Donnerstag, 4. Oktober 2012

Aus der Wunde in die Kraft…

Heute ist mein wieder erster Arbeitstag nach vierwöchiger “Pause”. Das will ich zum Anlass nehmen, einige Worte zu schreiben…
So wie es die letzten drei Jahre ging, geht es nicht mehr und soll es auch nicht mehr gehen. Ich hielt trotz der Entlassung meiner Kollegin bis auf minimale Abstriche an einem Stundenplan fest, der von einem Menschen eigentlich nicht zu leisten ist. Damit habe ich versucht, mit meiner Arbeit etwas für sehr wertvoll Befundenes aufrecht zu erhalten, habe außerdem den Abschied von einer längst vergangenen Situation vermieden und mich der stetigen Veränderung entgegengestellt. Es ist ein wenig so, als hätte ich alle Energie in mir aktiviert, um möglichst lange gegen den Strom zu schwimmen. Meine Erschöpfung kam nicht von ungefähr. Aber ich nehme die Botschaft des Arbeitsunfalls ernst und habe in den letzten vier Wochen verschiedene Möglichkeiten der Unterstützung genutzt.
Nach einem hilfreichen supervisorischen Telefongespräch malte ich dieses Bild…
Supervision
Danke, Frau Rohwer!
Ich sprach mit meinen Schwestern und Freundinnen, nutzte zwei ganz verschiedenartige Seminare, um mich mit meiner Thematik auseinander zu setzen. Dadurch habe ich “das Problem” auch von vielen verschiedenen Seiten aus betrachten können.
Zusammenfügend und entscheidend war eine exemplarische Einzelarbeit im Rahmen der Ausbildung zur Kreativen Traumatherapeutin mit Gabriele Frick-Baer.
Jetzt kann ich sagen, ich habe mit meinem ganzen Leib verstanden, WARUM ich noch immer mit 200% gearbeitet habe und warum ich es – obwohl mein Kopf es doch schon so lange wusste – bis jetzt nicht aufgeben konnte. Und ich habe tiefes Mitgefühl und Verständnis für mich selbst.
Aus der Wunde in die Kraft... (2)
 
Weil jede Erkenntnis nur Wert behält, wenn sie praktische Konsequenzen für den eigenen Alltag hat und Integration findet, habe ich mich entschieden, einiges zu verändern. Da ich das jedoch erst mit meinen Chefs besprechen muss, werde ich mich hier noch bedeckt halten und es dann erzählen, wenn die Veränderung einen konkreten Termin bekommen hat.

Kommentare:

Diana Dürr hat gesagt…

Hallo Jana,
ich drücke Dir alle Daumen der Welt, denn ich habe so einiges aus Deinen Worten heraus gelesen.
Bin neu auf Deinem Blog, jedoch schon seit einiger Zeit stiller Nutzer Deiner Internetseite und kenne Dich dadurch schon.
Viel Glück und Danke für Deine schöne Seite.
Diana

Alpi hat gesagt…

Ich wünsch dir die richtigen Worte und ein Gegenüber mit Verständnis. Auf dass du 100% geben darfst ohne Forderung nach mehr, sowohl von dir selber als auch dem Gegenüber.

Liebe Grüsse
Alpi

Lavarie - der Seifenblog hat gesagt…

Was für eine wertvolle Entscheidung! Ich wünsche Dir Frohmut in dieser neuen Wegrichtung und zunehmend wieder mehr Kraft für Dich selbst :-)

Sabine hat gesagt…

Meine guten Wünsche für das Gespräch mit dem Chef begleiten dich!
Herzliche Grüße
Sabine

Wolle Natur Farben hat gesagt…

Klingt nach kreativer Selbstfürsorge und heilsamer Entscheidung! Wünsche dir weiterhin alles Gute sowie Verständnis und offene Ohren für das Gespräch mit deinem Chef! herzliche Grüße Anke

Staiber Art hat gesagt…

Ich wünsche Dir viel Glück, für deine
Umsetztung!

LG Thuja

ramona hat gesagt…

Das Bild ist wunderschön! Mit welchen Farben hast du es gemalt?

Gut, daß du aus solchen Krisen schöpfen kannst! Das ist sehr wertvoll udn voller Potenzial. Ich bin gespannt, wie dir die Veränderung gut tun wird.

Susi hat gesagt…

na dann viel Erfolg beim Umsetzen und für das Gespräch beim Chef.
lg
Susi

Jojo hat gesagt…

Liebe Jana, ich wünsche Dir all die notwendige Kraft zur erfolgreichen Umsetzung der Veränderungen. Mögen die Chefs das notwendige Verständnis aufbringen, damit alles im gegenseitigen (Ein)Verständnis passiert und eine stabile Basis erhält. All meine guten Gedanken sind bei Dir - sei herzlichst gegrüßt von Lene

allesgewollt hat gesagt…

Alle guten Wünsche auf dem Weg der Veränderungen. LG Angela

Faraday hat gesagt…

Meine guten Wünsche und Gedanken werden dich begleiten in dieser für dich so wichtigen Zeit.

An dich denkende Grüße

Faraday

Els hat gesagt…

Liebe Jana, mmmmmm es sind immer diejenigen die sich am meisten verantwortlich fühlen für das was sie machen, die letztendlich umfallen.
Ich glaube das schöne blaue "Auge" (in der Zeichnung) muss (wieder) die Führung nehmen und nicht mehr alles von aussen herein lassen.
Mmmm: eine Indigo See ! ;-)
Ich glaube Du bist sehr klug und nimmst diesen Warnung (endlich) ernst. Alles Gute !!!!!!

Faserträume hat gesagt…

Ich unterstütze Dich in Gedanken.
Das, was Du hier sagst, ist mir sehr gut bekannt. Bin sehr gespannt ...
Pass gut auf Dich auf.
Barbara

Bea hat gesagt…

Hallo Jana,

ich wünsche Dir, dass das Gespräch mit deinen Chefs zu einer positiven Wendung führt.

Ich drück die Daumen.

Grüßle, die Bea

Jana Muchalski hat gesagt…

@Alle: Ich danke Euch von Herzen für die vielen guten Wünsche und begleitenden Gedanken! Gestern bin ich sofort zum Chefarzt gegangen, er nahm sich ebenfalls sofort Zeit und ich hatte ein erstes gutes Gespräch. Verständnis ist da, nun heißt es verhandeln.

@Ramona: Das Bild habe ich mit Acrylfarben gemalt und später mit Aquarellstiften akzentuiert.

@Els: Ja, das "Auge" war sozusagen mein "heiliger Bereich", den ich jetzt nicht mehr vor unguten Einflüssen schützen konnte. Aber wer weiß schon, wozu all das gut ist? Meistens erschließen sich gerade auch die "unguten" Phänomene halt doch erst im Nachhinein...
Ich bleibe achtsam ;)

Herzliche Grüße

Jana