Gestern übernachtete ich im Wald bei meiner Sitzplatz-Rotbuche. Ich wollte ganz mir mir allein in meinen 50. Geburtstag hineinfeiern und das an einem Ort, dem ich mich zutiefst verbunden fühle. Zuerst stromerte ich noch ein wenig umher, ließ mir von einer Lärche eine Baumperle schenken...
...bewunderte einen Buchenstenz...
...entdeckte Malbäume und viele weitere Wildschweinspuren.
Meine Buche steht beinahe am Waldrand und wächst auf einem Wall, hinter dem ein Feld beginnt. Ich verzichtete auf das Tarp, breitete eine Picknickdecke in einer mit trockenem Laub gefüllten Senke als Unterlage aus und schlief im Schlafsack auf meiner Isomatte.
Über
mir breitete die Buche ihre starken Äste aus. In mir die Gewissheit, dass unter mir ebenso starke Wurzeln das Erdreich durchziehen. Ich fühlte mich getragen, gehalten, geschützt und geborgen.
Der Wind säuselte in den jungen Blättern, die Amsel sang ihr Lied in den Abendhimmel, die Sonne sank und die Vogelschar verstummte nach und nach. Einzig eine Nachtigall sang ihr so besonderes Lied, das für mich zu einem Schlaflied wurde. Und obwohl ich mich bemühte, noch lange wach zu bleiben, um jeden kostbaren Moment zu trinken, in dem das Licht schwand und alle Farbe aus dem Wald mit sich nahm, schlummerte ich bald ein. Das vertraute Rufen eines Käuzchens weckte mich. Ich schlief wieder ein. Bei einem späteren Erwachen, war der Neumond-Himmel schwarz, Sterne funkelten durch das noch durchlässige Laub und über mir fiel eine Sternschnuppe herab. Was für ein Geschenk!
Morgens weckte mich das Gezwitscher der Gefiederten. Die Sonne - noch kaum über den Horizont gestiegen - beschien die höchsten Buchenäste und verhieß einen sonnigen Morgen. Das dort lebende Rabenpaar kam vorbei und auch der Rotmilan zog seine Kreise über meinem Waldbett. Dankbar trank ich Tee und schrieb Tagebuch, bevor ich zusammenpackte, noch ein Sträußchen Waldmeister pflückte...
...und wieder in die Zivilisation zurückkehrte, um mich mit Rainer und meinen Kindern zu treffen.
Zurück blieb mein Körperabdruck im trockenen Laub...
...und ein Hauch der Salbeiräucherung zum Dank für diese wundervolle Nacht.
Heute um 12.00 Uhr kommen weitere Geburtstagsgäste hier ins Häuschen, wir werden eine Suppe essen, uns dann auf so wenig Autos wie möglich verteilen und gemeinsam an die Steilküste der Ostsee fahren. Jede/r war gebeten worden, drei Holzscheite für Feuer, etwas Fingerfood für ein Picknick am Strand, eigenes Geschirr/Besteck und eine Sitzunterlage mitzubringen. Ich freue mich darauf!











































