Donnerstag, 30. Oktober 2014

Pflanzengefärbte Pommernwolle…

Ist es nicht faszinierend, wie die leuchtende Harmonie der Pflanzenfärbungen durch die graue Untergrundwolle leicht gebrochen wird?

Handgesponnene Pommernwolle pflanzengefärbt

Übrigens hing diese´Wolle als Riese seit gut fünf Jahren in der Werkstatt herum und ich hatte keine Lust, sie zu verstricken. Es motivierte mich nicht einmal, dass sich das Vernähen der Fäden in Grenzen gehalten hätte. Das ist jetzt anders – das mit der Motivation und das mit dem Fäden vernähen… Nachdem ich den Riesen in 30-Gramm-Stränge gewickelt hatte und sie mit Pflanzen gefärbt wurden, habe ich große Lust, sie zu verarbeiten.

Der nächste Arbeitsgang war das Wickeln der Stränge zu Knäueln. Diese meditative Tätigkeit – ich arbeite noch immer in der Hand ohne Knäuelwickler oder Nostepinne – mag ich komischerweise mehr als Stränge in Ministränge zu wickeln.

Pflanzengefärbte Pommernwolle.

Nun werden sich die Knäuelchen nach und nach in eine Strickjacke verwandeln. Ein bischen fühle ich mich wie Frederick – sind so doch die Farben des Sommers für die langen dunklen Abende eingefangen.

Dienstag, 28. Oktober 2014

Ein Abendessen aus dem Wald…

Stockschwämmchen

Diesen ergiebigen Fund – einen ganzen Baumstumpf voller Stockschwämmchen – hatten wir Rainers Blick zu verdanken. Hm – ein köstlicher Suppenpilz!

Stockschwämmchen Abendessen

geerntet

geputzt und geschnitten

Pilzsuppe aus Stockschwämmchen:

Zwiebeln und Knoblauch würfeln und glasig schmurgeln, die geputzten und in Streifen geschnittenen Pilzhüte dazugeben und so lange schmoren, bis die entstandene Flüssigkeit verdampft ist, anschließend mit etwas Mehl überstäuben und leicht bräunen lassen, bevor mit reichlich Gemüsebrühe abgelöscht wird und die Pilze es sich in der Sauce gemütlich machen können. Abschmecken mit Salz, (optional: selbst hergestelltem Pilzpulver aus der Herbsttrompete) frisch gemahlenem Pfeffer und einem Spritzer Zitronensaft. Wer mag, kann Sahne dazugeben. Ich mag und wir mögen! Dazu gibt es bei uns ein halbiertes Baguette, das mit selbst gemachter Knoblauchbutter (ein Stück Butter in Zimmertemperatur mit ein bis zwei in Salz ganz fein zerdrückten Knoblauchzehen, weißem Pfeffer und dem Saft einer halben Zitrone gut vermischen) bestrichen und im Ofen knusprig gebacken wird.

Und wenn Dir bei dem Gedanken an diese Suppe das Wasser im Mund zusammenläuft, hilft ein kleiner Knabbersnack zwischendurch – die nussig schmeckenden Samen des Riesenspringkrautes oder auch Drüsiges Springkrautes oder Indisches Springkraut genannt.

Essbare Samen vom Drüsigen Springkraut

Drüsiges Springkraut

Für die Seele ein Blick in den Himmel zu den fliegenden und rufenden Kranichen…

Kraniche

…und ein Einfangen des wundervollen Oktoberleuchtens mit den Augen. Hab es gut in diesem schönen Herbst!

Goldener Oktober

Montag, 27. Oktober 2014

Filzkurs MOSAIK – Die Ergebnisse…

Filzkurs MOSAIK Ergebnisse unvollständig

MOSAIK Irene

MOSAIK Sandra

MOSAIK Ute

Am Wochenende filzten sich hier im Häuschen mit der Wollwerkstatt in Mecklenburg vier Frauen ein wolliges Mosaik: Ute und Sandra kamen aus Oberfranken, Irene aus Dänemark und Ingrid bereits zum dritten Mal aus Österreich.

Die fleißigen Filzerinnen

Da hat die Zeitumstellung tatsächlich für Aufregung gesorgt: Ingrids Handy ging nach der ganzen Umstellerei eine Stunde nach. Um ein Haar hätten wir deshalb den Zug in Schönberg nicht mehr bekommen, an den das Erreichen des Zuges in Lübeck gekoppelt war, vom dem der Abflug des Flugzeuges von Hamburg nach Tirol abhing… Mammamia! Aus eben diesen Stressgründen gibt es von Ingrids Mosaik noch kein Foto, aber wenn sie entspannt und wohlbehalten wieder in Österreich angekommen ist,  wovon ich einfach mal ausgehe, wird Ingrid es nachreichen und dann findet auch das vierte Ergebnis seinen Platz in diesem Post.

Bis bald einmal wieder, Ihr lieben Frauen!

P.s. Die neuen Kurse sind gerade im Werden. Sobald der Plan steht, werden sie hier veröffentlicht. Und dann könnt Ihr Euch ein feines Weihnachtsgeschenk wünschen oder auch einen Gutschein verschenken.

Samstag, 25. Oktober 2014

Zur Erinnerung und für Kurzentschlossene…

Poster TranceDance Lübeck 2014_2

Ich freue mich SEHR, zwischen zwei Kurstagen ausgiebig zu tanzen und mir diese so besondere Innenweltreise zu Livemusik zu gönnen. Doch bis es so weit ist, wird hier MOSAIK in Filz entstehen.

Auch Euch ein schönes Wochenende! Seid herzlich gegrüßt von

Jana

Dienstag, 21. Oktober 2014

Ein Zierapfelbaum…

…hat ganz viel Schönes zu bieten. Im Frühling blüht er in leuchtend pinkfarbenen Wolken. Im Herbst verzaubert er mit knallroten kleinen Äpfelchen.

Zierapfel

In diesem Jahr wurden die Zierapfelbäume in der Klinik kräftig zurückgeschnitten, was mir in der Seele wehtat, denn sie standen in voller Frucht. Also pflückte ich die Äpfelchen ab, die an den bereits geschnittenen Zweigen hingen und verarbeitete sie zu köstlichem Apfelgelee. Es ist kräftig, süß-säuerlich und aromatisch im Geschmack und wurde ganz schnell zu unserem morgendlichen Lieblingsbrotaufstrich.

Zierapfel Gelee (2)

Und so geht’s: Äpfelchen waschen, halbieren, Stiele und eventuelle Schadstellen entfernen, gut mit Wasser bedecken und auskochen, bis die Äpfelchen weich sind. Anschließend durch ein Mulltuch abseihen. Den aufgefangenen Saft habe ich mit 3:1 Gelierzucker und einem Päckchen Zitronensäure nach Packungsanweisung verarbeitet und heiß sofort in die vorbereiteten Gläser gefüllt.

Und weil diese Sorte tief rotes Fruchtfleisch hat, ist auch das Gelee tiefrot. Die tolle Möglichkeit, sich Etiketten selbst herzustellen, hat Ingrid mal entdeckt. Danke dafür!

Zierapfel Gelee Wintervorrat

Die bereits ausgekochten Äpfelchen gab ich zusammen mit Läuterzucker  (Wasser und Zucker zu gleichen Teilen zu einem Sirup aufkochen) nach Geschmack, Zimt und etwas Zitronensäure in den Mixer und pürierte sie ganz fein.  Das rote Apfelmus kochte ich in Zwei-Personen-Portionen ein. Und obwohl es zuvor ja bereits ausgekocht wurde, ist es noch immer ganz intensiv im Geschmack. Die Farbe ließe eher an püriertes Rotkraut denken, nicht wahr? Hach, ich stelle mir gerade Kartoffelpuffer aus frisch geriebenen Kartoffeln mit einem Klecks rotem Apfelmus vor… Das könnte ich schon zum Frühstück essen.

Zierapfelmus

Auch die Äste verarbeitete ich weiter, indem ich sie entrindete, um die Rinde für die Färberei im nächsten Jahr zu verwenden. Das entrindete Holz lagert zum Trocknen. Der Großteil wird dann als Anmachholz für Lagerfeuer in der Klinik zum Einsatz kommen. Aus einem kleinen Teil werde ich Holzknöpfe herstellen.

Rinde vom Zierapfel

So mag ich es am liebsten, wenn die Dinge eine möglichst erschöpfende und gute Verwendung finden – mit Genuss, in Respekt und Dankbarkeit.

Montag, 20. Oktober 2014

Dieser Löffel aus Kirschholz…

…ist mein Erstlingswerk. Ich schnitzte ihn aus einem Ast eines abgenommenen, weil kranken Kirschbaumes in der Klinik.

Handgeschnitzter Löffel1

Bevor ich den Löffel mit Olivenöl öle, darf er behutsam trocknen. Aus dem Schwestern-Ast soll übrigens eine zweizinkige Gabel entstehen.

Kirschholz Schnitzholz

Und hier seht Ihr die Werkzeuge, die ich verwendete. Einzig die kleine Axt, mit der ich die Grobform herstellte, fehlt auf dem Foto.

Schäleisen Taschenmesser Raspel

Und obwohl der Löffel zum Essen nicht besonders gut geeignet ist, weil ich der Laffe eine zu starke Wölbung gab, bin ich ganz stolz auf das Löffelchen. Es wird mir als Zucker-Maß dienen und kann 8 Gramm fassen.

handgeschnitzter Löffel

Inzwischen schnitze ich an einem Löffel aus Lindenholz. (Die Straßenbäume wurden gerade ausgeschnitten, so dass ich mich mit frischem Grünholz versorgen konnte.)

Samstag, 11. Oktober 2014

Noch immer…

…schwimmen Rainer und ich abendlich im See.

Goldenes Leuchten

Und ja – es ist kalt, aber sooooo gut. Übrigens wurde aus dem Sonnenuntergangsschwimmen sehr schnell ein Nachtschwimmen, weil wir uns nicht an den immer früher stattfindenden Sonnenuntergang anpassen wollten. Inzwischen haben wir das Schwimmen zeitlich wieder vorgezogen und steigen gegen 18.00 Uhr in den See, um noch ein wenig sehen zu können. (Obwohl auch das Schwimmen in der Dunkelheit reizvoll und besonders ist.)

See und Wald und Himmel belohnen uns so sehr für die Kontinuität. Gestern sahen und hörten wir den Waldkauz. Jetzt weiß ich endlich auch, wie eine Schleiereule ruft. Vorgestern jagte ein Baumfalke einen kleinen Vogel und bekam ihn nicht, denn kleine Vogelfreunde kamen zur Unterstützung hinzu und verwirrten den Falken. Selbst die Kormorane haben sich noch einmal gezeigt.

Kormorane und Gewitterstimmung

Eigentlich wollten wir am 1. Oktober abbaden, dann verschoben wir diesen Termin auf den Oktobervollmond. Inzwischen ist der nächste angepeilte Termin der kommende Sonntag. Noch kann ich es mir gar nicht vorstellen, auf dieses liebgewordene Abendritual zu verzichten…

Jetzt fahre ich aber erstmal nach Rostock zur Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern, wo ich im Rahmen der Fortbildungsveranstaltung “Interventionsmöglichkeiten bei Alkohol- und Drogenabhängigkeit - Was wirkt?” einen Vortrag über meine Arbeit halte. Gern drückt mir die Daumen, dass ich nicht nur die Ohren, sondern die Herzen der Ärzte erreiche.

Danach geht es weiter nach Greifswald, wo wir vier Schwestern unserer Geburtstagsschwester Tanja den Wunsch nach einem gemeinsamen Segeltörn erfüllen. Schön!

Auch Euch ein feines Wochenende!

Donnerstag, 9. Oktober 2014

LIVE-TRANCE-TANZ am 25. Oktober in Lübeck

Poster TranceDance Lübeck 2014_2

Die diesjährige Herbst-Trance-Tanz-Tour  beginnt - eine Reise in die Innen- und Anderswelt. Ausgestattet mit Augenbinde, Atem, Intention und dem Vertrauen in die Kraft von Spirit, erwarten Dich unerforschte Welten, unerhörte Klänge und unerlebte Möglichkeiten.

Dein Atem ist die Fahrkarte, Dein Körper ist das Fahrzeug... live, aus dem Moment gespielte Musik ist der Motor, der uns gemeinsam auf die Reise schickt.
Willkommen im Reich der Sinne...

TranceTanz ist ein uraltes, kraftvolles Tanz-Ritual. Eine Reise ins Innerste, jenseits von Zeit und Raum, zur ureigenen Kraft und Wahrheit, zu inneren Ressourcen der Klarheit und Weisheit. Die live gespielte Musik entsteht aus dem gleichen Raum, in dem Du Dich während des Tanzes bewegst und trägt Dich weit hinaus. Im Tanz und im Spielen werden wir ein Organismus, und am Ende der Reise treffen wir uns wieder gemeinsam im Kreis.

Rishi und Dhwani sind erfahrene "Reiseleiter" und seit vielen Jahren gemeinsam unterwegs. Sie stellen Ihre Musikalität und Intuition in den Dienst der Tanzenden. Trommeln, Stimmen, Flöten, ethnische und synthetische Klänge vereinigen sich zu einem kraftvollen Triebwerk, das alle Tanzenden auf eine fantastische Reise schickt, bis am Ende wieder Stille einkehrt und es Dich mit mehr Klarheit, Kraft und Inspiration an der nächsten Haltestelle entlässt.

Samstag, 25.Oktober 2014, 19:30     

Lübeck – www.bewegungsräume.de

Vorverkauf € 29,00  -  Abendkasse € 33,00

Anmeldung über dhwani@gmx.de , Kontakt auch über Mobiltelefon 0172-7619988 per SMS

Ich bin dabei! Du auch?

Montag, 6. Oktober 2014

Kursnachklang “Hommage an Hundertwasser”

Silkes Hommage an Hundertwasser ausgelegt

Obwohl ich noch mit einer Erkältung und allerlei Symptomen zu kämpfen hatte und habe, war es ein schönes hundertbuntes Wochenende.

Gelernt habe ich, dass dieser Kurs weitaus mehr Zeit braucht, als ich veranschlagt hatte. Das bringt mich natürlich zu Überlegungen, wie es gut gehen kann. Im nächsten “Hommage an Hundertwasser-Kurs” werden es also zwei volle Tage sein und ein wenig Vorbereitung darf dann auch schon zu Hause erfolgen.

Heidis Hommage an Hundertwasser

Ramonas Hommage an Hundertwasser

Martinas Hommage an Hundertwasser

Silkes Hommage an Hundertwasser

Dass die Frauen ebenso erschöpft waren wie ich, sieht man ihnen an, nicht wahr!? Sie haben auch wirklich große Formate bewältigt! Die Erschöpfung hielt sie jedenfalls nicht davon ab, Anfang des nächsten Jahres einen nächsten Hundertwasser-Kurs zu besuchen. Gemeinsam, versteht sich… Die Argumente der Frauen: Wann gönnt frau sich sonst schon ein ganzes rundes Wochenende, um in Farben, Formen, weicher Wolle und warmer Seifenlauge zu schwelgen, umherzuexperimentieren, sich körperlich zu fordern, zwischendurch immer wieder Köstlichkeiten zu genießen und feine Gespräche zu führen, ohne sich von alltäglichen Verpflichtungen unterbrechen oder davon abhalten zu lassen? Die Runde war einfach zu schön!

…und ich freue mich schon auf die Fotos, die mir versprochen wurden, sobald die Buntkunst bestickt, vergoldet, auf Keilrahmen aufgezogen und noch anderweitig bearbeitet wurde. Viel Freude dabei!

Freitag, 3. Oktober 2014

Köstlich…

Heute will ich eine meiner Lieblingsvorspeisen mit Euch teilen. Jedes Jahr freue ich mich, wenn es in unseren Breitengraden frische Feigen zu kaufen gibt.

Feigen

Ich rühre einen milden Ziegenfrischkäse cremig. Die gewaschenen Feigen befreie ich vom Stielansatz und schneide sie in Sechstel ein, aber nicht durch und fülle sie mit einem guten Löffel Ziegenkäse. Darüber gibt es etwas Ahornsirup, geschroteten Pfeffer und ein Zweiglein Rosmarin.

Feigen mit Ziegenkäse

So präpariert, werden die Feigen in eine Auflaufform gesetzt und kommen bei 150° C Umluft in den Backofen. Es genügen wenige Minuten. Wenn die Feigen ihre Form verlieren, waren sie zu lange im Ofen.

Lasst es Euch schmecken!