Montag, 25. Januar 2016

Nach einem Kurs...

Blütenmandala
Blütenmandala-Filzkurs - Die Schöpferinnen und ihre Schätze
Blütenmandala-Filzkurs - Die Ergebnisse

Das Verstauen des Materials und das Umbauen der Werkstatt für die nächste Aktion dient mir gleichzeitig als Rückschau. Ich erinnere mich noch einmal an alle Teilnehmer_Innen. Einzelne Sequenzen laufen vor meinem inneren Auge ab wie ein kleiner Film. Ich bin soooo dankbar, dass ich hier in kleiner Runde und ganz persönlicher Atmosphäre Kreativ-Kurse geben darf und liebe es sehr, die Frauen (und ganz selten auch Männer) ein Stück auf ihrem Weg zu begleiten.

Und bald erzähle ich Euch, was sich hier verändern wird. Aber keine Sorge - Bewährtes darf bleiben und Neues wird hinzukommen...  

Hier kommt ein musikalisches Bonbon zum Abend. Vielleicht erreichen Euch Stimme und Präsenz von Lisa Gerrard ja ebenso wie mich.



Donnerstag, 21. Januar 2016

Zum Abschied...


 ...meiner Kollegin - sie verlässt uns nach drei Jahren und geht zurück in ihre bayrische Heimat, um sich dort zur Kunst-/Gestaltungstherapeutin weiterzubilden - wollte ich ihr gern ein persönliches Geschenk mitgeben. Als ich so darüber nachdachte, was sie in dieser Zeit des Umbruchs und der Veränderung unterstützen kann, wurde mir schnell klar, dass es immer darum geht, auf sich und die inneren Impulse zu hören, ganz den eigenen Weg zu gehen und auf diesem den eigenen Platz auch wirklich einzunehmen. Unabhängig davon, wo eine sich gerade befindet... Und deshalb schenkte ich Lara einen mobilen Platz, der mitreisen und sie daran erinnern kann. 


 
Ich verwendete einen Stapelhocker aus Birkensperrholz, Acrylfarben, Lackmaler und farblosen Lack. Diese Tätigkeit passt für mich ebenso in diese Zeit wie das Spinnen am Spinnrad. Ich genieße eine Zeit der Ruhe, der Einkehr, der Besinnung...
 

Dienstag, 19. Januar 2016

Winterschlaf





Man muss den Dingen
die eigene, stille
ungestörte Entwicklung lassen,
die tief von innen kommt
und durch nichts gedrängt
oder beschleunigt werden kann,
alles ist austragen – und
dann gebären...

Reifen wie der Baum,
der seine Säfte nicht drängt
und getrost in den Stürmen des Frühlings steht,
ohne Angst,
dass dahinter kein Sommer
kommen könnte.

Er kommt doch!

Aber er kommt nur zu den Geduldigen,
die da sind, als ob die Ewigkeit
vor ihnen läge,
so sorglos, still und weit...

Man muss Geduld haben
mit dem Ungelösten im Herzen
und versuchen, die Fragen selber lieb zu haben,
wie verschlossene Stuben
und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache
geschrieben sind.

Es handelt sich darum, alles zu leben.
Wenn man die Fragen lebt,
lebt man vielleicht allmählich,
ohne es zu merken,
eines fremden Tages
in die Antworten hinein. 

Rainer Maria Rilke


Samstag, 2. Januar 2016

Das Neue und das Bewährte


Dieses Blütenmandala entstand als letzte Auftragsarbeit 2015 und reiste nach Berlin. Entgegen meiner sonstigen Natur nahm ich Farbwünsche entgegen. Dadurch konnte ich aus meinen Farbschemata aussteigen und herausgekommen ist dieses so sanfte, frühlingshafte und frische Blütenmandala. 

Ich wünsche Euch und uns ein gesundes Neues Jahr mit frischen Impulsen, die das Bewährte weiter reifen lassen.

Herzgrüße aus dem Häuschen mit der Wollwerkstatt in Mecklenburg

Jana

Donnerstag, 31. Dezember 2015

Einen guten Rutsch...

Diese Steine bemalten Tochterkind und ich am zweiten Weihnachtsfeiertag. Einige sind inzwischen bereits verschenkt. Andere warten noch auf ihre Bestimmung.


Gerade auf Facebook entdeckt, hat Laboratorium Pieśni (KLICK) sich mitten in mein Herz gesungen. Und dieses Geschenk will ich zum Abschluss des Jahres mit Euch teilen.



Habt Dank für Begegnungen, Inspiration und miteinander geteilte Lebenszeit! 

Möge 2016 ein friedliches, freud- und liebevolles sowie schöpferisches Jahr werden!

Sonntag, 20. Dezember 2015

Unser Jahreskreisfest zur Wintersonnenwende...




Es war ein so wunderbares Fest, dass ich wieder einmal darin bestärkt wurde, wie GUT und HEILSAM es ist, mit einer geschlossenen Gruppe durch die Jahreszeiten zu gehen und sich so immer tiefer miteinander und mit den natürlichen Zyklen zu verbinden. Das Vertrauen darein wächst, dass es möglich ist, ALLES miteinander zu teilen. Ich danke Euch für die Offenheit, aber auch für das gemeinsame Schweigen in der Dunkelheit und zwischen den Beiträgen der Redestabrunde.

Vorab hatten alle Frauen folgende kleine einstimmende Email bekommen:


Liebe Frauen,

bald ist es so weit - die längste Nacht und der kürzeste Tag des Jahres bringen den Wendepunkt und ganz langsam das Licht zurück. Das Sonnenkind wird wiedergeboren. Es ist wie beim Durchleben von Krisen - auf dem Punkt der tiefsten Tiefe warten Umkehr und Veränderung auf uns. Die Natur hat all ihre Kräfte in die Wurzeln zurückgezogen und auch, wenn es sich draußen noch nicht so anfühlt, singt sie nun ihr stilles Winterlied. Die Vögel finden die letzten Äpfel am Baum und die süßen Hagebutten. Die Sonne beschreibt einen niedrigen Bogen und kaum ist sie aufgegangen, sinkt sie schon wieder herab. Dafür erstrahlen die Sonnenaufgänge in beinahe mystischen Farben, als wollte die Sonne ihre so geringe Zeit mit besonders viel Morgenfarbe aufwiegen. Aber gleich ist es wieder dunkel. Wir Menschen erhellen die Dunkelheit mit Kerzen und Lichterketten. Und gleichzeitig ist es so heilsam, sich ab und an der Dunkelheit auszusetzen und in ihr sich selbst zu begegnen. Bis zum 21. Dezember und darüber hinaus ist noch genug Zeit, die Dunkelheit zu erforschen, zu schmecken, zu riechen, zu lauschen, zu fühlen und die in ihr verborgenen Geschenke zu entdecken. 

Hier kommen die auf das Fest vorbereitenden 

Alltagsaufgaben:

1. Nimm' Dir jeden Tag fünf Minuten Zeit, in der Dunkelheit zu sitzen und wahrzunehmen, was in Dir geschieht. Wenn Du magst, notiere Deine Wahrnehmungen in Deinem Jahreskreisbuch.
2. Beschäftige Dich mit Deinem persönlichen Jahresrückblick. Hilfreiche Fragen findest Du im Anhang der Mail.
3. Bereite ein minikleines feines Geschenk für eine Frau aus dem Kreis vor. Vielleicht findest Du eine besondere Wurzel, einen Stein, einen Text, eine Köstlichkeit aus Deiner Küche?


Und so lief unser Fest ab: 

Bis alle Frauen eingetroffen waren, tranken wir Tee und aßen selbst gebackene Plätzchen nach den im Vorjahr erprobten und für köstlich befundenen Rezepten (KLICK). Danach wechselten wir den Raum, eröffneten die Mitte...


...räucherten uns ab und begrüßten alle unterstützenden Qualitäten. 

Danach  begaben wir uns auf eine Nachtwanderung, um uns der Dunkelheit in der Natur auszusetzen. Dabei durchwanderten wir - vorwiegend in der Stille - alle Habitate, die es hier in der Gegend gibt. Wir gingen über Wege aus dem Dorf hinaus, durchquerten ein Wäldchen, wanderten durch einen Hohlweg bis zu einem mit Robinien bewachsenen Hügel, durchquerten den Wald, blieben für eine Zeit bei einem Baum, gingen dann ins Tal der Maurine hinunter, überquerten das kleine Flüsschen auf einem Baumstamm, gingen den Berg hinauf, traten aus dem Wald auf die Wiese und gingen in die Weite, liefen über morastigen Grund und über ein Feld zurück zu einem Weg, der uns an anderer Stelle in das Dorf zurückführte. Der Halbmond schickte sein Silberlicht hinab und begleitete uns. Für eine Frau war es eine ziemliche Herausforderung, sie begegnete frühen Ängsten, konnte dann jedoch die Erfahrung machen, dass sie immer unterstützt wurde und dass ihr der Weg durch die Dunkelheit sogar Spaß zu machen begann. Durch die neue Erfahrung ließ sich die alte Angst auflösen. Daraus ergab sich ihr Motto für 2016 "Einfach machen!" Ist das nicht wunderbar!? Eine andere staunte darüber, dass sie keine Angst hatte. Viele genossen die Wanderung und fühlten sich in der Dunkelheit geborgen und gehalten.
Wieder zurück im Häuschen, setzten wir uns auch dort in die Dunkelheit. Irgendwann zündete ich die Gruppenkerze in der Mitte wieder an, jede Frau konnte in sich hineinspüren, wann es für sie an der Zeit war, sich mit einem Streichholz ihr ganz persönliches Licht zurückzuholen und sagen oder auch nicht, wofür es leuchten darf. Die Engel in allen Farben des Regenbogens, wovon Ihr einen oben im Bild seht, habe ich bei Ramona-Jademond (KLICK) gesehen und bei Yenene (KLICK) für unsere kleine Zeremonie gekauft. Später sangen wir das Lied der Spirale von Iria Schärer (KLICK). Anschließend teilte Jede in der Redestabrunde, was sie teilen mochte. Freude und Angst, Liebe und Genervtheit, Trauer, Schweigen, Ratlosigkeit und Dankbarkeit - alles hatte Raum. Dann war der Abend bereits so weit fortgeschritten, dass wir das geplante Gestalten unseres Jahresrückblickes jeder Frau später zu Hause selbst überließen und gingen stattdessen zu unserer Festtafel. Voller Dankbarkeit gaben wir von jeder Speise ein wenig auf ein Blatt und legten es in die Natur, um unsere Fülle zu teilen. 


Und dann beschlossen wir, dass wir zur Sommersonnenwende im kommenden Jahr noch einen Schritt weitergehen und gemeinsam in der Natur übernachten werden. Danke, Ihr Frauen! Ihr seid wunderbar und ich bin sehr glücklich über unsere Runde und auch darüber, dass diesmal alle acht dabei sein konnten.

Wenn auch Du gerade im Rückzugsmodus bist, innehältst und Dein ganz persönliches Jahr Revue passieren lassen willst, kannst Du Dir meine Fragen zum Jahresrückblick HIER (KLICK) herunterladen.

Donnerstag, 17. Dezember 2015

Last-Minute-Weihnachtsgeschenk?


Dieses Blütenmandala mit einem Durchmesser von 60 cm ist bis morgen = Freitag, den 18. Dezember 2015 um 18.00 Uhr zu ersteigern. Dann macht es sich ganz schnell auf die Reise und sollte pünktlich zu Weihnachten ankommen. 

Was Du tun kannst, damit es zu Dir reist? Sende Dein Gebot per Email an jana.muchalski@web.de Ich werde das jeweils aktuelle Gebot hier im Blog veröffentlichen. Startpreis ist wie immer 1,- €. Den Zuschlag erhält die oder der Bietende mit dem höchsten Gebot. Die tatsächlichen Versandkosten für versicherten Versand kommen hinzu. 


Gewinnerinnengebot: 72,- € 

Ich freue mich sehr, dass mein Blütenmandala die Mitte eines Singkreises in Bregenz/Österreich (KLICK) schmücken wird.

Montag, 14. Dezember 2015

DANKE...

...an alle Besucher_innen von nah und fern für die ersten und zweiten und wiederholten Begegnungen, die schönen Gespräche, Eure Wertschätzung meiner Arbeiten, den gemeinsamen Plätzchen-Schmaus, für Eure Käufe und Kursanmeldungen und Eurer Interesse! 

Nach vier Jahren Wollwerkstatt in Nordwestmecklenburg und vielen von weither angereisten Kursteilnehmer_innen kamen nun vorwiegend Interessent_innen aus der näheren Umgebung. Dafür sorgte u. a. ein liebevoller kleiner Artikel von Jürgen Lenz (KLICK). Auch dafür DANKE!

  Foto: Jürgen Lenz

Und wie ich mich auf einen Kurstausch freue! Ich werde endlich den Umgang mit meiner Overlock und Nähen lernen und im Gegenzug einen Filzkurs nach Wahl vertauschen. Das ist doch einfach nur schön, nicht wahr!? Jede gibt, was sie am besten kann und alle Beteiligten sind gleichermaßen glücklich.

Und dann kamen meine jüngste Schwestern und Ihr Liebster überraschend aus Greifswald zu Besuch. Noch so eine unerwartete Freude! Den Abend nach dem schönen Adventsmarkt-Wochenende verbrachten wir gemeinsam im "New Orleans" (KLICK) in Wismar und hatten endlich mal Zeit für Austausch.

Freitag, 4. Dezember 2015

Hommage an Hundertwasser

 

Hommage an Hundertwasser - Wandbild handgefilzt 120 x 80

Meine neueste Arbeit misst 120 x 80 cm. Ich liiiiiiiebe dieses Filzbild. Schade, dass das Foto weit hinter dem Original zurückbleibt, aber zeigen will ich es Euch dennoch.

Habt ein schönes zweites Adventswochenende! Ich werde noch ein wenig in der Werkstatt werkeln, das Häuschen zu Ende putzen, eine Suppe kochen und einige Leckereien backen, denn morgen werden wir singen und es uns gut gehen lassen. Heute Abend reisen Sylvia und Mika bereits an. Freu!!!

Mittwoch, 2. Dezember 2015

Sing-Sang-Samstag mit Sylvia Kirchherr…

Weil es eine so wunderbare Erfahrung ist, die Stimme frei und die eigenen Töne mit denen anderer Seelen verschmelzen zu lassen, bin ich so dankbar, dass es Sylvia noch in diesem Jahr möglich macht, dass wir miteinander singen, tönen und sein werden, um auf diese Weise unser einzigartiges, so kostbares Leben zu feiern.

Gesänge des Lebens

Es gibt noch ein paar freie Plätze und wenn Du Dir ein ganz neues Erlebnis gönnen willst, komm’ her zum

Sing-Sang-Samstag mit Sylvia Kirchherr (KLICK)

5. Dezember 2015, 11.00 - 17.00 Uhr, Anreise ab 10.30 Uhr

Treffpunkt: Wollwerkstatt Jana Muchalski, Dorfstraße 8, 23923 Ollndorf

Kursgebühr 95,00 €

Übernachtung für Weitgereiste im Matratzenlager möglich (bitte Isomatte, Schlafsack etc. mitbringen)

Jede/Jeder bringt eine kleine vegetarische Köstlichkeit für unser gemeinsames Mittagsbüffet (und bei Übernachtung auch für das Frühstück am nächsten Morgen) mit.

Anmeldung per Email bei jana.muchalski@web.de oder telefonisch unter 038828-889430 oder über Facebook (KLICK)

Freitag, 27. November 2015

Einladung zum Adventsmarkt in der Wollwerkstatt X-LAHCUM UNIKATE


X-LAHCUM UNIKATE Adventsmarkt 2015

Am 12. und 13. Dezember öffnet meine Wollwerkstatt X-LAHCUM UNIKATE ihre Türen und lädt von 10.00 – 18.00 Uhr zum Adventsmarkt ein.

Sicher findest Du hier das eine oder andere einzigartige Weihnachtsgeschenk für Dich selbst oder Deine Lieben.

Es gibt farbstarke Filzunikate zum Bestaunen und Kaufen: Wohnraum-Accessoires, Wandbilder, Blütenmandalas, Meditationskissen, Taschen, SitzFELLchen, aber auch pflanzengefärbte Strickwolle, Wensleydale-Rohwolle für SpinnerInnen und FilzerInnen.

Ein Angebot an SpinnerInnen und FilzerInnen: Gern kannst Du Dir an meinen Kardiermaschinen individuelle Farb- und Fasermischungen zum Spinnen oder Filzen kardieren.

Bei Tee oder Kaffee und selbst gebackenen Plätzchen freue ich mich auf einen feinen faserverliebten Plausch mit Dir!

Du findest die Werkstatt in Nordwestmecklenburg in 23923 Ollndorf in der Dorfstraße 8. Es ist das erste Haus auf der rechten Straßenseite – ein kleines rotes Backsteinhäuschen. Bitte komme durch die Toreinfahrt über den Hof. Bei Nachfragen erreichst Du mich unter 038828-889430 oder 0162-6770619.

Fühl’ Dich herzlich willkommen!

Dienstag, 24. November 2015

Letzte Rose und erster Schnee…

Gleichzeitig existieren sie. Die letzte Rose hatte ich hineingeholt und auf meinen kleinen Ahnenaltar gestellt. Dort öffnete sie sich weit und ist jetzt wenige Momente vor dem Verblühen und Vergehen. Erster Schnee verzauberte die Landschaft und sorgte für Frische und ein friedvoll stilles Land. Oberflächlich…

Ich bin im Novembermodus…

Zurückgezogen.

Nachdenklich.

Still.

Samstag, 21. November 2015

Auftragsarbeit – Meditationsteppich

 

Meditationsteppich Blütenmandala

Dieser Blütenmandala-Teppich mit ca. 72 cm im Durchmesser wird die Mitte eines Meditationszimmers schmücken. Solche Aufträge, bei denen ich frei in der Farbgestaltung bin und außerdem weiß, dass die Produkte einen guten Platz bekommen, liebe ich sehr!

Montag, 2. November 2015

Jahreskreisfest Samhain

 

Mitte Samhain

 

Wechselnde Pfade, Schatten und Licht, alles ist Gnade. Fürchte Dich nicht! (Baltischer Hausspruch)

Am vergangenen Freitag trafen wir uns wieder in unserer Frauenrunde, um Samhain, das Ahnen- und Dunkelfest miteinander zu begehen. Unsere diesmal recht reduzierte Mitte war mit schwarz gefärbtem Leder ausgelegt und einem Efeukranz geschmückt. Den Osten markierten drei Rabenfedern, den Süden ein golden eingefasstes Licht, den Westen drei Muscheln und den Norden ein schwarzer Stein. In der Mitte stand die große Kerze, die uns bei jedem Fest begleitet. Die Schoten mit den roten Samen stammen von unserer Magnolie im Garten. Was für faszinierende Gebilde…

Magnoliensamen

Herbst... Dunkelzeit... Rückzugszeit... Ahnenzeit... Zeit des Abschieds... des Trauerns... des Loslassens...

Nach einem Willkommen mit Zistrosentee und Eichelmehl-Küchlein…

Eichelmehl-Küchlein

begannen wir den Abend mit einer Salbeiräucherung zur Einstimmung und Reinigung. Danach wurde der Ritualraum eröffnet, die Himmelsrichtungen, Elemente, Ahnen und unterstützenden Spirits dankend eingeladen. Besonders wurde der Nordwesten geehrt, in dem das Jahreskreisfest des Dunkelmondes angesiedelt ist.

Es schloss eine Redestabrunde an, in der jede Frau das teilen konnte, was sie in dieser Zeit bewegt. Themen waren der Rückblick auf das Jahr, Trauer und Tod, Abschied und Loslassen, Krisen und ihre Bewältigung  sowie anstehende Veränderungen. Wir gedachten S., die nicht dabei sein konnte und kürzlich ihre Mutter für immer verabschieden musste... Wie viele berührende Runden unser Redestab schon gehört hat!  

Danach sangen wir den baltischen Hausspruch, der den Blogpost eröffnet, als Lied und später auch als Kanon. Wie schön und wie tief!

Anschließend hatte jede Frau die Möglichkeit, mit einem ganz persönlichen Anliegen schamanisch zu reisen und ihre Ahnen aufzusuchen. Es gab einen Atem-Teil, in dem wir unsere Energie aufbauten, einen Tanz-Teil, die anschließende Trommelreise und eine Stille-Zeit. Nachdem sich jede Frau ihre Erfahrungen im Jahreskreisbuch notiert hatte, um sie nicht zu verlieren, erzählten wir einander davon. Wow!

Das gemeinsame Speisen band die materielle Welt wieder stärker ein. Es gab diverse Köstlichkeiten, die unseren Ahnen gut gemundet hätten: Karotten-Halva, Flohsamenbrot mit Hummus, Baguette mit veganen Aufstrichen, Kohleintopf mit Rindfleisch, Ingrids Herbsteintopf (KLICK), Brennessel-Kaviar, Georgischen Rote-Bete-Salat… Nachdem wir gemeinsam abgewaschen und aufgeräumt hatten, machten wir ein Feuer. Jede hatte ein Stück Holz mitgebracht und sich vorher Gedanken gemacht, was sie loslassen will und kann. Wir saßen in der Runde, sahen in die Flammen und die Glut, beobachteten das eigene Holzstück und die Art und Weise, wie die lebendig zuckenden Flammen es verzehrten. Stille

Vor einer abschließenden Redestabrunde hatte jede Frau Gelegenheit, etwas in ihr Leben einzuladen, das den durch das Loslassen frei werdenden Raum füllen kann. Dieser Wunsch wurde mit in das Feuer geworfenen, hell auflodernden Bärlappsporen bekräftigt. Dann blieb uns nur noch, den Kreis wieder zu öffnen und uns in Dankbarkeit für diese wundervolle Runde voneinander zu verabschieden. Inzwischen war es nach Mitternacht…

Zur Wintersonnenwende sehen wir uns wieder…

Donnerstag, 29. Oktober 2015

Angekommen im Herbst…

Es war für mich gar nicht so einfach, aus dem verlängerten Sommer in den plötzlichen Herbst zu springen. Das ging so weit, dass meine Reisetasche einige Tage unausgepackt im Flur stand. Dabei liebe ich den Herbst wirklich sehr – dieses bunte Aufleuchten der Natur, bevor sie in die große Winterruhe fällt…

Ahorn

Richtig angekommen bin ich durch den nach unserem Urlaub wieder ersten Besuch meines Sitzplatzes. Das ist eine Übung (und weit mehr als das) aus der Wildnispädagogik (KLICK).

Seit nun schon über einem Jahr (während aller Jahreszeiten, bei jedem Wetter und zu jeder Tageszeit) besuche ich eine Eiche in der Nähe unseres Dorfes…

Sitzplatzeiche

…setze mich für eine Zeit an ihren Stamm und nehme wahr, was mich umgibt. So lernte ich den Baum, den Ort, die dort wachsenden Pflanzen, die Vögel und die anderen hier lebenden Tiere kennen. Durch das in Stille gehen, verlieren die Tiere ihre Scheu. Anderthalb Meter neben dem Baum wohnt eine kleine Spitzmaus. Inzwischen ignoriert sie mich und geht ihren raschelnden und piepsenden Beschäftigungen nach, obwohl ich dort sitze. Ich beobachtete dort bereits Rehe, einen Igel, viele Vögel, Kämpfe zwischen Raben und Bussarden, lernte wechselnde Wetter kennen, die unterschiedlichen Winde, lauschte dem Wind in den Bäumen, dem Regen auf den Blättern, beobachtete das sich ständig verändernde Licht, das Werden und Vergehen der Pflanzen und so wurde mir dieser Platz zu einer ganz besonderen Heimat. Ab und an legte ich mich zu Füßen der Eiche in das Gras und schlief dort ein. Einmal erwachte ich erst, als die Nacht bereits hereingebrochen war. Immer fühle ich mir dort behütet und beschützt. Allein durch die Vorstellung, dass unter mir im Erdreich das starke Wurzelwerk dieser Eiche lebt. Aber der tatsächliche Schatz dieser Erfahrung ist das Wissen, dass es mir mit jedem Ort so gehen kann, an dem ich lange und immer wieder bin, den ich durch die Zeiten hindurch kennenlerne. Es stärkt mein Wissen, überall zu Hause sein zu können.

Meine Eiche steht etwas erhöht. Geradeaus schaue ich über Feuchtwiesen mit Wildschweinsuhlen bis zum Waldrand…

Sitzplatzblick

Gegenüberblick

…es gibt einen kleinen mit zitternden, raschelnden Espen durchsetzten Erlengrund, rechts von mir stehen weitere Eichen.

Der Weg zu meinem Sitzplatz führt aus dem Dorf heraus durch ein kleines Wäldchen, dann über einen mit Buchen, Hasel, Eichen, Wildkirsche etc. besäumten Weg.

Weg zum Sitzplatz

Und ganz egal, aus welcher Situation heraus ich meinen Sitzplatz aufsuche, ich atme durch und komme an – in dieser Zeit, an diesem Ort, in mir…

Und nun freue ich mich auf die schöpferische Zeit in der Werkstatt. Am Wochenende 7./8. November 2015 findet der Filzkurs “Hommage an Hundertwasser” (KLICK) statt.

Dienstag, 20. Oktober 2015

Mit so vielen Eindrücken und Erlebnissen…

…bin ich nun wieder zurück von der faszinierenden Insel mit den vielen Gesichtern = La Palma

Rabenvogel

Ich fand einen Rabenfreund, der mir die Dattel aus der Hand futterte und später auch mein Wasser trank,

Feinschmecker

schwamm im warmen Atlantik (wenn er sich zahmer zeigte, als auf diesem Foto),

Atlantikküste1

verspürte Respekt vor den hohen wilden Wellen und der Kraft der Elemente,

Wilde Wellen

verliebte mich in alte Felsen…

Felsen im Atlantik

…und runde Steine,

Abendstimmung am Meer

sammelte und bemalte einige, um sie dann Casa Monarca – unserem Feriendomizil (KLICK) zu schenken,

Bemalte Regensteine

wanderte durch die große Schlucht,

Caldera de taburiente1

lernte Anu (KLICK) kennen und schätzen (Sei von Herzen gegrüßt, Du verwandte Seele!),

Experiment

war hoch über den Wolken,

Oben

erfreute mich an Geckos und Eidechsen,

Eidechse

bestaunte die Schönheit, Größe und den edlen Flug der Monarchfalter,

Monarchfalter

traf wundervolle Bäume,

Bäume

wanderte durch den Lorbeer-Urwald Los Tilos,

Los Tilos

genoss die frischen Früchte der Insel,

MangofrühstückOrange aus dem GartenKaktusfeige

MaronenernteGeröstete Maronen

und die Abendstimmungen,

Abendstimmung auf Casa MonarcaAbendhimmel1Sonnenuntergang über den Wolken

schlief oder las in der Hängematte auf der Terrasse unseres Feriendomizils (KLICK), das ich sehr empfehlen kann,

In der Hängematte

erfreute mich an Farben,

RotSeide im Seidenmuseum El PasoPrunkwinde

und erforschte, was die Kargheit der Lavaströme in mir hervorrief.

Lavastrom

Danke!