An diesem frostig-sonnigen Novembertag gönnte ich mir einen langen Spaziergang. Besuchte einen bewaldeten Hügel, auf dem ich im Februar einen ganzen Tag verbracht und mir aus Totholz und Laub einen Unterschlupf zum Schutz vor dem strömenden Regen gebaut hatte. Das Laub war fortgeweht, aber das Hüttchen, in dem ich damals liegen konnte, war noch dort. Ein paar Reparaturen hätte es gebraucht. Erreichbar ist der Hügel nur dann, wenn man durch morastigen Grund stapft und den Schwarzwildpfaden folgt. Da sich ansonsten wohl kaum Menschen dorthin verlaufen, ist es das Terrain von Wildschweinen, Rehen, einem Dachs & Co.
Als ich lauschend stehen blieb, überquerten zwei Rehe meinen Weg, kam ein Zaunkönig ganz nah, sah und hörte ich das auf dem Hügel lebende Rabenpaar, beruhigte sich der Eichelhäher wieder, der sich zuvor lautstark über mein Eindringen beschwert hatte, zog ein rufender Bussard seine Kreise.
Geliebtes Mecklenburg…