
Jetzt, da es zu stürmen beginnt, zieht es mich unbedingt hinaus. Ich mag es sehr, mich so richtig durchpusten zu lassen, die schnell ziehenden Wolken am Himmel zu beobachten, von denen ich so viel lernen kann. Nicht umsonst beobachte und fotografiere ich momentan täglich Wolken in so unterschiedlichen Formationen – immer sind sie veränderlich und in Bewegung. Egal wie gewitterschwer und grau sie sich zeigen, gewiss ist - der blaue Himmel liegt dahinter.

Mit all meinen Sinnen genieße ich die Herbst-Schätze. Hier ein kleiner leckerer Apfel, den mir ein Baum vor die Füße legte. Ich teilte ihn mit zwei Pferden, ungestüm und schwarz, mit glänzendem Fell und nicht zu fotografieren,

…ließ den Blick über mein sanft gehügeltes Heimatland in die Ferne schweifen. Mit dieser Landschaft und dem nahen Meer fühle ich mich tief verbunden.

…bewunderte die Schönheit dessen, was direkt vor meinen Füßen und Augen war…



…besuchte den Wald, sang mit dem Wind und den Bäumen…



Tönen und Singen… Auch damit lerne ich. Wenn ich allein in der Natur unterwegs bin, im Wald oder an der Ostsee, passiert mir das Singen einfach. Erst kommt ein Ton aus meiner Kehle, wird zu einer kleinen Melodie, die sich wiederholt, leicht verändert, in eine neue Tonfolge wandelt. Vielleicht bleibt es auch ein Ton, der leise beginnt und lauter wird und wieder leiser und im nächsten Moment vergeht, Raum gibt für neue Töne, neue Klänge und Geräusche, die ebenfalls vergehen. Manche Töne passen sich an den Rhythmus meiner Schritte an, andere verlangen ein Innehalten und Augenschließen. Und jeder Ton ist an das Ausatmen gebunden. Ohne Atem, ohne ein Sichverströmen, ohne zu geben und zu nehmen, wieder zu geben und so fort, ohne loszulassen und sich dem Fluss zu überlassen, gibt es ihn nicht – den spontanen Gesang.
Tönende Schlussszene aus “Wie im Himmel”



Und ich singe mit den Dingen…