicklungsweg haben begleiten lassen - alle per Telefon. 

Wenn Du gerade am Überlegen bist, ob Du dieses Jahr dazu nutzen möchtest, Dich liebevoll und achtsam Deinen "Baustellen" zuzuwenden, Dir Heilung zu gönnen, Deine Ressourcen tiefer kennenzulernen und Dein Potenzial zu entfalten, ist gerade ein guter Zeitpunkt dafür. Melde Dich gern für ein kostenloses Probecoaching am Telefon. So kannst Du unverbindlich ausprobieren, ob diese Art der Begleitung das Richtige für Dich ist. Du erreichst mich per Email unter jana.muchalski@web.de oder per Telefon unter 0162-6770619. 

Ich freue mich auf Dich!

Herzlich

Deine Jana

Montag, 1. November 2021

Samhain - Das Ahninnenfest im Jahreskreis und die Arbeit mit den eigenen Schatten


Jetzt ist bereits der 1. November. Das diesjährige Samhain gehört der Vergangenheit an. Und doch will ich noch ein paar Gedanken und Erfahrungen zu unserem Fest mit Dir teilen. In diesem Jahr - als ich mit der Vorbereitung des Jahreskreisfestes für meine Frauengruppe und der Einstimmung darauf begann - spürte ich, dass wir einmal mehr eingeladen sind, uns unseren Schatten zuzuwenden. Letztlich wundert es mich nicht, denn wenn ich mich in der Welt umsehe, stecken wir alle in stark polarisierenden Situationen. Da geht es um richtig und falsch, gut und schlecht, Recht haben wollen und daneben liegen, ein Dafür und ein Dagegen... Wir haben also gerade sehr gute Bedingungen dafür, den eigenen Schatten zu erforschen.

Doch was ist mit SCHATTEN eigentlich gemeint?

Hierbei geht es um Gedanken, Gefühle und Handlungen, die NICHT unserem Selbstbild und unseren Werten entsprechen, sondern diesen entgegenstehen. Der eigene Schatten ist häufig ein blinder Fleck oder eher noch eine blinde Zone. Du kannst Deinen eigenen Schatten aufspüren, indem Du Dich z. B. fragst, welche Themen so mit Scham behaftet sind, dass Du kaum wagst, sie zu denken und schon gar nicht, sie laut auszusprechen. Du kannst Dich auch fragen, was Dich so richtig aufregt, ärgert, wahnsinnig macht und virtuos alle Deine Knöpfe drückt. Hilfreich können auch Nachforschungen darüber sein, welches Verhalten, Fühlen, Denken Du bei einem Gegenüber ablehnst und verurteilst. Du kannst Dich fragen, welche Thematik Du vermeidest. 

Na, tauchen da schon Themen auf?

Zum Verständnis: Wenn Du Deinen Hinterkopf anschauen willst, brauchst Du mindestens einen Spiegel, denn für Deine Augen ist Dein Hinterkopf ohne dieses Hilfsmittel nicht zu sehen. Auch unsere Psyche hat solche blinden Flecken, die mit den Augen unseres (in der Regel begrenzten) Bewusstseins nicht zu erkennen sind. Hier wirken Menschen und Situationen als Spiegel und können uns auf die blinden Flecken aufmerksam machen. Wenn wir uns diesen Phänomenen dann nicht verurteilend, sondern mit offenem Geist zuwenden, können wir unsere Schatten kennenlernen und mutig erforschen. Ja, es braucht erstmal eine ganze Portion Mut, sich diesen speziellen inneren Anteilen zuzuwenden. 

Wenn es also soooo ungemütlich und wirklich herausfordernd ist, sich mit den eigenen Schattenseiten zu befassen, warum sollten wir es trotzdem tun? Weil GOLD darin zu finden ist. Nicht nur, dass die Lebensenergie, die in das Unterdrücken, Verdrängen, Vermeiden hineinfließt, dann wieder frei wird und uns zur erfüllenden Gestaltung unseres Lebens zur Verfügung steht, sondern vor allem auch, weil alles, was ich ablehne für eine Einengung meines Horizontes sorgt. Je ausgeprägter mein Schatten ist, umso stärker muss ich vermeiden, umso eingeschränkter wird mein Tunnelblick, umso beschränkter ist meine Handlungsfähigkeit. 

Wenn wir es jedoch wagen, uns unseren Schattenhandlungen, -gedanken, -gefühlen zuzuwenden - z. B. ja, ich habe mein Kind angeschrien oder geschlagen, obwohl ich eine friedliebende Frau mit dem Wert der Gewaltfreiheit bin oder ja, ich habe eine Currywurst hinuntergeschlungen, obwohl ich mich vegan ernähre, oder ja, ich bin neidisch auf meine beste Freundin, weil sie mit ihrem Strahlen alle bezaubert usw. usf. und wir wagen, diese Handlungen, Gefühle, Gedanken als zu uns gehörig anzusehen, weitet sich unser Herz. Diese Handlungen, Gefühle und Gedanken anzunehmen, heißt nicht, sie gut zu finden. Es heißt nur, JA zum So-gewesen-sein zu sagen. Wenn ich diesen Prozess des Annehmens durchfühle,  entwickle ich ganz natürlich mehr Mitgefühl für andere Menschen, die sich irgendwo verirrt haben und Schatten leben. Wenn ich über ein Schattenbewusstsein verfüge,  entsteht immer mehr Frieden in mir und in all meinen Beziehungen. 

Was verändert sich in Dir bei der Vorstellung, Dich Deinen Schatten zuzuwenden?

***

Jetzt habe ich viele Worte geschrieben und noch nichts vom Jahreskreisfest SAMHAIN erzählt. 


Wir trafen uns diesmal bei mir in der Jurte und blieben auch hier. Nach einer einstimmenden
Willkommensräucherung, einem feinen Abendessen, das aus Caponata und gefüllten Feigen als Vorspeise, gebackenem Kürbis-Kartoffel-Stampf mit Rosmarin und Zimt, im Ofen gerösteter Roter Bete plus veganer Mayonnaise aus Aquafaber als Hauptspeise und mit Erdnussmus und dunkler Schokocreme sowie gerösteten Erdnüssen gefüllten Medjouldatteln bestand, einer Runde, in der wir die Ahnen und alle unterstützenden Kräfte einlieden, trommelten wir gemeinsam und ließen in diesem Trancezustand unsere Schatten auftauchen, die sich jetzt zeigen wollten/konnten. Wir teilten die Erfahrungen in einer bewegenden Redestabrunde


Ich bin unserem Kreis soooo dankbar, dass wir inzwischen in einer so liebevollen Offenheit angekommen sind, dass Schattenarbeit in der Gruppe möglich ist. So konnte ich im Anschluss die aus dem Buddhismus stammende
CHÖD-Übung anleiten, bei der die inneren Dämonen genährt werden. Das ging tief und es entstand eine noch stärkere Verbundenheit mit uns selbst und miteinander. GOLD halt... Wir teilten in einer Runde, was wir erlebt hatten, sangen das Lied ICH LIEBE MICH und genossen dann in Paararbeit wechselseitig eine feine Massage, so dass die Erfahrungen ganz in den Körper sinken konnten. So ein wundervolles und ganz anderes Samhain...

Danke! 

Jana
P. s. Am nächsten Morgen war der gefüllte Ahnenteller, den ich in den Garten gestellt hatte, leergefuttert...

Montag, 16. August 2021

Zurück vom einwöchigen Frauencamp...

 

...fühle ich mich soooo unendlich reich beschenkt, dass es dafür kaum Worte gibt. Was für ein Labsal, im Kreis von wertschätzenden und zugewandten Frauen ganz einfach die zu sein, die wir sind. Mit allem, was uns ausmacht - Freude und Trauer, Fragen und Irritationen, der unbändigen Lebensfreude, aber auch mit einer frisch ausgelösten Kränkung, die eine alte Kränkung freilegt und der Bearbeitung zugänglich macht, der Angst vor Ablehnung, der Sehnsucht nach Abenteuer und Ursprünglichkeit, dem Wunsch nach tiefer Verbundenheit, Authentizität und Heilung. 


Der zauberhafte Platz der Wildnisschule Waldschrat (KLICK) hat uns auch in diesem Jahr willkommen geheißen, getragen und mit all dem Zarten, das aufblühen und all dem Starken, das ausgedrückt werden wollte, wohl behütet. Das Wetter war das perfekte Campwetter - tagsüber die Wärme und der Sonnenschein des Hochsommers und nachts immer wieder mal ein erfrischender, reinigender und nährender Regen. So war die Natur versorgt und wir konnten täglich das Lagerfeuer entzünden. Das Jipi hat sich seit meinem letzten Besuch in ein Tipi verwandet, der Kesselsee uns in seiner Schönheit berührt und gleichzeitig erfrischt und gereinigt. 


Wir waren insgesamt zehn Frauen; einige davon kamen von sehr weit angereist. Es waren sogar Ingrid aus Österreich, Ursula aus der Schweiz und Martina aus Freiburg dabei. Aber auch der Norden war gut vertreten. Und wir zehn Frauen haben uns auf eine gemeinsame Forschungsreise begeben, um die Verbundenheit mit uns selbst, miteinander und mit der Natur zu stärken und herauszufinden, wie es ist, einander ganz wahrhaftig zu begegnen. Nach und nach lernten wir uns immer tiefer kennen, öffneten uns für uns selbst und füreinander. Besonders bedeutsam für eine Öffnung war, dass jede Frau genau so willkommen war, wie sie ist.

Wir waren im Fuchsgang und dann mit Eulenblick im Wald unterwegs, fanden eine vom Sonnenlicht angestrahlte Lichtung, die uns dazu einlud, uns ganz bewusst ins Licht und in den Mittelpunkt zu stellen. Das war für einige Frauen gar nicht einfach. Und doch ist es so heilsam, sich wichtig zu nehmen und auf die eigenen Bedürfnisse und Grenzen liebevoll zu achten. 

Wir sangen ganz viele Lieder am Lagerfeuer...


...gingen mit persönlichen Anliegen in die Natur und empfingen hilfreiche Antworten. Die Themen waren so unterschiedlich wie die Frauen selbst. Es ging um das Zulassen von Gefühlen, das Leben von Sinnlichkeit und Genuss, die Fragen, wie mehr Gelassenheit ins eigene Leben einziehen, die Verbundenheit bewahrt oder die Angst vor dem Scheitern überwunden werden kann. Sogar eine dringlich formulierte Lebensfrage und Aufforderung wurde mit in die Natur genommen: 

Wer willst du sein? 
Entscheide dich! 

Die Geschichten wurden dann innerhalb der Woche im Kreis geteilt und gespiegelt, um ganz in der Tiefe der Frauen zu landen. Und auch hier wurde noch einmal deutlich, dass eine jede Frau FÜR ALLE ANDEREN FRAUEN MIT ihr Thema in den Wald getragen und die Antworten eingesammelt hat. So universelle Weisheiten wurden empfangen und dann in den Kreis geschenkt! Wow...


Die Frauen holten Holz aus dem Wald, sägten tote Fichten in Lagerfeuerlänge und bereiteten für das nach uns kommende Camp einen Vorrat vor, so wie auch wir den für uns vorbereiteten Vorrat nutzen durften. Wir holten Wasser für den Abwasch aus dem See, kümmerten uns um die Komposttoiletten, kochten täglich frisches vegetarisch-veganes Essen und belebten den Platz mit unserem Sosein, mit unserem Lachen, unserer Lebendigkeit, unserem Fühlen und Wirken.

Wir durften gleich am ersten Tag den Seeadler bestaunen, der über den Platz flog. Die Kraniche waren ebenso präsent wie die Schwarzspechte mit ihren lustigen Flug- und anderen Rufen, aber auch Ringelnatter, Libellen in den unterschiedlichsen Farben, Zauneidechse, Wespenspinne und Raupe, immer wieder der blaue Blitz = der Eisvogel, die Biber mit ihren vielfältigen Spuren, die Waschbärfamilie, die allabendlich die Campküche nach Köstlichkeiten durchsuchte und noch sooo viele Gefiederte, Vierbeinige und Krabbeltierchen. Überpräsent war das Volk der Mücken und hat uns echt herausgefordert. 

Meine schönste Tierbegegnung war das gemeinsame Schwimmen mit einem Biber durch den See. Er war so nah, dass ich seine Schnurrhaare sehen konnte. Ich war beinahe hypnotisiert und bin in immer gleicher Entfernung neben ihm hergeschwommen. Magie pur!

Wir kamen in tiefen Kontakt mit den Pflanzenleuten, indem wir die Brennnessel dankbar zu Schnüren verarbeiteten, die Samen ernteten, trockneten und über unseren morgendlichen Haferbrei streuten. 

Wir schnitten Beifuß, streiften Blätter und Samenstände von den Stängeln, ließen sie im Schatten trocknen und rollten sie zu Kügelchen als Räucherware. 

Und wir bauten Rasseln aus der Rohhaut eines Hirsches. Dafür fand jede Frau ihren ganz besonderen Griff im Wald, der beschnitzt, geschmirgelt und geölt wurde. Wir füllten die Rasseln mit dem Sand der Gegend, damit sie in Form trocknen und gaben dann kleine Steinchen vom Seeufer hinein, schmückten sie mit gefundenen Federchen oder gesägten, fein geschliffenen und geölten Amuletten oder Muscheln. So entstanden Rasselunikate, die die Frauen nun auf ihrem weiteren Weg begleiten und an die besondere Zeit im Camp erinnern dürfen. Hier sind sie noch nicht ganz fertig, sondern bereit, zum Trocknen aufgehängt zu werden. 

Und so sah unsere Draußenwerkstatt aus...


Hier sind die Rasseln fertig...


Noch soooo viel mehr erlebten wir in dieser reichen Woche, dass ich sicher eine weitere Woche bräuchte, um alles zu erzählen. Aber die meisten der Erfahrungen wollen nun sanft gehütet und behutsam in den eigenen Alltag integriert werden. 

Ich danke Euch Frauen für Euern Mut, Euch auf Unbekanntes einzulassen, für Eure offenen Herzen, die schmutzigen Füße, die zerzausten Haare, die liebevolle Zugewandtheit, die geteilten Worte und die leuchtenden Augen. 

Und ich danke Euch, liebe Teamfrauen Alex und Janka...


...für Eure Tatkraft, Euern Weitblick, Euer liebevolles, warmes, unterstützendes Wirken, Euer Anpacken, Eure Blickigkeit, Euer Engagement, Eure Fürsorge, Eure strahlende Schönheit. So gern habe ich mit Euch zusammen gearbeitet und freue mich auf viele weitere Gelegenheiten! 

Tief berührt und voller Liebe grüßt Euch

Jana

P. s. Die wertschätzenden Feedbacks der Frauen verlangen nach einem Extrapost, denn dieser ist schon soooo lang...

Donnerstag, 5. August 2021

Das diesjährige Frauencamp...

...findet vom 8. bis zum 15. August 2021 auf der wundervollen wilden Wiese der Wildnisschule Waldschrat statt, die zwischen zwei Seen und dicht am Wald gelegen ist. Hier (KLICK) kannst Du Dir den Flyer mit den Details zum Camp anschauen. 

Wenn Du Dir ganz spontan eine heilsame, nährende Auszeit im wertschätzenden Frauenkreis gönnen, Deine Kraftreserven auftanken und Dir einen der zwei noch freien Plätze den letzten Platz für Dich reservieren lassen willst, melde Dich gern bei mir. Am einfachsten erreichst Du mich per Email an jana.muchalski@web.de oder per Telefon unter 0162-6770619. Falls ich gerade im Coaching (KLICK) sein sollte, rufe ich Dich gleich danach zurück.

Sei herzlich gegrüßt von

Jana

P. s. Das Foto stammt aus einem Frauencamp im Jahr 2018 und zeigt Frauen in ihrer Krafthaut. So wunderschön!



Montag, 21. Juni 2021

Unsere Sommersonnenwende am Meer...

Freitag Abend trafen wir acht Frauen der Jahreskreisgruppe uns nach gefühlten Ewigkeiten endlich wieder in echt und in Farbe. Und um es gleich doppelt fein zu machen, verabredeten wir uns am wilden Steilküsten-Ostseestrand. Mit Feuerholz und Dreibein, Feuertopf und feinem Essen, Schlafsack und Isomatte sowie ausreichend Trinken bepackt, wanderten wir ein Stück am Strand entlang, bis wir einen Ort fanden, der uns zum Bleiben einlud. 


Um wirklich anzukommen, gingen wir einzeln über den Strand und fanden Schönes, mit dem wir unsere Mitte gestalteten. 


Wir dankten den Himmelsrichtungen und verbanden uns mit den unterstützenden Kräften des Medizinrades, die uns zu jeder Zeit zur Verfügung stehen. Wir tauchten ins Meer und schwammen im wunderbaren Wasser, teilten in einer Redestabrunde das miteinander, was gerade in unserem Leben lebendig ist und in diesem geborgenen Kreis geteilt werden wollte. Wir entzündeten ein kleines Feuerchen und erwärmten unser Abendessen, genossen feine Speisen -  Antipasti, veganes Chili und ein wunderbares veganes Dessert. Danke, liebste Julia! Wir lachten und sangen, tauschten uns aus, tanzten einen Tanz nach einem Mittsommerlied...


...machten Steinklänge mit den Ältesten der Erde und sprangen - nur mit einem Beifußgürtel bekleidet - über das Feuer. Mögen Kraft und Schutz, Gesundheit und lichte Energie uns auch in der kommenden Zeit unterstützen. Zum Dank übergaben wir unsere Beifußgürtel im Anschluss dem Feuer. 

Das Meer funkelte in der Sonne, Himmel und Wasser wechselten wieder und wieder die Farbe und betörten uns mit unvergleichlicher Schönheit. Das rhythmische Rollen der Wellen, der Gesang der Waldvögel, die pfeilschnell am Himmel dahinschießenden Uferschwalben, die Steinklänge, die mich fast in Trance versetzten, das Verbundenheitsgefühl im Kreis der vertrauten Frauen - all das und viel mehr erfreute,  erfüllte, berührte mich zutiefst.


Sooo ein schönes Mittsommer-Fest! Zu fünft übernachteten wir am Strand, sangen ein für mich neues Schlaflied als Kanon - Danke, liebe Christine! (KLICK) - und genossen den sternenklaren Himmel. Die zwitschernden Vögelchen aus dem Steilküstenwald weckten mich pünktlich zum frühen Sonnenaufgang. So konnte ich gleich ein Foto der noch schlafenden Frauen machen. 

Danke! Danke! DANKE!

Dienstag, 15. Juni 2021

ZURÜCK IN DIE EIGENE KRAFT...


...so heißt das Frauen-Wochenendseminar, das Birke Knopp (KLICK) und ich im vergangenen Jahr erstmals angeboten haben. Am letzten Juniwochenende - vom 25. bis zum 28.06.21 - laden wir erneut dazu ein. 

Im nährenden Frauenkreis bist Du mit dem Thema sehr willkommen, das Dich gerade bewegt. Freue Dich auf eine lebendige Mischung aus Bewegung und Tanz, ritueller Gestalttherapie, systemischen Ansätzen, Natur-Ritualen, Kreativität, Redekreisen, Liedern am Lagerfeuer. Es tut soooo gut, um eine gemeinsame Mitte im Kreis zu sitzen und lebendiges Leben miteinander zu teilen. 


Als erfahrene Frauenbegleiterinnen und Therapeutinnen halten wir ein großes Methodenfüllhorn zu Deiner Unterstützung bereit. Wir öffnen und halten eine sicheren Raum für das, was an Prozessen in der Gruppe geschehen möchte. Hier (KLICK) findest Du als kleines Appetithäppchen den Link zum Nachklang auf das Seminar 2020. Na? Lockt es Dich? Dann melde Dich unter jana.muchalski@web.de an und ich reserviere Dir sehr gern einen von den noch zwei freien Plätzen.

Herzlich und auf bald! 

Jana

P. s. Und obwohl wir das gesamte Seminarhaus gebucht hatten und uns auch für dieses Jahr reserviert haben, schlief ich draußen unter der Himmelsleiter - Sternenhimmel mit Sternschnuppen, Kranichrufe und beglückende Sonnenaufgänge inklusive... Soooo fein!

Montag, 26. April 2021

Gemeinsam durch das Jahr - Beltane in speziellen Zeiten...


Auch wenn BELTANE traditionell in der Nacht vom 30. April zum 1. Mai gefeiert wird, trafen wir Frauen uns in diesem Jahr schon am vergangenen Freitag, um das Jahreskreisfest zusammen zu begehen. Dieses Fest ist DAS Fest der Sinnlichkeit, der Lebensfreude, der Lust und der Fruchtbarkeit. Wie jedoch lässt sich ein so sinnliches Fest in diesen besonderen Zeiten gestalten, wenn die Frauen aus unterschiedlichen Bundesländern und Orten kommen? Ich will Dich an unserem Weg teilhaben lassen.

Zur Vorbereitung schrieb ich diese einstimmende Email an die Frauen:

Liebe Frauen,
 
und weiter dreht sich das Jahresrad... In der Nacht vom 30. April zum 1. Mai findet jedes Jahr erneut Beltane (Walpurgis) statt. Dieses Fest liegt auf dem Jahresrad im Südosten, ist eines der Mondfeste und der vollen Mondin gewidmet. Es ist DAS Fest der Lebensfreude, der Fruchtbarkeit, der Liebe und der Lust. Ja, das Leben ist zurück und geht in eine neue Runde. Die Sonnenkraft ist wieder da. Die Natur jubiliert - und das ganz unabhängig davon, was bei uns gerade los ist...

Es ist das Fest der roten Göttin - der erotischen, fruchtbaren, sinnlichen Frau. Und wie lässt sich das Leben besser feiern als mit sinnlichen Freuden, Tanz, Gesang und Genuss auf allen Ebenen? In den Überlieferungen heißt es, dass überall Freudenfeuer angezündet wurden, Ehegelübde für eine Nacht aufgehoben, die körperliche Liebe in den Feldern genossen und auf diese lustvolle Weise für fruchtbare Erde und reiche Ernte gebetet wurde. Erde und Himmel vereinigten sich in der rituellen Vereinigung des Männlichen mit dem Weiblichen. 
 
Einstimmende Alltagsaufgabe:

Um diese spezielle Zeitqualität auch wirklich zu erleben, sind wir eingeladen, einmal mehr ganz bewusst unsere Sinne zu gebrauchen. Zur Unterstützung lade Dir die App MindBell auf Dein Handy. Mehrmals im Laufe eines Tages ertönt ein sanfter Gong. Er darf Dich daran erinnern, Dich über Deine Sinne mit der Welt zu verbinden. Öffne Deine Augen und schau WIRKLICH hin! Schau, als ob Du etwas zum ersten Mal erblickst. Was siehst Du? Öffne Deine Ohren und lausche... Was hörst Du? Was sind die leisesten Geräusche, die Du vernehmen kannst? Wie riecht es gerade? Was spürst Du? Was schmeckst Du? Und welche Empfindungen lösen die sinnlichen Wahrnehmungen JETZT in Dir aus? Wie wirkt es sich aus, wenn Du Deinem sinnlichen Erleben mehr Raum schenkst?
 
Wir treffen uns - physisch zu zweit - am kommenden Freitag, dem 23. April um 18.00 Uhr und verbinden uns dann online per Zoom 
miteinander. 
 
Bitte vorbereiten und mitbringen: 

Kleide Dich in Rottönen. 
Bereite köstliche Speisen vor. Süß und salzig. Herzhaft und frisch... Vielleicht einen Teller mit verschiedenen Kleinigkeiten (Tapas, Fingerfood, Obst, Pralinen etc.), die den ganzen Abend über in kleinen Häppchen genossen werden können.
Schmückt Euern Raum, einen Tisch oder Altar mit roten Farben, Blumen, Duftlampe, Räucherwerk, Kraftgegenständen etc.
Besorge Dir roten Wein oder Saft und gieße ihn in ein schönes Glas.
Hab Deinen Schminkkasten, verschiedene Pinsel, ein Wassergefäß und einen Spiegel dabei.
Ich schicke Euch über die Jahreskreis-Gruppe den Link zu einer Musik, die wir zum Schminken und eine, die wir später zum Tanzen brauchen werden. Besorge Dir eine Möglichkeit (z. B. Bluetooth-Box), um die Musik in guter Qualität laut hören zu können. Wenn Du keine Box hast, nutze Dein Handy mit Kopfhörern. Stimmt Euch dazu in Eurer Zweiergruppe ab.
 
Ich freue mich auf ein sinnliches Fest und grüße Euch
 
herzlich
 
Jana

Und dann trafen wir uns. Nicht alle, denn zwei Frauen waren aus nachvollziehbaren Gründen allein in ihrem eigenen Zuhause geblieben. 

Wir stießen mit einem Glas Wein oder Saft miteinander an und ließen uns diesen ersten Schluck auf der Zunge zergehen. Schmecken... Immer wieder dürfen wir uns fragen - 

Wie schmeckt lebendig gelebtes Leben?

Anschließend sprach ich eine Einstimmung. Wir verbanden uns mit den Qualitäten der Himmelsrichtungen, der Erde, des Himmels, der Mitte. 

Danach führte ich in das Ehrliche Mitteilen ein. Hier teilte jede Frau, was JETZT in ihr lebendig war - Gedanken, Körperempfindungen und Gefühle. Das Besondere an dieser Art der Kommunikation ist das Bezeugen des lebendigen Lebens, das immer jetzt stattfindet. Es geht nicht darum, Geschichten miteinander zu teilen, was warum in uns aktiviert ist, sondern um das reine Gefühl. Es ist nicht von Bedeutung, welche äußeren Umstände dieses Gefühl ausgelöst haben, nur das Gefühl selbst wird mitgeteilt. Und indem es Raum hatte und mitgeteilt wurde, veränderte es sich bereits, wandelte sich in ein neues Gefühl, eine nächste Empfindung, die ebenfalls mitgeteilt wurde... Jede Frau bekam einen Zeitrahmen von 10 Minuten und alle anderen Frauen lauschten mit geöffneten Herzen. Das war eine sehr verbindende Erfahrung. Ich habe es als spannend, energetisierend, lebendig erlebt und mich mit jeder einzelnen Frau soooo verbunden gefühlt.

Dann war Zeit für das Abendessen, bei dem genussvoll die vorbereiteten Köstlichkeiten verspeist wurden. 

Im Anschluss daran schmückten wir das eigene Gesicht, indem wir uns mit wasserlöslicher Nassschminke bemalten. Für den Akt des Schminkens hatte ich eine Musikzusammenstellung von Silvana (KLICK) zum Multikulturellen Frauenmarsch per Link an die Frauen geschickt. 

Und so angefeuert, wuchs die Lust auf Bewegung, auf freien Tanz. Ich danke Nina Jütting für diese Musikzusammenstellung (KLICK), nach der wir tanzten und uns einmal mehr verkörperten. Andrea und ich schlossen die Tanzerfahrung mit einer gegenseitigen sanften Massage, denn auch Berührung ist so essenziell für ein lebendig gelebtes Leben.

Es war spät geworden. Wir hatten miteinander geteilt, was wir fühlten, waren in unserem warmen lebendigen Leib gelandet und unsere Herzen hatten sich miteinander verbunden. Danke, liebe Frauen!

Herzlich grüßt Dich

Jana